Daniel Kampa Kopfkissenbuch

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kopfkissenbuch“ von Daniel Kampa

Für unters Kopfkissen (oder auf dem Nachttisch) – Geschichten zum Lachen, zum Entspannen, zum Wachbleiben oder zum Träumen … Mit Erzählungen von F. Scott Fitzgerald, Carson McCullers, Ray Bradbury, Patricia Highsmith, Ingrid Noll, John Irving, Donna Leon, Bernhard Schlink, Martin Suter, Doris Dörrie und vielen mehr.

Meine Favoriten sind möglicherweise W. Somerset Maugham und Loriot, entscheiden kann ich mich jedoch nicht. Schöne Auswahl!

— wildeshuhn
wildeshuhn
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Kopfkissenbuch" von Daniel Keel

    Kopfkissenbuch
    Ennilain

    Ennilain

    15. April 2011 um 15:24

    Ein Buch, das man abends vor dem Einschlafen lesen kann – ein Buch, das man morgens nach dem Aufwachen in die Hand nimmt – ein Buch, das man liest, wenn man krank im Bett liegt – das ist das Kopfkissenbuch. Das Kopfkissenbuch enthält 23 Geschichten verschiedener Autoren wie F. Scott Fitzgerald, John Irving, Ingrid Noll, Donna Leon, Patrick Süskind oder Martin Suter. Die Geschichten variieren zwischen einer Länge von 1 bis 40 Seiten und sollen eine leichte, unterhaltende Lektüre zum Einschlafen bieten. Das Buch beginnt mit einem wundervollen Märchen – Des Kaisers neue Kleider. Wer kennt nicht die Geschichte des oberflächlichen Kaisers, der von vermeintlichen Schneidern verschaukelt wurde und schließlich nackt durch sein Volk marschierte. Nach diesem tollen Auftakt kommt leider lange nichts. Die Geschichten sind zwar, wie angekündigt, leichte Kost, aber oft wenig unterhaltend. Natürlich kann man von einer Kurzgeschichtensammlung kaum erwarten, dass alle Geschichten dem persönlichen Geschmack entsprechen, aber die Anzahl der wirklich guten Stücke war mir einfach zu gering. Einige Handlungen waren so trocken, dass ich einfach weiter blättern musste. Natürlich gab es auch eine Hand voll guter Geschichten. Drei davon möchte ich euch kurz vorstellen: Patricia Highsmith: Bekenntnisse einer ehrbaren Küchenschabe Wie der Titel bereits verrät, erzählt hier eine Küchenschabe aus ihrem Leben. Sie wohnt in einem Hotel, das früher einmal gut besucht war, heute aber nur noch Alkoholiker und Drogenabhängige anlockt. Als Küchenschabe hat man es da natürlich nicht leicht – statt Essensresten, findet man nur noch Rauschmittel auf dem Boden. Loriot: Feierabend Ein hübscher Sketch über das Zusammenleben von Mann und Frau. Frau sagt, was Mann denken und sagen soll. Worte werden in den Mund gelegt und verdreht und plötzlich ist ein Streit da. Luciano De Crescenzo: Anwalt Tanucci Diese Kurzgeschichte zeigt die Verteidigung des Anwalts Tanucci. Die Adjektive wortgewandt und clever beschreiben diesen Anwalt wohl am besten. Anhand einer klug ausgedachten Strategie beweist Tanucci die Unschuld seines Mandaten und klagt gleichzeitig Louis Vuitton des Betrugs an. Als Abschluss und eine Art Nachwort dient der Text Amnesie in litteris von Patrick Süskind. Hier philosophiert der Autor über das ständige Vergessen von Büchern. Ein gelungener Abschluss. Ich habe mich in diesem Text selbst wieder erkannt. Kennt ihr das nicht auch? Ihr seht ein Buch aus eurem Regal – der Inhalt ist völlig verblasst oder gar schon in Vergessenheit geraten. Vielleicht wisst ihr nicht mal mehr, ob ihr es überhaupt schon gelesen habt? Fazit: Das Kopfkissenbuch ist eine interessante Kurzgeschichtensammlung vieler bekannter Autoren, die einige gute, aber viel zu viele schwache Stücke enthält.

    Mehr