Daniel Herbst Hermann Hesses Erleuchtung

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Inhaltsangabe zu „Hermann Hesses Erleuchtung“ von Daniel Herbst

Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören. Hermann Hesse Ich bin mir nie zuvor erschienen und habe mich nie zuvor geträumt. Nur jetzt erscheint das in seiner Einmaligkeit, was zuvor nicht war. In diesem Augenblick verdeutlicht sich, dass der Traum meine Wirklichkeit bildet, dass Traum und Wirklichkeit eins sind. In diesem Traum ist niemand, der sich davon unterscheiden könnte. Wo das geglaubt wird, bildet der Traum (m)ein Schicksal. Dann komme ich in diesem Traum als Einzelwesen zu mir. Dadurch entferne ich mich von allem, was ich bin – und werde zu jemandem, der an sich selbst glaubt. Das ist möglich. Alles ist in diesem Traum möglich! Im Traum wird mir die Wirklichkeit eines eigenen Lebens eingebildet und so übersehe ich die Wirklichkeit des Träumenden, der sich als traumlose Wirklichkeit kein Bild von sich selbst machen kann. (Quelle:'Flexibler Einband/31.10.2014')

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  • Manchmal ist selbst die Erleuchtung eine Illusion

    Hermann Hesses Erleuchtung
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. June 2015 um 14:30

    Vermutlich wurde der Autor gezwungen dieses Werk im Selbst-Verlag (Books on Demand) zu veröffentlichen, denn auch dem geübten Leser esoterischer Literatur fällt es schwer, sich an die vom Autor gewählte Darstellung seines Textes zu gewöhnen. Neben einer unüblichen Schriftart wird mit vielerlei grafischen Schnickschnack gearbeitet, um den Leser zu beeindrucken. So ist der Text in drei verschiedenen Graustufen gedruckt. Manche Worte erscheinen kursiv andere nur in Großbuchstaben. Wir sehen wenigsten drei Schriftgrößen. Es hagelt Ausrufzeichen, und viel zu oft endet ein Satz mit drei Punkten. Schließlich beginnt oder schließt jeder Abschnitt auch noch mit einer Folge von gewichtigen Sätzen, die zentriert in großer Schrift und in Absätzen erscheinen, so dass sich der Eindruck hoher Dichtkunst vermittelt. Irgendwie kann ich Lektoren verstehen, die einen solchen Text ablehnen. Ich kam mir nicht nur einmal vor wie im Theater, wo ein wild gestikulierender Mensch mit feuchter Aussprache in einem ewig langen Monolog versucht, ein etwas verwirrtes Publikum mitzureißen. Schließlich haben wir dann auch noch den Bezug zu Hermann Hesses "Demian". Jeder Abschnitt beginnt mit einem Zitat aus diesem Buch. Hesse ist aber nur ein wehrloses Marketing-Transportmittel für den Autor. Diesen Bezug hätte er sich sparen können, denn er ist für seinen Text ohne Belang, lässt ihn jedoch mit samt dem Titel bedeutungsschwer erscheinen. Aber vergessen wir einmal das Aufmerksamkeit suchende und Sendungsbewusstsein verratende Gebaren und wenden uns nur dem Text zu. Dann stellen wir fest, dass es dem Autor um die "Erleuchtung" oder das "Erwachen" geht und alles andere nur das bombastische Bühnenbild für seinen Auftritt darstellt. Sein Text ist anfangs wirklich gut. Leider lassen dessen Dichte und Präzision gegen Ende immer stärker nach. Nachdem ich mich durch die zweite Hälfte wirklich sehr gequält hatte, war mein Eindruck, dass es sich hier eher um eine revolutionäre Streitschrift als um ein Buch über die Erleuchtung handelt. Immer wieder versucht uns der Autor in eindringlichen Worten zu erklären, dass wir Gefangene unseres Verstandes sind. Der Verstand schafft uns eine Welt der Illusionen, manipuliert unsere Wahrnehmung und macht uns glauben, dass wir unser Leben unter Kontrolle hätten oder haben können. Leider verpassen wir das Leben, das sich immer nur im Augenblick manifestiert, dadurch, dass wir uns ruhelos in der Welt unserer Illusionen umherirren, uns mit unseren scheinbaren Problemen aus der Vergangenheit und den noch nicht vorhandenen aus der Zukunft befassen. Erst wenn wir uns davon befreien, alles loslassen, was nicht zu uns gehört, dann können wir wirklich leben. So weit so gut. Was aber tatsächlich zu uns gehört, legt wohl auch der Verstand fest, von dessen Alleinherrschaft wir uns doch gerade lösen wollen. Darin besteht unser Dilemma. Was sind wir, und was ist nur die Story über uns? Wie soll das der Verstand für uns klären, wenn er doch gleichzeitig die Story über uns schreibt? Aber um praktische Fragen geht es in diesem Buch sowieso nicht. Die Botschaften hingegen sind alle nicht neu. Sie stehen bereits in Texten aus längst vergangenen Zeiten. Aber die kennt nicht jeder. Und vielleicht rutscht ja die eine oder andere Erkenntnis dieses Buches an eine Stelle in uns, die uns später auf den rechten Weg bringt. Wer weiß das schon? Wenn wir hingegen versuchen, diesen Text mit unserem Verstand zu begreifen, dann gelangen wir im besten Fall zu wegweisenden intellektuellen Erkenntnissen, deren endgültige Wirkungen in uns wir noch nicht kennen. Gleichzeitig aber wird ein paradoxes Spiel eröffnet. Der Verstand soll verstehen, dass er freiwillig auf alles verzichten soll, was ihm Spaß macht. Warum sollte er das tun? Um seine Entmachtung zu verhindern wird er uns eine neue Illusion erschaffen. Jetzt, wo er weiß wie es geht, kann er uns auch die Illusion der Erleuchtung bieten. Ich befürchte, dass der Autor sich dort gerade befindet. Fazit: Was diesem Text und dem Autor fehlen, ist das mitfühlende und verstehende Wesen, das aus Einsichten auf einer nicht intellektuellen Ebene entspringt. Stattdessen prasselt es auf uns ein: Begreif es doch endlich! Und wirklich: Der Autor verhilft uns zu vielen Erkenntnissen, die vielleicht für einige neu und hart sind. Deshalb ist dieses Buch nicht uninteressant. Nur ist die Erleuchtung keine Frage des intellektuellen Verständnisses. Man kann auch niemanden zur Erleuchtung bekehren, auch wenn man sich noch so sehr anstrengt. Der Versuch, es doch zu tun, den der Autor hier vielleicht unwissentlich unternimmt, sagt nur etwas über ihn aus.

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