Daniel Hope

 4 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Familienstücke, Wann darf ich klatschen? und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Daniel Hope

Der Geigenvirtuose Daniel Hope wurde 1973 in Durban/Südafrika geboren und ist in London aufgewachsen. Er nahm Unterricht unter anderem bei Yehudi Menuhin. Von 2002 bis 2008 war er Mitglied des Beaux Arts Trios. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, darunter mehrfach mit dem Klassik-Echo.

Alle Bücher von Daniel Hope

Wann darf ich klatschen?

Wann darf ich klatschen?

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Erschienen am 01.11.2010
Familienstücke

Familienstücke

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Erschienen am 01.11.2008
Toi, toi, toi!

Toi, toi, toi!

 (5)
Erschienen am 02.07.2012
Sounds of Hollywood

Sounds of Hollywood

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Erschienen am 31.07.2015
Familienstücke, Eine Spurensuche

Familienstücke, Eine Spurensuche

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Erschienen am 14.09.2007
Air - A Baroque Journey, 1 Audio-CD

Air - A Baroque Journey, 1 Audio-CD

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Erschienen am 17.09.2009
Daniel Hope - Spheres , 1 Audio-CD

Daniel Hope - Spheres , 1 Audio-CD

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Erschienen am 15.02.2013

Neue Rezensionen zu Daniel Hope

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Rezension zu "Toi, toi, toi!" von Daniel Hope

Pannen und Fehlleistungen großer Musiker
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

"...das Riesengelächter, für das ich bei meinem Einstieg ins Konzertleben gesorgt hatte, klingt mir noch immer in den Ohren." Daniel Hope, der Londoner Geigenvirtuose, erzählt mit viel Humor und Einfühlungsvermögen von eigenen Pannen und Katastrophen aus dem Musikerleben. Aber auch kleine und große Fehlleistungen von anderen Musikern bleiben nicht unerwähnt. Hope erzählt von Sprüchen, Lebensweisheiten und Ritualen aus der Musik, die allesamt Glück bringen sollen, in der Umsetzung aber eher zweifelhaft sind. 


Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, ich mache selber viel Musik und weiß, dass einem auf der Bühne die seltsamsten Dinge passieren können. Durch simples Unvermögen seinerseits oder durch andere verschuldet. Ich bin auch schon lange ein großer Fan von Daniel Hope und dieses Buch war das erste, was ich von ihm gelesen habe. 

Ich denke dieses Buch ist nicht nur etwas für Musiker, sondern auch (vielleicht sogar vor allem) für Leute, die in Konzerte gehen und denken, sie sehen (und hören) reine Perfektion. Durch dieses Buch aber gewinnt man einen Eindruck, was alles bei einem Konzert passieren kann. Hinter und auf der Bühne, auch im Publikum oder sogar im ganzen Saal. 

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rumble-bees avatar

Rezension zu "Wann darf ich klatschen?" von Daniel Hope

Echtes Infotainment, auch für Fortgeschrittene
rumble-beevor 5 Jahren

Hm, einem "strenggläubigen" Liebhaber von Sachbüchern würde ich dieses Buch des Violinisten Daniel Hope wahrscheinlich eher nicht empfehlen - dafür ist sein Tonfall einfach zu umgangssprachlich. Er plaudert eher, als dass er erklärt - er wendet sich erklärtermaßen an ganz normale Menschen, und berichtet davon, wie sehr ihm sein Beruf und die ganze Musikwelt am Herzen liegen. Das hat mich auf ganzer Linie überzeugt!

Für mich ist das denn auch fünf Sterne wert - eben weil die Mischung stimmt. Es ist Infotainment im besten Sinne! Nicht streng durchdekliniert, wie in einem Lexikon - sondern anhand einer lockeren Erzählung und eines "roten Fadens" verbunden.

Daniel Hope hat sich einen besonderen Kunstgriff einfallen lassen - als Leitfaden für sein Buch wählt er Menschen, die er einmal getroffen hat. Das ist einmal der Taxifahrer Larry aus New York, der die Klassik als "Rich People's Music" verteufelt. Zunächst jedenfalls. Und das sind Moritz und Lena, zwei Freunde des Musikers aus Deutschland, die noch nie im Konzert waren - und die von Herrn Hope davon überzeugt werden, dies zu ändern.

