Daniel Friedman Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

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Inhaltsangabe zu „Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten“ von Daniel Friedman

Danke für diesen sympathischen 87-jährigen Klugscheißer Wenn man die Chance hat, nichts zu tun, sollte man sie immer ergreifen. Buck Schatz genießt das ruhige Leben mit seiner Frau Rose. Seit sein Sohn gestorben ist, sitzt er am liebsten auf seinem Sofa, raucht eine Stange Lucky Strike am Tag und schaut Fox News. "Leidenschaft macht so viel Mühe", ist sein Credo. Bis ihm sein Kriegskamerad Jim auf dem Sterbebett beichtet, dass sein Peiniger, der Lageraufseher Heinrich Ziegler, damals in einem Mercedes voller Nazigold fliehen konnte und noch lebt. Jim bittet Buck, ihn zu rächen. Buck denkt gar nicht daran, er ist inzwischen 87, und seine letzte Heldentat liegt 40 Jahre zurück. Aber nicht nur er hat von dem ominösen Gold erfahren. Der Schwiegersohn des Verstorbenen will Buck zu einer gemeinsamen Schatzsuche überreden. Der Pfarrer, Dr. Lawrence Kind, klopft eines Abends an die Tür und bittet um einen Anteil von dem Gold. Er muss seine Spielschulden bezahlen. Als er kurz darauf tot in seiner Kirche aufgefunden wird, ist auch Buck klar, dass er sich nicht so leicht aus der Sache wird heraushalten können. Dann ruft auch noch Bucks Enkel Tequila aus New York an, um ihn zu einer gemeinsamen Schatzsuche zu überreden. Es ist der Beginn eines turbulenten Verwirrspiels, aber auch der Beginn einer Freundschaft zwischen einem raubeinigen Großvater und seinem unterschätzten Enkel. Wenn ich 87 bin, möchte ich wie Buck Schatz sein. Danke, Daniel Friedman, dass du uns diesen achtzigjährigen Klugscheißer geschenkt hast, der sich das Recht verdient hat, zu sagen und zu tun, was immer er möchte." Nelson DeMille Wenn Ihnen dieses Buch nicht gefällt, dann stimmt mit Ihnen etwas nicht. Library Journal

Der 87 jährige Buck Schatz besticht durch seinen schwarzen Humor, seine Ironie und seinen Sarkasmus.

— Arun

Sehr spannend, aber auch humorvoll. Ein alter Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt, brutale Mordfälle und ein gut gehütetes Geheimnis.

— Ofelia

Ja, da sprühen die Funken! Schon lange nichts mehr gelesen, was politisch so unkorrekt war. Sehr unterhaltsam!

— Rocket_Launch

Spannend, lustig, derb, eine Schatzsuche UND ein Serienmörder - das Komplettpaket stimmt!

— buchpinguin

Ein spannender Thriller ohne erhobenen Zeigefinger mit einem wundervollen Buck Schatz. "Ich mag meine Mitmenschen. Ich kann sie nur nicht au

— timmboesche

Toller Thriller, der ganz neben bei noch das Thema Altwerden und Sterblichkeit ankratzt! Hauptcharakter leider etwas unsympathisch.

— Kaiaiai

Der "Alte" ist eine Mischung aus "Dr. House" und dem "Hundertjährigen" ... bissiger Humor und eine blutig-spannende Geschichte erwarten euch

— angi_stumpf

Witzig, sarkastisch und sehr unterhaltsam

— Tamaru

Ich hatte mir ein bisschen mehr davon erwartet. Als Krimi nicht spannend genug und als Satrire am Ende nicht lustig genug.

— Dunkelblau

Und noch ein Abbruch. Dieser vorhersehbare und niveaulose Humor trifft leider gar nicht meinen Geschmack. Der Alte ist ein fieser Möp.

— kalligraphin

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  • Themen
  • großartiges, derbes Urgestein auf Schatzsuche

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    buchpinguin

    02. January 2016 um 20:57

    Buck Schatz, ehemaliger Soldat/Polizist/gelenkiger Mensch zählt stolze 87 Jahre, als ihm sein alter Armeekamerad auf dem Sterbebett ein Geheimnis anvertraut: Der Nazi-Offizier, der die beiden (vorrangig den jüdischen Buck) in einem Lager gefoltert hat, ist noch am Leben - und hat auf seiner Flucht mehrere Barren Gold mitgenommen! Zusammen mit seinem Enkel begibt sich Buck schließlich auf die Suche nach dem Schatz. Was wie ein harmloses Abenteuer gilt, wird bald gefährlich. Der Armeekumpel hat dieses Geheimnis nämlich auch noch seinem Schwiegersohn anvertraut, der ebenfalls fest entschlossen ist, das Gold zu bekommen. Als ob das alles noch nicht genug wäre, werden einige Leute in unmittelbarer Umgebung des Alten ermordet, was die Aufmerksamkeit eines Detektives der Mordkommission erregt... Das Buch ist ein absoluter Lesetipp! Der kettenrauchende Hauptprotagonist, der um keinen blöden Spruch verlegen ist, ist eine erfrischende Abwechslung zu "normalen" Romanfiguren und wirkt dabei absolut glaubhaft. Auch die weiteren Figuren des Buches sind wie aus dem Leben gegriffen, zudem ist die Handlung wundervoll ausgearbeitet, wendungsreich und fesselnd - einfach großartig!

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  • Einfach genial!

