Das Schicksal der Sterne

von Daniel Höra 
4,1 Sterne bei14 Bewertungen
Das Schicksal der Sterne
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killerprincesss avatar

Eine sehr ergreifende Geschichte! Regt einem zum Nachdenken an.

K

Tolles und sehr berührendes Buch!

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Schicksal der Sterne"

Adib und Karl. Der eine ein junger Flüchtling aus Afghanistan, der andere ein alter Mann, der in seiner Jugend aus seiner schlesischen Heimat vertrieben wurde. Beide sind geprägt von den Erlebnissen ihrer Flucht und beide haben Verlust, Angst und Verfolgung kennengelernt. Und trotzdem hat keiner von beiden aufgegeben. In Berlin kreuzen sich die Wege von Adib und Karl. Die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen zwei Menschen, die ein gemeinsames Schicksal teilen, beginnt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783845821764
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:arsEdition
Erscheinungsdatum:20.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    xotils avatar
    xotilvor 8 Monaten
    Das Schicksal der Sterne

    Bücher über die momentane Situation der Flüchtlinge gibt es viele und jedes ist doch anders.

    Diese Buch handelt von Adib einem Jungen Flüchtling mit seinen Geschwistern der Mutter aus Afghanistan flüchtete und Karl einem älteren Herrn der im damaligen Krieg ein Flüchtling aus Schlesien war.

    Beide verbindet eine Freundschaft und die liebe zu den Sternen.

    Man erfährt in diesem Roman viel über den Weg nach und das Leben in Deutschland nach der Flucht , so wie in der heutigen Zeit und damals im zweiten Weltkrieg.
    Wie sie gelitten haben,gehungert Menschen die sie lieben verloren haben .
    Wie sie Freundschaften und Feindschaften schließen .

    Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil und das reißt eine sofort mit.

    Daniel Höra hat sich auch sehr viel mühe gegeben mit den Recherchen so ist das Buch auch noch richtig informativ.

    Das Cover finde ich persönlich jetzt leider nicht so gelungen .

    Das Buch würde ich von Jung bis alt empfehlen gezeichnet ist es als Jugendbuch.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 9 Monaten
    Flüchtlingsschicksale

    Adib und Karl - zwei Flüchtlingsschicksale.

    Ein Buch, welches Karl verloren hat als er mit einem Schlaganfall zusammenbricht, bringt die beiden zusammen. Sie wissen nicht so genau, wie sie miteinander umgehen sollen, doch dann merken sie, dass sie Gemeinsamkeiten haben. Beide mussten aus ihrer Heimat weg und sie haben ein gemeinsames Interesse, nämlich die Sterne.

    Abwechselnd erfahren wir aus der Sicht von Adib und Karl, was sie erlebt haben. Dazwischen wird immer auch ein Stück ihrer gemeinsamen Geschichte erzählt. Obwohl der Altersunterschied groß ist, freunden sie sich an.

    Karl stammt aus Schlesien und wurde von dort vertrieben. Seine Mutter ist danach traumatisiert, denn Karls kleine Schwester ging verloren. Der Vater bleibt verschollen und Karl muss Verantwortung für die Familie übernehmen.

    Adib musste mit seiner Familie aus Afghanistan fliehen.

    Beide haben erlebt, wie schwer die Flucht ist. Angst, Hunger und unmenschliche Bedingungen können einen verzweifeln lassen. Überall schlägt ihnen Hass entgegen. Sie haben ihre Heimat und Familienmitglieder verloren, sie haben Strapazen überstanden und wollen nur noch eines – ankommen und in Frieden leben. Aber das Ankommen wird ihnen nicht leicht gemacht, denn die Angst vor Fremden ist überall vorhanden.
    Das Buch lässt sich gut lesen und doch hätte ich mir gewünscht, dass die Probleme nicht so schnell abgehandelt würden. Eine ausführlichere Darstellung hätte der Geschichte sicher gut getan.

    Ein brandaktuelles Thema und ein wichtiges Thema, das hoffentlich dazu beiträgt, dass man mehr Toleranz zeigt und auf die anderen zugeht.

    Mir hat das Buch gut gefallen.

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    K
    Kunterbuntegruneweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles und sehr berührendes Buch!
    Wir sind doch auch nur Menschen...

