Daniel Glattauer Geschenkt

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Inhaltsangabe zu „Geschenkt“ von Daniel Glattauer

Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung. Bei ihm im Büro sitzt der 14-jährige Manuel, dessen Mutter im Ausland arbeitet. Er beobachtet Gerold beim Nichtstun und ahnt nicht, dass dieser Versager sein Vater ist. Gerold fehlt jeder Antrieb, die Stammkneipe ist sein Wohnzimmer und der Alkohol sein verlässlichster Freund. Plötzlich kommt Bewegung in sein Leben: Nach dem Erscheinen seines Artikels über eine überfüllte Obdachlosenschlafstätte trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Das ist der Beginn einer Serie von Wohltaten, durch die Gerold immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Und langsam beginnt auch Manuel, ihn zu mögen … – Geschenkt ist ein so spannender wie anrührender Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht.
Heikko Deutschmann, der für seine Vielseitigkeit bekannt ist, schlägt perfekt den Bogen zwischen ergreifender Geschichte und spannender Unterhaltung.

Gewohnte Mischung aus humorvoller und ernster Geschichte. Interessante Idee, gut umgesetzt und prima gelesen.

— black_horse

Aus wahrer Begebenheit eine tolle fiktive Geschichte gemacht! Und einen Anti-Helden zum "Sympath" - toll! Und das Hörbuch sehr gut gelesen!

— MirjamMuentefering

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  • wie das Leben so spielt

    Geschenkt

    Simi159

    18. August 2017 um 14:33

    Gerold Plassek ist Journalist bei der unscheinbaren Gratiszeitung „Tag für Tag“ und schreibt in der Rubrik "Soziales". Er ist nicht mehr ganz taufrisch und der Alkohol und die Nacht sind seine besten Freunde. In seinem kleinen Büro, bei dem Gratisblatt ist er seit kurzen nachmittags nicht mehr allein, denn sein Sohn, 14 Jähriger, Manuel macht bei ihm seine Hausaufgaben solange seine Mutter, eine Ärztin, in Afrika ist. Gerold wusste bis vor ein paar Tagen noch nichts von seiner Existenz. Und dieser weiß nicht, das Gerold sein Vater ist.  Als Gerold über ein überfülltes Obdachlosenheim berichtet bekommt dieses wenige Tage später eine anonyme Geldspende von 10.000 Euro. Mit in dem Umschlag mit dem Geld ist der Artikel aus „Tag für Tag“.  Wiederholt kommt es zu Spenden in der gleichen Höhe, immer ist der Artikel von Gerold mit im Umschlag. Er glaubt so langsam nicht mehr an einen Zufall…Und so beginnt er die Suche nach dem anonymen Spender und parallel dazu findet er dabei, was in seinem Leben bisher gefehlt hat….  Fazit:  Daniel Glattauer erzählt in seinem Roman eine ganz alltägliche Geschichte…die spannend und sehr bewegend ist. Dabei geht es um Verantwortung, Familie, Mitgefühl und eigentlich um nichts Geringeres als das Leben selbst…  Die Hauptperson, Gerold, ist so bescheiden und hat sich in seinem Leben, bei „Tag für Tag“ eingerichtet…und lebt genauso wie dieses Zeitung heißt…Erst sein Sohn und die Spenden schaffen es ihn aus seiner Lethargie zu lösen und so hat er am Ende eine Familie, einen neuen Job bei der „Neuzeit“ und vor allem ein richtiges Leben.  Glatttauer versteht es schnörkellos eine Geschichte zu erzählen die bewegt, mitreißt und einen nicht mehr mit dem Lesen aufhören erst…Erst wenn die 355 Seite zu Ende ist. Dabei ist das normale, das interessante zudem ist das Ganze sprachlich so nett verpackt, siehe „Tag für Tag“ und „Neuzeit“.  „Geschenkt“ ist ein mehr als ein unterhaltsamer Roman. Es ist eine tolle Vater-Sohn-Geschichte in der es nicht nur um Verantwortung geht. Es geht um das Leben und wie man es leben kann.  Ungekürzte Lesung von Heikko Deutschmann auf 8 CD’s mit einer Laufzeit von 578 Minuten. Von mir gibt es dafür 5 STERNE. 

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  • Wer ist der anonyme Wohltäter?

    Geschenkt

    black_horse

    16. November 2016 um 21:10

    Ich mag Daniel Glattauers Art zu schreiben sehr gern. Sein Humor ist ein ganz besonderer und er versteht es auf seine ganz eigene Art, diesen auch mit ernsten Themen zu verbinden. In diesem Buch geht es um einen ziemlich versoffenen Journalisten, der sich mit Sozial-Beiträgen bei einem Gratis-Blatt so einigermaßen über Wasser hält. Da bekommt er plötzlich von einer Ehemaligen ihren gemeinsamen Sohn ins Büro gesetzt, von dem er bis dahin nichts wusste und der auch nicht weiß, dass er sein Sohn ist.Gleichzeitig gibt es plötzlich eine Spende für eine Einrichtung, über die er in einer seiner Meldungen berichtet hat. Sein Leben wird also völlig auf den Kopf gestellt, zumal es mit den Spenden weitergeht und er nach und nach berühmt wird. Gemeinsam mit seinem Sohn Manuel arbeitet er sich aus seinem Sumpf.Ein Roman, mal witzig, mal nachdenklich, in dem das Zusammenwachsen von Vater und Sohn im Mittelpunkt steht, aber auch viele andere Themen angesprochen werden, wie Alkoholismus, soziale Probleme, Familienverwicklungen ...Mir hat es viel Spaß gemacht, Heikko Deutschmann zu lauschen, der das Buch hervorragend liest.

