Daniel D. Eckert Alles Gold der Welt

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Inhaltsangabe zu „Alles Gold der Welt“ von Daniel D. Eckert

Unser Finanzsystem be?ndet sich im Zustand des Dauerdopings. Durch die Überdosis billigen Geldes droht der Zusammenbruch der Währungsordnung. Aber das aktuelle System ist nicht alternativlos. Daniel D. Eckert wirft einen unkonventionellen Blick auf die Geschichte des Geldes und zeigt: Der beinahe in Vergessenheit geratene Goldstandard bietet Rezepte, unsere Währung zu retten – und das Vermögen der Bürger zu bewahren. Schlüssig und anschaulich erläutert der Autor, wie der Wertanker Gold der kreditsüchtigen Weltwirtschaft neuen Halt geben kann. Es ist sicher nicht das letzte Buch zur Krise, aber das erste Buch zu einem monetären Neuanfang. Daniel D. Eckert erklärt in einer spannenden Reise durch die Geschichte, was wir vom klassischen Goldstandard (1870 – 1914) für unser heutiges Geldsystem lernen können. Ein origineller Anstoß zu einer hochbrisanten Debatte, unterhaltsam aufgeschrieben von einem der renommiertesten Wirtschaftsjournalisten in Deutschland. Daniel D. Eckert hat den Deutschen Finanzbuchpreis 2014 gewonnen. Mit dem von der Citigroup Global Markets Deutschland AG (Citi Deutschland) und Börse Frankfurt Zertifikate AG gestifteten und mit 10.000 Euro dotierten Preis wurde sein Buch "Alles Gold der Welt - Die Alternative zu unserem maroden Geldsystem" gewürdigt.

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  • Gold als Parallelwährung?

    Alles Gold der Welt
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. July 2015 um 16:13

    Darauf läuft die von Daniel D. Eckert in diesem Buch vorgeschlagene Alternative zu unserem derzeitigen Geldsystem hinaus. Ob und wie das funktionieren kann, erläutert er allerdings erst am Ende seiner Ausführungen. Jetzt erscheint eine solche Lösung eher als undenkbar, denn sie würde dazu führen, dem unersättlichen Staat die Macht über das Geld zu nehmen. Noch aber sind wir in genau der gegenläufigen Richtung unterwegs. Und das immer schneller. Man muss kein Genie sein, um zu sehen, dass das derzeitige Finanzsystem vor dem Kollaps steht. Ein Blick in die Vergangenheit reicht völlig aus, um zu begreifen, dass die Datenlage, die wir jetzt weltweit haben, immer zu einem Zusammenbruch von Währungssystemen geführt hat. Die Schuldenlast aller westlichen Industriestaaten und Japans ist so gewaltig wie sie noch nie in der Geschichte vorher war. Verzweifelt versuchen die Notenbanken, deren politische Abhängigkeit noch nie so offensichtlich zutage getreten ist wie jetzt, Inflation zu erzeugen, um so den enormen Schuldenstand zu Lasten der Gläubiger zu reduzieren. Doch genau das Gegenteil passiert. Das Beispiel Japans, wo der Irrsinn des Gelderzeugens aus dem Nichts seit zwei Jahrzehnten läuft und inzwischen schon gigantomanische Züge trägt, zeigt, dass dies keine Lösung ist, auch wenn man sie lernunfähig ständig wiederholt. Eckert geht auf den mit Papiergeld-Währungen immer verbundenen Schuldenwahn im ersten Teil seines Buches ein. Dort beschreibt er die aktuelle Lage und macht deutlich, dass sich der Staat bereits jetzt zu Lasten seiner Bürger zu retten versucht, indem er über die Notenbanken durch die drastische Erhöhung der Geldmenge Inflation erzeugt, gleichzeitig die Zinsen faktisch auf Null herunterfahren lässt und nebenbei dann noch ständig Steuern und Abgaben erhöht. Im zweiten Teil diskutiert Eckert die verschiedenen Formen des Goldstandards und erklärt ihre Vor- und Nachteile sowie historische Ereignisse in diesem Zusammenhang, beispielsweise das Entstehen der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Aus diesen Betrachtungen kann man lernen, dass ein wie auch immer gearteter Goldstandard kein Allheilmittel sein kann. Die Sehnsucht nach einem reibungslosen Finanzsystem kann grundsätzlich niemals gestillt werden. Widersprüche und Konflikte sind einfach Teil eines jeden Systems. Ohne sie würden die Triebkräfte für Neues fehlen, und das System würde in sich zusammenfallen. Allerdings - und das ist der entscheidende Punkt - nimmt ein Goldstandard dem politischen System die Möglichkeit, Schuldenorgien zu Lasten seiner Bürger herbeizuführen, denn er führt zwangsläufig zu einer Disziplinierung. Dass er notfalls allerdings jederzeit aufgehoben werden kann, hat die Geschichte ebenso gezeigt. Im abschließenden Teil seines Buches erläutert Eckert dann seine Argumente für eine parallele Goldwährung und geht dabei auch auf zahlreiche Einwände ein. Diese Abschnitte sind sehr lehrreich. Ganz nebenbei versteht man dann vielleicht auch, dass ein staatliches Geldmonopol nicht zu einer Marktwirtschaft passt, weil es - wie man sieht - immer zu planwirtschaftlichen Zwängen (vorrangig zu festgelegten Zinsen) führt, die wiederum enorme gesamtwirtschaftliche Fehlentwicklungen (etwa Immobilienblasen wie in Spanien) zur Folge haben. Eine parallele Goldwährung lässt sich natürlich ebenso durch Notenbanken beeinflussen, wie Goldpreismanipulationen aus der Vergangenheit deutlich zeigen Eckert erläutert in diesem Teil übrigens auch die Internetwährung Bitcoin, die ebenso ein Versuch ist, dem Fremdkörper des staatlichen Geldes auszuweichen. Wenn man sich vorher noch nicht mit all diesen Problemen beschäftigt hat, dann wird man möglicherweise an manchen Stellen Schwierigkeiten bekommen, denn Eckert streift vieles nur sehr kurz ohne es wirklich verständlich zu erläutern. Ich hatte gelegentlich Probleme, diesen oft fragmentarischen Darstellungen und den danach einsetzenden Sprüngen zu folgen, weil ich oft erwartete, dass Eckert auf die eine oder andere Entwicklung oder historische Tatsache ausführlicher und konsequenter eingeht, um aus ihnen Schlussfolgerungen zu ziehen. Doch stattdessen zählt er lieber Argumente und Gegenargumente auf, um sich dann einem nächsten Thema zu widmen und den Leser etwas unbefriedigt zurückzulassen. Das bedeutet aber nicht, dass man aus diesem Buch nicht viel lernen kann. Das Gegenteil ist wahr, obwohl Eckert viele Gelegenheiten ausgelassen hat, um diesen Effekt noch zu verstärken.

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