Daniel Höra Das Schicksal der Sterne

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Inhaltsangabe zu „Das Schicksal der Sterne“ von Daniel Höra

Adib und Karl. Der eine ein junger Flüchtling aus Afghanistan, der andere ein alter Mann, der in seiner Jugend aus seiner schlesischen Heimat vertrieben wurde. Beide sind geprägt von den Erlebnissen ihrer Flucht und beide haben Verlust, Angst und Verfolgung kennengelernt. Und trotzdem hat keiner von beiden aufgegeben. In Berlin kreuzen sich die Wege von Adib und Karl. Die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen zwei Menschen, die ein gemeinsames Schicksal teilen, beginnt ...

Gutes Buch zum aktuellen Thema der Flüchtlinge.

— Jinscha

Flucht verbindet, auch Jahre später - ein sehr bewegendes Buch für alle die vergessen haben, dass auch wir Deutschen einmal flüchten mussten

— MissB_

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  • Flüchtlingsschicksal

    Das Schicksal der Sterne

    Dominikus

    08. October 2017 um 19:35

    Das Schicksal der Sterne ist zwar ein Jugendbuch, aber was der Flüchtlingsjunge Adhib aus Afghanistan durchmachen musste, wirkt realistisch. Deswegen ist der Roman auch für Erwachsene Leser ansprechend, zudem schnell durchgelesen. Langweilig wird es nie.Mich hat auch die Geschichte von Karl ergriffen, der als Junge mit seiner Familie aus Schlesien fliehen musste. Dabei geht die kleine Schwester verloren, die Mutter ist ab dahin stark traumatisiert. Der Vater verschollen, die Mutter überfordert, wird er Oberhaupt der Familie. Genau betrachtet raubte ihm das Schicksal einen Großteil seiner Kindheit, denn ab der Flucht musste er für die Familie sorgen.Ich glaube, dass Karls Schicksal das vieler Flüchtlinge ist und warum sollte man das nicht auf heutige Flüchtlinge übertragen.Die Begegnung des mittlerweile alten Karls und Adhib ist Zufall, aber mich hat es gefreut, wie sie sich gleich gut verstehen und anfreunden.Ein gutes Buch, dass ich gerne gelesen habe und das ich weiterempfehlen kann.

