Daniel Kehlmann Mahlers Zeit

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Inhaltsangabe zu „Mahlers Zeit“ von Daniel Kehlmann

Eines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Vier Jahre lang hatte er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden läßt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. »Für einen Moment wußte er nicht, wo er sich befand. Etwas war geschehen. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Stoß von dreißig beschriebenen Blättern, bekritzelt in einer großen, zittrigen Schrift: leicht schiefe Kolonnen von Zahlen, Skizzen, Kurven ... all das war, wenn man es begriff, von leuchtend perfekter Klarheit.« Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt und damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Ist es möglich, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb gestaltet sich das ausgesprochen schwierig. Wie gehetzt sucht er den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern ein Zusammentreffen immer wieder. In suggestivem Ton macht Daniel Kehlmann die Zweifel und Ahnungen seines Helden nachvollziehbar und den Leser zum Zeugen eines Experiments, nach dem die Zeit neu zu definieren wäre.

Also entweder man mag seinen Scheibstil, oder man hasst ihn...für mich gilt wohl letzteres.

— WortGestalt

Sehr zu empfehlen, für die Lektüre von Büchern, die noch nachher beschäftigen, von Büchern, die schlau und witzig, ohne blöd zu sein, erzählt sind.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Mahlers Zeit

    Stryke83

    26. December 2016 um 13:23

    SettingKehlmann's Protagonist David Mahler, als Kind hochbegabt, ist promovierter Physiker geworden. Während eines verschachtelten Traumes offenbart sich ihm, dass es mithilfe physikalischer Formeln möglich sein muss, die Richtung der Zeit (als einziger nicht-zyklische Komponente im Universum) zu verändern.Kehlmann stellt uns David als den typischen Physik-Nerd vor; sein bester Freund Marcel und Freundin Katja (sowie in Rückblicken seine Mutter) bilden sein privates Umfeld, sehen in ihm aber auch den etwas verschrobenen Wissenschaftler, von dem außer dieser nicht viel erwartet wird; Mutter: "Nehmen wir es hin. Du wirst dick bleiben. Für immer"). Bei seiner überwältigenden Entdeckung braucht David eine Weile, sie zu durchdringen, wenngleich sich ihm die Formeln bereits offenbahrt haben.ProblemDiese Übermacht, die seine Entdeckung mit sich bringen würde, lässt David beim Verkünden seiner Idee (Professor, Marcel, Katja) stolpern, er driftet ab und kann seine Entdeckung niemandem glaubhaft verkaufen. Nur sein Idol, Nobelpreisträger Valentinov, wird ihn und die Komplexität seiner Enthüllung nachvollziehen können. Nur scheint dieser auf mysteriöse Art und Weise unerreichbar für David.Dazu manifestiert sich an verschiedenen Stellen immer wieder das Resultat seiner Entdeckung (Zeitsprünge/Traum/Wirklichkeit?!). DARF er dieses Naturgesetz durch seine Entdeckung überhaupt zerpflücken? Oder bildet er sich das ganze nur ein? Die Wissenschaftsgemeinde und sein Umfeld scheint eher letzteres zu glauben. Aber eine solche Entdeckung darf doch wohl nicht unpubliziert bleiben...Mein FazitDie Geschichte zeichnet das Spannungsfeld zwischen Glauben/Spekulation und Wissen (in diesem Fall belegbar mit unumstößlichen Formeln, die sich David ins Gehirn gebrannt haben) sowie David's Paranoia durch Kehlmann's sprachliches Geschick wunderbar nach. Sie ist knackig, nicht zu lang, nicht zuuu verworren und bodenlos, sondern bleibt bis zum Schluss auch ein bisschen Science-Thriller, obwohl das Thema "Realität vs Fiktion" aus einer philosophischen Perspektive im Zentrum steht. Sehr gelungen!Auch das Thema "Freundschaft" (David - Marcel) wird von Kehlmann in meheren Anekdoten beleuchtet und zieht sich bis zum aufregenden Ende der Geschichte! 4 Sterne! Ich werde es noch mal lesen (auch, weil es so schön kurz ist).

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  • Leserunde zu "Österreichs vergessene Literaten" von Clemens Ottawa

