Daniel Kehlmann Der fernste Ort

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Inhaltsangabe zu „Der fernste Ort“ von Daniel Kehlmann

Julian, ein junger Mann, mit sich selbst und seinem Leben unzufrieden, nutzt einen Schwimmunfall, um sich davonzumachen. Dass man ihn für tot halten muss, scheint ihm die ultimative Chance zu sein, aus seinem bisherigen Leben zu fliehen. Noch einmal lässt er seine Erinnerungen Revue passieren: die Kindheit, die zähen Anstrengungen, neben dem hochbegabten Bruder zu bestehen, den Zerfall der Familie und die gescheiterten Versuche, die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden.

Wie aus einem mittelmässigen Leben eine meisterhafte Novelle wird. Sehr für lesekreise und den Deutschunterricht zu empfehlen.

— Gruenente
Gruenente

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  • Guter Anfang, Ende wie aus dem literarischen Setzkasten

    Der fernste Ort
    Vyanne

    Vyanne

    18. December 2014 um 03:37

    Kehlmanns Novelle kreist im Wesentlichen um die Themen Identitätsverlust und Identitätswechsel. Es lässt sich - leider aufgrund fehlender sanfter Überleitung - relativ klar in zwei Teile gliedern. Zunächst geht es, in nichtlinearer Chronologie, um das Leben des Protagonisten und die Idee, daraus auszusteigen. In meinen Augen ist dieser Teil recht fesselnd gestaltet. Das schätzungsweise letzte Drittel hat dann einen surrealen Anstrich und der Autor wechselt auf die Ebene der (m.E. leider recht plakativen) Metaphern und Symbole . Diese Symbolebene vermag es jedoch nicht, die Dringlichkeit der Botschaft oder die Glaubhaftigkeit des Protagonisten zu unterstreichen, sie fügt sich nicht wirklich ein. Das Ganze sieht daher etwas nach "Metaphern um der Metaphern Willen" und "Wir produzieren den modernen Identitätsroman" aus. Ich hätte dann doch mehr erwartet.

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  • surreale Novelle

    Der fernste Ort
    Gruenente

    Gruenente

    Julian ist nicht glücklich, nicht unglücklich, sondern lebt irgendwie so vor sich hin. Nach einem irgendwie zufälligen Mathestudium bekommt er einen Job bei einer Versicherung. Eines Tages fordert sein Chef ihn auf zu einer Tagung in Italien mitzukommen. Julian ist erstaunt, soll einen Vortrag halten, auf den er sich aber nicht vorbereitet. Und eigentlich hat er auch keine Ahnung vom Thema. Die letzte Stunde, die er vor seinem Auftritt noch Zeit hat nutzt er aber nicht, sondern geht an den See um zu schwimmen. Er bekommt einen Krampf und droht zu ertrinken. Am Grund des Sees macht er sich Gedanken, ob nicht einfach seinen Tod  vortäuscht und aus seinem Leben ausbricht. Er nimmt sich vor nach „Ultima Thule“ dem legendären fernsten Ort aufzubrechen. In einem Wechsel in Zeiten, Rückblenden, Realität und Fiktion wird das mittelmäßige Leben Julians vor dem Leser ausgebreitet wie ein surreales Bild von Dali. Man kann es oft betrachten und findet doch immer wieder etwas Neues. Eine surreale Novelle, meisterhaft von Matthias Brand gelesen. Ich habe mir vorgenommen dieses Buch auch noch zu lesen und in einem Lesezirkel vorzustellen. Man kann sicher lange darüber diskutieren.

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    Ginevra

    Ginevra

    21. September 2014 um 14:58