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  • Zwei Flüchtlingsdramen

    Das Schicksal der Sterne

    gsimak

    01. October 2017 um 21:16

    Meine MeinungBücher über die momentane Situation der Flüchtlinge in Deutschland gibt es sehr viele. "Das Schicksal der Sterne" handelt aber von Flüchtlingen in zwei verschiedenen Zeitebenen. Adib, der mit seiner Mutter und seinen Geschwistern aus Afghanistan flüchtet.Karl, ein alter Mann, der einst mit seiner Familie aus Schlesien vertrieben wurde.Nachdem Adib ein Buch findet, welches Karl verloren hat, macht sich der Junge auf den Weg und bringt es Karl zurück. Karl trifft er jedoch nicht an. Die etwas ruppige Nachbarin fragt immerhin nach seinem Namen und Wohnort.Karl hatte einen Schlaganfall und sucht den jungen Afghanen nach seinem Krankenhausaufenthalt auf, um sich zu bedanken.Nach anfänglichen Misstrauen, entwickelt sich zwischen dem alten Mann und Adib eine große Freundschaft. Es verbindet sie die Leidenschaft zu den Sternen und das gemeinsame erlebte Schicksal!Mir hat diese ´Geschichte wahnsinnig gut gefallen. Obwohl sehr nüchtern erzählt, setzt sie beim Lesen viele Emotionen frei. Man lernt die Gedanken der Flüchtlinge kennen. Merkt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Lernt verstehen, warum manche Flüchtlinge gewalttätig werden. Denn, oftmals sind es nicht die Flüchtlinge, die einen Streit vom Zaun brechen. Wir hegen ja, nicht immer unbegründet, viele Ängste vor Flüchtlingen. Fühlen uns bedroht im eigenen Land. In dieser Geschichte wird einem jedoch klar, dass Flüchtlinge oftmals immer bedroht werden. Egal in welchem Land. In ihrer Heimat müssen sie um ihr Leben bangen. In anderen Ländern sind sie nicht willkommen.Besonders gut gefiel mir, wie einem vor Augen geführt wird, dass der deutsche Karl das gleiche Schicksal zu ertragen hatte, wie Adib jetzt. Nach seinem Besuch im Flüchtlingslager wird Karl klar, dass er dem Jungen helfen muss. Karl versteht, was der Junge zu ertragen hat. Die Verluste von Familienmitgliedern, Flüchtlingslager und Vorurteile der Menschen, sind ihm nicht fremd.Hunger, Angst, Verzweiflung und totale Erschöpfung ... ja, daran kann sich Karl noch erinnern, als wenn es gestern gewesen wäre.Die Geschichte spielt mal in der Gegenwart-, mal in der Vergangenheit. Abwechselnd aus der Sicht von Adib und Karl. Karl fand ich besonders klasse. Der alte Mann haderte nicht mit vergangenen Schicksalsschlägen. Nein, er gründete in seinem hohen Alter so etwas wie eine neue Familie. Schenkte Adib zu Weihnachten ein Teleskop. Lud auch auch Adibs Mutter und Geschwister zum Weihnachtsfest ein. Er kam mit schwierigen Menschen zurecht, weil er hinter deren Fassade blickte. Mein FazitEin alter Schlesier und ein junger Afghane zeigen dem Leser, was wahre Freundschaft ist. Der 83jährige Karl wurde vertrieben. Der junge Adib musste flüchten. Gewalttätigkeit, Hunger und grenzenlose Angst waren lange Zeit ihr ständiger Wegbegleiter. Lange Zeit waren beide keine Menschen mehr. Sie galten als billige Ware, die in ein anderes Land verfrachtet werden musste.Zwei verschieden Generationen mit identischen Erlebnissen.Diese Buch sollte Pflichtlektüre in Schulklassen sein. Ich bin ehrlich gesagt unsagbar froh, dass ich in Deutschland geboren bin und seither dort lebe. Es passt nicht in mein Hirn, was andere Menschen in unserer Zeit ertragen müssen.Weil wir gerade dabei sind: Es passt ebenso wenig in mein Hirn, was Menschen vor einigen Jahren in Deutschland ertragen mussten.Mehr noch als unser Flüchtlingsproblem bereitet mir unsere momentane Politik Kopfschmerzen. Es ist nicht immer die Sprache, die mich manche andere Menschen nicht verstehen lässt. Nein, meistens ist es deren Einstellung zu den Dingen.Danke Daniel Höra.

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  • Ein interessanter Ansatz

    Das Schicksal der Sterne

    Letizia

    17. September 2017 um 16:57

    Adib und Karl. Zwei unterschiedliche Menschen mit ähnlichen Schicksalen und Erlebnissen. Karl wurde nach dem zweiten Weltkrieg aus seiner Heimat Schlesien vertrieben. Adib musste mit seiner Familie aus Afghanistan fliehen. Beide hoffen in Berlin auf einen Neuanfang und ein besseres Leben. Beide kämpfen mit Anfeindungen und Ausgrenzung.Eine interessante Idee diese beiden Charaktere, die ähnliches erlebt haben, aufeinander treffen zu lassen und dadurch die Parallelen aufzuzeigen. Es war auch sehr interessant über die beiden Schicksale zu lesen, über ihre Flucht und was sie alles auf sich nehmen mussten. Man bekommt einen kleinen Einblick in diese bedrückende, unmenschliche Welt, die man sich selbst nicht vorstellen kann.Es bliebt aber eher bei dem Ausdruck interessant. Die Charaktere konnten mich zu keinem Zeitpunkt wirklich mitreißen mit ihrer Geschichte. Vielleicht lag es auch daran, dass sich Vergangenheit und Gegenwart immer abgewechselt haben. So wurde zwar deutlich wie der Flucht, die beiden immer noch beschäftigt und belastet und welche Spuren sie hinterlassen hat. Aber gleichzeitig wird man auch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Mir hätten mehr Details und was die Charaktere fühlen und empfinden, vielleicht dabei geholfen mich besser in das Buch einzufinden. Es wurde alles relativ auf das Nötigste beschränkt. Konflikte und Probleme waren - so schnell sie auftauchten - auch schon wieder abgewendet. Dieses etwas gehetzte voranschreiten der Geschichte nimmt der Story die Spannung und Glaubwürdigkeit. Ein wirklich interessantes Thema und ich finde den Ansatz des Autors sehr gelungen. Ich hätte mir einfach mehr Tiefe gewünscht.   

