Daniel Defoe Robinson Crusoe

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Inhaltsangabe zu „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe

Wie Faust, Don Quijote oder Dracula hat Robinson sich längst von dem literarischen Werk gelöst, in dem er erstmals auftrat, ist eher Mythos als Romanfigur. Robinson und seine Geschichte kennen alle; auch die, die das Buch nie gelesen haben. Daniel Defoe präsentiert die Geschichte allerdings gar nicht als Roman, sondern als den von ihm herausgegebenen Bericht des Schiffbrüchigen, 'der 28 Jahre lang ganz einsam auf einer unbewohnten Insel an der Küste Amerikas nahe der Mündung des großen Stromes Orinoko lebte, wohin er als einziger Überlebender der ganzen Mannschaft durch Schiffbruch verschlagen war; nebst einem Bericht über seine ebenso wunderbare Befreiung durch Piraten. Beschrieben von ihm selbst'. Er steht damit, 1719, am Beginn des realistischen Erzählens.

Ich habe die Kurzfassung gelesen. Hätte aber auch die ausführliche Variante genossen. Man merkt, dass es wahr ist. Faszinierend!

— sandraivy
sandraivy

Ein Klassiker den man gelesen haben muss

— Luki02
Luki02

Schwacher, langwieriger Start

— Reyth
Reyth

Ein wunderbares Buch!!

— Ophiuchus
Ophiuchus

Zieht sich die meiste Zeit über sehr, dank unzähliger Wiederholungen.

— TimFinnegan
TimFinnegan

Ich liebe dieses Buch!Ich hab es schon sehr oft gelesen und werde es auch noch ein paar mal lesen, und ich weiß nicht einmal genau warum....

— Danny_Berlin
Danny_Berlin

Uff... zieht sich ohne Ende durch die ganzen Wiederholungen.

— PascalTheChameleon
PascalTheChameleon

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  • Ein Klassiker mit einer eigenwilligen Hauptfigur

