Daniel Kehlmann F

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Inhaltsangabe zu „F“ von Daniel Kehlmann

Es ist der Sommer vor der Wirtschaftskrise. Martin Friedland, katholischer Priester ohne Glauben, trifft sich mit seinem Halbbruder Eric. Der hochverschuldete Finanzberater hat unheimliche Visionen, teilt davon jedoch keinem etwas mit. Schattenhafte Männer, sogar zwei Kinder warnen ihn, nur: Gelten diese Warnungen wirklich ihm, oder ist sein Zwillingsbruder Iwan gemeint, der Kunstkenner und Ästhet? Daniel Kehlmann erzählt von drei Brüdern, die - jeder auf seine Weise - Betrüger, Heuchler, Fälscher sind. Sie haben sich eingerichtet in ihrem Leben, doch plötzlich klafft ein Abgrund auf. Ein Roman über Lüge und Wahrheit, über Familie, Fälschung und die Kraft der Fiktion - vielschichtig, geheimnisvoll und kühn.

Vorgetäuschter Anspruch und ein schrecklich steriler Schreibstil.

— RJHoe
RJHoe

Die Leben drei völlig verschiedener Brüder, die ihren Weg finden müssen. Typisch Kehlmann etwas konfus, dennoch gut zu lesen !

— SaSu13
SaSu13

Skurril, lustig und erschreckend, wenn man sich klar macht, dass das unser Leben ist! Originell, spannend und am Ende rund! Ich mag's!

— Stryke83
Stryke83

Super

— Alanda_Vera
Alanda_Vera

Ich hatte mir mehr erhofft, hat man sich an eine Erzählperspektive gewöhnt, ändert sie sich auch schon wieder.

— Yannah36
Yannah36

Vater, Sohn, Sohn, Sohn. Die Männer kämpfen alle gegen ihre Dämonen und Konventionen und greifen dazu zu Lug&Trug. Spannend&klug erzählt.

— franzzi
franzzi

hm..... ????

— Elfenblume
Elfenblume

Grandioses, vielschichtiges, emotionales Buch. Eines der besten Bücher überhaupt.

— kalligraphin
kalligraphin

Eher eine Zusammenstellung von Erzählungen, als ein Roman – aber: FESSELND!

— Rocket_Launch
Rocket_Launch

Obwohl es gut gemacht ist, konnte die Handlung mich nicht packen und ließ mich seltsam teilnahmslos zurück. Wohl nicht der beste Kehlmann.

— clickclackboum
clickclackboum

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  • Hypnotisierend - vielleicht

    F
    dominona

    dominona

    25. April 2017 um 18:53

    Die Geschichte dreier Brüder ( Zwillinge und ein Sohn aus erster Ehe) ändert sich durch den Besuch eines Hypnotiseurs. Dies geschieht gemeinsam mit ihrem Vater, der danach seine Familie verlässt und zum Schreiben von Büchern untertaucht. Dann begleiten wir als Leser abwechselnd die Brüder und was zu Beginn wie kleine einzelne Geschichten wirkt, verbindet sich zu einer.Ich fand den Stil interessant, auch wenn der Autor mich mit diesem Buch nicht überraschen konnte. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, aber es bleibt eine seichte Geschichte, die gerne mystisch erscheinen möchte. 