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  • Eine Freundschaft kennt kein Alter

    Das Schicksal der Sterne

    Sweetpril

    31. August 2017 um 15:47

    In dem Buch "Das Schicksal der Sterne" von Daniel Höra trifft der 83-jährige Karl auf den jungen Flüchtling Adib aus Afghanistan. Als Karl auf der Straße zusammenbricht, verliert er sein Buch. Adib holt Hilfe und bringt ihm das Buch ins Krankenhaus. Es entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden, die nicht zuletzt auf einem gemeinsamen Hobby und den Fluchterfahrungen von beiden basiert. Karl ist aus Schlesien geflüchtet und bringt daher viel Verständnis für Adib auf. Die Thematik des Buches ist durch die Flüchtlingskrise sehr aktuell und zeigt auf, dass Flucht eigentlich kein neues Thema für uns ist. Viele Menschen, die in Deutschland leben, sind schon aus ihrer Heimat geflüchtet oder vertrieben worden. Dies könnte gerade für Kinder und Jugendliche sehr lehrreich sein und zu mehr Toleranz führen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Karl und Adib erzählt. Die Flucht der beiden wird dadurch jeweils geschildert. Der Wechsel zwischen diesen Erzählungen und der Gegenwart war für mich an einigen Stellen verwirrend. Diese Erzählweise hat mir nicht zugesagt. Dadurch fiel es mir schwer, Nähe zu den beiden Protagonisten aufzubauen. Das Buch ist außerdem aus meiner Sicht zu kurz. Mir haben noch ein paar Hintergründe gefehlt: Warum mussten Karl und Adib überhaupt aus ihrer Heimat fliehen? Gut gefallen hat mir nicht nur die aktuelle Thematik, sondern auch die Freundschaft zwischen alt und jung. Dies zeigt, dass wahre Freundschaft kein Alter kennt. Das Ende kam mir dann jedoch zu schnell und zu abrupt. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, das Buch in der Schule mit den Kindern zu lesen, da das Thema im Moment besonders wichtig ist.

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  • Parallelen

    Das Schicksal der Sterne

    yellowdog

    13. August 2017 um 18:44

        Das Schicksal der Sterne ist ein Jugendroman, indem sich die Wege eines Jungen und eines Alten kreuzen. Adhib aus Afghanistan erlebte die Ermordung seines Vaters durch die Taliban mit und musste flüchten. In Deutschland trifft er Karl, der einst als Kind den zweiten Weltkrieg miterlebte und aus Schlesien flüchten musste. Neben dem zeitgenössischen Plot gibt es immer wieder ergreifende Rückblicke, die den Leser emotional anspricht. Der Roman profitiert von den Details der berichteten Widrigkeiten bei der Flucht die sowohl damals wie auch heute sehr hart und gefährlich waren. Der Autor zeigt überraschende Parallelen auf. Eine ähnliche Konstellation mit Alt und Jung gab es in Peter Härtlings letzten Jugendroman Djadi, Flüchtlingsjunge. Daniel Höra schreibt aber einen anderen Stil und lässt die beiden Parteien gleichberechtigt zu Wort kommen. Das ist überzeugend und führt zum gelingen des nicht einfachen Stoffes.   Das der Roman trotz so einiger geschildeter Härten nicht düster wird, liegt am Wortwitz, der sich z.B. in den Dialogen zwischen Karl und Mildred entwickelt und an Adhibs positiver Lebenseinstellung. Dabei gaben sie es auch nach ihrer Flucht in der neuen Heimat nicht leicht. Immerhin profitieren sie von ihrer Freundschaft zueinander. Viele der Beschreibungen halte ich für sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Das Schicksal der Sterne ist ein Roman der bewegt und dem ich viele Leser wünsche.          