    Robinson Crusoe
    Betsy

    Betsy

    03. February 2017 um 23:52

    Nur kurz zum Inhalt, der vielen von euch wohl dank seiner zahlreichen Verfilmungen nicht gänzlich neu sein wird. Es geht um Robinson Crusoe, der Schiffbruch erleidet und als einziger der Besatzung überlebt. Gerettet auf einer ihm unbekannten Insel versucht er sich mit seiner neuen Lage zu arrangieren und führt dabei nicht nur viele Zwiegespräche mit Gott, sondern wächst auch über sich selbst hinaus in punkto Überleben und Einfallsreichtum. So gehen viele Jahre ins Land und während er sich mittlerweile gut eingerichtet hat und gar nicht mehr großartig auf seine Rettung hofft, entdeckt er, dass er wohl doch nicht so ganz alleine auf der Insel ist wie gedacht. Ein Klassiker, der mich einiges an Zeit gekostet hat um ihn zu Ende zu lesen. Dies liegt nicht nur daran, dass er als einziger großer Bericht ohne Kapitel (es gibt hier gerade einmal eine sogenannte Vorrede und danach unter Tagebuch dann den ganzen restlichen Inhalt, zumindest in meiner Ausgabe von Inselverlag) oder sonstigen Abständen innerhalb seiner Erzählung besteht, sondern einfach immer weiter geht und weiter geht, Absatz für Absatz und der Einstieg erfordert einiges an Konzentration, da hier wirklich elendslange Sätze geschrieben werden und sich im weiteren auch der Erzähler, also Robinson Crusoe, oftmals wiederholt. Der schleppende Anfang wird nach seiner Ankunft auf der Insel deutlich besser und es liest sich einfacher, allerdings wird manches sehr genau beschrieben, anderes ein wenig durcheinander erzählt und viel passiert jetzt nicht wirklich, zumindest in den ersten 2 Dritteln des Buches, was ja auf einer einsamen Insel auch nicht groß überrascht. Mir persönlich fiel es allerdings von Anfang an etwas schwer mit der Figur des Robinson Crusoes warm zu werden. Einerseits ein Träumer, der sich über alles hinwegsetzt um zur Seefahrt zu kommen und dabei auch recht egoistisch wirkt, dann scheint er immer ein extremer Glückspilz zu sein und alle katzbuckeln geradezu vor ihm und überbieten sich in Freundlichkeiten, was jetzt nicht unbedingt der Realität entsprechen kann. Auf der Insel selbst wird er dann sehr gottesfürchtig, sieht seine Zeit auf der dieser als Strafe und Erettung gleichzeit an und stellt auch sein eigenes Verhalten in Frage, allerdings rückt das dann am Ende immer mehr in den Hintergrund und vieles von seinen philosophischen Ansätzen scheint dann nicht mehr existent zu sein. Naja, es ist sicherlich Geschmackssache, aber ich finde ihn teilweise sehr widersprüchlich und sein einziges Pech in seinem Leben war wirklich, dass er alleine auf dieser Insel gestrandet ist, ansonsten ging es ihm mir persönlich fast zu gut und das wirkte dann etwas unglaubwürdig. Seine Persönlichkeit konnte mich einfach nicht so recht überzeugen in seinem Verhalten und Anschauungen, auch wenn manches sicher der damaligen Zeit geschuldet ist. Vieles was er hier erzählt ist auch einfach schwer vorstellbar, obwohl man sich ständig versucht vorzustellen wie einseitig das Leben auf der Insel ist und wieviel Zeit er für manches gebraucht hat, dennoch kommt er mir fast zu gut mit allem zurecht und man merkt doch recht wenig von seiner Verzweiflung. Generell war es weniger emotional als erwartet. Gegen Ende überschlagen sich dann auch ein wenig die Ereignisse und besonders seine Rückkehr ging mir persönlich zu schnell, bzw. war dann teilweise wieder etwas zuviel des guten und am Schluss meiner Ausgabe wurde auch einiges nicht ganz zufriedenstellend geklärt. Positiv anzumerken ist allerdings, dass es dann doch wenig mit den bekannten Verfilmungen gemein hatte und mich vom Verlauf der Handlung her einige Male wirklich überraschen konnte. Und obwohl die Frage natürlich bleibt, ob sich nicht alles viel schöner aufklärt und verstehen lässt in einer Gesamtausgabe, denke ich, das wäre wohl noch viel langwieriger als es bereits war und mir persönlich reicht es damit auch. Je nach Ausgabe fällt daher aber sicher auch der Blickwinkel auf Crusoes Verhalten und seine Zeit auf der Insel immer ein wenig anders. Es ist ein Buch ohne erholende Kapitelpausen, auch wenn es sehr glaubwürdig als Berichterstattung geschildert wird, da der Erzähler in seiner eigenen Geschichte oftmals abschweift, vorgreift und sich auch unnötigerweise wiederholt, während er versucht seine Geschichte für uns aufzuschreiben, was es deshalb aber auch wieder nicht gerade einfach zu lesen macht. Fazit: Sicher für die damalige Zeit etwas neues und auch durchaus interessant, allerdings ist die Handlung großteils wenig prickelnd und der Einstieg extrem zäh durch die langen Sätze. Die fehlenden Kapitel tun ihr übriges um einem die Geschichte elendslang vorkommen zu lassen und die Figur des Robinson Crusoe selbst ist teilweise recht widersprüchlich, weshalb es mir schwerfiel mich in ihn hineinzufühlen. Teilweise kam mir so einiges überzogen vor und es fiel mir stellenweise auch etwas schwer zu folgen, was aber sicher auch meinem immer stärker nachlassenden Interesse geschuldet war. Etliches fand am Ende dann leider auch keine bemerkenswerte Erwähnung mehr oder wurde nicht wirklich aufgeklärt und hat mich daher etwas enttäuscht zurückgelassen, aber das ist natürlich alles Ansichtssache. Kein unbedingt einfacher Klassiker, denn man aber doch in seinem Leben sicher einmal gelesen haben sollte, in was für einer Ausgabe auch immer.  

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  • Das Abenteuer von Robinson Crusoe