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    timmboesche

    28. December 2015 um 06:27

    Stelle dir vor, du bist 87 Jahre alt, dein Arzt rät dir zu Notizen gegen das Vergessen anzufertigen, um dich herum sterben Menschen auf die brutalste Art und Weise, dir selbst ist der Tod inzwischen egal und möchtest nur noch zu Hause mit deiner geliebten Frau auf den erlösenden Moment warten. Was würdest du tun, wenn dir dein ehemaliger »Freund« auf dem Sterbebett erzählt, deinen totgeglaubten Peiniger aus dem zweiten Weltkrieg mit einem Goldbarren aus der Nazi-Zeit gesehen zu haben? Der erstklassige Roman »Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten« ist das Debüt von Daniel Friedmann. Wie, du kennst dieses Buch und diesen Autor noch nicht? Dann wird es höchste Zeit, dies zu ändern! Bereits nach wenigen Sätzen wusste ich, Buck Schatz, der Senior jüdischer Herkunft, um den es hier geht, macht mich so neugierig, dass die kommende Handlung eigentlich egal ist. Seine bissigen und ironischen Kommentare waren es, die mich zugreifen ließen. weiterlesen...

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  • Schwer tot zu kriegen

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    maggiterrine

    27. December 2015 um 18:46

    Buck Schatz ist ein knallharter Kerl. Zumindest war der Ex-Polizist das mal. Mittlerweile ist Buck 88 Jahre alt und schafft es irgendwie in eine Affäre um Rache und einen aus Nazigold bestehenden Schatz hineingezogen zu werden. Außerdem werden überall in seinem Umfeld Leute ermordet... Doch Buck trotzt seinem Alter und zusammen mit seinem Enkel macht er sich auf die Suche nach dem Nazischatz. Auf den ersten Blick klingt das alles wie ein spannender Krimi/Abenteuerroman aber es geht in dem Buch auch um das Altern und den bevorstehenden Tod und wie man damit fertig wird. Dies verleiht dem Roman eine weitere Ebene und macht aus ihm eben nicht nur einen schnöden Thriller. Das ist letztendlich auch deswegen wichtig, weil das Buch als Thriller meines Erachtens nicht so furchtbar überzeugend ist. Der Hauptcharakter ist eine Spur unsympathisch und die Auflösung war sowohl leicht zu erraten als auch ein bisschen fadenscheinig. Ich bin da vielleicht einfach Besseres gewohnt und deswegen dies bezüglich etwas streng... Alles in allem war das Buch gut und zügig zu lesen und auf jeden Fall mal eine willkommene Alternative zum normalen 08/15-Thriller!

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  • Ein ungewöhnlicher Protagonist ...

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    angi_stumpf

    29. November 2015 um 00:27

    Die Geschichte: Buck Schatz ist ein 87-jähriger Ex-Cop, der ans Sterbebett seines alten Kumpels Jim Wallace gerufen wird. Kurz bevor Jim zum letzten Mal seine Augen schließt, erzählt er Buck eine lange zurückliegende Geschichte aus dem 2. Weltkrieg. Damals waren die beiden zusammen als Soldaten in Europa und in einem Lager inhaftiert. Der dort zuständige SS-Mann Heinrich Ziegler hatte Buck fast zu Tode geprügelt und starb dann aber selbst kurz nach Kriegsende. Nun stellt Jims spätes Geständnis alles in Frage: er hat den angeblich toten Heinrich Ziegler damals noch einmal lebend gesehen – und hat sich von diesem auch noch mit einem Barren Nazigold bestechen lassen. Buck hat nicht vor, dieser Information in irgend einer Weise nachzugehen. Doch dann kommen plötzlich einige Angehörige und Bekannte von Jim auf ihn zu und fordern ihren Anteil am angeblichen Goldschatz, den er bei Ziegler finden würde. Als sich dann auch noch sein Enkel Billy in die Sache einmischt und ebenfalls auf Schatzsuche gehen will, gibt Buck schließlich nach und stürzt sich in ein Abenteuer, das leider nicht ohne tödliche Folgen bleibt … Meine Meinung: Dieses Buch gehört zu den vielen tollen Exemplaren, die ich mir zwar sofort nach Erscheinen gekauft habe, die aber dann aus verschiedensten Gründen für viel zu lange Zeit auf einem viel zu hohen SUB (Stapel ungelesener Bücher – oder bei mir eher R(egal)UB) gelandet sind. Doch nun ist inzwischen bereits der zweite Roman mit dem ungewöhnlichen Protagonisten Buck Schatz erschienen und das ist ein guter Grund, um beide Bücher gleich zeitnah hintereinander zu lesen. Buck ist für mich irgendwie eine Mischung aus Dr. House und dem “Hundertjährigen” von Jonas Jonasson: er ist nicht direkt ein Menschenhasser, aber er hat doch am liebsten seine Ruhe und raucht dabei seine geliebten Luckys. Einzige Ausnahme bildet seine geliebte Frau Rose, mit der er schon so viele Jahrzehnte glücklich ist. Die altersbedingte Gebrechlichkeit holt die beiden immer mehr ein und die daraus resultierenden Folgen nehmen viel Raum in der Geschichte ein. Nicht nur durch diese Aspekte wirken die Charaktere sehr authentisch und glaubwürdig mit all ihren Sorgen und Ängsten. Erzählt wird uns die ganze Geschichte aus Bucks Sicht und Daniel Friedman hat ihm mit seinem frechen Schreibstil immer die passenden Worte in den Mund gelegt. Es gibt viele Stellen, an denen ich schmunzeln musste. So wie bei diesem Satz hier: “Ich war auf der Suche nach Beweisen”, sagte Silver, stolz, trotzig und so randvoll mit Scheiße, dass er wahrscheinlich schon braune Augen hatte. (S. 60) Insgesamt überwog aber in meinen Augen tatsächlich eher die Krimikomponente; ich hätte mir noch etwas mehr bissigen Humor gewünscht. Zunächst baut sich die Geschichte eher gemächlich auf, wir lernen die verschiedenen Figuren näher kennen, doch dann wird es so spannend, dass man das Buch vor dem Ende gar nicht mehr zuklappen möchte. Es gibt einige recht blutige Todesfälle und viele Verdächtige – und Buck und Billy sind ständig mittendrin und stehen bald ganz oben auf der Liste der Verdächtigen. Einige Rückblicke lassen die Schrecken des Krieges wieder lebendig werden. Die Tatsache, dass Buck (der eigentlich “Baruch” heißt) ein Jude ist, spielt eine nicht unwichtige Rolle in der Story. Es geht auch oft um Gewissensfragen oder um Glauben und was diese Themen betrifft, ist Buck gar kein so schlechtes Beispiel, egal wie schnodderig er zunächst wirken mag. Unter seiner harten Schale steckt doch ein sehr weicher Kern und ein großes Herz. Bin sehr gespannt, wie es im nächsten Buch mit ihm und seiner Rose weitergeht. Fazit: Ein außergewöhnlicher Protagonist, der mit seinem misanthropischen Auftreten und seinen frechen Sprüchen für eine gute Portion Humor sorgt. Und das inmitten einer ganz und gar nicht lustigen Story rund um Kriegsverbrechen, Mord und Gier – spannend, fesselnd und sehr unterhaltsam!

