Daniel Jonah Goldhagen

 3.4 Sterne bei 25 Bewertungen

Alle Bücher von Daniel Jonah Goldhagen

Hitlers willige Vollstrecker

Hitlers willige Vollstrecker

 (18)
Erschienen am 23.04.2012
Schlimmer als Krieg

Schlimmer als Krieg

 (2)
Erschienen am 30.09.2009
Hitler's Willing Executioners

Hitler's Willing Executioners

 (1)
Erschienen am 01.02.1997
A Moral Reckoning

A Moral Reckoning

 (0)
Erschienen am 11.12.2003
Worse Than War

Worse Than War

 (0)
Erschienen am 03.03.2011
Worse Than War

Worse Than War

 (0)
Erschienen am 30.11.2009

Neue Rezensionen zu Daniel Jonah Goldhagen

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Sarah_Knorrs avatar

Rezension zu "Hitlers willige Vollstrecker" von Daniel Jonah Goldhagen

Hitlers willige Vollstrecker
Sarah_Knorrvor einem Jahr

Klappentext:

Das Standardwerk: Über die »ganz gewöhnlichen Deutschen« als Täter Daniel Goldhagen hat mit seiner Studie über die Vollstrecker des Holocaust heftige Debatten ausgelöst. Seine These: Schon lange vor Hitler war der Antisemitismus tief verwurzelt in der deutschen Gesellschaft. Es waren nicht nur einige SS-Leute, sondern ganz gewöhnliche Deutsche, die millionenfach Juden erniedrigten und ermordeten.

Meine Bewertung: 

Zum Cover: Auf den ersten Blick sticht vor allem der Titel des Sachbuches im Vordergrund hervor. Doch der Hintergrund ist im Cover das entscheidende, denn dieser ist eine Art Verbindung zum Titel und zu der Hauptthese von dem Autor Daniel Jonah Goldhagen. Zu sehen ist eine Versammlung von "ganz gewöhnlichen Deutschen"- ganz gewöhnliche Deutsche auf einer NSDAP-Versammlung. 

Zum Inhalt: Wie konnte es zum »Holocaust« kommen? Diese Frage hat die Geschichtswissenschaft über Jahrzehnte bewegt. Doch wer waren die Täter, und wie war es möglich, so viele Deutsche für den Holocaust zu mobilisieren? Was hat sie dazu veranlaßt, sich an der Massenvernichtung zu beteiligen? Wie sah die Gesellschaft aus, die diese Menschen hervorbrachte? Diesen Fragen geht Daniel Jonah Goldhagen systematisch nach.

Zum Schreibstil: Der Autor Daniel Jonah Goldhagen nennt im Laufe dieses Buches jede Menge Hypothesen, Thesen und Argumente, die Er durch verschiedene Dokumente zu belegen, wie zum Beispiel Dokumente über die deutschen Polizeibataillone in Osteuropa, die Vernichtslager und die Todesmärsche nach deren Auflösung. Zudem greift der Autor auch auf Selbstzeugnisse und Bilder.Jedoch möchte ich an dieser Stelle deutlich machen, dass der Autor fachlich zu einseitig argumentiert. Daniel Jonah Goldhagen nutzt bei seiner Quellenarbeit hauptsächlich nur Sekundärliteratur, fast keine Primärquellen. Dem Leser drängt sich mehr und mehr der Verdacht auf, dass Goldhagen eine Ausgangsthese – seine persönliche Meinung – hatte und das ihm zur Verfügung stehende historische Material entsprechend seiner These aussortiert und argumentativ angeordnet hat.

Mein Fazit:

Danke an das Bloggerportal und dem Pantheon - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!
Der Autor Daniel Jonah Goldhagen sorgte mit seinem Buch für eine öffentliche Debatte. Jedoch argumentiert Er fachlich zu einseitig, weshalb ich diesem Buch nur 3 von 5 Sternen geben kann. 
Ich persönlich als Historikerin kann mich der Thesen Goldhagens' nicht anschließen.

