Der aus einem Bauerndorf stammende Mykar macht sich mit seinen Gefährten auf, um seinen Freund Cay zu retten. Dieser soll einen Mord begangen haben und deshalb hingerichtet werden.
Gleich mal vorab die Warnung: Diese Rezension kann – obwohl ich versuche, mich um einen neutralen Ton zu bemühen – Spuren von Unsachlichkeit enthalten.
Wo fang ich an? Vielleicht zur Sprache: Erste Person und kurze Hauptsätze kann man durchaus noch ertragen, aber stellenweise Phrasen, die einfach nur nach Blabla schreien? Um im Bild zu bleiben: Das hat mich ganz arg traurig gemacht.
Auch bei den Charakteren sieht es nicht besser aus. Dafür muss man wissen, dass es in der Welt von „Skargat“ wohl Lebende, Tote und ganz viel dazwischen gibt. Mykar ist wohl von der ersten in die letzte Kategorie gewechselt. Und verhält sich wie ein trotziges Kind. Hauptsache „Ich will…“, ohne jeglichen Plan, rennt er von einem Ort zum nächsten.
Dann Justinius von Hagenow. Wenn es eine Auszeichnung „Nutzlosester Nebencharakter aller Zeiten“ gibt, bitte mich kontaktieren, ich werde ihn vorschlagen. Er kann saufen, sich über seine Dienerin beschweren und nichts zur Handlung beitragen. Besagte Dienerin, Scara, ist entweder schwachsinnig, stellt sich so, oder wechselt. Dann gibt es noch Vanice, die ganz auf geheimnisvoll getrimmt ist und wohl selbst nicht weiß, ob sie lebend, tot, oder irgendwas dazwischen ist.
Die Handlung ist zweigeteilt: Es gibt den kryptischen Teil, den man nicht versteht und wohl auch nicht verstehen muss. Und für die, die den relevanten Teil nicht verstehen, kein Problem: In regelmäßigen Abständen erzählen sich die von mir genannten Charaktere diesen gegenseitig. Und da hatte mich „Skargat“ endgültig verloren. Man fühlt sich als Lesender zwar durch den kryptischen Teil auch verwirrt, aber für die armen Seelen, die die relevante Handlung nicht verstanden haben, hier ist sie nochmal zusammengefasst. Das ist entmündigend und man fühlt sich dadurch einfach nicht ernst genommen.
Merkt man, dass ich das Buch nicht mochte? Nein, im Ernst: Dieses Machwerk ist eine Enttäuschung, von der ich nur abraten kann. Dass ich die Reihe abbrechen werde, versteht sich von selbst.




