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  • Alt, verschroben, grandios

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    Babscha

    Er war mal der härteste Bulle von Memphis. Das ist allerdings schon ein wenig her, genauer gesagt gut drei Jahrzehnte. Heute ist Baruce „Buck“ Schatz 87 und kriegt sein tägliches Leben im eigenen Heim zusammen mit seiner Frau Rose gerade noch so auf die Reihe. Er qualmt wie ein Schlot, terrorisiert seine Mitmenschen mit seiner Besserwisserei und seinem Zynismus und schläft nur mit seiner .357 Magnum unter dem Kopfkissen. Ein unleidlicher alter Sack eben. Eines Tages wird er ans Sterbebett seines alten Kriegskameraden Jack gerufen, der ihm in seinen letzten Minuten beichtet, er wisse, dass der SS-Mann Heinrich Ziegler, ein Aufseher in ihrem polnischen Kriegsgefangenenlager, der Schatz wiederholt fast totgeschlagen hatte, nach Kriegsende mit vielen Barren Nazigold untergetaucht sei. Er bittet Buck, diesen aufzuspüren, bevor es zu spät ist und für sie beide späte Rache zu nehmen. Gemeinsam mit seinem Enkel William „Tequila“, der in NY Jura studiert, startet Schatz dann tatsächlich einen Feldzug im Namen der Gerechtigkeit (und des erhofften Goldschatzes). Das Buch überzeugt auf der ganzen Linie. Das betrifft sowohl die außergewöhnliche, wendungsreiche und bis zum gut gemachten show-down sehr spannende story wie auch den klasse Schreibstil des Autors, in erster Linie aber natürlich die brillant und liebevoll mit all ihren Eigenheiten gezeichnete Figur des alten Juden Schatz, der aus seiner täglichen Lethargie nochmal aufbricht zu einer letzten großen Heldentat und dabei auf jede denkbare Weise von den körperlichen und geistigen Schwierigkeiten seines Alters zusätzlich behindert wird. Meisterhaft, wie der Autor hier Feuerwerke an Wortwitz nur so abbrennt, ganz besonders in der privaten Kommunikation zwischen den beiden alten Leutchen, wo ein einziges Wort seiner Frau das Machogehabe des selbsternannten Haudegens ins Nichts befördert. Und der seiner icherzählenden Hauptfigur durch deren offen ausgebreitete Gedanken- und Gefühlswelt gleichzeitig eine Ernsthaftigkeit, Tiefe und Tragik einhaucht, die glaubhaft und lebensnah ist und den Leser sofort für den alten Knacker einnimmt. Und der zeigt uns wirklich, dass er´s immer noch drauf hat. Immer schön voller Selbstkontrolle im Sinne seines Neurologen, denn: „Paranoia ist der erste Schritt zur Altersdemenz“. Ein großartiges Buch. Die Filmrechte hat man sich wohl schon gesichert. Kein Wunder.