    Robinson Crusoe
    Ophiuchus

    Ophiuchus

    30. October 2016 um 20:18

    "So kommt uns die wahre Beschaffenheit unserer Lage immer erst durch ihr Gegenteil zu Bewusstsein, und wir schätzen das, was wir haben, immer erst dann, wenn wir es nicht mehr haben." (Aus S.146) Robinson Crusoe ist ein Roman von Daniel Defoe. Dieses Buch erschien im Jahre 1719. Ursprünglich hieß das Buch: Das Leben und wunderbare Abenteuer des Robinson Crusoe, eines Seemann aus York, der 28 Jahre lang ganz einsam auf einer unbewohnten Insel an der Küste von Amerikas nahe der Mündung des großen Flusses Orinoko, wohin er als einziger Überlebender der ganzen Mannschaft durch Schiffbruch verschlagen war; nebst einem Bericht über seine ebenso wunderbare Befreiung durch Piraten. Beschrieben von ihm selbst. Nach einem Schiffbruch strandet Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel. Um viele Sachen aus dem Schiffswrack zu retten, konstruiert er sich ein Floss und bringt danach die Fundstücke in einer Höhle unter (sein neues Zuhause). Robinson kommt immer besser mitten in der Wildnis zurecht. Er baut sich eine gut versteckte Festung, er erntet Getreide und lernt Brot backen, er zimmert, er schneidert neue Kleider und er züchtet und zähmt die Ziegen. Er führt ein Tagebuch, bis ihm die Tinte ausgeht, und ritzt jeden Tag eine Kerbe in ein Kreuz, um nicht den Überblick zu verlieren. Eines Tages rettet er einen Wilden vor Kannibalen, der später Freund und Diener wird. Er nennt ihn Freitag zur Erinnerung an den Tag, an dem er ihm das Leben gerettet hat. Nach 28 Jahren wird Robinson gerettet und kehrt nach England zurück. Jeder kennt Robinson Crusoe, doch viele fragen sich, warum das Buch ein Weltklassiker ist. Im Nachwort steht geschrieben, dass es im Buch nicht um Verbrechen, Politik, Liebe und Sexualität handelt. Robinson hatte niemanden den er lieben, lehren und betrügen konnte. Die Idee von einer durchschnittlichen Person, die Ziegen zähmt, die Bibel liest, Papageien zum Sprechen bringt, aber auch ihre wiederholten Selbstanklagen und Gebete macht, ist ein Roman, dass fast ohne Personen auskommt. Damals war das eine großartige Idee.  Die Einführung finde ich gut, weil man mehr über sein Leben in England bzw. Brasilien erfährt. Trotzdem war für mich die Einführung sehr umfangreich und mühevoll zu lesen. Die Geschichte besserte sich allmählich, nachdem Robinson auf der Insel gestrandet wurde. Ich fand es äußerst spannend, wie Robinson seine Zivilisation nachzubauen versuchte. Hingegen sind seine ewigen Klagen sehr mühsam. Das Buch erinnert mich ein bisschen an eine Montageanleitung von Ikea. Es beschreibt genau, wie man zum Beispiel eine Festung baut, verschiedene Werkzeuge herstellt und vieles Weiteres. Also, eine perfekte Anleitung um in der Wildnis eine Zivilisation nachzubauen. Der Schreibstil ist sehr bildlich, sodass man sich genau vorstellen kann, wie Robinson die Insel erkundet. Was mir sehr gut gefallen hat, sind die Weisheiten, welche Robinson Crusoe während seiner Inselaufenthalte schilderte. Besonders nachdem er krank wurde und mit Gott gehadert hat. Leider finde ich das Ende zu offen. Es war für mich kein richtiger Abschluss. Die Geschichte endete einfach abrupt.  Fazit Robinson Crusoe ist ein gut geschriebenes Buch, welches Spannung mit sich bringt. Vor allem für Abenteurer unter euch. Nur das Ende konnte es mich nicht überzeugen. "Ich dankte Gott demütig und von Herzen, dass er mich gelehrt hatte, in der Einsamkeit auf meine Art glücklicher zu sein als in Freiheit und inmitten aller Freuden der Welt, das er mir alles, was ich in meiner Einsamkeit entbehre, und den Mangel an Umgang mit Menschen durch seine Gegenwart und die Mitteilung seiner Gnade an meine Seele vollauf ersetzte, dass er mich stützt und tröstete und ermutige, auf seine Fürsorge hier zu vertrauen und auf ein ewiges Leben dort bei ihm zu hoffen." (Aus S. 119)

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  • Robinson Crusoe

    Robinson Crusoe
    natti_ Lesemaus

    natti_ Lesemaus

    03. June 2016 um 20:01

    Robinson Crusoe, wer kennt nicht die Geschichte?
    Man erwartet schon beim lesen einige passagen, die man aus dem Film kennt, aber jeder weiß, Buch und Film - das sind zwei Welten.
    Ich kann nur sagen, das Buch hat mir gefallen,obwohl ich zuerst etwas schwer reingekommen bin und etwas begraucht habe zum lesen. Aber es ist lesenswert und ein typischer Klassiker.

  • sehr detailliert

    Robinson Crusoe
    itwt69

    itwt69

    30. June 2015 um 15:26

    Fast jeder dürfte diesen Film gesehen haben - und doch sollte man auch das Buch dazu lesen. Denn so detailgetreu vermag keine Verfilmung zu sein. Robinson Crusoes Leben vor und nach der Insel ist ebenso interessant. Ein lesenswerter Klassiker, den es sicherlich mittlerweile auch in modernerer Sprache geben dürfte, mir hat diese (altdeutsche) Version nicht geschadet.