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  • Zeitlose Geschichte

    Das Schicksal der Sterne

    Freakajules

    29. July 2017 um 12:51

    Schon nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar, dass "Das Schicksal der Sterne" bestimmt kein einfaches Buch werden würde. Und ich hatte Recht. Die Geschichte von Adib und Karl hat mich sehr berührt, von vorne bis hinten, denn es ist nicht nur die Vergangenheit, die die beiden Charaktere quält, sondern auch die Gegenwart. Insgesamt hat mir der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen. Grundsätzlich wird der Plot nämlich in der Gegenwart erzählt; abwechselnd pro Kapitel von Karls Leben und von Adibs Leben. Wie sie leben, wo sie leben, wie die beiden sich kennenlernen und was der Grund für ihre Freundschaft ist. Dieses alltägliche Leben wird immer wieder gespickt mit Rückblicke in die Vergangenheit und machen dadurch mehr als deutlich, dass sich zwar Karls momentanes Leben sehr von Adibs unterscheidet, ihre Gemeinsamkeit aber in den Erfahrungen ihrer Flucht liegen, was mich sofort gepackt hat. Denn nicht nur Adib musste einiges auf sich nehmen, um von Afghanistan nach Deutschland zu kommen. Auch Karl hatte zu kämpfen und schwere Entscheidungen zu treffen.Karls Schilderungen des Kriegsendes, die damit verbundenen Plünderungen, Hunger und Flucht aus der eigenen Stadt, schutzsuchend vor den Russen, war sehr realistisch dargestellt und haben mich sehr berührt. Nicht nur, dass der damalige 15-jährige Karl so vieles gesehen hat und so viel Angst hatte, sondern sich auch als einziger Mann in der Familie um seine Schwester und seine Mutter kümmern musste, ohne zu wissen, wie es weitergeht, ob sie überleben würden und ob sie überhaupt jemand in Berlin aufnehmen würde. Die Erzählungen über den ständigen Kampf um Lebensmittel, die Rivalität bei jedem Gegenstand, selbst bei Freunden, die Ungewissheit und die sehr schlimmen Zustände in Berlin, in ganz Deutschland, hat Karl gut mit der Gegenwart verflochten – ebenso wie Adib seine Vergangenheit, seine Flucht, seinen Überlebenskampf mit seinen alltäglichen Geschehnissen. Nicht nur, dass sein Vater gestorben ist und dass er von jetzt auf gleich seine Heimat Afghanistan verlassen musste, sondern sich auf fremde Schlepper einlassen, ihnen Geld geben und hoffen musste, dass sie ihm und seiner Familie ein neues Leben schenken können. Adib erklärt sehr gut, dass er kämpfen musste, dass er Angst hatte, dass es wirklich ein Überlebenskampf war, mit viel Angst, Trauer, aber auch Hoffnung.Aber es geht in "Das Schicksal der Sterne" weit mehr als nur um die Flucht aus der Heimat in ein fremdes Land. Es geht auch um Fremdenhass, um Rassismus und um Vorverurteilung. An einigen Stellen sind gerade diese Motive sehr überspitzt dargestellt und doch geben sie gut wieder, dass mit der Ankunft im neuen Land längst nicht alles ausgestanden und abgeschlossen ist. Dass es auch dort weiterzukämpfen gilt. Sei es der Asylantrag, die Möglichkeit zu arbeiten oder Freunde zu finden, vollends die Sprache zu lernen, anzukommen und sich letztlich voll und ganz zu integrieren.Das alles war sehr berührend, zeitlos und realistisch, vor allem dass es beide Charaktere geschafft haben, mit ihrer ganz eigenen, sehr unterschiedlichen Geschichte, trotz ihrer kulturellen Differenzen, ihrer Sprachprobleme, eine Verbindung zueinander aufzubauen. Und letztlich auch zu zeigen, dass es heutzutage Flüchtlinge gibt, denen nichts anderes übrig blieb, als ihr Land zu verlassen um in einem anderen neu anzufangen. Dass auch sie ihre Probleme im neuen Land haben, dass sie sich integrieren möchten, Arbeit finden möchten und dankbar für jede Chance sind. Es sind nicht nur Terroristen, die nach Europa kommen – es sind auch sehr viele Menschen, die einfach nur ein Zuhause suchen, weil sie das in ihrem eigenen Land nicht mehr hatten.Den Schreibstil von Daniel Höra fand ich sehr einnehmend. Die Geschichte an sich ist zwar nicht sehr dynamisch geschildert, hat mich aber doch dank der realistischen Schilderungen fesseln können. Die Sprache ist nicht ganz so leicht und flüssig, wie ich es von einem Jugendbuch erwartet hätte, aber doch sehr angenehm und bringt die wichtigen Themen in diesem Buch spielend auf den Punkt. Auch das Cover finde ich schön umgesetzt, denn die zwei wichtigsten Motive in diesem Buch werden sofort sichtbar: Krieg und Flucht, sowie die Sterne, die ja sowohl für Karl, als auch für Adib eine große Rolle spielen. Die Umsetzung finde ich also auf jeden Fall gelungen. FazitMir hat das Buch "Das Schicksal der Sterne" sehr gut gefallen, auch wenn es mich ein wenig hilflos zurückgelassen hat. Die Schilderungen der Vergangenheit und der Gegenwart sind schonungslos ehrlich und geben meiner Meinung nach ein gutes Bild der damaligen, aber auch der heutigen Um- und Zustände. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, vor allem, denjenigen, die Probleme haben, zu verstehen, wie sich Flüchtlinge fühlen und welches Leiden sie auf sich genommen haben, in der Hoffnung, irgendwie und irgendwo aufgenommen zu werden und ein neues Leben beginnen zu können.