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  • Unterhaltsam, aber nicht umwerfend...

    Geschenkt

    FrolleinJott

    03. December 2014 um 17:22

    Inhalt / Klappentext: "Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung. Bei ihm im Büro sitzt der 14-jährige Manuel, dessen Mutter im Ausland arbeitet. Er beobachtet Gerold beim Nichtstun und ahnt nicht, dass dieser Versager sein Vater ist. Gerold fehlt jeder Antrieb, die Stammkneipe ist sein Wohnzimmer und der Alkohol sein verlässlichster Freund. Plötzlich kommt Bewegung in sein Leben: Nach dem Erscheinen seines Artikels über eine überfüllte Obdachlosenschlafstätte trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Das ist der Beginn einer Serie von Wohltaten, durch die Gerold immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Und langsam beginnt auch Manuel, ihn zu mögen … – Ein so spannender wie anrührender Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht." Meine Meinung zum Hörbuch (gelesen von Heikko Deutschmann): Eine schöne und unterhaltsame Geschichte über einen Vater, der plötzlich von der Existenz seines 14jährigen, unehelichen Sohnes erfährt und wie die beiden sich im Laufe der Geschehnisse einander annähern. Aus dem ursprünglich etwas trägen und wenig erfolgreichen Journalisten Gerold wird im Laufe der Geschichte ein engagierter Mensch, der über soziale Projekte recherchiert und berichtet. Das hat zur Folge, dass ein wohlhabender Mensch für diese Projekte Geld spendet. Das erweckt die Neugier des Lesers (oder Hörers), wer wohl dieser noble Spender sein mag. Wirklich spannend finde ich das (Hör-) Buch allerdings trotzdem nicht. Aber es ist sehr nett anzuhören, da unterhaltsam und kurzweilig. Insgesamt für meinen Geschmack eher mittelprächtig, denn man kann es sich gut anhören, aber es ist nicht gerade eins der besten Bücher, die ich kenne. Dagegen haben mir andere Romane von Daniel Glattauer wie "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" weitaus besser gefallen. Da kann diese Geschichte leider nicht ganz mithalten, selbst wenn sie auf "einer wahren Begegenheit" beruht. Der Sprecher des Hörbuchs, Heikko Deutschmann, liest es mal wieder ganz hervorragend, so dass man ihm gerne zuhört.

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  • Eine ehrlich erzählte Geschichte, die bewegt und nachdenklich macht

    Geschenkt

    mrs-lucky

    30. September 2014 um 11:59

    In seinem Roman „Geschenkt“ erzählt Daniel Glattauer eine schöne Geschichte über das Geben und Nehmen, über Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber, aber auch darüber, dass in manchen Menschen mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Inspiriert wurde Daniel Glattauer von einer mysteriösen Spendenserie in Braunschweig im Jahr 2011, von der er viele Details übernimmt, im Roman spielt die Geschichte jedoch in Glattauers Heimatstadt Wien.  Hauptfigur und Erzähler des Romans ist Gerold Plassek ein wenig ambitionierter Wiener Journalist Mitte 40, der sich mit einem Job bei einer Gratiszeitung über Wasser hält. Er hat keine großen Erwartungen an sein Leben, ihm geht es gut, solange sein Einkommen seinen Bierkonsum finanziert. Eines Tages bekommt Gerold einen Sohn „geschenkt“. Manuel ist bereits 14 Jahre alt, als Gerold von dessen Existenz erfährt. Manuels Mutter reist für „Ärzte ohne Grenzen“ für ein halbes Jahr nach Afrika und benötigt für ihren Sohn eine Nachmittagsbetreuung. Nun sitzen die beiden jeden Nachmittag gemeinsam in Gerolds Büro und haben sich wenig zu sagen. Gerold ist mit der Situation überfordert, für Manuel ist Gerold einfach ein langweiliger Bekannter seiner Mutter, er ahnt nicht, dass er seinem Vater gegenüber sitzt. Der triste Alltag wird unterbrochen, als bei einem Obdachlosenasyl eine anonyme Spende in Form von 20 500-Euro-Scheinen eingeht. Dem Umschlag liegt ein Ausschnitt der Gratis-Zeitung „Tag für Tag“ bei, der ausgerechnet von Gerold Plassek verfasst wurde. Als weitere Spenden folgen, die sich ebenfalls auf Gerolds Beiträge beziehen, rückt dieser ungewollt immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit. Auch Manuels Interesse und Neugierde wird geweckt. Er schafft es mit seinem Enthusiasmus Gerold aus seiner Lethargie zu wecken und zu ungewohntem Arbeitseifer zu animieren.  Die Geschichte wird aus der Sicht Gerold Plasseks erzählt. Da dieser aufgrund seiner Art nicht gerade ein Sympathieträger ist, hatte ich zunächst Probleme, mich auf die Geschichte einzulassen. Doch nicht zuletzt durch den Einfluss Manuels zeigt Gerold im Laufe der Zeit, welch ein herzensguter Mensch in ihm steckt. Er bekommt sowohl beruflich als auch privat plötzlich eine Aufgabe, sein Leben erhält neuen Schwung. Die Geschichte ist spannend erzählt, enthält aber auch einige bewegende Szenen. Gerold geht sehr offen und ehrlich mit seinen Schwächen um, seine Gedanken sind oft ungewöhnlich aber auch überraschend und regen zum Nachdenken an. Er reflektiert sein Leben mit viel Selbstironie, und nicht nur Gerold feilt bei vielen Artikeln und Emails an jedem Wort, auch bei Glattauer scheint jedes Wort zu sitzen. Die Charaktere wirken lebendig und lebensecht, die Geschichte glaubhaft. Zum Stil des Romans passt das Hörbuch besonders gut. Heiko Deutschmann liest das Buch sehr überzeugend und wird quasi zu Gerold Plassek, der seine Geschichte erzählt. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Wiener Akzent gewünscht, das hätte dem Hörbuch noch mehr Authentizität verliehen, eine Empfehlung ist es auf jeden Fall.