    In „Das Schicksal der Sterne“ werden gleich zwei Flüchtlingsgeschichten eindrucksvoll erzählt. Die eine spielt im Chaos der Nachkriegszeit, die andere in der Gegenwart. Mir hat es sehr gut gefallen wie Parallelen zwischen dem Vergangenem und dem Gegenwärtigem gebildet wurden.

    Beide wurden aus ihrer Heimat vertrieben, haben Familienmitglieder verloren und wurden mit Abneigung und Hass konfrontiert. Der Roman greift alle drei Handlungsstränge (die Fluchtgeschichte der beiden und ihre gemeinsame Geschichte). Trotzdem dem Altersunterschied verbindet Adib und Karl ihre Leidenschaft für Sterne, und gemeinsam schaffen sie es eine schöne Freundschaft aufzubauen.

    Der Roman zeigt die Probleme auf, die sich ergeben, wenn man fremd und unerwünscht in einem Land ist. Trotzdem treten immer wieder Figuren auf, die helfen und freundlich sind. Die Art und Weise wie Flüchtlinge auf der Flucht behandelt werden ist wirklich grauenerregend. Sie werden entmenschlicht und allein gelassen.

    Besonders die Stellen, in denen Tote einfach aus Zügen geworfen wurden oder Menschen in Container gesperrt wurden haben mich sehr entsetzt. Das Buch verdeutlicht all dass, was man zwar in den Medien hört, aber sich nie wirklich vorstellen kann.

    Der Schreibstil wurde einfach gehalten, deswegen ließ sich das Buch gut lesen und ich würde es auf jedem Fall weiter empfehlen. „Das Schicksal der Sterne“ löst in mir den Drang aus zu helfen, damit Fünfzehnjährige so etwas in Zukunft nicht durchmachen müssen. Außerdem habe ich den tiefsten Respekt vor allen, die so eine Flucht schaffen, ohne zu zerbrechen.

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    Dominikuss avatar
    Dominikusvor einem Jahr
    Flüchtlingsschicksal

    Das Schicksal der Sterne ist zwar ein Jugendbuch, aber was der Flüchtlingsjunge Adhib aus Afghanistan durchmachen musste, wirkt realistisch. Deswegen ist der Roman auch für Erwachsene Leser ansprechend, zudem schnell durchgelesen. Langweilig wird es nie.
    Mich hat auch die Geschichte von Karl ergriffen, der als Junge mit seiner Familie aus Schlesien fliehen musste. Dabei geht die kleine Schwester verloren, die Mutter ist ab dahin stark traumatisiert.
    Der Vater verschollen, die Mutter überfordert, wird er Oberhaupt der Familie. Genau betrachtet raubte ihm das Schicksal einen Großteil seiner Kindheit, denn ab der Flucht musste er für die Familie sorgen.
    Ich glaube, dass Karls Schicksal das vieler Flüchtlinge ist und warum sollte man das nicht auf heutige Flüchtlinge übertragen.

    Die Begegnung des mittlerweile alten Karls und Adhib ist Zufall, aber mich hat es gefreut, wie sie sich gleich gut verstehen und anfreunden.
    Ein gutes Buch, dass ich gerne gelesen habe und das ich weiterempfehlen kann.

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    gsimaks avatar
    gsimakvor einem Jahr
    Zwei Flüchtlingsdramen

