Daniel Gerlach

 4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Die letzten Geheimnisse des Orients, Die Kunst des Friedens und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Daniel Gerlach, geboren 1977, ist einer der führenden deutschen Nahostexperten. Er studierte Geschichte und Orientalistik an den Universitäten Hamburg und Paris IV Sorbonne und ist Autor und Herausgeber mehrerer Sachbücher zu Geschichte und Gegenwart der arabisch-islamischen Welt. Gerlach tritt regelmäßig in deutschen und internationalen Medien auf und führt als Moderator unter anderem durch die ZDF-Reihe »Die letzten Geheimnisse des Orients«. Sein gleichnamiges Buch erschien 2022 bei C.Bertelsmann. Daniel Gerlach ist Mitgründer und Chefredakteur des Nahost-Fachmagazins zenith und Direktor des Thinktanks Candid Foundation in Berlin. Darüber hinaus engagiert er sich beratend in zahlreichen Friedens- und Dialoginitiativen in der arabischen Welt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Daniel Gerlach

Cover des Buches Die letzten Geheimnisse des Orients (ISBN: 9783328111504)

Die letzten Geheimnisse des Orients

(2)
Erschienen am 14.08.2024
Cover des Buches Die Kunst des Friedens (ISBN: 9783570105856)

Die Kunst des Friedens

(1)
Erschienen am 19.11.2025
Cover des Buches Der Nahe Osten geht nicht unter (ISBN: 9783896842688)

Der Nahe Osten geht nicht unter

(1)
Erschienen am 11.03.2019
Cover des Buches Das neue Libyen (ISBN: 9783943737967)

Das neue Libyen

(0)
Erschienen am 15.01.2020

Neue Rezensionen zu Daniel Gerlach

Cover des Buches Die Kunst des Friedens (ISBN: 9783570105856)
Alriks avatar

Rezension zu "Die Kunst des Friedens" von Daniel Gerlach

Alrik
Frieden ist kein Märchen, sondern harte Arbeit

Manchmal liegt da ein Sachbuch vor einem und man denkt: Na herzlichen Glückwunsch, Nahostgeschichte über 3000 Jahre, das wird bestimmt so leicht wie ein Ikea Schrank ohne Anleitung. Und dann passiert etwas ziemlich Schönes: Daniel Gerlach nimmt einen nicht von oben herab an die Hand, sondern eher wie jemand, der sagt: Komm, wir schauen da mal gemeinsam genauer hin.


Die Kunst des Friedens ist kein Wohlfühlbuch, aber ein wichtiges. Es räumt mit diesem einfachen Bild auf, dass der Nahe Osten halt schon immer Krieg, Streit und Chaos war. Genau da wird es spannend. Gerlach zeigt, wie oft verhandelt wurde, wie viel hinter verschlossenen Türen lief und wie viele Menschen versucht haben, Frieden nicht nur zu predigen, sondern irgendwie zusammenzubasteln.


Besonders stark fand ich, dass Frieden hier nicht kitschig wirkt. Kein Friede Freude Falafel Teller, sondern harte Arbeit, Machtspiele, Mut, Fehler und manchmal auch ganz schön viel Ego. Gerade das macht das Buch glaubwürdig. Man merkt, dass der Autor Ahnung hat, aber er erschlägt einen nicht mit Fachchinesisch.


Klar, leichte Kost ist das nicht. Zwischendurch musste mein Kopf kurz Pause machen und einen inneren Kaffee bestellen. Aber genau solche Bücher braucht es, wenn man Nachrichten nicht nur konsumieren, sondern wirklich verstehen will.


Ein kluges, mutiges und überraschend menschliches Sachbuch, das zeigt: Frieden ist keine naive Idee. Frieden ist Handwerk. Und manchmal sogar Kunst.

Cover des Buches Die letzten Geheimnisse des Orients (ISBN: 9783570104804)
strickleserls avatar

Rezension zu "Die letzten Geheimnisse des Orients" von Daniel Gerlach

strickleserl
Mythen, Legenden und Sagen der orientalischen Welt

In Nordafrika beginnt die Reise: Eine faszinierende, marsähnliche Gegend in Tunesien, Drehort von Stars Wars. Weiter geht die Reise nach Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Israel, dem Libanon, Irak, Iran und endet schließlich in der Türkei. Auf dieser Route macht Daniel Gerlach an neunzehn Orten Halt, die alle einen interessanten historischen, beziehungsweise religiösen, Hintergrund haben.


