Daniel Haas

 4,1 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor*in von Hip-Hop. 100 Seiten, Einsamsein und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Daniel Haas, Jahrgang 1967, lebt als freiberuflicher Journalist und Autor in Hamburg. Von 2004 bis 2010 war er Kulturredakteur bei SPIEGEL ONLINE, es folgten Stationen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Zeit sowie der Neuen Zürcher Zeitung. Er schreibt über Literatur, Film und gesellschaftspolitische Fragen. Das Thema Einsamkeit beschäftigt ihn seit Langem. Er verlor beide Eltern durch Suizid, ein Burn-out isolierte ihn für mehrere Jahre. So wurde Einsamkeit eine prägende Erfahrung – und eine Chance, sich und andere besser zu verstehen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Einsamsein (ISBN: 9783442302338)

Einsamsein

(10)
Neu erschienen am 11.02.2026 als Gebundenes Buch bei Goldmann.

Alle Bücher von Daniel Haas

Cover des Buches Hip-Hop. 100 Seiten (ISBN: 9783150205358)

Hip-Hop. 100 Seiten

(25)
Erschienen am 19.05.2023
Cover des Buches Einsamsein (ISBN: 9783442302338)

Einsamsein

(10)
Erschienen am 11.02.2026
Cover des Buches Desperado (ISBN: 9783548269283)

Desperado

(3)
Erschienen am 01.08.2009
Cover des Buches Wie die kleine Fee mutig wurde (ISBN: 9783347880443)

Wie die kleine Fee mutig wurde

(1)
Erschienen am 21.02.2023

Neue Rezensionen zu Daniel Haas

Cover des Buches Einsamsein (ISBN: 9783442302338)
B

Rezension zu "Einsamsein" von Daniel Haas

Betty_Literatur
Ein lesenswertes Buch

„Ich war ein Blender in eigener Sache gewesen…“

Daniel Haas liefert in seinem Buch eine befreiend offene Analyse seiner Haltung zum Leben, seiner Suchtaffinität und dem damit verbundenen eigenen Scheitern.

Er hat nach einem psychischen Zusammenbruch alles verloren, ist in der Psychiatrie gelandet, nun teilt ihm seine Mutter mit, dass sie sich vom Leben verabschieden will. Sie will „auf die Wolke gehen“, selbstbestimmt in der Schweiz 2021, da lebt er schon 2 Jahre ohne Halt.

Der Autor beschreibt sein Leben als „verwahrlost“, er hat Beruf, Freunde, Partnerin verloren.

„Kultiviert, das ist mir heute klar, ist in meiner Familie ein anderes Wort für einsam.“

Abgeschottet sein, die Gespräche bleiben allgemein, drehen sich um Äußerlichkeiten. Der Erzähler wächst in sehr wohlhabenden Verhältnissen auf, aber Einsamkeit und Alleinsein bestimmen sein Leben. Die Eltern sind mit ihren eigenen Belangen beschäftigt 

Er macht sich auf den Weg zu seiner Mutter, um sich zu verabschieden 

„Vielleicht können wir einmal sagen, um was es wirklich geht: dass wir einsam sind, eingesperrt in unsere Rollen als Mutter, die um jeden Preis die Contenance wahrt, und als Sohn, der Selbstzerstörung mit Revolte verwechselt.“

Nach dem Tod der Mutter ist er einsam, aber vermögend, er nennt es die „Einsamkeitsdividende“. Doch dieser Traum platzt leider.

Es folgt ein weiterer Versuch, wieder Fuß zu fassen. 

„Meine Weigerung, die Wirklichkeit zu ihren, das heißt, den tatsächlichen, nicht von mir herbeigewünschten Bedingungen zu akzeptieren, war lange dieser rote Faden, und die Ablehnung der Wirklichkeit zugunsten eines Selbstbilds, das von Groll, Misstrauen und Gier durchdrungen war, erscheint mir heute als zentraler Bestandteil meiner Not.“

Auch der Wunsch, in der Beziehung zu einer Frau, einen Weg aus der Einsamkeit zu finden, lässt sich nicht realisieren. 

In seiner abschließenden Reflexion erkennt der Autor einen möglichen Weg, den ihm sein Freund Friedrich weist. Friedrich, der in all den schwierigen Jahren an seiner Seite war, ihm seine Fehler verziehen hat. Das Zauberwort heißt „Zugehörigkeit“: Liebe und Freundschaft, weg aus der Selbstbezogenheit, den Blick auf andere Menschen zu richten, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen

und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

Es ist dem Autor gelungen, seine Selbstmontage und Wiederherstellung in schonungsloser Selbstoffenbarung und Leidenschaft darzustellen, zwischendurch glänzt auch der Kulturjournalist mit seinem Wissen, mit Ironie und Witz.