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  • Ein interessantes Buch, dass mich leider nicht mitnehmen konnte

    Das Schicksal der Sterne

    schafswolke

    27. June 2017 um 11:15

    Der 83jährige Karl bricht infolge eines Schlaganfalls zusammen, dabei verliert er ein Buch. Adib ein junger Flüchtling aus Afghanistan sieht es und möchte das Buch seinem Besitzer zurückbringen. Durch dieses kleine Ereignis verändert sich so einiges im Leben der beiden. Auch wenn Karl und Adib grundsätzlich verschieden sind, so haben sie doch sehr viel gemeinsam, denn beide haben schon einmal eine Flucht aus ihrer Heimat erlebt.Ich bin etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es ein Buch für Jugendliche und ein interessantes Thema. Andererseits fehlt mir doch einiges, damit die ganze Geschichte mich mitnimmt und beschäftigt. Die Flucht von Karl und Adib wird immer mal in kurzen Rückblicken eingeworfen, ähnlich ist es in der Gegenwart. Es werden einem immer ein paar Brocken einer Geschichte hingeworfen und man darf sich dann vieles zusammenreimen. Mir liegt so ein Erzählstil nicht. Ich muss zwar nicht alles vorgekaut bekommen, aber ich möchte doch Teil der Geschichte werden und den Figuren näher kommen. Hier ist mir das trotz des interessanten Themas leider nicht gelungen.Karl erlebt als Jugendlicher die Flucht aus Schlesien. 70 Jahre später flieht Adib mit seiner Familie aus Afghanistan. Beide haben mit Vorurteilen zu kämpfen, müssen sich aber gleichzeit an eine neue Umgebung anpassen und das nicht nur einmal.Es gibt Szenen, die mich zwar bedrückt oder auch interessiert haben, aber es war dann alles immer zu schnell vorbei. Auf meinem ebook-reader werden 200 Seiten angezeigt, in meinen Augen ist es zuviel Geschichte auf zu wenigen Seiten. Und so bleibt bei mir am Ende nicht viel von der Geschichte haften.Diese Buch ist für Jugendliche gedacht, vielleicht liegt da mein Problem mit dem Buch. Ich lese zwar gerne mal Bücher für Jugendliche, aber meistens mit anderen Themen. Es ist gut möglich, dass das Buch heutige Jugendliche eher anspricht und ich mit 40 Jahre da schon ein wenig raus bin. (Mein Gott bin ich alt!;-))Mir fällt die Sternchenvergabe sehr schwer, aber ich vergebe hier nur 2 Sterne, weil mich das Gesamtergebnis einfach nicht überzeugt hat. 

