Daniel Glattauer Die Wunderübung

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Inhaltsangabe zu „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer

Die Beziehung von Joana und Valentin ist am Tiefpunkt angelangt, und die Versuche, die der Paartherapeut anstellt, um die beiden Streithähne in den Griff zu kriegen, sind ganz und gar nicht erfolgreich. Joana weiß immer schon vorher, was ihr Ehemann sagen will, und sorgt mit ihrem Redeschwall dafür, dass er oft gar nicht zu Wort kommt. Valentin straft sie dafür mit Gefühlskälte. Er nimmt jeden Missstand als gegeben hin und sieht keinen Grund für Veränderung. Doch nicht nur das Paar hat Probleme – auch der Therapeut scheint in Schwierigkeiten zu stecken. In "Die Wunderübung" erweist sich Daniel Glattauer als ein Meister darin, die feinen Zwischentöne im Dschungel unserer Gefühle darzustellen.

Kurzweilige, aber leider auch kurze Unterhaltung. Wirklich nur für Zwischendurch.

— Elke

Witzig, amüsant, realistisch.

— EnysBooks

Unterhaltsam und schnell gelesen.

— Kolibri01

Ein meisterliches Spiel mit den Feinheiten menschlicher Gefühle. Gut konstruiert, aber hätte gerne etwas länger sein können.

— coala_books

Ein Meisterwerk mal wieder

— julchen91

Ein Glattauer halt!

— QueenDebby

(auf eine gute Weise) erschreckend realistisch mit intelligentem Witz

— BiaBia92

Nicht wirklich lustig, aber wenigstens schnell gelesen.

— Aniday

Eine sehr unterhaltsame Komödie, welche zum Nachdenken anregt ohne dass man sich den Kopf darüber zerbrechen muss.

— nanshisbooks

Netter Einblick in die typischen "Fehler" eine Ehe, Ende vorhersehbar

— Heldin-mit-Happy-End

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    Die Wunderübung

    buchjunkie

    16. August 2017 um 19:06

    Joana und Valentin wollen mit Hilfe einer Paartherapie ihre Ehe retten. Doch dieser hat so seine Schwierigkeiten mit den beiden Streithähnen.Schließlich weiß Joana immer schon vorher, was ihr Mann sagen will und Valentin straft Joana mit Gefühlskälte und sieht keinen Grund zur Veränderung.Doch nach einer Pause während der Sitzung scheint auch der Therapeut in Schwierigkeiten zu stecken. Joana und Valentin erfragen geschickt den Grund dafür und plötzlich fangen alle an zu reden...Das Buch ist im Stil eines Theaterstückes geschrieben und nur 111 Seiten dick. Eigentlich sollte es ein Geschenk für eine Freundin sein, doch nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, wollte ich mehr.So habe ich es mit Genuss heute Nachmittag im Liegestuhl gelesen.Die Äußerungen der drei Darsteller sind erschreckend realistisch und dadurch wieder etwas witzig. Besonders bei den Streitdialogen zwischen Joana und Valentin kann der ein oder andere Leser sicher etwas Bekanntes erkennen.Geschickt schafft der Autor im Laufe des Stückes das Unbehagen des Ehepaars miteinander in einen Zusammenhalt und die ruhige Gelassenheit des Therapeuten in das Gegenteil zu verwandeln.Mir hat „Die Wunderübung“ kurzweilige Unterhaltung geboten!War mal etwas anderes!

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    • 6
  • "Die Wunderübung" - wahrlich ein Wunder