Zugegeben, manchmal fragt man sich doch, ob diese Leitfiguren nicht doch erfunden sind - allzu bequem sind die Überleitungen, die Abschweifungen, die sich der Autor erlaubt, weil er wieder einmal auf Moritz und Lena oder Larry Bezug nimmt. Doch dem Leser dieses Buches kann das letztlich egal sein. Es bleibt alles immer noch ausgesprochen lesbar, und vor allem - menschlich!

Und so "ganz nebenbei" erfährt man viele Anekdoten aus dem Musikleben. Marotten von Komponisten oder Dirigenten beispielsweise. Oder Details aus der Geschichte berühmter Konzerthäuser. Was alles beim Ablauf eines Konzerts schief gehen kann. Und was sich hinter den Kulissen abspielt.

Die wirklich genialen Zeichnungen von Christina Thrän haben ihr Übriges getan, um dieses Buch für mich zu einem echten Schmankerl werden zu lassen. Ich nehme aus diesem Buch viel Enthusiasmus für die Musik mit, und den unbedingten Willen, wieder mehr "weg von der Konserve" zu kommen.

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HeikeGs avatar

Rezension zu "Familienstücke" von Daniel Hope

Rezension zu "Familienstücke" von Daniel Hope
HeikeGvor 10 Jahren

Wanderer zwischen den Welten
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Daniel Hope auf der Suche nach der "falschen Großmutter".
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Daniel Hope ist ein Zauberer - ein Zauberer auf seinem Instrument: der Geige.
Als er vor drei Jahren nach einer NDR Talk Show von einer Lektorin ein Angebot bekam, seine Biographie zu schreiben, bedankt er sich höflich und lehnt ab. Mit damals 30 Jahren fühlte er sich für seine Memoiren einfach zu jung (obwohl dergleichen heutzutage durchaus von noch jüngeren Vertretern der Medienwelt exerziert wird).
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Warum jetzt doch - mit 33?
Weil es kurz nach diesem Auftritt ein einschneidendes Erlebnis in seinem Leben gab, das ihn veranlasste, eine Recherche nach seinen familiären Wurzeln zu beginnen.
Und so ist Familienstücke - eine Spurensuche auch keine Biografie seines "erfüllten, schaffensreichen Lebens", sondern, wie der Untertitel es vermuten lässt, eine Suche nach der Matrix seiner Herkunft. Hope ist ein Kosmopolit. Er hat irisches, deutsches, südafrikanisches und auch jüdisches Blut in seinen Adern fließen, er ist in England aufgewachsen, hat eine deutsche Frau, deren Sprache er exzellent beherrscht und wohnt in Amsterdam. Er ist bis heute ein Wanderer zwischen den Welten.
Was hat es nun mit diesem einschneidenden Erlebnis auf sich?
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Ausschlaggebend für seine Spurensuche war eine Villa in Berlin-Dahlem.
Dort, in der Straße "Im Dol", lebten einst Daniel Hopes Urgroßeltern mütterlichseits: Wilhelm und Margarete Valentin, bis sie 1935 als Juden von den Nazis in die Emigration gezwungen wurden. Der Geiger wollte dieses Haus nach einer Konzertreise besuchen. Doch der Abstecher in den Südwesten von Berlin sollte alles andere als harmonisch enden. Als er das Gebäude fotografieren wollte, wurden ihm von einer Bewohnerin die Worte: "Verschwinden Sie!" entgegen geschleudert. Sie saßen fortan wie ein Stachel in seiner Seele und gaben den endgültige Anlass, zu den Wurzeln seiner Familie vorzudringen, deren deutscher Zweig sich stets in Schweigen gehüllt hatte, wenn es um Fragen nach ihrer Vergangenheit ging.
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Über die irischen Ahnen seines Vaters Christopher Hope wusste er Bescheid (Urgroßvater McKenna wanderte als mittelloser Abenteurer nach Südafrika aus, wo er es bis zum Hotelbesitzer und Bürgermeister brachte). Doch über die Vorfahren seiner Mutter Eleanor Klein erfuhr Daniel Hope nichts. Ein paar Fotos und der Satz seiner Großmutter: "Wir hatten einst diese Villa in Dahlem", waren ihm zu wenig.
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Nun ist der sympathische Engländer mit irischem Pass nicht nur einer der führenden Geiger unserer Zeit, sondern er bezeichnet sich auch als Forschernatur. Wenn er neue Werke einstudiert, betreibt er oft ausführliche Recherchen in Archiven und Bibliotheken. So nun auch nach dem dunklen Geheimnis seiner Großeltern. "Es ist wie mit einem verloren geglaubten Musikstück. Hat man es gefunden, hört man einem ganzen Schicksal zu", meint Hope.