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    • 2

    thursdaynext

    27. December 2014 um 15:09
  • Goldrausch im Alter - Buck Schatz auf der Suche

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    thursdaynext

    Mein Opa hat mit 85 Jahren das Skifahren aufgegeben. Verbrecher hat er nie gejagt nur Kunden. Buck Schatz, jüdischer Herkunft, ehemaliger Cop und Weltkriegsveteran, eine Legende in seiner Gegend, hat schon vor diesem Alter dem Rasenmähen entsagt. Dafür hat er seinen Guatemalteken, dem er diese Aufgabe ein wenig neidet. Aber immerhin betrachtet er das Gras noch von oben. Auch wenn es nicht mehr so grün wie früher erscheint. Die Augen und diverse andere Körperbestandteile sind eben nicht mehr so wie er sie gerne noch hätte. Das Leben schätzt er dennoch, nicht zuletzt wegen seiner Frau. Der besten die er finden konnte, was er zu würdigen weiß. Was hat Buck Schatz mit den Dinosauriern gemein ? Um das zu ergründen muss man sich schon nach Memphis Tennessee begeben. Dort lebt der Gute und genießt die kleinen ihm noch verbliebenen Freuden. Typ american tough guy. Harte Schale, weicher Kern. Wenn Mangokerne weich sind. Dabei ist er enervierend klischeekonform cool und pragmatisch bis ins Mark: < „Künstliche Wiederbelebung funktioniert nur, wenn sich die Lunge noch im Brustkorb befindet.“> Er ist unaustehlich aus Genuß, zur eigenen Unterhaltung, nicht weil er nicht anders könnte. Großvater und Enkel Tequila (eigentlich William Tecumseh Schatz) begeben sich gemeinsam auf einen irren Roadtrip der zugleich eine Reise zu sich selbst beeinhaltet. Erzählt von Baruch ( alias Buck )Schatz. Dem härtesten Cop von ganz Memphis. Damals...... Liebenswerte runnig gags und Bucks Liebe zu Talkshows zaubern dabei ein positives, leicht kritisches Amerikabild geprägt von „Starsky & Hutch“ und der „National Riffle Association“. < “Fünfundsechzig Jahre lang hatte ich mich an den Befehl des Generals gehalten, und als ich meinem Feind ins Gesicht blickte war ich nicht allein.......Ich hatte Smith & Wesson“. > Daniel Friedmann hat mit „Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten“ eine sehr amüsant unterhaltsame Krimi- Lebensretrospektive vor ernstem Hintergrund geschrieben. Die Themen zweiter Weltkrieg, Nazis und ihre Gräultaten, Leben im Alter, Demenz, körperlicher Verfall, Verlust eines Kindes, das Hinscheiden aller Altersgenossen und die Liebe zur Familie werden hier geschickt eingeflochten ohne aufdringlich zu wirken und sind trotz aller Ernsthaftigkeit teils unwiderstehlich komisch behandelt. Dafür liebt man den zähen etwas widerborstigen Protagonisten. Das Leben und das Alter meistert man am besten mit Humor. Gerade die altersbedingte Schwäche des einst so starken Heldencops ist seine Stärke. Dabei überspitzt Friedmann bis hart an die Grenze zur Albernheit, überschreitet sie aber nie. Ernsthafter Slapstic ist eben auch eine Kunst. Wer das zu goutieren vermag den erwartet ein kurzweiliger, nur scheinbar oberflächlicher Roman im Krimiformat, der die Ängste die das Altern so mit sich bringt und die Beziehung zwischen den Generationen sehr plakativ, doch charmant auslotet. Fazit: „Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten“, ist ein vergnüglicher Pageturner, mit liebenswert eigensinnigem Protagonisten, der sich den Himmel noch eine ganze Weile nicht auf den Kopf fallen lassen möchte und diesen auch noch zu gebrauchen weiß. Der etwas klischeehafte Krimi Plot, geschildert aus Bucks Supercop Perspektive ist stilistisch einfach gehalten im Stil einer Gangster Posse, aber so komplex und clever strukturiert, dass einen das leicht abgedrehte Lesevergnügen mit kleinen (Alters) Weisheiten in seinen Bann zu ziehen vermag. Volle 5 Sterne .

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    • 9
  • Ein Letztes mal noch

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    Liberium

    17. June 2014 um 21:03

    Ein mürrischer alter Man, sein Enkel, sein Erzfeind, dessen Gold.Als Buck Schatz einen ungeliebten Weltkriegskameraden im Krankenhaus besuchen muss, ist ihm das bloß ein Stein im Schuh, doch sollte er herausfinden, das dieser Steinschnell zu einem Goldschatz der Nazis in den Händen seines totgeglaubten Erzfeindes werden sollte. Zuerst will er gar nichts davon wissen, er ist alt und das alles lange her. Als dann aber Schleimer und Gauner auftauchen,denen der senile Alte ebenfalls von Nazigold berichtet hatte und Menschen sterben, wird der Ex-Cop gegen seinen Willen in die Sache rein gezogen. Zusammen mit seinem Enkel begibt er sich auf die suche nach dem Nazi, der in fast getötet hatte, und dessen Gold "Der Alte dem Kugel nichts anhaben konnten" von Daniel Friedman erzählt von einem zynischen Helden, der nie davor zurückschreckte die Regeln zu biegen und hi und da jemanden um zu legen. Einem "tough guy", der schon früh gelernt hatte, dass allem und jedem mit einer Waffe und forschem auftreten beizukommen war und im Laufe der Geschichte lernt, das man wirklich jedem mit einer Waffe beikommen kann, nur dem Alter nicht. Ich mag das buch. Mir gefällt Bucks persönlichkeit. Es hat mich öfters zum Lachen gebracht, doch hat es auch viele tiefgründige stellen, die zu denken geben^^

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  • Leserunde zu "Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten" von Daniel Friedman

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    Daniliesing

    Zusammen mit dem Aufbau Verlag möchten wir euch gern einen ganz besonderen 87-Jährigen vorstellen. In dieser Leserunde dürft ihr den sympathischen Klugscheißer Buck Schatz kennenlernen, der es trotz seines betagten Alters - oder gerade deswegen?! - faustdick hinter den Ohren hat! Werdet Testleser von "Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten" von Daniel Friedman und stürzt euch in diesen wunderbar humorvollen Roman. Mehr zum Buch: Buck Schatz genießt das ruhige Leben mit seiner Frau Rose. Seit sein Sohn gestorben ist, sitzt er am liebsten auf seinem Sofa, raucht eine Stange Lucky Strike am Tag und schaut Fox News. "Leidenschaft macht so viel Mühe", ist sein Credo. Bis ihm sein Kriegskamerad Jim auf dem Sterbebett beichtet, dass sein Peiniger, der Lageraufseher Heinrich Ziegler, damals in einem Mercedes voller Nazigold fliehen konnte und noch lebt. Jim bittet Buck, ihn zu rächen. Buck denkt gar nicht daran, er ist inzwischen 87, und seine letzte Heldentat liegt 40 Jahre zurück. Aber nicht nur er hat von dem ominösen Gold erfahren. Der Schwiegersohn des Verstorbenen will Buck zu einer gemeinsamen Schatzsuche überreden. Der Pfarrer, Dr. Lawrence Kind, klopft eines Abends an die Tür und bittet um einen Anteil von dem Gold. Er muss seine Spielschulden bezahlen. Als er kurz darauf tot in seiner Kirche aufgefunden wird, ist auch Buck klar, dass er sich nicht so leicht aus der Sache wird heraushalten können. Dann ruft auch noch Bucks Enkel Tequila aus New York an, um ihn zu einer gemeinsamen Schatzsuche zu überreden. Es ist der Beginn eines turbulenten Verwirrspiels, aber auch der Beginn einer Freundschaft zwischen einem raubeinigen Großvater und seinem unterschätzten Enkel. --> Leseprobe Neugierig geworden? Möchtet ihr diesen ganz besonderen Buchhelden in seiner Geschichte begleiten? Dann bewerbt euch bis einschließlich 9. März 2014 für eins von 25 Leseexemplaren* und beantwortet uns die folgende Frage: Wie stellt ihr euch euer Leben vor, wenn ihr über 80 seid? Was möchtet ihr dann noch erleben? Gibt es Dinge, auf die ihr auch im Alter auf keinen Fall verzichten möchtet? * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zu einer zeitnahen Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten sowie dem Schreiben einer Rezension zum Buch.