Der Autor ist Orientalist und besucht die genannten Länder schon seit zwanzig Jahren. Er trifft sich dabei mit religiösen Oberhäuptern, mit Archäologen und mit Politikern. Er sammelt ihre Geschichten und gibt sie hier weiter. Dabei stehen vor allem drei Religionen im Vordergrund, das Christentum, der Islam und das Judentum. Sie haben vieles gemeinsam, selbst wenn ihnen das nicht bewusst ist. Anderes trennt sie, vor allem aber gibt es diverse Unterströmungen, die zu interessanten Abzweigungen dieser Weltreligionen führen. So lernt der Leser mehrere geheimnisvolle Gruppierungen kennen. Der Autor hat interessante Gesprächspartner, zum Beispiel der koptische Papst und der Oberhaupt der israelitischen Drusen.


Vom Aufbau her, folgt dieses Buch einer Reiseroute, die von West nach Ost und wieder zurück führt. Jedes Kapitel ist eins der neunzehn Stationen gewidmet. Passend zur besprochenen Stadt, werden sowohl Mythen und Erzählungen, als auch historische Tatsachen zu jedem Ort aneinandergereiht. Dabei wechselt die Zeitepoche hin und her, mal wird von der Moderne berichtet, dann kommt beispielsweise eine Episode aus dem siebten Jahrhundert, danach vielleicht ein Ereignis aus dem Mittelalter. 


Das Thema dieses Buchs ist wichtig, doch es fällt bei der herumschweifenden Erzählweise manchmal schwer sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Die teilweise humorige Sicht der Ereignisse ist an den meisten Stellen ein unterhaltsames Plus. Als gläubige Christin stimme ich allerdings bei manchen Aussagen über Gott und die Bibel nicht zu. Da mir die biblischen Geschichten vertraut sind, sehe ich hier die Abweichungen von der tatsächlichen Erzählung, die der Autor sich erlaubt, vermutlich um etwas durch eine Überspitzung lächerlich zu machen. Doch trotz dieser Mängel, konnte ich einiges, das mir neu war und ich interessant finde, aus diesem Buch entnehmen.


Fazit: Eine Reise durch die religiöse Geschichte Nordafrikas und Asiens, die anhand von überlieferten Erzählungen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christen, Juden und Moslems aufzeigt.


Cover des Buches Die letzten Geheimnisse des Orients (ISBN: 9783570104804)
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Rezension zu "Die letzten Geheimnisse des Orients" von Daniel Gerlach

talisha
Detaillreiches Fachwissen

Mit seinem neuen Buch "Die letzten Geheimnisse des Orients" bereist der Nahostexperte Daniel Gerlach antike Stätten im Orient und bringt durch sein profundes Fachwissen den Lesern diese oft sagenumwobenen Orte näher. 

Von Tunesien, Kairo, Petra, Jerusalem Babylon, Amara, Harran, Antakya, Ephesus, Istanbul und einigen weiteren Stätten weiss er viel Interessantes zu berichten. Dabei benutzt er viele einprägsame Vergleiche aus heutiger Weltsicht, die den Text auflockern. 

Detailreich berichtet Gerlach über religiöse Minderheiten wie zum Beispiel die Drusen oder Zoroastrier, aber auch über antike Mysterienkulte wie der des Mondgott Sin. Er holt oft aus, um den Hintergrund der nachfolgenden Begebenheiten zu erläutern, was die Lektüre noch bedeutender macht. 

Diese Reise zu den Spuren der drei Weltreligionen gefiel mir sehr gut. Am liebsten hätte ich bei jedem Kapitel Sekundärliteratur hinzugezogen, um das neue Wissen zu festigen und anderes zu repetieren. Doch dann wäre ich wohl monatelang dran gesessen. Deshalb meine Empfehlung: einmal durchlesen und danach die einzelnen Kapitel nach Wunsch noch selbst vertiefen.

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch für alle Archäologie-, Geschichte- und Religionsliebhaber! 

4 Punkte. 

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