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Warum verschwiegen seine Großeltern ihre Vergangenheit?
Hope recherchiert intensiv und fördert nach und nach die Geschichte der einstmals sehr erfolgreichen Familien Klein und Valentin zu Tage, die so lange geheimnisvoll verworren im Verborgenen lag.
Aus seiner Großmutter, einer Berliner Grande Dame aus wohlhabendem Haus wurde eine Näherin, die später eine Hühnerfarm bewirtschaftete, um ihre Kinder durchzubringen. Vielleicht war das der Grund, warum über die Vergangenheit nicht geredet wurde, "denn es muss schwer genug gefallen sein, die Heimat und den biografischen Hintergrund verloren zu haben, verfolgt gewesen und von Reichtum in Armut gefallen zu sein. Zwar hatten sie versucht, sich ohne Klage in der Fremde eine neue Existenz zu schaffen, aber was blieb, war ein nicht zu verwindender Schmerz und der Schrecken mit dem Schrecken davongekommen zu sein. Anders als so viele andere (…) Vielleicht weil Schweigen Schutz bedeutete, Schutz vor Gefahr", berichtet Daniel Hope.
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Jetzt kennt er die Geschichte der Villa und "seiner Geister, die er wachrief."
Heute hat jedes Foto für ihn eine besondere Bedeutung, weil es ihm etwas ganz persönliches erzählt und nicht nur wie früher Papierbilder bzw. Momentaufnahmen sind, von Menschen, von denen er irgendwie stammt.
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An dieser Suche nach seinen Ahnen, an deren Berg- und Talfahrt, die auch ein Stück, ja fast eine Obsession eigener Identitätssuche war, lässt er sein Publikum partizipieren. Und so erfährt der Hörer natürlich auch seinen Werdegang: sein virtuoses Leben mit der Geige, an der Seite des großartigen Yehudi Menuhin, dessen Sekretärin und spätere Managerin seine Mutter war. Ihm ist es wohl weitestgehend zu verdanken, dass Daniel Hope zu einem Musiker heranreifte, der sich neben den für sein eigenes Instrument geschriebenen Meisterwerken auch für andere Stilrichtungen begeistern lässt: von indischen Ragas bis hin zum modernen Jazz.
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Schweigen konnte Daniel Hope noch nie
"Vielleicht bin ich auch deshalb Musiker geworden", sinniert der sympathische Geiger.
" 'Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist', das ist ein Satz von Victor Hugo, der mir immer gefallen hat und so klingen die Stücke meiner Familie."
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"Seit ich das alles über meine Familie weiß, fühle ich mich besser in der Balance. Ich fühle, dass mein Spiel sich geändert hat. Es ist eine innere Ruhe, wie ich sie lange nicht hatte. Indem man sich selber besser kennenlernt, wird man entspannter und entwickelt mehr Offenheit für die Impulse, die von anderen Musikern kommen", erklärt Daniel Hope in einem Interview. Daher ist es nicht verwunderlich, als ein Kritiker der Londoner Tageszeitung "The Times" feststellte: "Derart intelligentes Spiel ist unvergänglich (...) Wo Hope ist, ist Leben". Aber eben auch Nachdenklichkeit. Und deshalb sagt Familienstücke - Eine Spurensuche über diesen herausragenden Künstler ebenso viel aus wie seine musikalischen Stellungnahmen.
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Fazit:
"Meine Familiengeschichte spiegelt repräsentativ wider, was im 20. Jahrhundert passiert ist", meint Daniel Hope.
Somit ist das Buch gleichzeitig Lebensroman, Familiensaga und Künstlerbiographie eines jungen Geigenvirtuosen.

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Liebe lovelybooks-Community,

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Liebe Grüße,
Chris und die booknerds

(Buchcover/Auflage kann von der abgebildeten Version bei älteren Titeln abweichen!)
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Zusätzliche Informationen

Daniel Hope wurde am 17. August 1973 in Durban (Südafrika) geboren.

Community-Statistik

in 35 Bibliotheken

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