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    • 438
  • Ein 87Jähriger auf Schatzsuche, der am Ende etwas viel kostbareres findet als das gesuchte Gold...

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    mareike91

    22. May 2014 um 00:56

    Inhalt: Der 87-jährige Buck Schatz verbringt seine Tage auf dem Sofa, schaut Fox News und raucht eine nach der nächsten. Doch auf einen Schlag ändert sich das: Am Sterbebett seines ehemaligen Kriegskameraden Jim erfährt er, dass der Lageraufseher Heinrich Ziegler, der Buck während seiner Gefangenschaft im Lager misshandelt und fast zu Tode geprügelt hat, mit einem Wagen voller Nazigold entkommen konnte. Buck, der mit seinen 87 Jahren schon längst Detective im Ruhestand ist, denkt gar nicht daran, sich auf die Suche nach Ziegler und dem Goldschatz zu machen. Aber er ist nicht der Einzige, der von dem Schatz erfahren hat: auch Jims Schwiegersohn weiß davon und bittet Buck um Hilfe. Und auch der Pfarrer steht unangemeldet vor seiner Tür und fordert seinen Anteil ein. Als dann auch noch die erste Leiche gefunden wird, wird Buck klar, dass er bereits mitten drin ist und zusammen mit seinem Enkel Tequila macht er sich auf eine abenteuerliche Suche nach dem Gold. Meine Meinung: Das Buch lässt sich flüssig lesen. Einmal angefangen, will man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin selten einem so sympathischen Protagonisten begegnet! Buck Schatz ist 87 Jahre alt und auf den ersten Blick mag er einem als zynischer alter Quälgeist erscheinen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, anderen das Leben schwer zu machen. Aber eigentlich ist er ein wirklich liebevoller Mann, der das Herz am rechten Fleck trägt und für seine Frau einfach alles tun würde. Er ist vielleicht etwas ruppig ist und sagt freiheraus, was er denkt, doch seine Art, seine bissigen und trockenen Kommentare, bringen einen einfach zum Schmunzeln.  Auch das Älterwerden wird thematisiert. Buck wird immer älter und er merkt, dass ihn alltägliche Kleinigkeiten, wie z.B. der Weg zum Briefkasten, extrem anstrengen. Zudem macht ihm seine fortschreitende Demenz zu schaffen und er hat riesige Angst davor, sein Zuhause aufgeben und in ein Heim ziehen zu müssen. Damit er nichts vergisst, hat er immer ein Notizbuch dabei, in das er alles schreibt, was er für wichtig hält. Im Buch sind immer mal wieder Einträge aus seinem Notizbuch in die Handlung eingeflochten, die dem Leser vor allem über Bucks Vergangenheit aufklären.  Der Tod seines Sohnes hat Buck mehr getroffen, als er es sich eingestehen will und belastet das Verhältnis zu seinem Enkelsohn, der seit seinem Studium Tequila genannt wird und dem Buck liebevoll jedes Mal einen neuen Schnapsnamen verpasst. Doch im Laufe ihrer Schatzsuche entwickelt sich zwischen den beiden ein immer engeres, freundschaftliches Verhältnis. Und ohne ihn wäre Buck mehr als einmal aufgeschmissen gewesen. Google, Twitter, Internet und all das moderne Kram…das ist für den 87Jährigen ein großes Mysterium und seine spitzen Bemerkungen dazu sind wirklich unterhaltsam. Bei den ganzen charismatischen und sympathischen Charakteren ist die Handlung eigentlich zweitrangig, aber auch die hat mich überzeugt. Die Suche nach Heinrich Ziegler, und damit nach dem gestohlenen Gold, gestaltet sich gar nicht so einfach und irgendwie scheinen sich immer mehr Leute für den Goldschatz zu interessieren. Als dann auch immer mehr Leichen auftauchen, wird die Situation für Buck und Tequila immer brenzlicher… Ein Verdächtiger nach dem nächsten muss sein Leben lassen. Meist genau dann, wenn man ihn als den Täter in Verdacht hat. So wird das Ganze zu einem munteren Rätselraten und erst ganz zum Schluss kommt man dem wirklichen Täter auf die Spur. Nur da ist es schon fast zu spät…Und für Buck bewahrheitet sich: "Schlussendlich wissen wir alle, dass wir dem Feind von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen werden, mutterseelen allein, in der Dunkelheit, wenn wir schwach sind und verzagt." Fazit: Ein spannendes und unterhaltsames Buch mit einem absolut großartigen Protagonisten, den man mit seiner mürrischen und kaltschnäuzigen Art direkt in sein Herz schließt. Leider war es viel zu schnell vorbei. Ich hoffe sehr, dass es ein Wiedersehen gibt mit dem alten Kauz. Ich kann das Buch nur Jedem empfehlen!

