Daniel Kehlmann

 3.8 Sterne bei 4,884 Bewertungen
Autor von Die Vermessung der Welt, Ruhm und weiteren Büchern.
Daniel Kehlmann

Lebenslauf von Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München geboren. Sein Vater ist der Regisseur Michael Kehlmann, seine Mutter die Schauspielerin Dagmar Mettler. Im Alter von sechs Jahren zog seine Familie nach Wien, wo er zur Schule ging und später an der dortigen Universität Germanistik und Philosophie studierte. Er arbeitete als Poetikdozent unter anderem in Mainz und Wiesbaden. Zudem schrieb er Rezensionen und Essays, welche in zahlreichen Zeitungen und Magazinen erschienen, wie etwa in „Der Spiegel“, „Guardian“ sowie der „FAZ“. Sein erster Roman „Beerholms Vorstellung“ erschien im Jahre 1997. Nach weiteren Veröffentlichungen gelang ihm mit „Ich und Kaminski“ im Jahr 2003 ein internationaler Erfolg. „Die Vermessung der Welt“, 2005 erschienen, bildet bislang sein literarisches Glanzstück. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt und ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Romane der Nachkriegszeit. Daniel Kehlmann wurde für seine Werke mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er lebt in Wien und Berlin

Neue Bücher

Tyll
 (2)
Neu erschienen am 22.08.2018 als Hörbuch bei Argon.
Friedrich Hölderlin-Preis / Reden zur Preisverleihung am 10. Juni 2018
Neu erschienen am 01.08.2018 als Taschenbuch bei Stadt Bad Homburg.

Alle Bücher von Daniel Kehlmann

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Daniel KehlmannDie Vermessung der Welt
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Die Vermessung der Welt
Die Vermessung der Welt
 (3,309)
Erschienen am 02.05.2009
Daniel KehlmannRuhm
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Ruhm
Ruhm
 (566)
Erschienen am 01.11.2010
Daniel KehlmannIch und Kaminski
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Ich und Kaminski
Ich und Kaminski
 (239)
Erschienen am 10.08.2003
Daniel KehlmannF
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F
F
 (155)
Erschienen am 24.10.2014
Daniel KehlmannTyll
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Tyll
Tyll
 (108)
Erschienen am 09.10.2017
Daniel KehlmannBeerholms Vorstellung
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Beerholms Vorstellung
Beerholms Vorstellung
 (101)
Erschienen am 07.10.2008
Daniel KehlmannDu hättest gehen sollen
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Du hättest gehen sollen
Du hättest gehen sollen
 (57)
Erschienen am 21.10.2016
Daniel KehlmannMahlers Zeit
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Mahlers Zeit
Mahlers Zeit
 (61)
Erschienen am 24.04.2001

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Neue Rezensionen zu Daniel Kehlmann

Neu
J

Rezension zu "Tyll" von Daniel Kehlmann

Große Literatur
Julius_Casparvor 9 Tagen

Große Literatur. Der Einstieg in das Buch war wirklich außergewöhlnich toll und hat mich sofort gefesselt. Besonders sprachlich. Zur Mitte hin gab es zwar ein paar Längen, doch das Ende hat mich auch wieder überzeugt. Für mich das Buch des Jahres.

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Lilith79s avatar

Rezension zu "Tyll" von Daniel Kehlmann

Ein historisches Lesevergnügen
Lilith79vor einem Monat

"Tyll" von Daniel Kehlmann habe ich schon direkt nach dem Erscheinen auf meine "Must-Read" Liste gesetzt. Erstens weil ich schon "Die Vermessung der Welt" sehr gelungen fand (und das obwohl ich eigentlich nicht besonders gerne historische Romane lese) und zweitens weil ich auch die gesamte Idee des Buches wirklich spannend fand: ein Roman über Geschehnisse im 30-jährigen Krieg, die lose mit der (fiktiven) Lebensgeschichte von Till Eulenspiegel (im Buch Tyll Ulenspiegel) verknüpft ist. Das Spannende daran ja auch schon, dass ungeklärt ist ob die Figur des Till Eulenspiegels auf einer real lebenden Person basiert oder reine Fiktion ist.  


Das Buch funktioniert erzählerisch auf zwei Ebenen, einerseits wird anfangs und in einigen anderen Kapiteln die Kindheit und das Leben von Tyll Ulenspiegel selbst geschildert, wobei vor allem das Schicksal seines Vaters als Hexer eine besonders eindringliches Ereignis darstellt. In anderen Kapiteln spielt Tyll eine Nebenrolle - in Form seines Berufs als Narr - im Leben verschiedener realer Personen, die eine mehr oder weniger gewichtige Rolle zu Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs spielten. So z.B. stehen im Mittelpunkt einzelner Kapitel der "Winterkönig" Friedrich V., seine Ehefrau Elizabeth Stuart (die Enkelin von Maria Stuart) und der Jesuit und Gelehrte Athanasius Kircher (der im Buch eine gewichtige Rolle im Schicksal des jungen Tyll Ulenspiegels einnimmt). Das Buch bedient sich dabei keiner linearen Erzählweise, sondern greift in Zeitsprüngen einzelne Episoden aus dem gesamten Zeitstrahls des dreißigjährigen Krieges heraus.  