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  • Vom Schein und Schein

    F
    franzzi

    franzzi

    Die Friedlands, das sind Arthur, Iwan, Eric und Martin. Oder: Vater, Zwillingssöhne aus zweiter Ehe und Sohn aus erster Ehe. Zumindest sind das die Friedlands, um die es Daniel Kehlmann in seiner Geschichte "F" besonders geht. Vier Männer, die sich mit großen Lebenslügen durchschlagen. Arthur ist noch am ehrlichsten. Er findet seine Frauen und Söhne bespaßen eigentlich ziemlich doof - und deshalb macht er das irgendwann nicht mehr, flieht und wird Schriftsteller. Seine Jungen prägt das. Bis ins Erwachsenenalter. Sie alle gehen ihren Weg irgendwie. Als ungläubiger katholischer Priester, als schummelnder Finanzhai und als schummelnder Muserich eines alternden Künstlers.Mehrbödig hat Kehlmann den Roman angelegt. Er wechselt die Perspektive von Friedland-Erzähler zu Friedland-Erzähler, um immer näher an den Kern ranzuzoomen. Er lässt eine Erzählung Arthurs in seine Erzählung. Er vermischt damit auch im Roman selbst Realität und Fiktion - nicht nur in diesem einen Kapitel. Kehlmann schafft Prototypen von Menschen, deren Erfolg und Karriere auch maßgeblich vom Glauben der anderen abhängt: Gottesglaube, Glaube an eine gute Finanzwette oder gute Anlage und Glaube an den Wert eines Kunstwerks. Und er spielt mit den Lügen und Manipulationen, die diese scheinbar fassbare Glaubenskategorie ad absurdum führen. Das ist eine kluge Parabel auf die Finanzkrise, die Gesellschaftskrise, die Krise als Dauergefühl. Seine Figuren sind trotz ihrer Prototypenfunktion sehr genau gezeichnet - aber manches, wie die Dämonen - bleibt etwas zu nebulös, so als hätte sich Kehlmann keine Zeit gelassen, auch diese der vielen Ebenen fertig zu modellieren. Trotzdem liest sich das Buch kurzweilig weg und hallt lange nach.

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    • 3
  • Kein Ganzes sondern viele einzelne Geschichten

    F
    Yannah36

    Yannah36

    15. April 2016 um 10:07

    F Die Geschichte dreier Söhne und ihres Vater, viele Jahre nachdem sie gemeinsam einen Hypnotiseur besuchten. Jeder ist auf seine Art und Weise in Unwahrheiten und Probleme verschtrickt. Der Vater der die Familie verließ für seine Kariere als Autor. Der Priester, welcher nicht an Gott glaubt, Ein Bänker, welcher alles Geld verspielt hat und eine Kunsthistoriker der Bilder fälscht. All diese Charaktere treffen in Zeiten der Wirtschaftskriese aufeinander.Inhaltlich fand ich das Buch gut, besonderes die Gedankengänge von Martin, dem Priester haben mir gefallen aber auch Iwans Handlungen bauten für mich Spannung auf. Leider bin ich im ganzen Buch mit dem Erzählstiel nicht klar gekommen, gerade wenn man sich an eine Perspektive gewöhnt hat, da wechselte diese auch schon wieder. Mir kam es nicht wie ein abgeschlossener Roman sondern wie viele einzelne Geschichten vor. 