  • Muss man das gelesen haben?

    Robinson Crusoe
    PascalTheChameleon

    PascalTheChameleon

    24. May 2015 um 11:29

    Okay, Robinson Crusoe zählt schon irgendwie zur Weltliteratur. Ich meine, okay, war der erste moderne englische Roman überhaupt. Aber hat nicht auch schon damals die Leute die gestört, dass Defoe alle Handlungen mindestens vier Mal beschreibt? Ich hab mich da ganz schön durchgebissen deswegen. Die altertümlich Sprache, damit kann ich leben, aber die WIederholungen machten das ganze ziemlich zäh und nicht wirklich genießbar.

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  • Eine Insel für ganz sich und ganz allein

    Robinson Crusoe
    Phil_Skurril

    Phil_Skurril

    03. May 2015 um 11:29

    Was für die meisten damals wie ein Alptraum wirkte, hat sich in der heutigen Zeit merkwürdigerweise für viele in einen Wunschtraum verwandelt. Eine ganze Insel ganz für sich allein, einen etwas unterbelichteten Mitbewohner, der beinahe alles tut, was man ihm befiehlt. Sauberes Wasser. Saubere Luft. Ein Kompaß, ein paar Ziegen. Eine himmlische Ruhe. Himmlischer  Frieden, auch ohne Atombomben. Wen stört es da, wenn hin und wieder ein paar Kannibalen für ein paar Stunden den Strand für eine Grillparty mieten? Wo auch immer sich dieser abgelegene Ort in London befunden hat, Daniel Defoe muß ihn gefunden haben, um sich jeweils bis Freitag dort aufzuhalten.

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  • - Hypochrisy -

    Robinson Crusoe
    Hypochrisy

    Hypochrisy

    10. July 2014 um 06:49

    Einfach abenteuerlich: Robinson Crusoe. Defoe hat seinen 1719 erschienenen Abenteuerroman um den schiffbrüchigen Crusoe und seinen Gefährten Freitag nach dem Tatsachenbericht eines schottischen Seemanns geschrieben. Defoes packender Weltklassiker gibt ein zeitloses Beispiel dafür, dass sich selbst aussichtslos scheinende Situationen mit Mut und Einfallsreichtum meistern lassen...

  • Rezension zu "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe

    Robinson Crusoe
    orangenmaedchen

    orangenmaedchen

    13. June 2014 um 23:49

    Inhalt: Der Engländer Robinson Crusoe hat ganz zum Unbehagen seiner Eltern schon immer ein gesteigertes Interesse an der Seefahrt. Nach langem Abwägen zwischen einem geordneten Dasein im Sinne seiner Eltern oder dem abenteuerlichen Leben auf dem Meer, siegt irgendwann die Abenteuerlust und es verschlägt ihn auf seinen Reisen bis nach Brasilien. Auf dem Rückweg nach England gerät Robinsons Schiff allerdings in Seenot. Als einziger Überlebender seiner Mannschaft strandet er auf einer einsamen Insel mitten im Meer. Da sich die Hoffnung auf baldige Rettung schnell zerschlägt, fängt er an, sich auf der Insel anzusiedeln. Nach vielen Jahren der Einsamkeit entdeckt er, dass Kannibalen regelmäßig auf die Insel kommen, um dort ihre Opfer zu verspeisen. Eines Tages gelingt es ihm, eines der Opfer zu retten. Er tauft seinen neuen Gefährten auf den Namen Freitag und von nun an ist dieser sein treuer Begleiter. Doch trotz Freitags Gesellschaft wird Robinsons Wunsch nach einem Leben auf dem Festland immer größer. Werden Robinson und Freitag es schaffen, die Insel irgendwann zu verlassen? Meinung: Robinson Crusoe zählt wohl zu den Klassikern, die jedem Literaturfan bekannt sind. Mich lässt das Buch etwas zwiegespalten zurück. Es ist relativ einfach und klar geschrieben und es gibt auch einige echt spannende Stellen, an denen man regelrecht mit Robinson mit fiebert, allerdings gibt es auch immer wieder Textpassagen, an denen sich die Geschichte inhaltlich etwas zäh und langatmig gestaltet. Sehr positiv ist der bildliche Schreibstil, als Leser kann man sich beispielweise ganz genau vorstellen, wie es auf der Insel aussieht und wie Robinson seine Behausung eingerichtet hat. Robinson Crusoe als Charakter wirkte auf mich insgesamt aber zu emotionslos. Seine Verzweiflung und seine Ängste werden zwar immer wieder beschrieben, aber ich konnte sie einfach nicht spüren oder nachempfinden. Man bekommt das Gefühl, dass Robinson sich doch relativ schnell mit seiner Situation arrangiert, was für mich einfach nicht so ganz nachvollziehbar war. Auch erschreckend war für mich die Brutalität gegenüber Tieren, wie sie an manchen Stellen beschrieben wurde. Ich denke, dass das aber einfach der damaligen Zeit geschuldet ist. Fazit: Für mich ein gut geschriebener Abenteuerroman mit einigen sehr spannenden Stellen, insgesamt konnte mich das Buch aber nicht komplett überzeugen.