    Meine Meinung
    Bücher über die momentane Situation der Flüchtlinge in Deutschland gibt es sehr viele. "Das Schicksal der Sterne" handelt aber von Flüchtlingen in zwei verschiedenen Zeitebenen. Adib, der mit seiner Mutter und seinen Geschwistern aus Afghanistan flüchtet.Karl, ein alter Mann, der einst mit seiner Familie aus Schlesien vertrieben wurde.Nachdem Adib ein Buch findet, welches Karl verloren hat, macht sich der Junge auf den Weg und bringt es Karl zurück. Karl trifft er jedoch nicht an. Die etwas ruppige Nachbarin fragt immerhin nach seinem Namen und Wohnort.Karl hatte einen Schlaganfall und sucht den jungen Afghanen nach seinem Krankenhausaufenthalt auf, um sich zu bedanken.Nach anfänglichen Misstrauen, entwickelt sich zwischen dem alten Mann und Adib eine große Freundschaft. Es verbindet sie die Leidenschaft zu den Sternen und das gemeinsame erlebte Schicksal!
    Mir hat diese ´Geschichte wahnsinnig gut gefallen. Obwohl sehr nüchtern erzählt, setzt sie beim Lesen viele Emotionen frei. Man lernt die Gedanken der Flüchtlinge kennen. Merkt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Lernt verstehen, warum manche Flüchtlinge gewalttätig werden. Denn, oftmals sind es nicht die Flüchtlinge, die einen Streit vom Zaun brechen. Wir hegen ja, nicht immer unbegründet, viele Ängste vor Flüchtlingen. Fühlen uns bedroht im eigenen Land. In dieser Geschichte wird einem jedoch klar, dass Flüchtlinge oftmals immer bedroht werden. Egal in welchem Land. In ihrer Heimat müssen sie um ihr Leben bangen. In anderen Ländern sind sie nicht willkommen.
    Besonders gut gefiel mir, wie einem vor Augen geführt wird, dass der deutsche Karl das gleiche Schicksal zu ertragen hatte, wie Adib jetzt. Nach seinem Besuch im Flüchtlingslager wird Karl klar, dass er dem Jungen helfen muss. Karl versteht, was der Junge zu ertragen hat. Die Verluste von Familienmitgliedern, Flüchtlingslager und Vorurteile der Menschen, sind ihm nicht fremd.Hunger, Angst, Verzweiflung und totale Erschöpfung ... ja, daran kann sich Karl noch erinnern, als wenn es gestern gewesen wäre.
    Die Geschichte spielt mal in der Gegenwart-, mal in der Vergangenheit. Abwechselnd aus der Sicht von Adib und Karl. Karl fand ich besonders klasse. Der alte Mann haderte nicht mit vergangenen Schicksalsschlägen. Nein, er gründete in seinem hohen Alter so etwas wie eine neue Familie. Schenkte Adib zu Weihnachten ein Teleskop. Lud auch auch Adibs Mutter und Geschwister zum Weihnachtsfest ein. Er kam mit schwierigen Menschen zurecht, weil er hinter deren Fassade blickte. 

    Mein Fazit

    Ein alter Schlesier und ein junger Afghane zeigen dem Leser, was wahre Freundschaft ist. Der 83jährige Karl wurde vertrieben. Der junge Adib musste flüchten. 
    Gewalttätigkeit, Hunger und grenzenlose Angst waren lange Zeit ihr ständiger Wegbegleiter. Lange Zeit waren beide keine Menschen mehr. Sie galten als billige Ware, die in ein anderes Land verfrachtet werden musste.
    Zwei verschieden Generationen mit identischen Erlebnissen.

    Diese Buch sollte Pflichtlektüre in Schulklassen sein. 
    Ich bin ehrlich gesagt unsagbar froh, dass ich in Deutschland geboren bin und seither dort lebe. Es passt nicht in mein Hirn, was andere Menschen in unserer Zeit ertragen müssen.
    Weil wir gerade dabei sind: Es passt ebenso wenig in mein Hirn, was Menschen vor einigen Jahren in Deutschland ertragen mussten.
    Mehr noch als unser Flüchtlingsproblem bereitet mir unsere momentane Politik Kopfschmerzen. Es ist nicht immer die Sprache, die mich manche andere Menschen nicht verstehen lässt. Nein, meistens ist es deren Einstellung zu den Dingen.

    Danke Daniel Höra.

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    Letizias avatar
    Letiziavor einem Jahr
    Ein interessanter Ansatz

    Adib und Karl. Zwei unterschiedliche Menschen mit ähnlichen Schicksalen und Erlebnissen. Karl wurde nach dem zweiten Weltkrieg aus seiner Heimat Schlesien vertrieben. Adib musste mit seiner Familie aus Afghanistan fliehen. Beide hoffen in Berlin auf einen Neuanfang und ein besseres Leben. Beide kämpfen mit Anfeindungen und Ausgrenzung.

    Eine interessante Idee diese beiden Charaktere, die ähnliches erlebt haben, aufeinander treffen zu lassen und dadurch die Parallelen aufzuzeigen. Es war auch sehr interessant über die beiden Schicksale zu lesen, über ihre Flucht und was sie alles auf sich nehmen mussten. Man bekommt einen kleinen Einblick in diese bedrückende, unmenschliche Welt, die man sich selbst nicht vorstellen kann.

