Daniel Kehlmann Ruhm

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Inhaltsangabe zu „Ruhm“ von Daniel Kehlmann

Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten; nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand.Neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Hörbuch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen - voll unvorhersehbarer Wendungen, komisch und brillant.

Super geschrieben, teils zum Lachen, teils zum Weinen. Hat mich echt berührt, voller Container! Woher der Autor wohl seine Ideen nimmt??

— tuxine
tuxine

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  • Rezension zu "Ruhm" von Daniel Kehlmann

    Ruhm
    Archibald Pynchon-Light

    Archibald Pynchon-Light

    31. December 2010 um 11:52

    Man kann sich leicht vorstellen, unter welchem Erwartungsdruck dieses Buch entstanden ist, nachdem vom Vorgängerroman allein im deutschsprachigen Raum über 1,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. Das Buch muss sich an seinem Vorgänger messen lassen und hält diesem Vergleich stand. Ruhm ist zwar völlig anders als Die Vermessung der Welt, weil es nicht dessen Leichtigkeit und Geschlossenheit besitzt, aber es übt eine ähnlich große Faszination auf den Leser aus. Besonders in der Hörbuchfassung. Ruhm besteht aus neun Kurzgeschichten, die auf unnahahmliche Weise ineinander verzahnt sind: Rosalie, die in eine Sterbeklinik in die Schweiz reist und dort in Zwiesprache mit ihrem Schöpfer tritt. Gemeint ist damit der Autor der Geschichte. Sie beginnt ihn nach den Gründen für ihr Leid zu fragen und um ihr Schicksal zu feilschen. Eine völlig überraschende Wendung und ein zu Herzen gehendes Ende. Eine Autorin die den Platz eines Kollegen auf einer Lesetour einnimmt, unterwegs vergessen und völlig mittellos und auf sich allein gestellt in einem fremden Land zurückbleibt. Ein passionierter Blogger, ein Nerd aus dem Bilderbuch, fett, überheblich und wohnt bei der Mutter. Er hat eine eigene Sprache aus Abkürzungen, Fremd-, Slang- und Fachwörtern und nach der ersten Minute des Hörens wollte ich sie weiterklicken, weil ich ahnte, dass das Zuhören anstrengend werden würde. Ich habe es nicht getan und bin sehr froh darüber, denn die Geschichte ist unglaublich fesselnd, die tragische Wucht dieses egomanischen Kolosses schlägt einen dermaßen in den Bann, dass man ständig zwischen Fremdschämen, Mitleid und Verachtung wechselt. Man bedauert es, wenn eine Geschichte endet und man einer anderen Figur folgen muss, doch schon nach kurzer Zeit hat einen die nächste Geschichte bereits wieder genauso gefesselt. Die Geschichten sind virtuos miteinander verbunden, Ereignisse in einer Geschichte haben Auswirkungen auf andere Geschichten. Spätestens nach der zweiten Geschichte beginnt man, auf jedes noch so scheinbar belanglose Detail zu achten und sich zu überlegen, wie es später wieder aufgegriffen werden könnte. Das macht einen ungeheuren Spaß. Genauso wie das das Erkennen von Zusammenhängen und die Anspielungen auf verherige Szenen. Die Geschichten sind auch einzeln zu genießen, doch erst im Zusammenspiel entfalten sie ihren ganzen Reiz. Einen nicht geringen Anteil hat auch die ausgezeichnete Arbeit von Nina Hoss und Ulrich Matthes, die jeder Geschichte ihren eigenen Klang geben: Hätte man mich nach dem Hören gefragt, wie viele Sprecher dieses Hörbuch hat, dann hätte ich auf neun getippt.

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  • Rezension zu "Ruhm" von Daniel Kehlmann

    Ruhm
    andreadressler

    andreadressler

    18. October 2009 um 18:48

    9 Kurzgeschichten ,die in keinem Maße sich ähneln, sondern in sich abgeschlossene Erzählungen darstellen !
    Warum der Autor "Ruhm " als Überschrift genommen hat - weiß ich auch nicht !
    Zu viel des "Lobes " -einfach ganz nette Kurzgeschichten ,die zur Unterhaltung
    dienen und deswegen gebe ich auch nur 3 Sterne !

  • Rezension zu "Ruhm" von Daniel Kehlmann

    Ruhm
    Vyanne

    Vyanne

    16. May 2009 um 00:25

    Ich finde es sehr interessant, wie die Geschichten mit einander verwoben sind (obwohl es anfangs überhaupt nicht so scheint) und gewisse Charaktere immer wieder auftauchen. Den Titel "Ruhm" kann ich nicht zuordnen, es geht nicht in jeder Geschichte um Ruhm... eher spielt Kommunikation sehr oft eine Rolle. Ebenfalls interessant ist, wie Kehlmann ab und an aus der klassischen Erzählerrolle schlüpft und etwa Dialoge mit seinen Geschöpfen führt.

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