Ein sehr lesenswertes Buch.

Cover des Buches Einsamsein (ISBN: 9783442302338)
Loukias avatar

Rezension zu "Einsamsein" von Daniel Haas

Loukia
Wir sind, was wir tun

Der Journalist Daniel Haas erzählt von einer Geschichte der Einsamkeit – von einsamen Eltern, einer einsamen Kindheit, von Drogenmissbrauch, Verlusten, gescheiterten Beziehungen, einem fehlenden Gefühl der Zugehörigkeit, von Burnout, depressiven und manischen Phasen, Lebenslügen und inneren Saboteuren. Er schreibt mit Esprit, leisem Humor und einem klaren Blick für die eigenen Denkfallen und schädlichen Verhaltensmuster.

Auf seinem Weg von Verlusten über die Sehnsucht hin zur Hoffnung gelangt er zu hilfreichen Einsichten, die mich als Leserin sehr angesprochen haben. Auch die geschilderten Lebenswege seiner Eltern und Freunde und des Wals 52 Hertz fand ich sehr eindrücklich. So wurde das Buch für mich zu einer klugen, berührenden und zugleich spannenden Lektüre - und zu einem großen Lob auf die Freundschaft.

Neben vielen bemerkenswerten Gedanken möchte ich eine Passage zitieren, die ich besonders treffend finde:

„Die Welt, ausgestattet mit Möglichkeiten zu Kontakt und Verbindung, bleibt eine Durchgangsstation, in der man auf jene Ereignisse hofft, die das Alleinsein beenden. In einer Transitzone kann man aber nicht leben. (…) Man muss dem Warteraum entkommen, als den man sich sein Leben vorzustellen gelernt hat. Alles, was man braucht, um nicht einsam zu sein, ist schon da. Was fehlt, ist man selbst.“

Cover des Buches Einsamsein (ISBN: 9783442302338)
thrillertopias avatar

Rezension zu "Einsamsein" von Daniel Haas

thrillertopia
Ehrlich, tiefgründig, bewegend

Einsamkeit oder Zugehörigkeit? In diesen sehr persönlichen Einblicken in das Leben von Daniel Haas werden diese zwei Gegensätze deutlich, die mich als Leser tief berührt haben.

Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, möchte ich dennoch ein zentrales und tiefgreifendes Thema erwähnen: die Sterbehilfe. Im Buch durfte ich genau diesen Prozess miterleben. Nachdem sein Vater Suizid begangen hatte, entschied sich seine Mutter, mithilfe von Sterbehilfe aus dem Leben zu scheiden. Diese Passage war für mich zugleich bewegend, erschütternd und nachvollziehbar und hat mir einen Einblick in die Komplexität und Emotionalität dieses Themas gegeben.

Zudem begleitet man den Autor durch seine ganz persönlichen Abgründe, von Sucht bis hin zu tiefen Selbstzweifeln. Keine leichte Kost, und doch zeigt das Buch, dass jeder Mensch seine Päckchen zu tragen hat und dass es möglich ist, aus den Tiefen wieder herauszufinden.

Den Schreibstil mochte ich sehr. Er hat mich direkt in die Welt des Autors hineinkatapultiert. Es fühlte sich an, als würde er mir seine Geschichte persönlich am Kaffeetisch erzählen, gefühlvoll, ehrlich und trotz der schweren Themen immer wieder mit einer gewissen Leichtigkeit und einem Hauch von Humor.

Der Kampf zurück ins Leben, weg von den Tagen, die unglaublich viel Kraft gekostet haben, zeigt, dass es immer einen Weg gibt.

Für mich war es ein sehr sympathisches Buch, ehrlich, tiefgründig, lehrreich und mit Einblicken, die ich so zuvor noch nicht erlebt habe.

Gespräche aus der Community

Fans des erfolgreichsten Musikgenres der Welt aufgepasst! Daniel Haas nimmt euch mit auf einen Streifzug durch die Geschichte des Hip-Hop. Auf 100 Seiten erwarten euch große Skandale, bedeutende Persönlichkeiten und die Frage: Warum hören Menschen aller Nationen und Altersgruppen Hip-Hop? Was macht es zum erfolgreichsten Genre aller Zeiten? Gewinnt eines von 25 Exemplaren und findet es heraus!

231 BeiträgeVerlosung beendet
B
Letzter Beitrag von  Buecherprinzessin123

Vielen Dank, dass ich mit diesem Buch in die Welt des Hip-Hop eintauchen durfte! Hier nun meine Rezension, die ich wortgleich auf Amazon einstelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Daniel-Haas/Hip-Hop-100-Seiten-2618367941-w/rezension/11251565141/

https://www.amazon.de/review/R2KIXBGEW28GSE/ref=pe_1604851_66412761_cm_rv_eml_rv0_rv

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