    Die Wunderübung

    LSelina

    05. June 2016 um 19:44

    Joana und Valentin sind um die vierzig und haben ein Problem: einander. Die gemeinsame Beziehung befindet sich schon seit Jahren in einer Krise, ein Paartherapeut soll Abhilfe schaffen und statt der fortgeschrittenen Entfremdung der beiden wieder eine Annäherung herbeiführen. Keine leichte Aufgabe, wie sich in der ersten Sitzung bei dem Psychologen zeigt. Daniel Glattauer zeichnet klare Charakterbilder des Ehepaares in seinem Buch: Er teilt sich zu wenig mit, sie nörgelt an allem und jedem herum. Er sieht nicht ein, dass es ein Problem oder vielmehr viele Probleme zwischen den beiden gibt, sie sieht nichts als diese Probleme und nimmt sich dabei auch kein Blatt vor den Mund. Man ist ständig giftig und bissig zueinander und weiß immer schon im Vorhinein, was der andere sagen wird. Um hier eine Versöhnung herbeizuführen, scheint schon ein Wunder von Nöten. Darüber scheint sich auch der Therapeut im Klaren zu sein, der die beiden verschiedene Übungen absolvieren lässt. Darunter die titelgebende „Wunderübung“, in der sich das Paar an schöne Zeiten und Erlebnisse miteinander erinnern und sich auch positive Eigenschaften des anderen ins Gedächtnis rufen soll. Dieser Ansatz führt eben so wenig zum Erfolg wie die Anregung des Therapeuten, doch jeweils in die Rolle des anderen zu schlüpfen und wie dieser zu agieren, beziehungsweise zu reagieren. Bestehende Konflikte kommen immer mehr hoch, und das nicht nur, weil Joana voller Ärger eine angeblich längst verflossene Brischit ins Spiel bringt und Valentin mit einem ebenso verjährten Guido kontert, sondern auch weil sich Joana mit den beiden gemeinsamen Kindern alleingelassen fühlt. Dass man überhaupt zusammen an Ort und Stelle sitzt, ist jedoch einem Versprechen der gemeinsamen Tochter gegenüber geschuldet, die den elterlichen Streit zunehmend unerträglicher findet. Also bemühen sich Joana und Valentin es gemeinsam in einem Raum auszuhalten und über ihre Problem zu sprechen, wobei sich Joana dabei wirklich nicht schwer tut. Dass man sich wirklich auseinandergelebt hat, wird im Verlauf dieser Glattauer-Komödie, immer klarer. In einer “Faust-Übung”, die der zunehmend ratlosere Berater vorschlägt, gelingt es Valentin auf Biegen und Brechen nicht, seiner Frau symbolisch das Herz in Form ihrer geballten Faust zu öffnen. Zumindest über die Erinnerung an harmonischere Zeiten, an das Einander-Kennenlernen beim Tauchurlaub in Ägypten, als das Gemeinsame gut funktionierende scheint in “Die Wunderübung” Einigkeit zu herrschen. Die Faszination voneinander ist an diesem Punkt definitiv Vergangenheit. Die Wende kommt jedoch, als sich zeigt, dass auch ein Paartherapeut selbst persönliche Probleme hat. Ob und wie Joana und Valentin anhand seines schlechten, aber menschlichen Vorbildes in “Die Wunderübung” doch wieder zusammenfinden, und was dahintersteckt, will ich jetzt noch nicht verraten. Mein Fazit ist, dass der neue Glattauer definitiv hält, was er verspricht, und zwar eine gute Unterhaltung. So mancher Leser und viele Leserinnen werden sich in Joana und Valentin mehr oder weniger schmunzelnd oder auch selbstkritisch wiedererkennen. Und ich finde genau das, das so genial gute an diesem kaum weglegbarem und dadurch schnell durchgelesenem kleinen Büchlein. Ich kann dieses Buch von Daniel Glattauer nur weiter empfehlen!