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  • Hypnose

    F
    walli007

    walli007

    14. February 2016 um 10:23

    Lange weiß Martin wenig von seinem Vater und seinen Halbbrüdern. Doch eines Tages treten Arthur Friedland und die Zwillinge Eric und Iwan in sein Leben. Eines Tages machen die vier einen Ausflug zu einer Hypnose-Show. Während der Vorstellung flüstert der Hypnotiseur Arthur etwas zu, was diesen veranlasst, die Kinder bei Martins Mutter abzuliefern und dann für lange Zeit zu verschwinden. Das Ereignis prägt das Leben der Jungen. Martin, der sich selbst als Versager besonders bei den Frauen empfindet, wird Pfarrer. Eric, der während einer Therapie lernt, den Menschen zu sagen, was sie hören wollen, wird Devisenhändler. Iwan, der immer Maler werden wollte, wird Fälscher.  Was bestimmt den Lauf der Dinge? Kann es eine kleine Begegnung mit einem Gaukler sein? Kann ein Fremder etwas verändern? Oder bringt er schließlich nur das zutage, was schon da ist? Ist eine Überzeugung, ein Glaube, möglicherweise stärker als tatsächliche Fähigkeiten? Redet man sich selbst ein, man sei unfähig? Kann man so eine Begabung verlieren? Bringen Zufälle den tragischen Helden in einem hervor oder einer den schutzbedürftigen Feigling? Wann kann Gaukelei als solche erkannt werden? Oder bleibt immer ein Zweifel zurück? Die drei Brüder gehen ebenso wie ihr Vater ihren Weg, egoistisch und rücksichtslos suchen sie ihren Vorteil. Wenig scheinen sie sich daran zu stören, welche Verletzungen sie hinterlassen. Sie wirken wie Schausteller ähnlich dem Hypnotiseur, der ihnen den Vater nahm. Gefühle anderer, fremdes Geld, Schöpfungskraft, das gilt ihnen wenig.  Dieser Roman von Daniel Kehlmann, der es aufgrund kontroverser Besprechungen erstmal nicht auf die Leseliste geschafft hat, besticht überraschend durch die sich überlappenden Perspektiven, aus denen sich angedeutete Erklärungen ergeben. Erläuterungen, die den Leser schließlich mehr wissen lassen als die Akteure, ihm aber doch genug Rätsel aufgeben, um das Buch nachwirken zu lassen. Eine Komposition, die vielleicht manche abschreckt, die verzweifeln können, ob der Nichtigkeit des Lebens der Brüder, die aber auch aus nahezu den selben Gründen, zu einem großen Vergnügen werden kann. Gelungen.

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  • Die Mechanismen des Bewusstseins" oder: "Ich bin niemand!"

