Daniel Dufour

 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Die Heilkraft innerer Krisen, Das verlassene Kind und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Daniel Dufour

Daniel DufourDie Heilkraft innerer Krisen
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Die Heilkraft innerer Krisen
Die Heilkraft innerer Krisen
 (1)
Erschienen am 10.04.2013
Daniel DufourDas verlassene Kind
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Das verlassene Kind
Das verlassene Kind
 (1)
Erschienen am 11.02.2013
Daniel DufourWut ist gut! Wie unsere Emotionen uns helfen und heilen können
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Wut ist gut! Wie unsere Emotionen uns helfen und heilen können
Daniel DufourLiebeskrisen
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Liebeskrisen
Liebeskrisen
 (0)
Erschienen am 22.06.2015

Neue Rezensionen zu Daniel Dufour

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olli2308s avatar

Rezension zu "Das verlassene Kind" von Daniel Dufour

Wut und Trauer zulassen und ausdrücken
olli2308vor 5 Jahren

Der Allgemeinmediziner Daniel Dufour, seit 1998 Leiter der Vitamed-Klinik im schweizerischen Genf, beschreibt in seinem Buch 'Das verlassene Kind' die Folgen des 'Verlassenwerdens' in der frühen Kindheit und was der Mensch, der verlassen wurde, tun kann, um zu genesen. Der ehemalige Koordinator für das Internationale Rote Kreuz in Krisengebieten sieht in frühen Erfahrungen des Verlassenwerdens eine der häufigsten Ursachen von seelischen und körperlichen Leiden und Bindungsproblemen.

Seine von ihm in den 90iger Jahren entwickelte OGE-Methode ist dabei denkbar einfach, sie ist die Umkehrung des EGO, also der 'Denke', des intellektuellen Schutzwalls, den der verlassene Mensch errichtet hat, um die schmerzlichen Gefühle von Wut und Trauer nicht mehr fühlen zu müssen, die beim 'Verlassenwerden' unweigerlich aufgekommen sind. Ziel seiner OGE-Methode - die er in der Schweiz, Frankreich, Kanada und bald auch in Deutschland anbietet - ist es, die unbewussten, verdrängten, verschütteten Gefühle von Wut und Trauer wahrzunehmen, zu spüren und auszudrücken.

Nun ist seine Analyse der schädlichen Folgen von Verlassenwerden, Vernachlässigung und Zurückweisung und die Methode der Arbeit mit dem 'inneren Kind' nicht neu, (John Bradshaw und Erika Chopich/ Margaret Paul haben in den 90iger Jahren die Arbeit mit dem 'inneren Kind' populär gemacht), trotzdem ist es ein wichtiges Buch für Betroffene und Therapeuten, weil es wie kein zweites Buch den betroffenen Menschen zum alleinigen Verantwortlichen erklärt und nicht den allwissenden Therapeuten und die Diagnose in den Mittelpunkt stellt. Es fügt sich ein in den Paradigmenwechsel der heutigen Psychologie, die in den Ressourcen des Klienten das entscheidende Element der Heilung sieht und die Symptome, die der Körper sendet, als Chance sieht, einen Heilungsprozess einzuleiten.

Widerstand und Angst gegen die Arbeit mit dem 'inneren Kind' sei auch ganz normal, erklärt Dufour, spiegele sie doch eine frühere real erfahrene Ablehnung des Kindes wieder. Angst davor, von dem Chaos der eigenen Gefühle überschwemmt zu werden, brauche man aber nicht zu haben, denn die Seele lasse nur das zu, was der Mensch verkraften könne. 'Ganz im Gegenteil: Menschen, die sich gestatten, wirklich auszudrücken, was sie spüren, empfinden ein Gefühl der Befreiung und eine große Entspannung.'

Seine Stärke hat das Buch in den zahlreichen berührenden und anschaulichen Fallbeispielen, in denen sich der Leser wieder finden kann. Daniel Dufour hat es in den 20 Jahren seiner Praxistätigkeit mit Menschen zu tun gehabt, die einen übertriebenen Perfektionismus an den Tag legen, im Übermaß Alkohol trinken, aus Angst vor dem Verlassenwerden hyperaktiv oder hyperaggressiv werden, Scham und Schuldgefühle entwickeln oder chronische Krankheiten wie Blasenschwäche und Nasennebenhöhlenentzündung ausbilden. Alle diese Beispiele zeigen deutlich, dass ein verlassener Mensch es unbewusst immer wieder so einrichtet, dass sich das 'Verlassenwerden' wiederholt. Dabei verzichtet er sowohl auf übertriebene akademische Gelehrsamkeit als auch auf spirituelles Geschwafel, was sich wohltuend auf den Lesefluss auswirkt