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  • Die Wunderübung

    Die Wunderübung

    lesefreude_book

    03. May 2016 um 20:39

    Joana und Valentin liegen ständigen im Streit und sind am Tiefpunkt ihrer Beziehung angekommen. Viel hat sich über die Jahre angestaut und die schönen Momente können an einer Hand abgezählt werden. Ein Therapeut soll helfen die beiden wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Für den Therapeut keine leichte Aufgabe. Er muss zu drastischen Mitteln und ungewöhnlichen Methoden greifen. Als Drehbuch geschrieben ist man rasch mit den 110 Seiten durch. Glattauer zeichnet das Ehepaar deutlich und pointiert. Die Beziehung und die Gesprächskultur des Paars wird einprägsam dargestellt. Dennoch ist die Handlung etwas vorhersehbar. Die Geschichte liest sich oftmals wie eine Mahnung, die guten und schönen Seiten in einer Beziehung zu schätzen und aktiv daran zu arbeiten. Dennoch hat es Glattauer nicht geschafft wirklich zu mir durchzudringend. Die Geschichte ist für die Bühne geschrieben und braucht Platz und Raum um zu wirken. Fazit: Eine nette Geschichte für zwischen durch, die leider etwas vorhersehbar ist. Sollte das Stück auf einer Bühne in meiner Nähe aufgeführt werden, werde ich ihm auf jeden Fall eine Chance geben. „Die Wunderübung“ lebt von einprägsamen Persönlichkeiten, die allerdings auf den 110 Seiten nicht ihre volle Wirkungskraft entfalten können. Eine Geschichte für große Bühnen wie gemacht!

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  • Von schreiend komisch bis traurig real

    Die Wunderübung

    Ritja

    24. April 2016 um 20:04

    Daniel Glattauer weiß, wie er seine Leser am besten unterhält. Ich habe fast alle Bücher von ihm gelesen und auch dieses kleine dünne Büchlein hat es in sich und brachte mich sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken.    Es gibt nur 3 Charaktere (das Ehepaar und der Berater/Therapeut) , die jedoch die ganze Geschichte gut ausfüllen. Die Geschichte zeigt ganz deutlich, wie unterschiedlich Frauen und Männer ticken und bestimmte Gespräche und  Handlungen interpretieren und verarbeiten. Die Dialoge sind von schreiend komisch bis traurig real und genau diese Mischung macht die Geschichte interessant. Glattauer schlägt sich auf keine Seite, sondern lässt jeder Seite seinen Raum.   Es gibt eine kurze Pause, die Zeit lässt zum Nachdenken und Wasser trinken. Leider kann man ab der Pause erahnen, wie die Geschichte enden wird. Die Entwicklung dahin ist jedoch lohnenswert zu lesen.

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  • "Die Wunderübung" von Daniel Glattauer

    Die Wunderübung

    dot

    17. April 2016 um 01:36

    Der Roman "Die Wunderübung" von Daniel Glattauer ist eine witzige Komödie, über das seit 17 Jahren verheiratete Ehepaar, Valentin und Joana Dorek, und ihrem Paartherapeuten. Der Ingenieur und die Historikerin lernten sich bei einem Tauchkurs in Ägypten kennen. Irgendwann neben Alltag und Kindererziehung haben die beiden sich selbst verloren und nun streiten sie sich mit einer solchen Hingabe, dass die Versuche sie mit kleinen Übungen für die Therapie empfänglich zu machen, kläglich scheitern. Der Therapeut scheint zudem selbst gerade einige Probleme zu haben. Erst nachdem er die Sitzung kurzzeitig pausiert, werden langsam die Erfolge sichtbar. [...] "Die Wunderübung" ist ein kurzer aber witziger Roman für Zwischendurch mit einer schönen Botschaft und einem vielleicht etwas zu vorhersehbaren Ende.

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  • Witzig, aber Ende leider vorhersehbar