    F
    HeikeG

    HeikeG

    02. August 2015 um 14:15

    1974 erfand ein ungarischer Professor für Physik und Design einen bunten Plastikwürfel, der sich zu Beginn der achtziger Jahre wie ein Virus in der Welt auszubreiten begann. Seitdem fummeln Millionen Menschen an der Erfindung von Ernö Rubik herum und versuchen, die Schichten des Zauberwürfels so zu verdrehen, dass alle Seiten gleichfarbig werden. Zwar ist der große Hype mittlerweile verebbt, doch scheint es immer noch ein gewisses Interesse zu geben. Seit einigen Jahren fasziniert das bunte Spielzeug sogar die Wissenschaft. 43.252.003.274.489.856.000 Ausrichtungsmöglichkeiten soll es geben. Für das Wiederherstellen der farblichen Ordnung sind allerdings, man höre und staune, nur zwanzig Züge erforderlich. Der Weltrekord liegt übrigens bei sieben Sekunden. In sieben Kapiteln beschäftigt sich auch Daniel Kehlmann mit dem Ausloten und der Suche verschiedener Möglichkeiten sowie einem eventuell "berechenbaren" Schicksal. Zwar geht es in seinem neuen Roman mit dem schlichten Titel "F" nicht um jene magische "Gottes Zahl", aber Rubiks Würfel findet sich darin gleichfalls wieder. Einer der drei Brüder, aus deren wechselnder Sicht das Buch jeweils in der Ich-Form erzählt wird, ist diesem magischen Zauber erlegen. Das Mysterium der Existenz Gottes wird ihm im Gegenzug dazu, jedoch Zeit seines Lebens nicht klar werden. Was umso mehr erstaunt, als dass Martin katholischer Priester ist. Seine zwei Halbbrüder wiederum - die Zwillinge Eric und Iwan - scheinen auf den ersten Blick das große Los gezogen zu haben: der eine als schwerreicher Finanzmakler, der andere als erfolgreicher Kunst-Kurator. Doch auch hier trügt der oberflächliche Schein. Die Wahrheit brodelt düster-drohend unter der Oberfläche und schaut weniger optimistisch aus. Denn alle drei Leben, so unterschiedlich sie sich entwickeln, bauen nur auf Betrug und Täuschung auf. Mehr oder weniger haben sich alle drei komplett verloren. Ja, unweigerlich kommt der Verdacht auf, dass sie sich selbst nicht mehr ganz sicher sind, wer sie eigentlich sind und vielleicht gar das Leben des anderen führen. Ausgangspunkt ist der Besuch einer Hypnoseshow, gemeinsame mit ihrem Vater Arthur Friedland. Diese, so hat es den Anschein, besiegelt in Gestalt des ominösen Lindemann ihr weiteres Schicksal und legt den Grundstein für Kehlmanns ominöses "F". F wie Fatum? Im Lateinischen steht das Wort für eben jene höhere Gewalt, der sich Martin, Eric, Iwan und auch Arthur restlos unterwerfen und die sie, jeder auf ihre eigene Art, als Begründung für diverses Versagen, unterschiedlichste Ängste und persönliche Fügungen gebrauchen. Letzterer macht sich hernach komplett aus dem Staub, um sich fortan als mysteriöser Autor von Zeit zu Zeit aus der Versenkung bei seinen Söhnen zu melden. Diese wiederum fungieren in Kehlmanns Text alles andere als fröhliche Experimente, sondern eher als "zweckfreie Produkte eines spielerischen Geistes", als "böswilliger Angriff auf die Seele jedes Menschen", der sein Buch liest. Letztendlich wirft der Autor die Frage auf: "Wie, wenn wir immer derselbe sind, in immer anderen Träumen? Nur die Namen täuschen uns." Die Antwort liefert er gleich mit: "Lass sie beiseite, und du siehst es sofort." 2005 hat Daniel Kehlmann mit "Die Vermessung der Welt" einen gut lesbaren, humoristischen Bestseller geschrieben. Doch schon mit dessen Nachfolger "Ruhm" verlor er einen Großteil der sprunghaft angewachsenen Fangemeinde. Mit "F" wird er wohl die verloren gegangenen "Schäfchen" auch nicht wieder zurückholen. Zu viele "Spiegelungen und unerwartbare Volten von einer leicht sterilen Brillanz" finden sich in seinem Text, der den Leser in ein Wechselbad der Gefühle wirft. Aber wie der Autor mit mehreren Wirklichkeiten, Bewusstseins- und Daseinsebenen variiert, ist schon grandios. Kehlmanns Stil und sein Spiel mit Strukturen gibt den virtuellen Schwebezustand zwischen Wirklichkeit und Traum beeindruckend wider. Gerade noch fabuliert er voller "Melancholie, ausbalanciert durch Humor", doch schon im nächsten Kapitel offenbart er eine "in der Schwebe gehaltene Brutalität" oder gar philosophische Betrachtungsweisen des Lebens und des Seins an sich. Auf mysteriöse Weise ist letztendlich alles mit allem verbunden. Am 08.08.08 kumuliert die Handlung zu ihrem alles andere als glorreichen Höhepunkt: Eine Geschichte, die dem Fatum - dem Schicksal - einen großen Raum einräumt, in der manchmal jeder Weg falsch ist und in der der Teufel und unterschiedlichste Dämonen mit Gott würfeln. Ob allerdings mit Rubiks Würfel sei dahingestellt. Fazit: "Dieses Buch berührt mich auf das Merkwürdigste, und bis heute macht es mir Angst. Zum Teil weil es zeigt, wie unübersehbar die Konsequenzen jeder Entscheidung und jeder Bewegung sind - jede Sekunde kann alles zunichtemachen, und wenn man das zu Ende denkt, wie lässt es sich überhaupt leben?" "F" entpuppt sich als hochwertige und anspruchsvolle Publikation, die einen ganz anderen Duktus als sein Bestseller "Die Vermessung der Welt" aufweist. Doch insbesondere diese Andersartigkeit zeigt, welch vielfältige literarisch-stilistische Qualitäten der 38-jährige Autor hat.