    Es bliebt aber eher bei dem Ausdruck interessant. Die Charaktere konnten mich zu keinem Zeitpunkt wirklich mitreißen mit ihrer Geschichte. Vielleicht lag es auch daran, dass sich Vergangenheit und Gegenwart immer abgewechselt haben. So wurde zwar deutlich wie der Flucht, die beiden immer noch beschäftigt und belastet und welche Spuren sie hinterlassen hat. Aber gleichzeitig wird man auch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen.

    Mir hätten mehr Details und was die Charaktere fühlen und empfinden, vielleicht dabei geholfen mich besser in das Buch einzufinden. Es wurde alles relativ auf das Nötigste beschränkt. Konflikte und Probleme waren - so schnell sie auftauchten - auch schon wieder abgewendet. Dieses etwas gehetzte voranschreiten der Geschichte nimmt der Story die Spannung und Glaubwürdigkeit.

    Ein wirklich interessantes Thema und ich finde den Ansatz des Autors sehr gelungen. Ich hätte mir einfach mehr Tiefe gewünscht.   

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    Sweetprils avatar
    Sweetprilvor einem Jahr
    Eine Freundschaft kennt kein Alter

    In dem Buch "Das Schicksal der Sterne" von Daniel Höra trifft der 83-jährige Karl auf den jungen Flüchtling Adib aus Afghanistan. Als Karl auf der Straße zusammenbricht, verliert er sein Buch. Adib holt Hilfe und bringt ihm das Buch ins Krankenhaus. Es entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden, die nicht zuletzt auf einem gemeinsamen Hobby und den Fluchterfahrungen von beiden basiert. Karl ist aus Schlesien geflüchtet und bringt daher viel Verständnis für Adib auf. Die Thematik des Buches ist durch die Flüchtlingskrise sehr aktuell und zeigt auf, dass Flucht eigentlich kein neues Thema für uns ist. Viele Menschen, die in Deutschland leben, sind schon aus ihrer Heimat geflüchtet oder vertrieben worden. Dies könnte gerade für Kinder und Jugendliche sehr lehrreich sein und zu mehr Toleranz führen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Karl und Adib erzählt. Die Flucht der beiden wird dadurch jeweils geschildert. Der Wechsel zwischen diesen Erzählungen und der Gegenwart war für mich an einigen Stellen verwirrend. Diese Erzählweise hat mir nicht zugesagt. Dadurch fiel es mir schwer, Nähe zu den beiden Protagonisten aufzubauen. Das Buch ist außerdem aus meiner Sicht zu kurz. Mir haben noch ein paar Hintergründe gefehlt: Warum mussten Karl und Adib überhaupt aus ihrer Heimat fliehen? Gut gefallen hat mir nicht nur die aktuelle Thematik, sondern auch die Freundschaft zwischen alt und jung. Dies zeigt, dass wahre Freundschaft kein Alter kennt. Das Ende kam mir dann jedoch zu schnell und zu abrupt. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, das Buch in der Schule mit den Kindern zu lesen, da das Thema im Moment besonders wichtig ist.

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    yellowdogs avatar
    yellowdogvor einem Jahr
    Parallelen

     

     

    Das Schicksal der Sterne ist ein Jugendroman, indem sich die Wege eines Jungen und eines Alten kreuzen. Adhib aus Afghanistan erlebte die Ermordung seines Vaters durch die Taliban mit und musste flüchten. In Deutschland trifft er Karl, der einst als Kind den zweiten Weltkrieg miterlebte und aus Schlesien flüchten musste. Neben dem zeitgenössischen Plot gibt es immer wieder ergreifende Rückblicke, die den Leser emotional anspricht. Der Roman profitiert von den Details der berichteten Widrigkeiten bei der Flucht die sowohl damals wie auch heute sehr hart und gefährlich waren. Der Autor zeigt überraschende Parallelen auf.

    Eine ähnliche Konstellation mit Alt und Jung gab es in Peter Härtlings letzten Jugendroman Djadi, Flüchtlingsjunge.

    Daniel Höra schreibt aber einen anderen Stil und lässt die beiden Parteien gleichberechtigt zu Wort kommen. Das ist überzeugend und führt zum gelingen des nicht einfachen Stoffes.

     

    Das der Roman trotz so einiger geschildeter Härten nicht düster wird, liegt am Wortwitz, der sich z.B. in den Dialogen zwischen Karl und Mildred entwickelt und an Adhibs positiver Lebenseinstellung. Dabei gaben sie es auch nach ihrer Flucht in der neuen Heimat nicht leicht. Immerhin profitieren sie von ihrer Freundschaft zueinander.

