Daniel Kehlmann Ruhm

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Inhaltsangabe zu „Ruhm“ von Daniel Kehlmann

Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen– komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der 'Vermessung der Welt'.

Mit literarischem Geschick wird sich grundphilosophischen Themen und den Gefahren der neuen Medien genähert.

— ronja_waldgaenger

Ein besonderes Buch, aus dem man leider mehr hätte machen können.

— FleurDeVie

Ein besonderer, kurzweiliger "Roman"

— Schizothekare

Interessantes Konzept, leider nicht perfekt umgesetzt

— Franco1809

Irgendwie bedrückend..

— AnnabelleGreenleaf

Eine komplette Geschichte in neun Kurzgeschichten gefasst. Tolle Idee, einige spannende Geschichten, jedoch nicht vollkommen umgesetzt.

— elif1907

Ganz anders, Geschichten in Geschichten. Und trotzdem viel dabei, was sich ins Gedächtnis brennt.

— JojoSarah

Phantastisch zu lesen. Kreuz und quer geht es und zum Schluß??? Unbedingt lesen und probieren!!!!

— buchhase

verwirrend aber gut

— Yannah36

Zuerst ist dieses Buch Verwirrung pur, hat man sich eingelesen, ist es wirklich nicht schlecht. Verworrenes, zwischen Realität und Schein.

— christarira

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  • Zersplitterte Identität, zersplitterter Roman: Daniel Kehlmanns Ruhm

    Ruhm

    ronja_waldgaenger

    13. January 2018 um 13:12

    Eine ältere Dame begibt sich auf ihrem letzten Weg in die Schweiz, um sich ein Medikament zum Sterben geben zu lassen. So kurz vor das Ende ihrer Existenz gestellt, fleht sie den Erzähler um Gnade an. Derselbe Erzähler, der vorher noch als bekannter Autor, Neurotiker und Liebhaber porträtiert wird. Derselbe Liebhaber, der eine Affäre mit einer ruhmreichen Frau hat, die sich am Ende fragen wird, ob sie nur Kopie einer Romanschöpfung, reine Fiktion oder doch real ist. Schon oft wurde in den letzten Jahren der Versuch unternommen, die Fragen nach Identität, nach Wirklichkeit, kurz die Grundfragen der Philosophie, in einem Roman zu thematisieren. Auch die Gefahren der neuen Medien, der Sozialen Netzwerke und der allgegenwärtigen Sichtbarkeit wurde schon oft in dystopischer Weise auf den Markt gebracht. Und doch konnten beide Versuche mehr durch Handlung und Spannung punkten, als durch die Fragen als solche. Es gelingt diesem Roman, beides in Zusammenhang zu bringen. In sechs weiteren kurzen Geschichten erschafft Kehlmann Figuren, die scheinbar wahr-und zusammenhangslos auftreten. Durch feine Hinweise sind sie aber stattdessen so miteinander verwoben, dass am Ende ein Roman entsteht, bei dem die Frage nach der Realität ebenso gestellt wird wie die nach Zerrissenheit von allem und der eigenen