Mir hat der Roman wirklich gut gefallen und trotz des eher schweren historischen Themas lasen sich die 300 Seiten ratzfatz weg. Die Sprache ist sehr farbig, so dass man als Leser wirklich in das Leben der Figuren gezogen wird, auch wenn das ein ganz anderer Roman war und ein Jugendbuch erinnerte mich das Gefühl beim Lesen vor allem anfangs bei der Kindheitsgeschichte von Tyll etwas an "Krabat" von Otfried Preußler (eines meiner absoluten Lieblingsbücher). Andere Kapitel sind sehr bissig und mit einem ironischen Humor versehen andere sind durchaus emotional und auch die Brutalität und Sinnlosigkeit des Krieges wird überzeugend herausgearbeitet. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist dass man wirklich Lust bekommt sich intensiver mit dem Thema Dreißigjähriger Krieg auseinander zu setzen (die Geschichte von Friedrich V. habe ich nebenher detaillierter nachgelesen) Für mich bisher eines der Lese Highlights von 2018 und mal wieder ein Beweis, dass historische Romane nicht langweilig oder kitschig sein müssen.    

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wandablues avatar

Rezension zu "Tyll" von Daniel Kehlmann

Kriegseindrücke.
wandabluevor 2 Monaten

Kriegseindrücke.
Der Till Eulenspiegel treibt wieder sein Unwesen, allerdings etwas gemässigt und inkognito, verkleidet als Tyll Uhlenspiegel und auch Jahrhunderte später und keineswegs in Hameln, sondern im ganzen Heiligen Römischen Reich.

Anhand und entlang seines sehr speziellen Protagonisten zeigt der Autor ein Porträt des „Krieges aller Kriege“, des 30jährigen Krieges, der die Lande verwüstete und zwei Drittel seiner Bevölkerung umbrachte! Diverse Kriegsheere dezimieren aufs Brutalste die einfache Bevölkerung und erwischt auch den einen oder anderen Höhergestellten. Was der Krieg nicht erledigt, tut der Hunger, was durchs Verhungern nicht stirbt, erliegt der Pest.

In diesen Tagen ist ein Menschenleben nichts wert. Dennoch behalten die Oberen unbegreiflicherweise ihren Stolz, ihre Arroganz und Überheblichkeit bei und erweisen sich dem Leser als hohle Dummköpfe. Die einfachen Menschen werden vom Aberglauben und von der Inquisition beherrscht und gequält und man muss sehr viel Glück und Geschicklichkeit haben, wenn man sich irgendwie durchlavieren kann. Wo ist da Gott, rufen die Menschen.

Daniel Kehlmann umschifft die ärgste Darstellung einzelner Grausamkeit(en), indem er oft die indirekte Erzählung wählt, wenn einer oder eine seiner Figuren im Rückblick Erinnerungen preisgibt. So ist diese ganze Geschichte nur facettenartig erzählt und ergibt durch diese Facetten dennoch ein Ganzes.

Die historische Einbettung ist zwar klar umgrenzt und hinreichend dargestellt, doch insgesamt sind die politisch-historischen Details und Informationen, die der Autor gibt, spärlich. Das hat seine Vorteile und seine Nachteile! Der Autor muss sich nicht auf die politische Ebene begeben, will er doch die Geschichte(n) der einfachen Leute erzählen. Sie stehen im Brennpunkt.

Andererseits will der Leser wissen, was genau los ist, wenn er ein Buch über den 30jährigen Krieg liest. Doch die Informationsebene bleibt dürftig.

Dem Volk gings schlecht wegen zahlreicher, uns undenkbar erscheinender Übergriffe. Recht und Gesetz wollte und konnte jeder biegen, wie es ihm gefiel und es war Hochkonjunktur für jeden, der Freude an Grausamkeit und Brutalität hatte, wenn er seine Neigungen nur in das richtige Gewand kleidete. An der Welt interessierte neugierige Geister, die heute nobelpreisverdächtig wären, durften nicht auffallen, wenn sie der Unterschicht angehörten. Widerspruch war tödlich und das Leben sowie so nur durch den Zufall geprägt.

Ulrich Noethen hat mich sicher durch das Buch geleitet. Ich bin dankbar dafür, dass Hörbücher nicht mehr so oft gekürzt werden. Für mich war die Darstellung und Interpretation des Sprechers jedoch trotz aller Hörspielkunst durchaus schon zu übertrieben, ich habs gerne etwas gemässigter. Doch das ist absolute Gechmacksache.

Der Eindruck vom 30jährigen Krieg ist gewaltig. Es kommt dem Autor darauf an, dem Leser zu zeigen, wie die Verhältnisse waren. Das gelingt ihm. Dafür vernachlässigt er gerne die Informationsebene.
Der Autor beweist sowohl Kennntnis wie Phantasie in den erzählerischen Details. Die Figur des Narrs ist phänomenal. Nur die Handlung führt ins Leere. Ich habe den Eindruck nach der Lektüre, ich stünde mit leeren Händen da: wie Tyll.