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  • Leserunde zu "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe

    Robinson Crusoe
    Mina - Das Irrlicht

    Mina - Das Irrlicht

    Dies ist die Leserunde zum Thread "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur Monat für Monat" (http://www.lovelybooks.de/thema/Wir-lesen-Klassiker-der-Weltliteratur-Monat-f%C3%BCr-Monat-643067688/?ov=aHR0cDovL3d3dy5sb3ZlbHlib29rcy5kZS8/ZmlsdGVyc29ydD1uZXUmc2VjdGlvbj1mb2xsb3dpbmc%3D&liste=modern). Diesen Monat - Juli 2012 - lesen wir also "Robinson Cruso", der mit Abstand das letzte Voting in oben genanntem Thread gewann. Zum Autor: Daniel Defoe wurde geboren und Starb in London (1660 bis 1731). Er arbeitete als Kaufmann. Von seinem Schreiben konnte er nicht leben. Selbst der hier gemeinsam zu lesende Roman brachte ihm kaum Geld ein. Er schrieb einige Werke und Essays. Neben Robinson waren Moll Flanders und Kapitän Singleton seine bekanntesten. Alternative Kapitelaufteilung von Toschi3: Danach ergibt sich folgende Einteilung für die Bücher mit 51 Kapiteln: Kapitel 1-6 = Kapitel 1-15 Kapitel 6-10 = ab Kapitel 17 Kapitel 11-14 = ab Kapitel 28 Kapitel 12-17 = ab Kapitel 39 Kapitel 18-20 = ab Kapitel 48.

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  • Rezension zu "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe

    Robinson Crusoe
    Favole

    Favole

    14. August 2012 um 07:58

    Robinson Crusoe - ein Weltklassiker. Aber warum? Der Roman bietet meiner Ansicht nach nicht wirklich spannende Unterhaltung. Die Geschichte oder besser die Idee (Mann strandet auf verlassener Insel für viele Jahre) ist sehr interessant, aber die Umsetzung lässt doch sehr zu wünschen übrig. Die Einführung finde ich noch recht gelungen. der Leser erfährt, wer Robinson Crusoe ist und wie es dazu kommt, dass er auf der einsamen Insel strandet. Danach folgen Seiten über Seiten Schilderung, was er alles von seinem Schiff retten kann und wie er sich einrichtet. Hier wird vieles wiederholt und doppelt und dreifach erzählt. Zudem wir vieles durcheinander berichtet. Es wird zwischen den Jahren hin und hergesprungen und der Leser kann sich kaum orientieren, in welcher Phase er gerade ist. Er ist um die 20 Jahre auf der Insel, als eine Fußspur einen Wendepunkt markiert. Es dauert jedoch noch mehrere Jahre bis er dann Freitag als Sklaven bekommt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Geschichte fast schon rasend schnell bis zum Verlassen der Insel. Und einen Satz später ist er bereits wieder in England. Leider wird (im Gegensatz zu anderen Ausgaben) in meinem Buch nichts davon berichtet, wie er nach Hause gekommen ist und wie es ihm in England ergangen ist, was doch irgendwie frustrierend war. Zum für mich schlechten Stil (wahrscheinlich auch schlechte Übersetzung) kam hinzu, dass Robinson Crusoe ein sehr unsympathischer Charakter ist. Er hat sehr viel Glück beim Stranden (kann vieles vom Schiff retten) und ihm gelingt fast alles. Und selbst das endlose Probieren oder auch Scheitern an mancher Stelle war für mich als Leser nicht wirklich wahrnehmbar. Seine Verzweiflung, seine Wut und Frustration waren für mich nicht spürbar beim Lesen. Dazu kommen Ansichten, die zwar für damalige Verhältnisse wahrscheinlich typisch waren, mich aber zum Teil sehr abgestoßen haben (Sklaverei, Tierquälerei). Das Nachwort und auch Recherche zum Autor Daniel Defoe konnten zwar manches ins richtige Licht rücken, machten aber das Lesen nicht besser. Insgesamt sind nicht mehr als 2 von 5 Punkten drin. Und diese gibt es eigentlich nur für die gute Idee und dafür dass der Roman literarisch sehr vieles angestoßen hat.