Identität. Auf nur rund 200 Seiten erscheinen – ebenso subtil wie präzise – die Möglichkeiten und Gefahren der neuen technischen Welt. Dennoch steht hier ein Roman, der dann doch nicht als solcher bezeichnet werden kann. Wir finden keine durchgehende Erzählung und doch einen roten Faden, der alles verbindet, aber nichts erzählen lässt. Kurze Geschichten erscheinen nacheinander, zwar im leichten Zusammenhang, aber nie mehr verbunden, als durch das Thema der Folgen des Ruhmes, der Sichtbarkeit und ständigen Verbundenheit über alle Kanäle. Kann ein Mensch seine Identität vollkommen auslöschen, wie der berühmte Schauspieler im Buch, der, verzweifelt von seiner Berühmtheit, ein anonymes Leben als Doppelgänger seiner Selbst wählt. So lange bis ein wirklicher Doppelgänger sein eigentliches Leben nimmt und er nicht mehr in sein eigenes Haus hineingelassen wird, missverstanden als Betrüger auf der Straße sitzt, ohne Identität, ohne Alles. Solchen Kuriositäten nähert sich Kehlmann in einer präzisen Weise, die den Leser nicht abschreckt und doch am Ende eines jeden Kapitels schlucken lässt. Doch will er die neue Technik sicherlich nicht verteufeln, nur den Umgang mit dieser kritisch hinterfragen. In kurzer Form und literarischem Geschick werden hier verschiedene Standpunkte widergegeben, die am Ende einen kritischen Blick auf die Thematik ermöglichen. So kann es doch einmal geschehen, dass ein bekannter Autor lieber seine aktuelle Liebschaft begleitet, um Inspiration für eine neue Figur zu haben, anstatt eine Geschäftsreise nach Asien zu unternehmen. Diese Reise in einem neuen Kapitel aber wiederum zur Katastrophe wird, wenn seine Vertretung in einem fremden Land, ohne telefonischen Kontakt zur Heimat, festsitzt. Am Ende scheint es dann doch, dass der Autor in diesem Roman eine Möglichkeit gefunden hat, verschiedenste Erzählstile auszuprobieren, um diese zusammenzuführen. Kann dies den Leser sicherlich zeitweise verwirren, so unterstützt diese Methode doch auch die Vielschichtigkeit der Fragen, die nicht in einem Buch, nicht von einer Person beantwortet werden können. Und dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Ist dies ein Roman in dem der Leser Versuchskaninchen verschiedener Stile, Erzählweisen und holpriger Standpunkte wird oder ist dies durchdachte Prosa. Am Ende bleibt ein skurriler Roman, welcher durch seine realitätsferne eine Atmosphäre schafft, die einen Blick auf das Hier und Jetzt in aller Kürze ermöglicht. In einer Zeit, in der es durch die Möglichkeiten der weltweiten Kommunikationen über Zeitzonen hinweg, kein Hier und Jetzt mehr gibt und die grundphilosophische Fragen zugleich schwieriger zu stellen und doch umso wichtiger erscheinen.