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  • absolute Leseempfehlung

    Das Schicksal der Sterne

    MissB_

    23. June 2017 um 11:06

    Dieser Klappentext hat mich sofort angesprochen. So viele vergessen, dass auch wir deutsche einmal Flüchtlinge waren. Da auch meine Oma aus Schlesien stammt beschäftigt mich dieses Thema sehr und ich kann diese ganze Anti-Flüchtlingspropaganda schwer ertragen. Es gibt immer schwarze Schafe – überall – aber die Flüchtlinge sind wirklich nicht an allem Schuld.. Dieses Buch ist wirklich schön geschrieben – Karl und Adib treffen zufällig aufeinander und haben viele Gemeinsamkeiten. Sie lernen sich immer besser kennen und verstehen sich sehr gut. Besonders die Sterne und die Parallelen Ihrer Flucht verbinden sie. Das Buch erzählt abwechselnd aus Karls und aus Adibs Sicht in der Gegenwart und aus der Vergangenheit durch Erinnerungen. Beide haben auf ihrer Flucht schreckliches erlebt, aber dennoch nie die Freude am Leben verloren. Ich finde dieses Buch sollte jeder lesen, der nicht versteht warum Menschen flüchten müssen. Der Autor hat einen tollen Schreibstil und erzählt die Geschichten von Karl und Adib sehr realistisch, verständlich und spannend. Die Geschichten basieren auf realen Erzählungen von jeweils einem Flüchtling aus Schlesien und aus Syrien. ♥♥♥♥♥ absolute Leseempfehlung!!!!

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  • Das Teleskop

    Das Schicksal der Sterne

    walli007

    20. June 2017 um 21:21

    Der junge Adib kommt als Flüchtling aus Afghanistan nach Berlin. Dort lernt er den über 80jährigen Karl, der als Jugendlicher nach dem zweiten Weltkrieg ebenfalls nach Berlin kam. Karl, der gerade einen kleinen Schlaganfall überstanden hat, ist Adib gegenüber zunächst etwas skeptisch. Doch bald merkt er, dass der junge Mann sehr intelligent ist und in Deutschland ankommen will. Karl ist noch nicht wieder ganz gesund und deshalb ist er sehr froh, dass Marie, die Enkelin seiner Schwester, nach Berlin kommt und sich ein wenig um ihn kümmert.  Zwei Flüchtlinge, deren Erlebnisse völlig unterschiedlich sind und sich doch ähneln. Der Verlust der Heimat, ein beschwerlicher Weg, der von leidvollen Erfahrungen geprägt ist. Die Väter der Familien fehlen, die Mütter haben viel Mühe, ihre Familien zusammen zu halten. Wie schnell kann ein Kind verloren gehen oder umkommen. Wie leicht kann man sich auf der Flucht Krankheiten zuziehen, die lebensbedrohlich sind, weil einfach keine Hilfe da ist. Wie verächtlich behandeln einen die Alteingesessenen, die ja nicht auf die Flüchtlinge gewartet haben.  Ein berührende Story eines alten Mannes und eines Jugendlichen, die sich kennen und mögen lernen, obwohl die Vorzeichen dafür schlecht sind bzw. es eigentlich kaum Berührungspunkte gibt. Leider fehlt eine klare Aussage zu Karl späterer Einstellung zum Nazi-Regime. Immerhin hat er als junger Mensch die Energie besessen Abitur zu machen und Jura zu studieren. Dass er als Jugendlicher durch das System indoktriniert wurde ist wohl verständlich, doch es wäre schön gewesen, zu wissen, dass er sich mit der Sache beschäftigt hat und sich bewusst davon gelöst hat. So stehen einige Aussagen unwidersprochen im Raum, die in der Zeit vielleicht tatsächlich so gang und gäbe waren, von denen man sich aber wünschen würde, dass sie von Zeitzeugen wie Karl ins richtige Licht gerückt werden und deutlich wird, dass es falsch war, einem Tyrannen hinterher zu rennen und unsägliche Verbrechen an der Menschheit zu begehen.  Diese beiden gegensätzlichen und doch ähnlichen Flüchtlinge können einen sehr gut daran erinnern, dass vielleicht in der eigenen Verwandtschaft vor nicht allzu langer Zeit Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern geflohen sind, vertrieben wurden, ihre Heimat verlassen mussten. In diesem Gedanken könnte mehr Verständnis für die Lage der heutigen Flüchtlinge aufbringen. Keiner wird seine Geburtsstadt, seine gewohnte Umgebung, seine Freunde und Familie leichten Herzens verlassen. Viele werden mit Hoffnungen auf ein besseres Leben losziehen. Hoffnungen, die sich vielleicht nicht schnell und nicht komplett erfüllen lassen. Doch eine Chance auf die Erfüllung seiner Hoffnungen, Wünsche und Träume sollte doch jeder haben. Ein Roman mit einer ausgesprochen lesenswerten Grundidee, durch die man erinnert wird, dass wie schnell man selbst ein Flüchtling sein könnte, von dem man sich in Teilbereichen allerdings eine deutlichere Aussage wünsche würde. 3,5 Sterne

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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