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  • Rezension zu "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe

    Robinson Crusoe
    SomeBody

    SomeBody

    07. August 2012 um 22:27

    Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ hat eine zweite Chance erhalten und wird von mir 20 Jahre später mit 3 Sternen bewertet, da ich mich aufgrund der Langatmigkeit der Handlung stellenweise fast zwingen musste, die Geschichte zwischen den recht spärlichen spannenden Abenteuerseiten weiterzulesen. Fazit: Leider nur empfohlen für Leser, die sich für die Seefahrt und informativ gestaltete fremde Tagebuchzeilen interessieren.

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  • Rezension zu "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe

    Robinson Crusoe
    Tintenklecks98

    Tintenklecks98

    16. May 2012 um 19:14

    Als ich dieses Buch in den Händen hielt, war ich schon vom Cover total hingerissen! (Nicht dieses, was abgebildet ist). Die Geschichte fand ich am Anfang etwas langatmig,aber vom Mittel - Endteil war es durchweg spannend. Es ist sehr lebendig geschrieben und man fühlt sich selbst auf einer einsamen Insel ausgesetzt. Ich würde es garantiert nochmal lesen, aber leider finde ich es nicht mehr. Aber das zeugt auch davon, dass einem das Buch sehr lang im Gedächtnis bleibt. Absolut lesenswert! *Update 2015:* ich habe es wiedergefunden und es ist garantiert ein Buchschatz und somit ein Buchfavorit meinerseits

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  • Rezension zu "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe

    Robinson Crusoe
    Blauschnuffel

    Blauschnuffel

    08. January 2012 um 15:25

    Ich habe eine alte Ausgabe - schätze so aus den 50er Jahren - vom Verlag "Leipziger Graphische Werke" inmeinem Keller gefunden. WeitereVerlagsangaben fehlen. Nur der Hinweis: "für dieJugend bearbeitet von FritzMücke". Hier ist Robinson sogar in Hamburg geboren und von dort über London zu seinem Inselabenteuer gekommen. Altertümliche Sprache und scheinbar völlig veränderter Text. Schwer zu lesen, da in "altdeutscher Schrift" gedruckt. Nicht ganz zuende gelesen.

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  • Rezension zu "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe

    Robinson Crusoe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. October 2011 um 21:10

    Robinson Crusoe gehörte für mich immer zu den Klassikern, die man mal gelesen haben sollte und daher habe ich es jetzt endlich mal getan. Die Geschichte an sich kannte ich natürlich bereits aus Film und Fernsehen, allerdings nicht auf diese Weise. Der Schreibstil war mir manchmal etwas zu trocken, aber in etwa ab Mitte des Buches wurde es langsam besser (oder es kam mir nur so vor, weil ich mich langsam daran gewöhnt hatte.). Auch hatte ich nach dem ersten Drittel fast das Verlangen das Buch einfach abzubrechen, aufgrund des Schreibstils und auch weil ich mich nicht wirklich mit dem Geist der Zeit, in welcher das Buch geschrieben wurde identifizieren konnte. Aber ich habe mich durchgebissen und wurde wirklich belohnt. Der Wandel den Robinson durchlebt fand ich sehr interessant und die verschiedenen Betrachungsweisen seiner Umstände haben mich nachdenklich werden lassen. Immerhin war für den guten Mann nichts mehr selbsverständlich, was ihn die Dankbarkeit für die kleinen Dinge lehrte. Was ich aber nicht so gut fand, war das Ende. Immerhin hat er nicht mehr auf die Spanier gewartet und ich bin mir sicher, der Schiffsherr auch noch ein paar Tage vor Anker geblieben wäre, hätte er ihn darum gebeten. Stattdessen treffen die nun auf drei Verbrecher, die man dort zurücklies. Und was ist mit Freitags Vater? Ein Jammer, dass sie sich nicht wenigstens voneinander verabschieden konnten.