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  • Drei Brüder und der Sinn des Lebens

    F
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Drei Brüder stellt Kehlmann in seinem Roman F in den Mittelpunkt: Martin, den Ältesten, der Priester wird, obwohl er nicht an Gott glaubt. Eric, den Finanzmakler, der durch ein Betrug seine Firma in Richtung Ruin treibt und Erics Zwillingsbruder Iwan, der seinen Lebensunterhalt verdient, indem er den Nachlass seines Geliebten verwaltet und sein eigenes Maler-Talent nutzt um seine eigenen Bilder als dessen Kunstwerke auszugeben. Religion, Geld und Kunst – drei Lebenswege, die hier exemplarisch alle als Lügengebäude entlarvt werden. Drei Leben, die alle an der Suche nach dem Sinn ihres Lebens scheitern. Kehlmanns Text liest sich  - so wie man es von ihm gewohnt ist - sehr unterhaltsam. In vielen Szenen blitzt sein feiner ironischer Humor durch. Besonders seine Dialoge bereiten echten Lesegenuss. Alles in allem ist der Plot von F sehr konstruiert  - und will es wohl auch sein. Denn obwohl es hier um die Geschichte dreier Brüder geht ist Kehlmanns Roman ist kein Familiendrama, das die Brüder in ihrem Verhältnis zueinander oder im Bezug zum gemeinsamen Vater , einem ominösen verschwundenen Schriftsteller , dargestellt. Das Ganze ist eher eine sehr symbolträchtige Fabel voller Anspielungen und Rätsel. Diese Erzählweise wirkt sehr verspielt. Und leider bleiben bei dieser Art der Darstellung Kehlmanns Figuren seltsam oberflächig. Man dringt nicht so wirklich vor in die Tiefe ihrer elementaren inneren Konflikte, was ich persönlich ein wenig schade finde. „Wie alle großen Romane ist F vielfältig deutbar, ein im besten Sinne irrwitziges Metawerk, in dem es schlechterdings um alles geht“, lobt Adam Soboczynski in „Die Zeit“ und beschreibt damit treffend den hohen Anspruch, den Kehlmanns Roman an sich selber stellt. Meine persönliche Meinung ist, dass er diesem hohen Anspruch nicht gerecht ganz werden konnte. Aber ein sehr unterhaltsames und intelligentes Lesevergnügen bereitet dieser Roman dennoch.

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    • 14
  • alles Lüge oder was?

    F
    itwt69

    itwt69

    04. April 2015 um 15:12

    Nach seinem Bestseller "Die Vermessung der Welt" hat Daniel Kehlmann etwas ganz und gar anderes geschaffen. Kein historischer Roman, sondern eine Geschichte über die Macht und Kraft der Lüge. Ein Vater und seine drei Söhne - alle irgendwie nicht das was sie zu sein scheinen - erst recht nicht mehr nach einem verhängnisvollen Besuch beim Hypnotiseur. Jeder auf seinen eigenen Pfaden, jedoch verbunden durch Täuschung und Selbstäuschung und natürlich dem Schicksal, das ja bekanntlich unausweichlich ist. Das Buch hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, es liest sich flüssig, ist mal witzig, mal komisch, mal traurig und zuweilen verstörend. Am Schluss fügt sich zusammen, was zusammen gehört, bricht auseinander, was nicht miteinander auskommt: ein toller Roman mit einigen wenigen nicht so interessanten Stellen, ganz anders als erwartet.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • F wie "fänomenal" ;-)