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  • Ob Daniel Friedman seinen jüdischen alten ehemaligen Polizisten noch einen Fall lösen lässt?

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    WinfriedStanzick

    19. May 2014 um 12:15

      Dieses Buch, der Romanerstling seines Autors Daniel Friedman aus Manhattan, ist ein  witziges und gleichwohl spannendes Krimidebüt. Es erzählt von den 87-jährigen ehemaligen Polizisten Buck Schatz, der als Jude den Holocaust überlebt hat und schon miterleben musste, wie sein eigener Sohn starb und begraben wurde. Dennoch ist er nicht schrullig und bitter geworden, weiß sein Leben zu genießen und seinen Ruhestand.   Doch bald schon ist es aus mit der Ruhe. Ein Freund aus alten Zeiten berichtet ihm kurz vor seinem Tod von dem Nazi-Goldschatz eines noch lebenden Feindes. Buck macht sich auf seine unkonventionelle Art, die keinen Regeln und Konventionen sich mehr verpflichtet weiß auf die Suche nach diesem Schatz. Doch er ist nicht der Einzige, der von ihm Kenntnis zu haben scheint…   Trotz seines hohen Alters besitzt Buck einen klaren Verstand und einen Humor von einer Trockenheit, die dem Leser mehr als einmal die Tränen des Lachens in die Augen treibt.   Schon bald gibt es eine bewegende und berührende Annäherung an seinen Enkel, den Buck in die Schatzsuche einweiht und der ihm dabei hilft   Das Buch ist wegen seiner Handlung und auch wegen seines sympathischen Protagonisten ein richtiger Pageturner, den man kaum aus der Hand legen will bis man zum Ende gelangt ist.   Ob Daniel Friedman seinen jüdischen alten ehemaligen Polizisten noch einen Fall lösen lässt?

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  • Buck Schatz - der Name ist Programm

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    ChrischiD

    01. May 2014 um 21:12

    Als Buck Schatz mit 87 Jahren erfährt, dass sein Peiniger aus dem zweiten Weltkrieg noch am Leben ist und damals zudem mit Nazigold flüchten konnte, ändert sich sein Leben schlagartig. Mit Hilfe und auf Drängen seines Enkels macht sich Buck auf die Suche nach dem Schatz, doch plötzlich scheint es als wüsste jeder Bescheid und will etwas vom Kuchen abhaben. So war das natürlich nicht geplant, also muss der ehemalige Detective auf seine alten Tage nochmal alle Kräfte mobilisieren, vor allem, um zu erkennen wer auf wessen Seite steht... Buck Schatz ist schon ein komischer Kauz, das wird bereits auf den ersten Seiten deutlich. Er erzählt diese Geschichte aus seiner eigenen Perspektive und somit auf seine eigene Art. Diese ist mitunter flapsig, gleichzeitig aber merkt man wie intelligent die Person ist, die hinter diesen Zeilen steckt. Er hat schon viel erlebt und hat daher meist eine gute Menschenkenntnis, weshalb er sich selbst häufig anders gibt und darstellt als er eigentlich ist, hauptsächlich, damit ihn die anderen unterschätzen. Auch wenn seine Ermittlungsmethoden, die er von damals in die heutige Zeit überträgt, etwas gewöhnungsbedürftig und eigenwillig daherkommen, ist er doch jemand, der dem Leser sogleich sympathisch ist. Man ist von Beginn an versucht selber herauszufinden womit man es hier überhaupt zu tun hat. Denn dass es nicht nur um eine harmlose Schatzsuche geht, wird spätestens klar, als das erste Opfer eines Gewaltverbrechens auf dem Tisch liegt. Der Autor liefert zahlreiche Hinweise, die jedoch nicht ausreichen, um einen wirklichen Verdacht äußern zu können. Zu verworren ist das gesamte Konstrukt, zu viele Ungereimtheiten treten auf und schlussendlich zu viele Verdächtige, die allesamt ein Motiv haben könnten. Durchweg bleibt eine angespannte Atmosphäre spürbar, die sich, je nachdem wie die Handlung gerade verläuft, zeitweise zurückzieht oder eben mehr an die Oberfläche tritt. Dies gelingt, in Abstimmung mit dem Verlauf des Geschehens, sehr gut, wodurch ein mehr als stimmiges Bild gezeichnet wird. Spätestens zum Ende hin wird ebenfalls deutlich, dass der Titel des Buches Programm ist und Buck Schatz sich keineswegs unterkriegen lässt, weder von physischen Gegner, noch von Krankheiten. „Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten“ erzählt eine kuriose Geschichte, die zudem mit Spannung und Sarkasmus aufwartet. Ebenso regt sie zum Nachdenken an, auch wenn diese Passagen auf den ersten Blick gar nicht so deutlich werden. Unterbewusst begreift man dies jedoch sehr schnell. Daniel Friedman hat mit Buck Schatz eine Figur erschaffen, deren Kultstatus wohl niemand anzweifeln wird.