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  • Ein Meilenstein der Literaturgeschichte

    Robinson Crusoe
    Stefan83

    Stefan83

    08. October 2011 um 16:53

    „Robinson Crusoe“ gilt neben dem späteren „Gullivers Reisen“ von Swift als der erste, moderne englische Roman und ist generell eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Es ist fest im kollektiven Bewusstsein verankert, hat über die Grenzen der Nationen hinaus seinen Eingang in die Volksliteratur gefunden. Fast ein jeder kennt die Geschichte des Schiffbrüchigen Robinson, allein nur wenige kennen ihren Autor. Dieser wurde unter den Namen Daniel Foe (den Namen Defoe nahm er erst später an) geboren und sollte nach dem Willen seines Vaters eigentlich Geistlicher werden. Sein Drang nach Unabhängigkeit ließ ihn jedoch gegen diesen Wunsch rebellieren, weshalb er eine Laufbahn als Kaufmann einschlug. Sich selbst sah er jedoch stets als Intellektueller, der im Geiste die Eigenschaften eines romantischen Abenteuers und sensiblen Beobachters vereinte. Aufgrund der strengen presbyterianischen Erziehung setzte er sich relativ früh stark für die Toleranz gegenüber nationalen und religiösen Minderheiten ein und kritisierte mit zahlreichen Schriften die anglikanische Kirche auf das Schärfste. Im Volk wurde er gerade wegen dieser kritischen Offenheit sehr geschätzt. Auch Haft- und Geldstrafen konnten ihm vom rebellischen Weg nicht abbringen, ruinierten ihn jedoch finanziell und zwangen Defoe damit, sich verstärkt dem Journalismus zu widmen. Er machte den Leitartikel zur publizistischen Waffe, veröffentlichte verschiedenste gesellschaftskritische und politische Texte und setzte sich unter anderem für die menschlichere Behandlung von Geisteskranken und die Bildungsgleichheit zwischen Mann und Frau ein. Er wurde Berater des Königs, stürzte mit dessen Tod, fing wieder von vorne an. Es war kein Leben in Bescheidenheit, sondern eines voll glänzender Aufstiege und jäher Untergänge. Mit dem Thema „Schiffbruch“ war Defoe also quasi Zeit seines Lebens voll vertraut. Anno 1719 dann, im Alter von fast sechzig Jahren, veröffentlichte er seinen ersten Roman „The Life And Strange Surprizing Adventures Of Robinson Crusoe“, welcher ihn damals schlagartig berühmt machte. Der Inhalt sei kurz angerissen: Der fiktive Erzähler Robinson Crusoe schildert seine Reiseerlebnisse aus der Retrospektive. Robinson, Sohn eines Kaufmanns aus York, der gegen den Willen der Eltern zur See fährt, besteht dort einige Abenteuer und wird nach einem Schiffbruch als einziger Überlebender auf eine einsame Insel verschlagen. Detailliert schildert er, wie er sich mühsam auf der Insel einrichtet und sich nach und nach seine eigene »Zivilisation« schafft. Sein Überleben sichert sich Robinson durch Ausdauer, Geschicklichkeit und Beobachtungsgabe, jedoch auch durch ein neu gewonnenes Gottvertrauen. Eines Tages rettet er einem Eingeborenen das Leben, nennt ihn Freitag, erzieht ihn zu einem Diener und bekehrt ihn zum Christentum. Nach über 28 Jahren wird Robinson von einem englischen Kapitän gerettet und nimmt Freitag nach England mit … „Robinson Crusoe“ ist Bildungs- und Entwicklungsroman zugleich, vereint die unterschiedlichen Formen der zeitgenössischen Literatur wie Abenteuerroman, Reisebericht, Utopie, Bekehrungsliteratur und Seelentagebuch zu einem für damalige Zeit völlig neuem Ganzen. Besonders bei jüngeren Generationen genießt das Buch eine große Beliebtheit, in dessen Vorwort sich Defoe nur als Herausgeber präsentiert, um Anspruch auf die Authentizität des Geschilderten zu erheben und den Roman explizit von der bis dato üblichen Form der fiktiven Romanze abzugrenzen. Anhand verschiedenster Quellen lässt sich die Geschichte auf das wahre Leben des schottischen Seefahrers Alexander Selkirk zurückführen, der über vier Jahre lang einsam auf der Pazifikinsel Juan Fernandez lebte und somit wohl als Vorbild für Robinson diente. Diese „Authentizitätsfiktion“ hat sich seit diesem Werk zu einem entscheidenden Merkmal des Romans entwickelt. Die vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen auf der Insel, welche durch 28 Jahre führen, offenbaren dem Leser die seelische