    F
    bookscout

    bookscout

    01. February 2015 um 12:58

    Es gibt Bücher. Es gibt gute Bücher. Und dann gibt es Bücher, die alles übertreffen, die einen aufsaugen, durchwirbeln und lange nicht mehr loslassen. Daniel Kehlmann ist mit "F" ein derartiges Meisterwerk gelungen. Übergeordnete Themata des Romans sind zweifelsohne Betrug und Täuschung, in all ihren schillernden Facetten. Dies wird bereits auf den ersten Seiten deutlich, als Arthur, erfolgloser und, wie er selbst bekräftigt, mediokrer Schriftsteller,  mit seinen drei Söhnen Martin, Eric und Iwan die Vorstellung eines Hypnotiseurs besucht, der sowohl Iwan als auch Arthur zu sich auf die Bühne holt. Tags darauf hat Arthur das Bankkonto der Familie geplündert und ist verschwunden, einziges Lebenszeichen sind seine wenig später erscheinenden Bestseller, allen voran "Mein Name sei Niemand". Über die Jahre sind Arthurs Söhne erwachsen geworden: Martin ein feister Priester, den der Glauben nie gefunden hat, Eric ein großspuriger Anlageberater, der das Geld seiner Kunden verspekuliert und seine Frau betrügt, sein eineiiger Zwillingsbruder Iwan ein gescheiterter Maler, der sich eine Nische als Kunstvermittler geschaffen hat. Jeder auf seine Weise ist ein Betrüger, führt sein Umfeld und letztlich auch sich selbst hinters Licht, indem er vorgibt, jemand zu sein, der er nicht ist. Dass dafür früher oder später der unausweichliche Preis zu zahlen sein wird, liegt auf der Hand, die Frage lautet nur, wie lange man dem Exekutor entfliehen kann. Eric, der seine furchtsame Seele von Kindesbeinen an durch eine besonders harte und brutale Schale geschützt hat, hält dem Druck trotz seiner Flucht in die Tablettenabhängigkeit am schlechtesten stand, immer öfter übermannen ihn furchteinflößende Visionen, die er nicht deuten kann. Doch gelten diese Warnungen wirklich ihm? Oder sind sie in Wahrheit für seinen Zwillingsbruder Iwan bestimmt, an den ihn stets ein besonderes Band geknüpft hat, so eng, dass die Grenzen manchmal verschwimmen, dass er nicht mehr sagen kann, wo er aufhört und sein Bruder beginnt. Der weitere Verlauf der Geschichte gleicht einem Spiegelkabinett am Jahrmarkt. Eigentlich wäre alles ganz leicht, der Ausgang liegt sprichwörtlich vor Augen, man muss nur immer an der rechten Wand entlanggehen, dann kann man bald die Türe aufstoßen und erleichtert ins Freie treten. Doch dieses Mal funktioniert das bewährte Muster nicht: Immer wieder ist der Weg versperrt, manchmal durch Glas, manchmal auch durch einen Zerrspiegel, die Geschichte schlägt Haken wie ein Kaninchen auf der Flucht, schon glaubt man, es fassen zu können, da entwischt es wieder wie von Zauberhand. Die Luft wird stickig, Hitze steigt auf, der Leierkasten spielt schneller, immer schneller, Schweißtropfen perlen auf der Stirn, der Blick geht irre nach links, rechts, oben, unten, auf der Suche nach dem Ausweg, der nicht da ist. Lest selbst, ihr werdet es nicht bereuen. Danke, Daniel Kehlmann!

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  • Ein Familiendrama der anderen Art - philosophisch, düster und voller Spannung!

    F
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. January 2015 um 20:37

    Inhalt An einem Tag ihrer Kinderheit verlieren die Zwillinge Eric und Ivan und ihr Halbbruder Martin unerwartet ihren Vater: nach einer Show eines Hypnotiseurs steigt er in sein Auto und verschwindet für etliche Jahre. Erst im Erwachsenenalter sehen sie ihn wieder, als sie, allesamt auf ihre Weise, vor einer Lebenskrise stehen und dennoch gekonnt den Schein wahren. Meinung Das Gefühl beim Lesen dieses Buches reicht von Begeisterung über Verwirrung bis hin zur Ablehnung. Tatsächlich bin ich nicht sicher, ob ich die Nachricht hinter der Geschichte verstanden habe, woraufhin ich mich wiederum frage, ob Kehlmann überhaupt komplett verstanden werden möchte. Die Stimmung des Buches ist durchweg düster, mystisch, bedrückend, seltsam und auf seine eigene Art und Weise genial. Eventuell empfiehlt sich ein zweites Mal lesen! Fazit Lest es und berichtet von euren Leseerfahrungen. Ich würde gern an anregenden Diskussionen teilnehmen, denn die hat dieses Buch definitiv verdient!