    Viele der Beschreibungen halte ich für sehr glaubhaft und nachvollziehbar.

    Das Schicksal der Sterne ist ein Roman der bewegt und dem ich viele Leser wünsche.

     

     

     

     

     

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    Freakajuless avatar
    Freakajulesvor einem Jahr
    Zeitlose Geschichte

    Schon nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar, dass "Das Schicksal der Sterne" bestimmt kein einfaches Buch werden würde. Und ich hatte Recht. Die Geschichte von Adib und Karl hat mich sehr berührt, von vorne bis hinten, denn es ist nicht nur die Vergangenheit, die die beiden Charaktere quält, sondern auch die Gegenwart.

    Insgesamt hat mir der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen. Grundsätzlich wird der Plot nämlich in der Gegenwart erzählt; abwechselnd pro Kapitel von Karls Leben und von Adibs Leben. Wie sie leben, wo sie leben, wie die beiden sich kennenlernen und was der Grund für ihre Freundschaft ist. Dieses alltägliche Leben wird immer wieder gespickt mit Rückblicke in die Vergangenheit und machen dadurch mehr als deutlich, dass sich zwar Karls momentanes Leben sehr von Adibs unterscheidet, ihre Gemeinsamkeit aber in den Erfahrungen ihrer Flucht liegen, was mich sofort gepackt hat. Denn nicht nur Adib musste einiges auf sich nehmen, um von Afghanistan nach Deutschland zu kommen. Auch Karl hatte zu kämpfen und schwere Entscheidungen zu treffen.

    Karls Schilderungen des Kriegsendes, die damit verbundenen Plünderungen, Hunger und Flucht aus der eigenen Stadt, schutzsuchend vor den Russen, war sehr realistisch dargestellt und haben mich sehr berührt. Nicht nur, dass der damalige 15-jährige Karl so vieles gesehen hat und so viel Angst hatte, sondern sich auch als einziger Mann in der Familie um seine Schwester und seine Mutter kümmern musste, ohne zu wissen, wie es weitergeht, ob sie überleben würden und ob sie überhaupt jemand in Berlin aufnehmen würde. Die Erzählungen über den ständigen Kampf um Lebensmittel, die Rivalität bei jedem Gegenstand, selbst bei Freunden, die Ungewissheit und die sehr schlimmen Zustände in Berlin, in ganz Deutschland, hat Karl gut mit der Gegenwart verflochten – ebenso wie Adib seine Vergangenheit, seine Flucht, seinen Überlebenskampf mit seinen alltäglichen Geschehnissen. Nicht nur, dass sein Vater gestorben ist und dass er von jetzt auf gleich seine Heimat Afghanistan verlassen musste, sondern sich auf fremde Schlepper einlassen, ihnen Geld geben und hoffen musste, dass sie ihm und seiner Familie ein neues Leben schenken können. Adib erklärt sehr gut, dass er kämpfen musste, dass er Angst hatte, dass es wirklich ein Überlebenskampf war, mit viel Angst, Trauer, aber auch Hoffnung.

    Aber es geht in "Das Schicksal der Sterne" weit mehr als nur um die Flucht aus der Heimat in ein fremdes Land. Es geht auch um Fremdenhass, um Rassismus und um Vorverurteilung. An einigen Stellen sind gerade diese Motive sehr überspitzt dargestellt und doch geben sie gut wieder, dass mit der Ankunft im neuen Land längst nicht alles ausgestanden und abgeschlossen ist. Dass es auch dort weiterzukämpfen gilt. Sei es der Asylantrag, die Möglichkeit zu arbeiten oder Freunde zu finden, vollends die Sprache zu lernen, anzukommen und sich letztlich voll und ganz zu integrieren.

    Das alles war sehr berührend, zeitlos und realistisch, vor allem dass es beide Charaktere geschafft haben, mit ihrer ganz eigenen, sehr unterschiedlichen Geschichte, trotz ihrer kulturellen Differenzen, ihrer Sprachprobleme, eine Verbindung zueinander aufzubauen. Und letztlich auch zu zeigen, dass es heutzutage Flüchtlinge gibt, denen nichts anderes übrig blieb, als ihr Land zu verlassen um in einem anderen neu anzufangen. Dass auch sie ihre Probleme im neuen Land haben, dass sie sich integrieren möchten, Arbeit finden möchten und dankbar für jede Chance sind. Es sind nicht nur Terroristen, die nach Europa kommen – es sind auch sehr viele Menschen, die einfach nur ein Zuhause suchen, weil sie das in ihrem eigenen Land nicht mehr hatten.