Wandlung und den Reifeprozess des Hauptprotagonisten Robinson. Im autobiographischen Stil verfolgt man den Weg dieses romantischen und risikofreudigen jungen Mannes, welcher der behütenden Geborgenheit des Elternhauses und einer bürgerlichen Laufbahn entfliehen will und durch diese Entscheidung unglücklicherweise in die Isolation und Einsamkeit einer Insel getrieben wird. Heraus kommt ein nüchterner, von Pragmatismus geprägter Mensch, der inmitten einer martialischen und spartanischen Welt bei seinem Kampf ums Überleben gleichsam das so lang gesuchte Glück findet. Gut möglich, dass Defoe, der mit einiger Bitternis auf seine missratene Karriere zurückblickte, sich absichtlich einen „Helden“ schuf, mit dem er auf einer fernen Insel von neuem und unter freieren Bedingungen beginnen konnte. Defoes Roman ist zum Sinnbild des Eskapismus geworden und hat dank seines existenziellen Themas die romantische Fantasie des Mensches stets aufs Neue beflügelt. Er gab unserem nie versiegenden Bedürfnis, abzuhauen aus dem Hier und Jetzt, einen Namen. Der Erfolg des Werks liegt dabei in seiner Vielschichtigkeit und der starken Essenz. Untersucht man den Roman etwas genauer, fällt auf, dass Defoe`s Intention ein theologisch-ethischer Roman mit christlichen Aspekten gewesen sein muss. Durch die zuweilen kritischen und lebensbedrohlichen Situationen verändert sich Crusoe`s Geisteshaltung grundlegend. Vom verantwortungslosen und unbekümmerten Menschen zum Realisten und spirituellen Aufklärer. Durch den ganzen Roman zieht sich der Glaube des Hauptprotagonisten an eine transzendente Macht. Zu Beginn noch hinterfragend und zweifelnd-kritisch gegenüber dieses Gottes wird sein Glaube mit zunehmender Zeit in der Isolation stärker. Er eignet sich eine fatalistische Einstellung an, legt sein Schicksal gewissermaßen in die Vorsehung des Herrn und dessen schützende Hand. Spricht sich durch die Anwesenheit dieser Macht Mut und Zuversicht zu und gewinnt dadurch an eigener seelischer Stärke, da er glaubt, dass es diese Macht so will. Darüber hinaus versteckt sich hinter dem Roman eine gut versteckte Gesellschaftskritik, wirft grundlegende Fragen des Menschen und der Zivilisation auf. Kann ein Mensch auf Dauer alleine leben? Was braucht der Mensch wirklich, um überleben zu können? Was macht den Menschen aus und wofür ist er geschaffen? Diese Fragen verleihen dem Roman eine große Dynamik. Sie regen zum Philosophieren und Nachdenken an. In seine Abenteuergeschichte flocht Defoe vielerlei weitere Motive ein, die zur allgemeinen Attraktivität beitragen. Die Ambivalenz von Mensch und Natur, Erziehung und Politik, Wissen und Bildung, aber auch Spiritualität und Romantik. Bestimmte Arbeitsprozesse und Kompetenzen werden von Defoe minutiös beschrieben. Der "Bau" einer kleinen Festung, das Anbauen von Getreide, die Ziegenzucht, die Herstellung von Kleidern. Arbeiten, die den Menschen am Ursprung zeigen und dem Autor, muss es ein großes Anliegen gewesen sein, dass man sie nachvollziehen kann. Und nicht zuletzt führt „Robinson Crusoe“ als zentrales Thema vor Augen, dass der Mensch mithilfe von Gottvertrauen, Ausdauer, Tat- und Willenskraft, die Widerstände der Natur überwinden kann. Bis heute bleibt dieses Werk ein lesenswerter Klassiker, der auch in der zweiten, sich in Europa abspielenden Hälfte des Romans, nichts von seiner Faszination verliert, und trotz manch langatmiger Passage durch seine berührende Tiefe längerfristig im Gedächtnis haften bleibt. Das haben bereits damals Autoren wie Jules Verne und Robert Louis Stevenson erkannt, welche sich von Defoe stark inspirieren ließen. Insgesamt ist „Robinson Crusoe“ ein Meilenstein in der Geschichte der Literatur, der mich nachhaltig beeindruckt und nachdenklich gemacht hat. Selbst einige logische Widersprüche (28 Jahre auf einer Insel sollten die Kommunikationsfähigkeit eines Menschen eigentlich stark beeinträchtigen) vermögen der Geschichte nicht zu schaden. Selbiges gilt für die alte, doch sehr pathetische Sprache, die anfangs zwar ungewohnt ist, nach einigen Seiten aber die historische Bedeutsamkeit des Werks umso mehr unterstreicht.

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