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Hypochrisys avatar

Rezension zu "Hitlers willige Vollstrecker" von Daniel Jonah Goldhagen

- Hypochrisy -
Hypochrisyvor 4 Jahren

Wie konnte es zum »Holocaust« kommen? Diese Frage hat die Geschichtswissenschaft über Jahrzehnte bewegt. Doch wer waren die Täter, und wie war es möglich, so viele Deutsche für den Holocaust zu mobilisieren? Was hat sie dazu veranlaßt, sich an der Massenvernichtung zu beteiligen? Wie sah die Gesellschaft aus, die diese Menschen hervorbrachte? Diesen Fragen geht Daniel Jonah Goldhagen systematisch nach. Wie konnte es zum »Holocaust« kommen? Diese Frage hat die Geschichtswissenschaft über Jahrzehnte bewegt. Doch wer waren die Täter, und wie war es möglich, so viele Deutsche für den Holocaust zu mobilisieren? Was hat sie dazu veranlaßt, sich an der Massenvernichtung zu beteiligen? Wie sah die Gesellschaft aus, die diese Menschen hervorbrachte? Diesen Fragen geht Daniel Jonah Goldhagen systematisch nach. Aus Quellen schöpfend, die die Wissenschaft bislang entweder nicht beachtet oder vernachlässigt hat, konfrontiert uns der Autor mit neuen, beunruhigenden Dokumenten aus erster Hand. Sie schildern, wie und mit welchen Gefühlen die Vollstrecker ihre Taten verübten, veranschaulichen die Organisation ihres Alltags, ja sogar ihre Zerstreuungen am Rande der Vernichtungsstätten. Die Selbstzeugnisse und Bilder illustrieren die entsetzliche Spur der Selbstbezichtigung, der der Autor hier nachgeht, und sie belegen, daß viele der bisherigen Annahmen über die Mörder falsch sind: Es waren nicht vorrangig SSLeute oder Mitglieder der NSDAP, sondern ganz normale Deutsche aus allen Lebensbereichen, Männer (und Frauen), die Juden willentlich und mit Eifer mißhandelten und ermordeten. Goldbagens dokumentarische Darstellung ist eingebettet in eine neue Analyse der Geschichte des deutschen Antisemitismus und des Holocaust, die viele herkömmliche Sichtweisen in neuem Licht erscheinen läßt. Sie zeigt nicht nur, daß der Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft bereits lange vor Hitlers Machtergreifung tief verwurzelt war, sondern auch, daß der Wunsch, die Juden aus der deutschen Gesellschaft auszustoßen, sehr viel weiter verbreitet war als bisher angenommen...

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Sokratess avatar

Rezension zu "Die katholische Kirche und der Holocaust" von Daniel Jonah Goldhagen

Rezension zu "Die katholische Kirche und der Holocaust" von Daniel Jonah Goldhagen
Sokratesvor 7 Jahren

Goldhagen arbeitet wie in Hitlers willige Vollstrecker mit dem Vorwurf, dass auch die katholische Kirche von einem massiven Antisemitismus getrieben war, der zu einer wenn schon nicht aktiven, dann doch passiven Unterstützung der Judenvernichtung (Holocaust) beigetragen hat. Seine Herangehensweise ist sehr speziell: ausgehend von einer provokanten These erörtert er im Folgenden unter Verwendung sehr weniger Fußnoten seine markante Unterstellung. Wie in seinem ersten Buch arbeitet Goldhagen auch hier (fast) nicht mit Primärquellen; das erschreckt und macht das Buch qualitativ schlechter. Zwar darf in der Wissenschaft gerne jedwede These vertreten werden, wenn sie doch ausreichend belegt und begründet wird. Goldhagen bringt zwar eine Begründung, allerdings schwebt sie wie ein Vorwurf im Raum; getragen von persönlicher Verbitterung und subjektiven Ressentiments. Insbesondere heute, wo bereits Unsummen an Literatur veröffentlicht wurde, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt, erscheint es verwunderlich, dass sich ein in den USA renommierter Professor auf diese recht unfachliche Art und Weise mit einem hochaktuellen Thema befasst. Umso erstaunlicher ist auch, dass Goldhagen eben kaum mit Primärquellen arbeitet; meist nur andere Sekundärliteratur zitiert. Entsprechend wenige Fußnoten finden sich im Text, oftmals nur eine pro Seite !
Insgesamt kann ich dem Buch daher nur zwei Punkte (bestenfalls) geben; für mehr halte ich auch diese Publikation nicht wert. Wer sich mit dem Thema Katholische Kirche und Holocaust beschäftigen will, dem sei andere, mittlerweile auch aktuellere (Fach-)Literatur empfohlen. Goldhagen ist mir persönlich zu polemisch, zu radikal, zu unreflektiert, also insgesamt zu unwissenschaftlich.

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