    Den Schreibstil von Daniel Höra fand ich sehr einnehmend. Die Geschichte an sich ist zwar nicht sehr dynamisch geschildert, hat mich aber doch dank der realistischen Schilderungen fesseln können. Die Sprache ist nicht ganz so leicht und flüssig, wie ich es von einem Jugendbuch erwartet hätte, aber doch sehr angenehm und bringt die wichtigen Themen in diesem Buch spielend auf den Punkt. Auch das Cover finde ich schön umgesetzt, denn die zwei wichtigsten Motive in diesem Buch werden sofort sichtbar: Krieg und Flucht, sowie die Sterne, die ja sowohl für Karl, als auch für Adib eine große Rolle spielen. Die Umsetzung finde ich also auf jeden Fall gelungen.
     
    Fazit
    Mir hat das Buch "Das Schicksal der Sterne" sehr gut gefallen, auch wenn es mich ein wenig hilflos zurückgelassen hat. Die Schilderungen der Vergangenheit und der Gegenwart sind schonungslos ehrlich und geben meiner Meinung nach ein gutes Bild der damaligen, aber auch der heutigen Um- und Zustände. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, vor allem, denjenigen, die Probleme haben, zu verstehen, wie sich Flüchtlinge fühlen und welches Leiden sie auf sich genommen haben, in der Hoffnung, irgendwie und irgendwo aufgenommen zu werden und ein neues Leben beginnen zu können.

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor einem Jahr
    Ein interessantes Buch, dass mich leider nicht mitnehmen konnte

    Der 83jährige Karl bricht infolge eines Schlaganfalls zusammen, dabei verliert er ein Buch. Adib ein junger Flüchtling aus Afghanistan sieht es und möchte das Buch seinem Besitzer zurückbringen. Durch dieses kleine Ereignis verändert sich so einiges im Leben der beiden. Auch wenn Karl und Adib grundsätzlich verschieden sind, so haben sie doch sehr viel gemeinsam, denn beide haben schon einmal eine Flucht aus ihrer Heimat erlebt.

    Ich bin etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es ein Buch für Jugendliche und ein interessantes Thema. Andererseits fehlt mir doch einiges, damit die ganze Geschichte mich mitnimmt und beschäftigt. Die Flucht von Karl und Adib wird immer mal in kurzen Rückblicken eingeworfen, ähnlich ist es in der Gegenwart. Es werden einem immer ein paar Brocken einer Geschichte hingeworfen und man darf sich dann vieles zusammenreimen. Mir liegt so ein Erzählstil nicht. Ich muss zwar nicht alles vorgekaut bekommen, aber ich möchte doch Teil der Geschichte werden und den Figuren näher kommen. Hier ist mir das trotz des interessanten Themas leider nicht gelungen.

    Karl erlebt als Jugendlicher die Flucht aus Schlesien. 70 Jahre später flieht Adib mit seiner Familie aus Afghanistan. Beide haben mit Vorurteilen zu kämpfen, müssen sich aber gleichzeit an eine neue Umgebung anpassen und das nicht nur einmal.
    Es gibt Szenen, die mich zwar bedrückt oder auch interessiert haben, aber es war dann alles immer zu schnell vorbei. Auf meinem ebook-reader werden 200 Seiten angezeigt, in meinen Augen ist es zuviel Geschichte auf zu wenigen Seiten. Und so bleibt bei mir am Ende nicht viel von der Geschichte haften.

    Diese Buch ist für Jugendliche gedacht, vielleicht liegt da mein Problem mit dem Buch. Ich lese zwar gerne mal Bücher für Jugendliche, aber meistens mit anderen Themen. Es ist gut möglich, dass das Buch heutige Jugendliche eher anspricht und ich mit 40 Jahre da schon ein wenig raus bin. (Mein Gott bin ich alt!;-))

    Mir fällt die Sternchenvergabe sehr schwer, aber ich vergebe hier nur 2 Sterne, weil mich das Gesamtergebnis einfach nicht überzeugt hat. 

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