    Die Wunderübung

    DaniB83

    27. March 2016 um 15:48

    Wer „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ von Daniel Glattauer kennt, weiß, dass es sich hierbei um Briefromane (beziehungsweise E-Mail-Romane) handelt.Die Wunderübung ist, so auch am Titel erkennbar, eine Komödie und wird auch so dargestellt. Mit Szeneneinblendungen und witzigen Dialogen zwischen dem Ehepaar Joana und Valentin Dvorak. Der dritte im Bunde ist der Berater Harald, der versucht, mit verschiedenen praktischen Übungen das Paar wieder näher zusammenzubringen.Die Komödie ist in zwei Akte eingeteilt mit einer 15-minütigen Pause. Auch ich habe diese Lesepause gemacht und mich erst am nächsten Tag wieder an die Lektüre gewagt. Leider wusste ich schon nach der Unterbrechung, wie die Geschichte ausgehen würde, somit wartete ich eigentlich nur mehr auf das vorhergesagte Ende. Die Dialoge sind durchaus witzig und bringen den Leser / die Leserin zum Schmunzeln und das 112-seitige Taschenbuch liest sich wirklich schnell, zumal auch die Seiten nicht voll beschrieben sind, sondern immer Absätze dazwischen liegen. Als Lektüre zwischendurch empfehlenswert und vielleicht, wenn man sich das Theaterstück dazu ansieht. Premiere hatte es in den Kammerspielen im Jänner 2015 in Wien und wird seitdem immer wieder aufgeführt (dzt. in Salzburg – Stand 27.3.2016).Für mich war es ein kurzweiliges Lesevergnügen mit vorhersehbarem Ende, was ich etwas schade fand. ‚Geschenkt‚ ist übrigens der Folgeroman von Glattauer, der weder in Brief-, noch in Komödienform geschrieben wurde.

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  • Zum Schmunzeln und Nachdenken

    Die Wunderübung

    Lilli33

    16. February 2016 um 13:03

    Taschenbuch: 112 Seiten Verlag: Goldmann Verlag (18. Januar 2016) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3442482153 Preis: 8,99 € Zum Schmunzeln und Nachdenken Inhalt: Nach siebzehn Jahren Ehe haben sich Joana und Valentin nicht mehr viel zu sagen, und wenn, dann sind es Gemeinheiten. Um die Beziehung vielleicht doch noch zu retten, suchen sie einen Paartherapeuten auf. Meine Meinung: Ich habe die 112 locker bedruckten Seiten mit großem Vergnügen gelesen und habe außer evtl. dem Preis überhaupt nichts daran auszusetzen. Schon die Idee, das Ganze wie ein Theaterstück zu behandeln – eine Schmierenkomödie -, finde ich genial. Aufgeschrieben ist die Geschichte wie ein Drehbuch mit Dialogen, Regieanweisungen usw. Wir erleben die erste Beratungsstunde von Joana und Valentin bei einem Paartherapeuten. Alle drei Personen sind eindeutig charakterisiert und eine Nummer für sich. Man hat den Eindruck, die beiden Eheleute würden es fast genießen, sich gegenseitig anzugiften. Es kommt ihnen kaum ein gutes Wort über die Lippen, schon gar nicht über den Partner. Der Therapeut dagegen ist die Ruhe selbst, was das Paar noch extremer wirken lässt. BERATER (anerkennend an beide) Kompliment, in der Polemik sind Sie ein eingespieltes Team. Sie haben eine außergewöhnlich lebendige Streitkultur auf hohem Niveau. (S. 17) Mit viel Humor und pfeilgenauer Treffsicherheit lässt Glattauer uns an der verkorksten Beziehung von Joana und Valentin teilhaben und führt uns dabei nur ein Extrembeispiel vor, das für ganz viele Ehen steht. Denn sicher wird der ein oder andere Leser sich zu einem kleinen Teil im Verhalten von Joana oder Valentin wiedererkennen. So bekommt man hier den Anstoß, sich einmal mit der eigenen Beziehung auseinanderzusetzen und am eigenen Verhalten etwas zu drehen, bevor es so weit kommt, dass nichts mehr zu retten ist. Toll fand ich auch die Wendungen, die die Handlung nimmt. Damit hatte ich gar nicht gerechnet und es auch nicht erwartet. So nehme ich sie noch als zusätzliches I-Tüpfelchen. ★★★★★ Ich bedanke mich ganz herzlich beim Bloggerportal und beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Wenn zwei sich streiten..

