Daniel Daub Die wilde Jagd

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Inhaltsangabe zu „Die wilde Jagd“ von Daniel Daub

Ein südenglisches Dorf wird von einer brutalen Mordserie heimgesucht. Als der Schwager des jungen Parapsychologen Jonathan Parker den Morden zum Opfer fällt, begibt sich der Wissenschaftler in das Dorf, um eigene Nachforschungen anzustellen. Dabei sieht er sich immer mehr mit einem Wust an Aberglauben und ländlichen Mythen konfrontiert. Alle Ereignisse scheinen mit einem mysteriösen keltischen Grab in Verbindung zu stehen. Zunächst zweifelt Jonathan, muss aber bald erkennen, dass unter all dem Aberglauben auch Funken von Wahrheit stecken.

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    Die wilde Jagd

    Graf Zahl

    16. March 2015 um 17:22

    „Die wilde Jagd“ von Daniel Daub war das erste Buch aus dem AAVAA-Verlag, das ich gelesen habe. Der AAVAA-Verlag gibt Autoren, die es bisher nicht geschafft haben bei einem großen Verlag unterzukommen, die Chance einer Veröffentlichung. Anders als die sogenannten Druckkostenzuschlag-(DKZ-)Verlage, die in fast schon krimineller Art und Weise angehende Autoren ausnutzen, ist der Service des Verlags gratis. Inwieweit es Honorare oder Gewinnbeteiligungen für die Autoren gibt, weiß ich leider nicht. Natürlich wird es in in Zeiten, wo Self-Publishing im E-Book-Bereich und in letzter Zeit durch Create Space auch im Print-Bereich Autoren fast schon kostenlose Veröffentlichungsmöglichkeit ihrer Werke bietet, für solche Verlage nicht einfacher werden. Wichtig ist jedem Fall ein vernünftiges Korrektorat und vielleicht sogar ein Lektorat, um sich von der Masse der Selbstveröffentlicher abzuheben. Zum Inhalt: Jonathan Parker, seinem Fach skeptisch gegenüber stehender Parapsychologie-Dozent in Oxford, wird nach Uffington gerufen, weil sein Schwager dort von einem Pferd zu Tode getrampelt und seine Schwester mit einem Schock in einem nahe gelegenen Krankenhaus eingeliefert worden ist. Da außer Sergeant Mary Crawford niemand von der Polizei dem Fall ernsthaft nachgeht und die Bewohner des Dorfes Uffington offensichtlich etwas verheimlichen, macht sich Parker selbst daran, die Umstände der Tat zu ermitteln.. Einzig der Antiquar Thad Oldfield scheint Parker helfen zu wollen. Durch ihn findet er heraus, dass sein Schwager eine Affäre mit der Frau des reichsten und wohl auch mächtigsten Mannes der Gegend hatte. Und diese Jane Cunningham sieht sich jetzt auch in Gefahr. Aber wovor hat sie Angst? Vor der Rache ihres Mannes oder vor einem Jahrtausende alten Fluch? Nach „Der Keltenfürst“, erschienen 2008 im Sieben-Verlag und den beiden 2011 im AAVAA-Verlag erschienen „Der Pakt“ und „Das Schwert im Stein“ ist „Die wilde Jagd“ Daubs vierte Romanveröffentlichung. 2012 erschien von ihm auch das Sachbuch „Die geheime Welt der Kelten“ als E-Book im Verlag Ancient Mail. Keltische Mythen und die Arthus-Legende ziehen sich durch all diese Veröffentlichungen. In „Die wilde Jagd“ geht es nun um das Uffington White Horse, jenes Bild eines Pferdes, das in Oxfordshire in den Boden gescharrt wurde, sodass die darunterliegende Kreide sichtbar wurde. Außerdem spielt Wieland der Schmied aus den germanischen Heldensagen eine Rolle und eine Prise christliche Mystik gibt es noch obendrauf. Das ganze wird in eine Krimihandlung verpackt. Es kommt aber leider keine rechte Spannung auf (nur einmal kurz vor Ende hat mich der Roman etwas überrascht) und manche Handlungen der ermittelnden Polizistin erscheinen einfach unrealistisch. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass es in Großbritannien üblich ist, dem Angehörigen eines Opfers, den man ca. zwei Stunden kennt, einen Autopsiebericht zu lesen gibt. Ein anderes Manko des Romans ist, dass der Autor seine Figuren dozieren lässt. Insbesondere der Antiquar und ein später im Buch auftretender Science-Fiction-Autor reden so, dass man eher glaubt eine Vorlesungsmitschrift als einen Roman zu lesen. (Eine nette Episode am Rande in einer relativ unabhängigen Veröffentlichung ist, wie der Nebula-Award nominierte Science-Fiction-Autor sich über „die Ränkeschmiede in der Verlagswelt“ auslässt). So ein Schreibstil hat in diesen hohen Dosen in einem Unterhaltungsroman nichts zu suchen, da er den Lesefluss ungemein trübt. Daub weiß viel über die Kelten und seine Abhandlung über die Rolle des Pferdes in verschiedenen Mythologien ist durchaus interessant, aber in dieser Form wären sie in einem Sachbuch besser aufgehoben.. Ja, der Schreibstil. Er ist ziemlich uneinheitlich. Neben den erwähnten Hang zum Dozieren einiger Figuren, gibt es Stellen, wo ich denke, der Kerl hat echt Talent. Es gibt kleine Kapitel, die aus einem Guss erscheinen und die man gerne liest. Aber leider findet man dann auch einen so verquasten Satzbau, dass es mich gegruselt hat. Und durch diesen Stil bleiben auch die Figuren seltsam unnahbar, was das Lesevergnügen arg getrübt hat. Fazit: Ein Mistery-Thriller mit klassischem „Whodunit“-Plot. Die Idee, dass das Uffington White Horse sich manifestieren könnte und mordend durch die Gegend zieht, hat durchaus seinen Reiz. Der Roman hat auch gute Ansätze. Insgesamt war er mir aber zu spannungsarm und stilistisch nicht überzeugend. Ich weiß zwar jetzt etwas mehr über Mythologie, aber gut unterhalten wurde ich nicht. Die Rezension erschien zuerst im Blog Horror & Co.

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