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  • EIn sarkastischer Alter

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    derJuergen

    28. April 2014 um 22:40

    Buck Schatz, ein pensionierter Polizist mit knapp 90 Jahren, hat eigentlich mit seinem Leben abgeschlossen. Zuviel hat er schon erlebt: Krieg, Gefangenschaft, Folter, der harte Polizeialltag und vor allem der Tod seines Sohnes. Als er von alten Kriegsbekannten erfährt, dass sein ehemaliger Peiniger noch lebt und wahrscheinlich viel Gold gehortet hat, findet er langsam Interesse an der Sache. Doch dann geschehen auch noch einige Morde. Ein Krimi und Road-Trip beginnt.   Das Buch beginnt äußerst interessant. Die Person Buck ist der zentrale Angelpunkt, im Verlauf seines Lebens hat er schon viel erlebt und wurde irgendwann sehr sarkastisch. Seine Umwelt mag er nicht wirklich, und er hat große Angst davor, dement zu werden und im Heim zu landen.   Gerne hätte ich noch mehr über Buck und seine Entwicklung erfahren, doch der Handlungsstrang setzt sehr bald ein, Buck wird mit am Sterbebett mit seiner  Kriegsgefangenschaft  konfrontiert.   Die Geschichte wird ein wenig skurril, ich musste öfters an den „Hundertjährigen“ denken. Schließlich geschieht der erste Mord und Buck wird aktiver als er eigentlich möchte. Sein Enkel taucht auf und gemeinsam gehen sie auf Goldsuche.  Doch ab hier habe ich das Gefühl, dass dem Autor unklar war, was eigentlich schreiben möchte: Einen Krimi oder ein Opa-Enkel-Beziehungs-Drama. Bei den Beziehungen ist eine tolle Grundstruktur aufgebaut mit vielen interessanten Punkte: Die Probleme des Enkels, Bucks Lästereien und sein Abweisen des Enkels, Der Verlust des Sohnes, seine Isolation. Doch das Buch versäumt, hier mehr in die Tiefe zu gehen und Entwicklungen zu schildern, die Figuren (von Buck abgesehen) bleiben hölzern. Beim Krimi gelingt es dem Buch leider nicht, Spannung aufzubauen. Mehrere Menschen sterben, doch Buck nimmt das prinzipiell einfach so hin, und damit auch der Leser.   Die Auflösung des Falls mag für manche schlüssig sein – ich fand sie ziemlich inszeniert und unglaubwürdig. Doch dieser Handlungsstrang ist eigentlich nebensächlich – die Person Buck zählt. Leider verliert der Anfangs lustige Sarkasmus von Buck im Verlauf viel von seinem Witz – es läuft sich einfach tot.   So war ich im Endeffekt froh, als das Buch zu Ende war.   Zurück bleibt eine leicht lesbare Kost, die insgesamt doch nicht so wirklich befriedigend war.   3 Sterne

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  • Rezension zu "Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten" von Daniel Friedman

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    Kendall

    27. April 2014 um 13:37

    Buck Schatz ist 87 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau in seinem Haus in Memphis. Als sein Freund Wallace stirbt, erzählt dieser ihm noch auf dem Sterbebett, dass der alte Nazi-Aufseher Ziegler mit einem riesigen Goldschatz in die USA fliehen konnte. Buck macht es sich zusammen mit seinem Enkel Tequila zur Aufgabe diesen Schatz zu finden. Doch das ist alles andere als leicht, denn viele glauben einen Anteil daran zu haben. Ein sarkastischer Ritt durch die Hölle... Zunächst zum Cover: Das Cover finde ich wirklich super: nicht zu viel Schnickschnack, schlicht und doch so aussagekräftig. Der Mann mit dem Hut erinnert mich einfach an die alten Al Pacino Filme und macht mich wunderbar nostalgisch. Die Figur von Buck war mir von Anfang an sympathisch - sarkastisch, frech, zäh und von allem genervt. Diese ablehnende Haltung wird jedoch im Verlauf des Buches für mich immer mehr zum Problem, weil das irgendwann nur noch eingebildet wirkt, überhaupt nicht mehr amüsant. Der Storyaufbau von der Botschaft des existierenden Goldschatzes bis hin zu den Abenteuern, die Buck und Tequila auf der Suche nach eben diesem erleben fand ich im Prinzip wirklich gut, nur hat sich die Geschichte hier und da ein wenig gezogen und wurde sehr anstrengend zu lesen, sodass ich tatsächlich länger für das Buch gebraucht habe, als normal, einfach, weil ich es öfter weglegen und mal durchschnaufen muste. Die zweite Hauptfigur, Tequila, war mir für einen Jurastudenten viel zu blauäugig und unvorsichtig, aber vielleicht war das auch einfach so beabsichtigt und ich habe es nur nicht so ganz aufnehmen können. Das Ende war für mich persönlich ziemlich voraussehbar. Ich habe relativ früh erahnt, wer der Böse Junge ist, dennoch hat mich der komplette Ausgang des Buches ein wenig überrascht, auch wenn er etwas unrealistisch ist. Fazit: Ich fand das Buch eigentlich ganz schön, was spannendes für zwischendurch und gut zu lesen. Die Sprache des Autors ist angenehm und leicht nachzuvollziehen. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht, dass es nicht ganz so ausgeschmückt worden wäre, es war teilweise wirklich zu viel des Guten. Nichtsdestotrotz, ein schönes Buch für zwischendurch.