    Die Wunderübung

    Sheilyn

    31. January 2016 um 17:20

    Joana und Valentins Beziehung ist am Tiefpunkt. Jedes Gespräch artet in einer Diskussion oder gar in einem handfesten Streit aus. Es ist also nicht verwunderlich dass sie sich nun im Sprechzimmer eines Paartherapeuten wiederfinden. Dieser gibt sein Bestes die Beiden dazu zu bringen sich an die positiven Seiten ihres Partners und der Beziehung zu erinnern. Aber selbst aus den achönsten Erinnerungen  vermögen sie sich gegenseitig einen Strick zu drehen. Der Therapeut selbst steht am Randes des Wahnsinns und so musste er sich etwas neues für die beiden Streithähne ausdenken... Daniel Glattauer schenkt uns hier einen Einblick in einen intimen Moment eines Paares. Situationen und Dialoge die uns zum Schmunzeln veranlassen, da wir sie nur zu gut kennen. Es ist kein literarisches Meisterwerk, jedoch kann man sich damit gut die Zeit vertreiben. Der Text ist in Dialogen aufgebaut und erinnert an das Skript eines Theaterstücks. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam. :)

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  • Nette Komödie für Zwischendurch

    Die Wunderübung

    Maerchenbuch

    05. January 2016 um 11:21

    Daniel Glattauer präsentiert uns in seinem kleinen Büchlein „Die Wunderübung“, eine kurze Komödie, die einen Handlungszeitraum von etwa zwei Stunden umfasst und in der bloß drei Protagonisten eine Rolle spielen: Joana, ihr Mann Valentin und der Paartherapeut, den das unglückliche Ehepaar aufsucht.Der Leser befindet sich gleich zu Beginn der Geschichte, mitten in der Therapiesitzung des Dreiergespanns und kann die bissigen Dialoge und hitzigen Wortgefechte der Verheirateten mitverfolgen. Die Ehe von Joana und Valentin ist an einem Tiefpunkt angelangt und so streiten die beiden mit leidenschaftlicher Hingabe, während der Therapeut mit kleinen Übungen versucht, die Eheleute zu mehr Verständnis und Achtsamkeit zu bewegen. Joana bombardiert ihren Gatten mit einem regelrechten Redeschwall und lässt Valentin nicht zu Wort kommen. Ihr Ehemann möchte allerdings seinen eigenen Standpunkt gar nicht vertreten, denn er hat schon lange resigniert und nimmt alle Eheprobleme als gegeben hin. Gefühlskalt ignoriert Valentin jedes Wort, das ihm seine Frau in den Mund legt und fügt sich seinem Schicksal. Joana provoziert ihren Mann bei jeder Gelegenheit und überschüttet ihn mit Vorwürfen. Jede Gefühlsregung von Valentin, wird sofort zunichte gemacht indem Joana immer wieder längst vergangene Ereignisse zur Sprache bringt. Valentin tritt wiederum mit gleichgültiger Sturheit auf und so verlaufen alle Gesprächsrunden und Übungen im Sand. Erst als der Paartherapeut eine Beratungspause einlegt, wendet sich plötzlich das Blatt. Daniel Glattauer hat es mit lebensnahen und realistischen Dialogen geschafft, eine klassische Beziehungskrise zu beschreiben und dieses ernste Thema äußerst amüsant zu beleuchten. Auf wenigen Seiten ist es dem Autor gelungen, dem Leser einen bildhaften Einblick in eine unglückliche Ehe zu gewähren. Gekonnt blickt er hinter die Fassade der langjährigen Beziehung und obwohl er nicht mit Klischees spart, sind die Dialoge und kleinen Regieanweisungen stets spannend mitzuverfolgen. Es war sehr interessant den Beratungsprozess des Therapeuten zu begleiten, wenngleich die Ideen und Übungen nicht neu erfunden wurden. Die Wortgefechte von Joana und Valentin, konnten mich sowohl schockieren als auch amüsieren aber das Ende der Geschichte war leider zu vorhersehbar und die abschließende Therapiemethode zu unrealistisch und durchschaubar. Als Alternative zum klassischen Beziehungsratgeber oder als Denkanstoß für Ehepaare, ist das Büchlein auf jeden Fall empfehlenswert.

