Daniel Juhr Hautgeschichten

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Inhaltsangabe zu „Hautgeschichten“ von Daniel Juhr

Ganz oder gar nicht: Beim Tattoo gbt´s keine halben Sachen. Seit Generationen scheidet der Körpterschmuck die Geister. Er ist mal Laune mal Liebesbeweis, mal Leidenschaft. Der Wipperfürther Tattograf Jörg Pramor hat für dieses Buch 25 Frauen vor die Kamera gebeten, für die ein Tattoo mehr ist als Schmuck: Es ist ihr Leben. Verrucht, verletztlich, hocherotisch oder geheimnisvoll- Tattoos haben Tausende von Gesichtern und sie erzählen ebensoviele Geschichten. Wir erzählen sie weiter.

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  • Rezension zu "Hautgeschichten" von Jörg Pramor

    Hautgeschichten

    Nicole_Rensmann

    15. February 2010 um 20:59

    Jeder Mensch trägt seine persönliche Geschichte in sich. Doch nicht jeder muss sie nach außen hin preisgeben. Schriftsteller sind es, die diese Geschichten erzählen – manchmal wahr, oft voller Phantasie. Maler bringen ihre Geschichten auf die Leinwand. Und manche Menschen tragen ihre Geschichten auf der Haut – für sich selbst, zur Provokation, oder um anderen zu zeigen, wer sie wirklich sind. Sie drücken ihr Lebensgefühl damit aus, ehren den Partner oder verarbeiten den Leidensweg. Sehen wir von den Naturvölkern ab, soll das Tattoo ein Privileg für die Seefahrer gewesen sein, die sich ihre Braut auf die Oberarme tätowieren ließen, die Landkarte auf den Rücken und ihr Schiff auf den Bauch. Doch auch die Kriminellen verzierten ihre Muskeln oftmals mit praller Weiblichkeit, um ihre eindeutige Neigung zu demonstrieren – schenkt man dem Klischee Glauben. Zeichen oder Nummern schlossen auf die Angehörigkeit eines Clans, des Militärs oder eines längeren Aufenthalts hinter schwedischen Gardinen. Doch längst ist das Tattoo ein Körperschmuck für jeden geworden: Der Bankier trägt es genauso wie die Hausfrau oder die Schauspielerin. Nahezu jede Berufsgruppe in jeder Gesellschaftsschicht folgt dem Körperkult. Es ist die Verewigung der Persönlichkeit, vorzeigbar für jeden oder auch nur für sich selbst. Ein Tattoo erzählt eine Geschichte, ist Phantasie auf der eigenen Haut. Für die Betrachter sind es Bilder, für manche abstoßend, für andere faszinierend. Doch oft steckt viel mehr dahinter als nur Malerei auf der Haut: Tattoos geben Kraft: »Die Tattoos sind wie ein Ruhepol auf meiner Haut«, sagt Beccy Lavender, die mit 26 Jahren einen Schlaganfall erlitt. Andere verzweifeln daran, schreiben ihre Ängste zu Papier, sie plant ein weiteres Tattoo, in dem sie den Schicksalsschlag verarbeiten will. Auch Eliza-Fire sieht ihre Tattoos als Kraftspende: »Der Drache hat etwa Mystisches, steht für Lebensenergie, Kraft und Schutz vor negativen Einflüssen.« Er half ihr über den Tod der Mutter hinweg. Tattoos sind ewig: »Ich finde es wichtig, auch noch im Alter meine Tattoos zu haben. Sie erinnern mich dann an die damalige Zeit«, meint Psychobambi. Und welche Omi kann schon die Geschichten für die Enkel von der eigenen Haut ablesen?! Tattoos machen süchtig: »Hast du eins, willst du mehr. Ich wollte das ja nicht glauben, aber es ist wirklich so«, weiß Melissa. (c) Nicole Rensmann http://www.blog.nicole-rensmann.de/?p=2078

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