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  • Ein Schatz, dieser Buck Schatz

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    Buecherwurm1973

    22. April 2014 um 16:10

    Buck Schatz ist 87jährig. Tagtäglich sitzt er in seiner Sofakuhle und schaut sich Talkshows an. Eines Tages wird er ans Sterbebett eines ehemaligen Kriegsgefährten gerufen. Dieser gesteht ihm, dass er Bucks KZ-Peiniger mit einem Kofferraum voller Gold hat fliehen lassen. Am Sterbebett sitzt auch der Schwiegersohn des Sterbenden. Plötzlich weiss nicht nur Buck vom Gold und immer mehr Intressenten melden sich. Seine früheren Instinkte kommen wieder zum Vorschein. Denn er war mal Cop bei der Mordkommission. Mit seinem Enkel Tequila macht sich auf die Goldjagd. Doch es nicht einfach mit 87 Jahren sich auf seine Instinkte zu verlassen. Immer wieder fragt er sich, kann er sich auf sein Gefühl verlassen oder hat er Paranoia. Denn Paranoia ist der Beginn von Alzheimer. Der Schreibstil ist flüssig und einfach. Aber besticht durch die Ironie und den Sarkasmus von Buck. Bucks Sprüche und Lebensweisheiten sind der Hammer. Der Leser giert richtiggehend danach. Aber auch Bucks Ehefrau und sein Enkel Tequila wissen durchaus, wie man mit ihm umzugehen ist. Ich muss gestehen, dass ich eine Schwäche für solche Typen wie Buck Schatz habe. Typen, die sich in kein Schema reinpressen lassen, etwas kauzig und widerspenstig sind. So war es für mich nicht schwierig mich einfach in die Geschichte fallen zu lassen und mit Buck und Tequila auf die Jagd nach dem Gold zu gehen. Für mich ist jetzt auch nicht so wichtig wie realistisch eine Geschichte ist. Ich nehme die Geschichte, wie sie ist und lasse mich unterhalten. Oft wird das Buch mit „Der Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwindet“ verglichen. Meiner Meinung kann man die beiden Bücher nicht vergleichen. Denn es ist nicht gleiche Humor. Das ist der Haken. Nicht jeder Leser hat derselbe Humor. Am besten sich das Buch schnappen und sich selbst ein Urteil bilden. Fazit: Ich liebe Buck Schatz und wünsche mir mehr solche Bücher!

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  • Ziemlich langweilig...

    Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

    Sarlascht

    17. April 2014 um 22:58

    Inhalt: Buck Schatz ist 87 Jahre alt und ein ziemlicher Klugscheißer. Für sein Alter ist er noch mehr als rüstig und gemeinsam mit seiner Frau Rose, möchte der ehemalige Polizist eigentlich nur noch das Rentendasein genießen.  Wie es aber immer mal ist, das Leben hält etwas anderes für ihn bereit. Sein Kriegskamerad Jim beichtet ihm auf dem Sterbebett, dass ihr ehemalige Peiniger Heinrich Ziegler damals mit Nazigold geflohen und gar nicht tot ist. Zuerst will Buck diese Tatsache verdrängen, doch lockt der Schatz, doch er lockt nicht nur ihn, auch andere zieht er magisch an – Ärger ist vorprogrammiert. Meine Meinung: Buck ist schon ein ganz besonderer Rentner, zynisch ist er, hat immer einen bösen Spruch auf den Lippen. Für sein Alter ist er geistig noch vollkommen fit, der Körper jedoch zickt schon ab und zu, kein Grund jedoch Trübsal zu blasen – so ist es eben mit 87 Jahren, es gehört dazu. Diese Bedingungen sind sehr gut geschildert, man kann sich Buck bildlich vorstellen, wie er langsam durch die Wohnung schleicht, raucht wie ein Schlot und sich meiner Frau den Alltag einrichtet. Der Einstieg ins Buch gelingt leicht und die Geschichte selbst startet ziemlich schnell. Das Nazigold findet schon auf den ersten Seiten Erwähnung, fast fühlte ich mich ein wenig überrannt, weil ich lieber einen langsamen Start habe, aber es passt irgendwie zu der Atmosphäre des Buches, war zu Beginn ungewohnt, letztlich aber vollkommen stimmig. Ich muss aber sagen, betrachte ich die Lesezeit rückblickend, dann habe ich mich übermäßig gelangweilt. Für einen Krimi fehlte mir die Spannung. Es ist nicht so, dass hier so gar nichts passiert, es passiert sogar genug, aber war nicht so geschrieben, dass ich an den Seiten klebte und leider war es auch so, an der Auflösung des Falles war ich so überhaupt nicht interessiert, das Buch vermochte mich einfach nicht zu fesseln. Buck ist grobschlächtig, seine Sprüche voller Zynismus, was mir gefallen hat, aber er wird vom Autor so typisch ausgemalt. Was heißt typisch? Der ehemalige Polizist kommt mir ein wenig vor wie ein Serienheld. Kennt ihr diese Serien aus den 80ern? Wo Polizisten so völlig klischeehaft dargestellt werden? Genau in diesen Rahmen passt Buck. Diese übertriebene Art und Weise mag man oder eben nicht, mich zähle ich wohl zu der zweiten Kategorie – mein Fall war es leider nicht. Gut gefallen hat mir Bucks lose Klappe, da waren schon Sätze dabei, die mich zum Lachen brachten, aber letztlich waren sie leider viel zu rar gesät, um es wirklich auf die Gesamtwertung einfließen zu lassen, trotzdem vergebe ich drei Sterne, weil ich einfach denke, es war kein Buch für mich, wobei ich mir gewiss bin, manchen Menschen kann diese Art der Erzähltechnik sehr gut gefallen. Wer solche 80er Actionserien mag, der wird mit dem Alten wunderbar bedingt werden. So gerne ich Bucks Sprüche mag, so kann ich nicht wirklich sagen, dass er mir sympathisch ist, generell bringe ich beinahe für niemanden Gefühle auf, sie rauschen alle irgendwie an einem vorbei, bis auf Rose, die Frau des Alten, ihre Art ist sehr herzlich und war eine Wohltat, alle anderen, wie gesagt, haben mich nicht sonderlich erreicht. Fazit: Es war nicht mein Buch. Bucks Verhalten erinnert an Polizisten aus Actionserien der 80er Jahren, übertrieben und zu klischeebeladen. Nicht jeden wird der Stil gefallen, wahrlich ein Buch, was jeder für sich selbst ausprobieren muss und es wozu es wahrscheinlich keine universelle Meinung geben kann.

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