    Österreichs vergessene Literaten

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Ungehobene Schätze der österreichischen Literatur Worum geht's? Manche von ihnen waren einst berühmt und sind in Vergessenheit geraten. Andere hatten ein Talent, das kurz aufflackerte und dann erlosch. Und manche schrieben Werke, die nur in kleinster Auflage erschienen und nie wirklich wahrgenommen wurden – zu Unrecht, wie Clemens Ottawa zeigt. Rund 60 Autoren und Autorinnen aus drei Jahrhunderten stellt er in seinem neuen Buch vor, von der barocken Catharina Regina von Greiffenberg bis hin zur 1989 sehr jung verstorbenen Meta Merz. Da ist Jakob Wassermann, der in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts Weltruhm genoss. Oder Gerold Foidl, für den sich Peter Handke einsetzte, der aber dennoch nie größere Bekanntheit erreichte. Oder Theodor Kramer, den Thomas Mann „einen der größten Dichter der jüngeren Generation“ nannte, der heute jedoch nahezu unbekannt ist. Clemens Ottawa erzählt die zum Teil höchst dramatischen Lebensgeschichten der ausgewählten Autoren und Autorinnen und schildert, wie ihr Werk zu Lebzeiten und nach ihrem Tod aufgenommen wurde. Ein kurzer Auszug aus einem ihrer Bücher rundet das Porträt jeweils ab. Eine Fundgrube an literarischen Schätzen, die es wert wären, wiederentdeckt zu werden. Clemens Ottawa studierte Germanistik, Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaften. Er ist freier Journalist, Lehrer für Deutsch und Geschichte an einem Wiener Gymnasium und Buchautor (u.a. „Das Gedächtnis der Stadt“, 2009, „Die Verfilmungen von James Joyce’s Ulysses“, 2010, „Sie dürfen sich nun entfernen. Erzählungen“, 2012). >> Informationen zum Buch Bewerbung zur Leserunde: Wenn ihr mehr über die vergessenen österreichischen AutorInnen erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 10. Oktober 2013 für eines von 12 Leseexemplaren von "Österreichs vergessene Literaten". Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!  Sagt uns einfach, wer eure österreichischen LieblingsautorInnen sind und warum gerade ihr dieses Buch unbedingt lesen müsst. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Folgt uns auf Facebook, Twitter und Pinterest und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    Morella

    14. September 2012 um 12:30

    schon auf Reisen

  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    Marcus_Krug

    12. September 2012 um 08:35

    Nach „Ruhm“ hier nun mein zweiter Kehlmann. Und wieder kann ich meine Enttäuschung nicht verwinden. Aber bald – denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt – werde ich mir „Die Vermessung der Welt“ zu Gemüte führen und hoffentlich besseres zu berichten haben. Es geht um David Mahler, seines Zeichens promovierter Physiker, der schon zu Schulzeiten als Genie gehandelt wurde. Eines Nachts, so schreibt Kehlmann, kommt Mahler dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik auf die Schliche. Demnach strebt jedes geschlossene System dem Chaos entgegen, was die zeitlich Komponente in Spiel bringt. Oder man konnte auch da ansetzten um den Zeitpfeil umzukehren. Das glaubt nämlich der Protagonist mit Hilfe von vier Formeln geschafft zu haben. Auch passieren ihm immer wieder Sachen, die bei ihm den Eindruck hinterlassen, dass er in die Zukunft geblickt habe. Auch erscheint ihm seine ältere Schwester, die vor Jahren als Kind durch eine tragisch-komischen Unfall ihr Leben verlor. Mahler versucht nun so schnell wie möglich seine Erkenntnis über die Umkehrung der Zeit namhaften Leuten schmackhaft zu machen. Es muss schnell gehen, denn Mahler ist auch der Meinung, dass man ihn ob seines Erkenntnisgewinns verfolgt. Irgendwer möchte verhindern, so die Gedanken des Physikers Mahler, dass er publik macht, dass es eine „Fehler in der Matrix“ gibt. „Und wenn es eine Truppe von Engeln gibt, oder auch eine Tendenz der Welt, was dasselbe wäre, die Zerstörung der Regeln zu verhindern, die Endeckung der Fehler, denn […] denn glauben sie mir, die Schöpfung enthält Fehler. Gott rechnet, aber … manchmal rechnet er schlecht“ (S.98) Als erstes versucht er nun auf einem Kongress von seiner Entdeckung zu referieren, was aber in ein totales Desaster abgleitet. Dann tritt er mit einer überarbeiteten Version seiner Entdeckung bei Prof. Grauwald an. Als das auch eine unvorhergesehene Wendung nimmt, versucht David Mahler mit seinem Marcel an den Nobelpreisträger Valentinov heranzukommen. Was haben wir hier? Ein dem Wahnsinn anheimfallendes Genie, das ständig verkannt wird. Was haben wir noch? Eine Roman, der sich über weite Strecken so liest, als sei er dem geistig verwirrten Mahler höchstpersönlich aus der Feder getropft. Dass man zum Ende des Buches eine solches Stilmittel verwendet, um das Verrücktwerden des Protagonisten darzustellen, ist durchaus verständlich; aber warum muss das Buch schon am Anfang die Chronologie mit Wiederholungen, Zeitsprüngen und Bewusstseinslücken durcheinander bringen und den Leser verunsichern? Kehlmann hat sich hier mit der Thermodynamik ein Thema ausgesucht, was äußerst komplex ist. Und so kommt es, dass der Autor diesbezüglich gar nicht ins Detail gehen kann, das aber auch nicht will. Stattdessen verfängt er sich in poetischer Ausschmückung über Formeln. Und lässt den übergewichtigen, geistig verwirrten Mahler bis zum bitteren Ende durch eine noch verwirrendendere Geschichte voller gestelzter Prosa (über brennende Tanklaster, bellende Hunde, und der Luft stehende Libellen etc.) taumeln. Nicht zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    goldmundh