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  • Der sympathische Antiheld

    Geschenkt

    seschat

    15. September 2014 um 11:31

    Inhalt: Der einsame, unauffällige Journalist Gerold Plassek, genannt Geri, arbeitet für die Simmeringer Gratiszeitung "Tag für Tag". Das Leben des Mittvierzigers plätschert so dahin, ohne Familie, sind Alkohol und die Nacht seine besten Freunde. Er ist der vollkommene Antiheld, der sich in sein unaufgeregtes Dasein ergeben hat. Die letzten journalistische Erfolge liegen schon Jahrzehnte zurück und für seine Kumpels, die wegen familiärer Verpflichtungen immer weniger Zeit für nächtliche Kneipentouren haben, hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Bis ihn eines Tages gerade das Familienthema in Form eines Sohnes aus der Lethargie erweckt. Seine Ex-Freundin Alice gesteht Gerold, dass er Vater eines 14-jährigen Sohnes ist. Beide, weder Vater noch Sohn, haben sich je zuvor gesehen. Manuel kennt dementsprechend seinen Vater nicht und ahnt auch nicht, dass der Mann, dem er aufgrund der Auslandsreisen seiner Mutter Gesellschaft leisten muss, sein Vater ist. Doch ein Artikel, den Gerold über Obdachlose schreibt, ändert einiges. Der bis dato unbekannte Journalist bekommt Öffentlichkeit und zudem eine anonyme Geldspende über 10.000 Euro. Und zum ersten Mal bemerkt ihn auch Manuel. Auf neue Artikel folgen weitere Spenden, ohne dass sich der Gönner zu erkennen gibt. Gerold steigt durch die ominösen Geldzuwendungen nicht nur im Ansehen seines Sohnes, sondern auch der lokalen Presse. Bald arbeiten Manuel und er Hand in Hand. Vater und Sohn blühen regelrecht auf. Hinzukommt, dass sich der Zahnarzt meidende Gerold in die kühle Dentistin Rebecca verliebt. Gefühlschaos ist vorprogrammiert. Doch weder gegenüber Manuel noch gegenüber Rebecca offenbart er sich. Er bringt es nicht übers Herz, weil er Verlustängste hat. Zum Schluss des Buchs hat er zwar einen festen Job bei der Zeitung, aber noch einige offene Baustellen. Meinung: "Geschenkt" ist das erste Buch, das ich von Daniel Glatthauer gelesen habe. Und ich muss sagen, dass mir der lebendige, zynische Schreibstil des Autors sehr imponiert. Die vielfach eingebauten Antonyme passen bestens zum nihilistischen Wesen des Ich-Erzählers Gerold Plassek. Zudem mag ich den unterschwelligen Wiener Schmäh Glatthauers. Die Erzählstimme des Schauspielers Heikko Deutschman passt perfekt zum abgeklärten Grundton des Romans. Obschon es mein erstes Hörbuch ist und ich keine Vergleichsmöglichkeiten vorzuweisen habe, finde ich die Umsetzung grandios. Das offene Ende lässt viel Raum für Spekulationen. Wird Gerold Manuel die Wahrheit sagen? Werden er und Rebecca zusammenkommen? Ist Rebecca der geheimnisvolle Spender? Fazit: Unaufgeregte moderne Literatur. Alltagseinerlei unterhaltsam, weil sprachlich niveauvoll und inhaltlich mit Tiefgang, aufbereitet. Hier wird ein Antiheld zum Helden. Der unscheinbare Durchschnittsmann erhält endlich seine große Bühne. Einfach nur lesenswerte Belletristik, die 5 Sterne verdient!

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