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  • Eine etwas andere Therapie

    Die Wunderübung

    nanshisbooks

    03. December 2015 um 11:15

    von nanshisbooks In dieser Komödie wohnt man Joana und Valentin's Paartherapieeinheit bei. Die Beiden haben nämlich das Gefühl sie würden sich immer mehr voneinander entfernen und dass dieses rasante Auseinandergehen nur mehr durch eine Paartherapie aufgehalten werden kann. Man merkt an den Vorwürfen die sie sich gegenseitig machen, dass die Liebe und Anerkennung wohl tatsächlich das Feld ihrer Beziehung geräumt hat für Unverständnis und Intoleranz. Der Berater, wie er anfangs nur genannt wird, gibt sein Bestes, aber selbst das reicht nicht für die Differenzen der Zwei. Doch dann greift er zu etwas unüblichem Mittel und ob das die gewünschte Wirkung erzielen wird, das verrate ich euch natürlich nicht denn das müsst ihr schon selber lesen :)  Als ich mich an einem ruhigen Sonntag dazu entschloss mich mit dem Werk von Daniel Glattauer in meinen Lesesessel zu begeben, hatte ich keinesfalls vor, es in einem Zug zu lesen. Das geschah dann aber doch und es hatte den Grund, dass es eine sehr leichte und unterhaltsame Lektüre ist, wenn man den Aspekt der unüblichen Sprachwahl weglässt. Die Sprache ist nämlich so gewählt, dass so wie in einem realen Gespräch eben auch viele "Ähm's" und "...(=Pausen)" zu finden sind. Die Sätze sind natürlich (und das merkt man) hervorragend durchdacht, wie es für Daniel Glattauer üblich ist und man könnte sie ohne Probleme und bis ins kleinste Detail sprachlich analysieren. Aber jetzt von diesem Aspekt abgesehen, ist es eben eine leichte Lektüre. An manchen Stellen musste ich schmunzeln und an manch anderen brachte mich der Autor zum Nachdenken. Jedoch hat es mich persönlich nicht so sehr berührt, dass ich dem Werk fünf Sterne geben könnte. Es sei euch dennoch empfohlen zu lesen, denn es ist es definitiv wert. Ganz liebe Grüße, Anna

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  • Wunder gibt es immer wieder?

    Die Wunderübung

    dominona

    03. August 2015 um 19:38

    Unglaubliche Resultate in der Paartherapie – oft ist das nur Wunschdenken, aber das vorliegende Stück ist ja auch eine Komödie und das zurecht. Manchmal tut einem der Therapeut richtig leid und ich bin ehrlich, die Übungen wären für mich selbst ebenfalls nicht leicht gewesen. Auch wenn das Ende für mich simpel vorherzusehen war, finde ich die Idee sehr interessant und gut umgesetzt. Es regt zum Nachdenken an.

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  • Ein Beziehungsratgeber der besonderen Art