Fazit: Hohe Erzählkunst. Doch die Thematik des 30jährigen Krieges wird mir ein wenig zu willkürlich behandelt. Der Schluss überzeugt mich gar nicht.

Kategorie: Gute Unterhaltung. Historischer Roman.
Verlag: Audible, 2017

Kommentare: 3
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Gespräche aus der Community

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StefanieFreigerichts avatar
Achtung: Es gibt keine Bücher zu gewinnen - wir lesen mit eigenen Exemplaren und nur für uns.

In der INSIDER Top-3-Voting-Challenge gibt es aber einen Punkt, wenn dieses Buch bis zum Ende des Aprils gelesen wird und eine Rezension geschrieben wird https://www.lovelybooks.de/autor/LovelyBooks/LovelyBooks-Spezial-1287744138-w/leserunde/1508005900/

Es passt auch für die https://www.lovelybooks.de/thema/Die-literarische-Runde-2018-SuB-Aufbau-mit-Niveau-1511824945/ - Challenge.

Ich würde mich freuen, wenn noch jemand mitliest!
Zur Leserunde
sarah_elises avatar
Am 7. Oktober 2013 wird der Deutsche Buchpreis im Rahmen einer Gala zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Die 5 Bücher umfassende Shortlist für den Preis der Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der mit 25.000 Euro dotiert ist, wird am 11. September bekannt gegeben. 

Doch nun zu den 20 Kandidaten auf der Longlist, die in dieser Woche bekannt gegeben wurde, und die alljährliche Frage: Habt ihr einen Favoriten? Und welche der Bücher habt ihr gelesen? Wen vermisst ihr auf der Liste und welche Neuerscheinungen zwischen Oktober 2012 und September 2013 sind auf eurer ganz persönlichen Longlist für den deutschen Buchpreis?

• Mirko Bonné: Nie mehr Nacht (Schöffling & Co., August 2013)

• Ralph Dutli: Soutines letzte Fahrt (Wallstein, März 2013) 

• Thomas Glavinic: Das größere Wunder (Hanser, August 2013) 

• Norbert Gstrein: Eine Ahnung vom Anfang (Hanser, Mai 2013) 

• Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden (Hanser, Februar 2013) 

• Daniel Kehlmann: F (Rowohlt, September 2013) 

• Judith Kuckart: Wünsche (DuMont, März 2013) 

• Olaf Kühl: Der wahre Sohn (Rowohlt.Berlin, September 2013) 

• Dagmar Leupold: Unter der Hand (Jung und Jung, Juli 2013) 

• Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren (C. H. Beck, Januar 2013) 

• Clemens Meyer: Im Stein (S. Fischer, August 2013) 

• Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2013) 

• Terézia Mora: Das Ungeheuer (Luchterhand, September 2013) 

• Marion Poschmann: Die Sonnenposition (Suhrkamp, August 2013) 

• Thomas Stangl: Regeln des Tanzes (Droschl, September 2013) 

• Jens Steiner: Carambole (Dörlemann, August 2013) 

• Uwe Timm: Vogelweide (Kiepenheuer & Witsch, August 2013) 

• Nellja Veremej: Berlin liegt im Osten (Jung und Jung, Februar 2013) 

• Urs Widmer: Reise an den Rand des Universums (Diogenes, August 2013) 

• Monika Zeiner: Die Ordnung der Sterne über Como (Blumenbar, März 2013) 

Zum Thema
Mina - Das Irrlichts avatar

Eine literarische Sensation.“ (Guardian) Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.

Es handelt sich dabei um die Ausgabe vom Welttag des Buches...

Das Buch der Regeln….

1) Behandelt das Buch pfleglich.
2) Jeder hat 3 Wochen Zeit, um das Buch zu lesen und dann an den nächsten Leser weiter zu schicken.
3) Sollte es bei Euch zeitlich eng werden, sagt einfach rechtzeitig Bescheid, da haben wir alle Verständnis.
4) Bitte erfragt selbständig die Adresse eures Folge-Lesers
5) Sollte das Buch verloren gehen, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar.
6) Jeder verpflichtet sich, hier kundzutun, wenn das Buch angekommen ist bzw. weitergeschickt wurde. Am besten benutzt Ihr den "Thema folgen"-Button links oben, dann verliert Ihr das Thema auch nicht aus den Augen.

7) Widmet Ihr mir was rein? Oder macht ne Notiz? Fänd ich super!

*******************
TeilnehmerInnen (mindestens 3 – maximal 5):

1. fallacy _ erhalten am 13.09.2012

2. sofie - erhalten am 22.10.2012

3. /

4. Rostockerin86 - erhalten -

5. Federchen - erhalten -

~zurück an mina~

Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Daniel Kehlmann wurde am 13. Januar 1975 in München (Deutschland) geboren.

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