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olli2308s avatar

Rezension zu "Die Heilkraft innerer Krisen" von Daniel Dufour

Die natürliche Selbstregulation
olli2308vor 5 Jahren

Der Genfer Arzt und Therapeut Dr. med. Daniel Dufour legt nach Das verlassene Kind. Gefühlsverletzungen aus der Kindheit erkennen und heilen sein zweites Buch „Die Heilkraft innerer Krisen“ vor, dessen französische Originalversion „Les tremblements intérieurs“ (Die inneren Erschütterungen) sich bereits über 50.000 Mal verkauft hat. Ich habe beide Bücher gelesen und finde, dass dieses Buch eine sehr gute Ergänzung zum ersten Buch darstellt und noch genauer die mehrstufigen Prozesse beschreibt, wie man seine unterdrückten Gefühle wahrnehmen, akzeptieren und ausdrücken kann.

Zunächst einmal postuliert Daniel Dufour, dass alle Krankheiten ihre Ursache darin haben, dass unliebsame Emotionen (zum Beispiel Wut und Trauer) unterdrückt werden: „Jeder, der es sich herausnimmt, das Ausdrücken einer Emotion direkt oder indirekt behindert oder untersagt, macht sich einer kriminellen Vereinigung gegen sich selbst schuldig.“ Etwas martialisch ausgedrückt, aber in der Sache richtig. Es geht ihm um die radikale Erlaubnis, alles auszudrücken, was gerade an Emotionen und Bedürfnissen da ist. Und wenn diese Emotionen blockiert sind oder gar eine Traumatisierung vorliegt (Stichwort „Ängste“), hat der Therapeut die OGE-Methode entwickelt, die er im Herbst 2013 auch in Deutschland vorstellt und die bewirkt, dass blockierte Gefühle in einem mehrstufigen Prozess ausgedrückt werden können.

Daniel Dufour geht es dabei nicht um einen Kampf Schulmedizin gegen alternative Medizin. Er weist lediglich zu Recht darauf hin, dass bei den meisten Störungen im Körper und in der Psyche die natürliche Selbstregulation nicht mehr funktioniert und das diese Störungen nicht dadurch behoben werden können, dass von außen etwas hinzugefügt wird (etwa Medikamente oder Ernährungsprogramme), sondern dass es darum geht, den Betroffenen zu mehr Bewusstheit und Achtsamkeit ihren eigenen Zuständen gegenüber zu verhelfen: „Nur der Betroffene ist dazu fähig, nach dem reinen, wundervollen und von Liebe erfüllten Wesen in ihm zu suchen, dass seit Anbeginn der Zeiten existiert, aber nie gefördert wurde, was zu der Störung geführt hat, unter der er leidet.“

Sehr ausführlich geht Daniel Dufour auf die Ernährung ein, denn in diesem Bereich sind die Störungen in der natürlichen Selbstregulation am offensichtlichsten. Fettleibigkeit, Bulimie und Magersucht sind für ihn Zeichen gestörter Selbstliebe. So steht beispielsweise hinter einer „Fressattacke“ das Verlangen, eine unerträgliche Anspannung im Körper zu entspannen. (Was leider nur sehr kurzfristig gelingt, denn bald darauf baut sich die Anspannung wieder auf und muss erneut durch eine Fressattacke befriedigt werden) Die Anspannung resultiert aus einem unterdrückten Gefühl (Schmerz, Wut, Trauer, Scham oder Ekel) oder einem unterdrückten Bedürfnis (meistens nach Kontakt und Nähe), und führt zu einem inneren Konflikt zwischen Bedürfnisbefriedigung und Vermeidung. Da bleibt als Ausweg oft nur die Sucht, es sei denn, Daniel Dufour (oder andere Therapeuten) bringen durch ihre Therapiemethoden Bewusstheit in den unbewusst ablaufenden Prozess.

Im Schlusskapitel „Die Liebe als Essenz des Lebens“ spannt der Autor noch einmal einen großen Bogen und ruft zu mehr Selbstliebe auf, die schließlich zu mehr Liebe für die anderen und zur Umwelt führt: „Diese Liebe ist tief, real und vollkommen uneigennützig. Sie existiert im Hier und Jetzt, während Vergangenheit und Zukunft aus der Vorstellung kommen und nicht real sind.“

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