    Die Wunderübung

    katha_dbno

    31. March 2015 um 20:33

    Es handelt sich nicht um einen Roman, wie ich zunächst angenommen hatte. Der Aufbau ähnelt einem konventionellen Drama mit Dialogen und kleinen Regieanweisungen. Dementsprechend ist die Anzahl der dramatis personae äußerst überschaubar: es treten nur Joana, Valentin und der Therapeut Herr Magister auf. Aber weniger ist ja bekanntlich manchmal mehr.  Die Ausgangssituation ist relativ unangenehm: Valentin und Joana gehen sehr bissig miteinander um, wirken fast schon miteinander verfeindet, und sind nicht einmal annähernd gewillt, aufeinander zuzugehen. Keine leichtes Unterfangen für den Therapeuten also und ich hätte nicht mit ihm tauschen wollen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Paartherapeuten öfter erleben, dass ihre Patienten an derart verhärteten Fronten kämpfen. An der Stelle also Hut ab vor ihrer Arbeit. Wäre ich die Therapeutin der beiden gewesen, dann hätte ich mich wohl auf Valentins Seite geschlagen. Er tat mir zwischenzeitlich wirklich leid, weil Joana ihm entweder ins Wort gefallen ist oder ihn bewusst provoziert hat.  Sie ist eine sehr passiv-aggressive Person, teilweise war sie wirklich fies zu ihrem Mann und ich habe mich wirklich gefragt, wie Valentin es überhaupt noch mit ihr aushält. Jede annähernd positive Gefühlsregung wurde von ihr sofort im Keim erstickt, indem sie immer wieder längst vergangene Dinge zur Sprache gebracht hat.  Das klingt jetzt natürlich so, als würde man beim Lesen die ganze Zeit bestürzt sein oder sich angesichts der ungenierten Anfeindungen zumindest unwohl fühlen, aber das ist keinesfalls so. Daniel Glattauers Kunst besteht für mich darin, dieses leider inzwischen weit verbreitete Problem mit einem Augenzwinkern zu vermitteln. Besonders die Regieanweisungen zeugen von einem unterschwelligen Humor und lockern die Dialoge auf. Man löst sich zum größten Teil mit einem positiven Gefühl von der Lektüre, denn so verfahren die Situation auch sein mag, so ist sie doch nicht aussichtslos. Ich werde nicht verraten, worin die eigentliche Wunderübung besteht, aber schon nach einigen Seiten hatte ich eine dahingehende Vermutung, die sich dann auch bestätigt hat. Trotzdem hat das Ende zumindest eine kleine Überraschung für mich bereit gehalten, welche dem Stück satirische Züge verleiht.  Ich kann Paaren in einer Beziehungskrise wirklich nahelegen, dieses Buch zu lesen und selbst einmal einige dieser Übungen auszuprobieren. In dem Sinne würde ich Die Wunderübung als einen Beziehungsratgeber der etwas anderen Art sehen. Aber auch alle anderen, besonders die, die wie ich auch schon Gut gegen Nordwind und Alle sieben Wellen verschlungen haben, kommen auf ihre Kosten.  Rezension auf SvenjasBookChallenge

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  • Ein kleines amüsantes Kammerspiel für 3 Personen.

    Die Wunderübung

    simone_richter

    Ein kleines, amü­san­tes Kammerspiel für drei Personen ist diese "Wunderübung". Ein zer­strit­te­nes Ehepaares mittleren Alters geht in eine Paartherapie... Joana und Valentin Dorek sind seit siebzehn Jahren verheiratet und haben zwei Kinder. Die Historikerin und der Ingenieur im Flugzeugbau lernten sich bei einem Tauchkurs in Ägypten kennen. Die damalige gegenseitige Faszination unter Wasser ist im Alltag abhanden gekommen. Er teilt sich zu wenig mit, sie nörgelt hysterisch an allem herum. Er sieht nicht ein, dass es ein Problem zwischen den beiden gibt - sie sieht nichts als diese Probleme und tut dies laut und wortreich kund. Um hier eine Versöhnung herbeizuführen, muss der Therapeut die verküm­merten Würzelchen und verschütteten Triebe wiederfinden. Ein Schock als dieser die Frage stellt: "Warum trennen Sie sich eigentlich nicht?" Die Wende kommt, als sich zeigt, dass auch ein Therapeut vor persönlichen Problemen nicht gefeit ist, und der Berater plötzlich sehr Persönliches preisgibt. Es sei so viel verraten: Joana und Valentin finden doch zusammen, aber was dahinter steckt, sollte jeder selbst erlesen. Denn: Das ist recht unterhaltsam und kurz (nur 110 Seiten) und vielleicht erkennt sich der Eine oder die Andere auch darin. Geballten Sprachkomik ist es allemal.