    01. September 2012 um 16:48

    Hier gehts nicht um den Inhalt, sondern um die Form. Ich höre zur Zeit Mahlers Zeit in der Hörbuch-Version, welche Daniel Kehlmann selbst liest. Leider kann ich dieses Produkt so gar nicht weiterempfehlen. Kehlmanns Stimme eignet sich gar nicht als Vorleser. Über sein zuweilen sehr stumpfes "s" wäre durchaus hinweg zu sehen, aber seine - ich kann es leider nicht anders ausdrücken - "plärrende Stimme" ist unerträglich. Ich konnte mich auch nach längerem Hören nicht daran gewöhnen. Mich stört die Stimme so sehr, dass ich mich kaum auf den Inhalt konzentrieren kann. Schade. Daher meine Empfehlung: Wenn ihr wie ich, von Daniel Kehlmanns Arbeiten begeistert seid, wählt die Buchform, oder nur Hörbucher von professionellen Sprechern.

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  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    olgica

    25. March 2010 um 13:57

    David Mahler hatte schon als Kind das besondere Talent erstaunlich gut mit Zahlen umgehen zu können. Im Kopf konnte er die schwierigsten Rechnungen aufs Komma genau berechnen und auch die Zahl der Sterne am Nachthimmel genau zu nennen war ihm möglich. Seine Begabung und Leidenschaft für Forschung macht er schließlich zum Beruf und setzt sich als Physiker mit den grundlegenden Naturgesetzen auseinander. Als er schließlich auf eine Formel stößt, die den Lauf der Zeit umkehren könnte, versucht er sich auf wissenschaftlichem Terrain Gehör zu verschaffen. Doch einige seltsame Ereignisse stellen sich ihm dabei immer wieder in den Weg. Nach "Die Vermessung der Welt" hat Daniel Kehlmann wieder ein Buch rund um einen Naturwissenschaftler geschrieben, nur handelt es sich diesmal um eine fiktive Person. Das Buch erläutert keine physischen Theorien, sondern zeigt mit dem Protagonisten einen Mann der sich fanatisch mit einem Thema auseinandersetzt, bis er direkt besessen von seiner Idee ist und sich sein ganzes Leben nur noch darum dreht. Mit einer schnörkellosen Sprache werden ein paar Tage im Leben des Protagonisten, durchwoben von Rückblicken auf sein bisheriges Leben, erzählt. Dabei hat man Anteil an den emotionalsten Momenten in seiner Vergangenheit, doch wie er sich in der Gegenwart fühlt, kommt weniger zur Sprache. Zwar sind seine Träume geschildert und auch seltsame Ereignisse die er sich mutmaßlich lediglich einbildet, werden immer wieder genannt. Doch dürften deren Ursachen eher körperlicher Natur sein, was es emotional für Mahler bedeutet bleibt schwammig. Dadurch bleibt die Person von Mahler recht farblos und ohne Tiefe. Das Buch lies mich ein wenig ratlos zurück, was es genau aussagen möchte blieb mir verborgen.

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  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    Robin

    21. May 2009 um 11:42

    Hm. Hätte zu gerne gewusst, von welcher Formel die ganze Zeit die Rede ist, aber vermutlich gibt e sie nicht und existiert nur im Kopf des Protagonisten und somit nicht in der realen Welt.

  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. August 2008 um 01:00

    David Mahler ist ein ungewöhnliches Kind. Seine ältere Schwester lernt er nie kennen, sie wird bei einem Unfall getötet, seine Eltern haben nicht die nötige Liebe für ihn übrig. Aber er hat die Mathematik. Sein einziges Bestreben. Jegliches Gefühl für die Welt prallt an dem Zwang zur mathematischen Selbstbeschäftigung ab. Die scheinbar einzige emotionale Verbindung hat er zu seiner verstorbenen Schwester, die ihn seit seiner Kindheit in Träumen aufsucht und mit ihm spricht. Er erhält in der Schule den Prix de Sciences des Jeunes, wird nach dem Schulabschluss von einigen Hochschulen angeschrieben, aber Mahler entscheidet sich dafür, in seiner Heimat zu bleiben, er glaubt, verfolgt zu sein, sich verstecken zu müssen. Bedrückend, interessant geschrieben. Lohnt sich.

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  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    Marcel

    02. August 2008 um 13:50

    Gelungenes Buch über Genie und Wahnsinn, das Überschreiten der Grenzen, der menschliche Willen nach "mehr" und schwindende Vernunft.
    Gut geschrieben, authentisch.

  • Rezension zu "Mahlers Zeit" von Daniel Kehlmann

    Mahlers Zeit

    annastasiea

    28. July 2008 um 16:46

    aber brillant geschrieben, lässt sich schwer lesen

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