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  • Heuchler, Mörder, Lügner

    F
    MitAussicht

    MitAussicht

    Schon eine ganze Weile lag Kehlmanns Roman auf meinem Stapel und hat darauf gewartet, dass ich endlich bis zu ihm vordringe. Letzte Woche endlich habe ich es auch geschafft und innerhalb von wenigen Tagen war's auch schon wieder vorbei. Kehlmann liest sich eben wie Kehlmann und nicht wie Clemens Meyer, an dessen Als wir träumten ich wochenlang herumlas. Eine einfache Sprache, die in ihrer Einfachheit jedoch bei weitem nicht ungeschickt ist, lässt den Leser geradezu dahingleiten. Die Handlung ist bei genauerer Betrachtung gar nicht so umfangreich - interessant ist stattdessen Kehlmanns Versuch, sie aus mehreren Perspektiven wieder aufzugreifen, noch einmal zu erzählen und so die Verstrickungen zwischen den Figuren offenzulegen und eben auch ihr Schicksal, das vom Handeln anderer abhängig ist. Die drei Brüder Martin, Ivan und Eric sind interessante Figuren, die in ihrer jeweiligen Persönlichkeit so unterschiedlich sind, dass kaum Langeweile aufkommen kann. Jeder von ihnen kämpft mit seinen eigenen Dämonen, sei es der ewige Zweifel am eigenen Glauben, Paranoia oder ein Doppelleben, dass sich im Fall der Zwillinge Ivan und Eric hier noch in einer weiteren Dimension auftut. Über allem steht der abwesende Vater Arthur Friedland, der Auslöser für die Ereignisse ist. Sie alle verbindet jedoch eines: Sie sind Lügner, sie sind Heuchler und auch Feiglinge. Trotz allem bleibt F für mich ein distanziertes Buch. Man kann dem Autor kaum etwas vorwerfen, stilistisch ist es sehr gut, wie alles, was Kehlmann schreibt. Und dennoch fehlt mir ein letzter Funken, der einfach nicht überspringen möchte. Alles erscheint so in sich geschlossen und so autark, dass sich ein Leser wie ein Eindringling fühlt. Man steht am Rand des Geschehens, bekommt alles serviert und realisiert die Heftigkeit so mancher Szenen aufgrund ihrer Geschliffenheit erst sehr viel später. Ein wenig mehr Rotz hätte der Sache vielleicht gut getan.

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    • 5
  • eBook Kommentar zu F von Daniel Kehlmann

    F
    kronen

    kronen

    via eBook 'F'

    ich habe das buch gelesen ; - eine einzige qual von der ersten bis zur letzten seite. einzig die dem kunstfälscher iwan/eulenböck gewidmeten passagen sind interessant aber ein plagiat. suter versteht seine schriftstellerische kunst bei weitem besser. dieser kehlmann ist hohle zeilenfüllerei.

    • 2
  • F von Daniel Kehlmann

    F
    Angel10

    Angel10

    31. May 2014 um 11:00

    Es handelt sich um einen Roman, derern Protagonisten sich selbst und andere betrügen. Die drei Brüder Martin, Eric und Iwan schlagen unterschiedliche Berufswege ein. Martin wird Pfarrer, Eric Banker und Iwan Maler. Besonders Eric ist ein Paradebeispiel dafür, wie man sich selbst alles schön reden kann, er ist ein Meister des Selbstbetruges. Die Ausführungen zu Martin waren für meinen Geschmack etwas zu ausschweifend. Deshalb einen Stern Abzug.