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    • 3

    simone_richter

    14. February 2015 um 13:17
  • Kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch

    Die Wunderübung

    Linsenliebe

    Zum Inhalt ist an und für sich nicht so viel zu sagen. Joana und Valentin sind an einem Punkt ihrer Beziehung angelangt, an dem sie einen Paartherapeuten beanspruchen und das Buch spielt somit in ihrer ersten Therapie-Stunde.  Joana und Valentin könnten sich nicht mehr verachten, so scheint es. Sie giften sich in einer Tour an, setzen sich nicht nebeneinander sondern lassen einige Sitze zwischen sich frei um den größtmöglichen Abstand zu halten und man fragt sich als Leser direkt was um alles in der Welt passiert ist, dass diese beiden Menschen sich vor Jahren einmal ineinander verliebt haben! Denn von dieser Liebe ist überhaupt nichts mehr übrig.  Als der Therapeut nach einer Pause plötzlich ganz verändert ist und mit seinen eigenen Beziehungsproblemen zu kämpfen hat, ziehen die beiden Streithähne schließlich doch wieder an einem Strang um ihm zu helfen.  Als großer Daniel Glattauer-Fan musste ich natürlich auch "Die Wunderübung" lesen, auch wenn es mehr ein kleiner Zeitvertreib als ein großes Abenteuer war. Die 112 Seiten waren natürlich schnell gelesen und sie haben mich sehr gut unterhalten. Ich lache eigentlich nicht beim lesen, da gehört schon was dazu wenn es doch mal vorkommt. Aber bei den sehr witzigen Dialogen zwischen Joana und Valentin musste ich doch ein paar Mal auflachen. Die beiden sind die Verkörperung der Beziehungskrise und sie verhalten sich genau so wie man es in einer Paartherapie erwarten würde. Der Berater steht hilflos neben den beiden und fragt sich wie er diese Ehe noch retten soll. Nach einer Pause kommt der Berater dann völlig verwandelt zurück, ist selbst sehr niedergeschlagen und berichtet davon dass seine Frau sich von ihm völlig unerwartet am Telefon getrennt habe. Da kommt plötzlich wieder Leben in Joana und Valentin und sie versuchen gemeinsam, dem Therapeuten Hoffnung zu machen. Und sie entdecken erneut liebenswerte Eigenschaften an sich wieder, die längst verloren schienen.  Die Schreibweise in Dialogform erinnert an ein Drehbuch und ist zunächst noch eher ungewohnt. Durch die Kurzweiligkeit der Dialoge gewöhnt man sich aber schnell daran und die Seiten sind schnell verschlungen.  Das Ende kam für mich nicht überraschend, war aber trotzdem unterhaltsam und passend.  "Die Wunderübung" ist sicherlich nicht das beste Werk von Daniel Glattauer, als kurzweilige Lektüre zwischendurch aber auf jeden Fall empfehlenswert.

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    • 2

    BrittaRoeder

    10. February 2015 um 15:27
  • Eine komödiantische Wunderübung

    Die Wunderübung

    peedee

    01. February 2015 um 18:00

    Das Buch – im Stil eines Theaterstücks geschrieben – erzählt von einem Paar in den Vierzigern, das zur Paartherapie kommt. Erster Eindruck: Schönes, klares Cover mit einem abgegessenen Kerngehäuse eines Apfels. Mir ist erst beim nahen Hinsehen aufgefallen, dass links und rechts die Umrisse eines Mannes und einer Frau zu sehen sind – gefällt mir. Ich sehe mich im Theater, drei Personen auf der Bühne: Joana und ihr Mann Valentin sowie der Berater („Herr äh Magister Harald“). Zu Beginn ist das Unbehagen des Paares deutlich spürbar. Die beiden wollen sich zuerst gar nicht so recht auf die Therapie einlassen; Sie schmeissen mit Vorwürfen nur so um sich. Plötzlich die Frage des Beraters „Warum trennen Sie sich eigentlich nicht?“ – ja, warum eigentlich nicht… Nach der Pause ist der Berater ganz komisch, denn er hat in der Zwischenzeit eine unerfreuliche E Mail erhalten, die den ganzen Verlauf der Beratung verändert. Plötzlich nennt Valentin seine Frau „Liebling“ und sie sagt „mein Valentin“ – was ist da passiert? Die Therapiestunde ist vorbei. Das Paar ist abgegangen. Der Therapeut telefoniert und stampft ebenfalls von der Bühne. „Eine paradoxe Intervention!“ Das Buch ist aufgrund der geringen Seitenzahl sehr schnell ausgelesen, aber es hätte auch gar nicht mehr Seiten gebraucht – es wurde alles gesagt. Und: Es hat mir zu denken gegeben.

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