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  • Mein erstes und letztes Buch von diesem Autor

    F
    abendstern78

    abendstern78

    28. April 2014 um 07:39

    Es ist ein Roman, in dem nur Männer eine Rolle spielen: Ein liebloser Vater, selbst Autor, der seine zwei Familien früh im Stich lässt, um sich selbst zu finden, was er bis zum Ende der Geschichte nicht tut. Die Zwillinge Iwan und Eric werden Maler, bzw. Fälscher (Iwan) und Finanzjongleur (Eric). Ihr Halbbruder aus der ersten Ehe des Vaters, Martin, wird Priester, obwohl er nie an Gott glaubt. Iwan ist Homo, Eric Frauenheld, Martin hat Sex früh durch Fresssucht ersetzt. Iwan wird in einem langatmig geschilderten Vorfall von Punks erstochen; einer dieser Mörder wird Ministrant bei Martin. Soll das heißen, dass hier das Schicksal seine Hand im Spiel hatte? Das wird symbolisch verkörpert durch einen Hypnotiseur, der blind und taub geworden, sich als Wahrsager versucht. Für mich war es sehr schwer der Geschichte zu folgen und ich habe sie am Schluss dann auch nur noch quergelesen, da ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Nach den ganzen guten Bewertungen und dem Presserummel, hatte ich ein ganz anderes Buch erwartet. Ich kann es leider nicht weiterempfehlen.

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  • Typisch Kehlmann!

    F
    Cloudberry

    Cloudberry

    09. April 2014 um 19:05

    Rezension, Daniel Kehlmann, „F“ Als Protagonisten werden dem Leser drei Brüder vorgestellt: Martin, der älteste, der Priester geworden ist. Eric, der sich im Geldgeschäft als Anlageberater etabliert hat und sein Zwillingsbruder, Ivan, der sich der Malerei zugewendet hat. Alle haben gemeinsam, dass sie in irgendeiner Form betrügen: Der Priester glaubt nicht an Gott, der Geschäftsmann veruntreut das Geld seiner Anleger, und der Maler malt unter falschem Namen. Von Daniel Kehlmanns Schreibstil bin ich – wie auch in seinem Roman „Die Vermessung der Welt“ – begeistert. Er setzt Wörter und Sätze auf ganz eigene Art und Weise zusammen und gestaltet daraus ein Kunstwerk. Allerdings bin ich mir bei diesem Roman nicht sicher, wohin der Autor den Leser bringen möchte. Vielleicht ist aber gerade das vom Autor so gewollt? Der Dialog auf S. 289: „Gibt es denn eine Auflösung?“, „Aber ja! Es wird sie nur keiner bemerken. Sie ist gut versteckt.“ scheint mir fast eine Andeutung auf das vorliegende Buch zu sein. Und so ist das Buch durchzogen von lauter Verstrickungen, was schon beim Titel „F“ beginnt. Wohl jeder Leser beschäftigt sich mit der Frage, wofür dieser Buchstabe stehen könnte und mag entweder seine ganz eigene Lösung finden oder sich damit zufrieden geben müssen, keine eindeutige Auflösung vom Autor zu bekommen. Nachdem ich es gelesen habe, fühle ich mich etwas eigenartig, mich der Frage ausgesetzt „Und jetzt?“. Ich habe also meine eigene Auflösung für das Buch gefunden, meinen eigenen Standpunkt, wohin bzw. worauf, auf welchen Gedankengang mich dieses Schriftstück gebracht hat. Und das Gute ist: ich bin mir sicher, wenn ich mir das Buch nach einer gewissen Zeit nochmals zur Hand nehme und lese, werde ich gewiss zu einer anderen doch ebenso zufriedenstellenden Auflösung kommen. Von daher finde ich das (offene) Ende des Romans sehr gelungen. Fazit: Wer das Buch lesen möchte, sollte sich Zeit dafür nehmen, denn es erfordert schon eine gewisse Konzentration. Und man sollte nicht enttäuscht sein, dass Buch (vielleicht nicht beim ersten Mal?) völlig durchschaut zu haben. Dennoch, auf ganz eigene Art und Weise hat Daniel Kehlmann damit ein Kunststück geschaffen, das aufgrund seines diffizilen Charakters den überzeugt, der sich darauf einlässt.

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