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  • Verschiedene Perspektiven zu einem komplexen Werk

    Ruhm

    Schizothekare

    11. October 2017 um 08:02

    Ein Roman oder doch sich verknüpfende Kurzgeschichten? Die Kurzgeschichten in diesem Werk ließen uns darüber nachdenken. Nach dem Lesen kann man hier deutlich sagen: ein Roman in einem genialen, äußerst seltenen Format. Vorab möchte ich kurz eine Begrifflichkeit klären. Was ist Identität? Laut einem einschlägigen Onlinelexikon ist Identität die Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die das Seiende, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnet und als Inidividuum von allen anderen unterscheidet. Der Verlust der Selbigen ist das Schwinden der Fähigkeit, sich selbst in seinen Handlungen erkennen zu können. Die Zahl 9 Beginnen wir hier ganz objektiv. Sie ist die natürliche Zahl zwischen Acht und Zehn. Sie ist ungerade, eine Quadratzahl sowie die höchste einstellige Zahl im Dezimalsystem. Ferner, und hier muss ich kurz in den Bereich der Mystik abschweifen, gilt die 9 als die zweite vollkommene Zahl in der ersten Dekade. Sie ist die dreifache Triade, und steht für Anfang und Ende, die Vollendung, das Ganze und die Erfüllung. In diesem Roman von Daniel Kehlmann geht es also um Identitätsverlust in 9 Geschichten, vorgestellt in seinen verschiedensten Ausprägungen. Das Besondere an dieser Gestaltungsform ist, dass sich alle Figuren in der jeweils anderen Geschichte wiederfinden und sie so über die Geschichten hinaus doch miteinander verknüpft sind. Natürlich kann man hier nicht alle Charaktere näher beschreiben oder erwähnen, so dass wir uns auf unsere "liebsten" Figuren beschränken wollen. Ansonsten könnten wir ja schließlich "Ruhm" in Gänze abtippen. Die Figuren mit den ,meines Erachtens nach, einprägsamsten Identitätsverlusten waren der Abteilungsleiter und Rosalie. Rosalies Geschichte wird in "Rosalie geht sterben" erzählt. Bei Rosalie handelt es sich um eine alte Dame, bei der Krebs im Endstadium ohne Heilungschancen diagnostiziert wird. Sie entschließt sich dazu, in die Schweiz zu reisen um Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Der Autor dieser Geschichte ist hier die Figur aus einer anderen Geschichte und zwar Leo Richter. Während des Lesens bekommt man davon allerdings zunächst nichts mit. Man hat es mit einem Autor zu tun, der allwissend ist und mit dem sich die Figur Rosalie sogar unterhält. Diese Form der Einbindung des Erzählers habe ich persönlich noch nie gelesen und war schwer beeindruckt davon. Rosalie bittet den Autor mehrfach konkret darum, ihre Geschichte umzuschreiben und dieser antwortet darauf. Wie es dann endet, kann hier natürlich nicht wiedergegeben werden, um die Geschichte nicht vorwegzunehmen. Hier nimmt also auch der Identitätsverlust.. Hier möchte ich mich kurz dazwischen drängeln und auf Trophs Nutzungs des Wortes Identitätsverlust zurückkommen. Zuvor habe auch ich diesen Begriff als passend erachtet. Doch je weiter meine Betrachtungen reichen, denke ich, dass ein anderer Terminus hier um einiges zutreffender ist: Identitätszerfall Zerfall suggeriert eine allmähliche Auflösung. Und das ist es, was wir in den Geschichten beobachten können. Den allmählichen Zerfall der jeweiligen Identität. ...eine spannende, andere Form an. Es geht nämlich insbesondere um die Frage: Existiert eine Figur in einer Geschichte? Oder existiert sie nicht? Kann diese Person überhaupt ihre Identität verlieren oder nicht? Diese Fragen werden dann am Ende konkret durch das Eingreifen des Erzählers in die Geschichte beantwortet. Wobei man sich natürlich auch selbst eine Meinung dazu bilden kann. Dies ist in jeder Geschichte so und regt wirklich zum Nachdenken an. Die zweite, spannende Figur für mich war der Abteilungsleiter. Er spielt in der Geschichte "Wie ich log und starb" die Hauptrolle. Der Abteilungsleiter führt ein normales, bürgerliches Leben. Er arbeitet und hat eine Familie. Sein Leben ändert sich als er eine andere Frau kennenlernt. Mit dieser Frau führt er dann das gleiche Leben. Er hat also zwei Leben oder auch ein Doppelleben. Hier haben wir es nicht mit einem Verlust der Identität zu tun, sondern mit der Verdopplung bzw. der Spaltung. Der Abteilungsleiter behält im Großen und Ganzen sein Leben bei. Der Job bleibt der Gleiche, jedoch führt er zwei unabhängige Privatleben. Diese beiden Leben vverstricken ihn jedoch in ein Geflecht aus Lügen. Er ist gezwungen, das eine Leben zu verheimlichen,um das andere zu führen. Dies alles nur, damit er aus einem einzigen Leben Zwei machen kann. Ob diese Dinge dann letztendlich aufrecht erhalten werden können oder die Leben sich kreuzen, bleibt offen. Auch hier kann man sich selbst Gedanken zu dem Fortlaufe der Geschichte machen. Konkret wird hier kein Ende vorgegeben. Eine besondere Rolle spielt in dieser Geschichte auch ein am Rande auftauchender dünner Mann, der den Kern dieser Spaltung der Identität auf den Punkt bringt und demnach hier auch zitiert werden soll: Sie fragen sich, warum so vieles nicht geht, lieber Herr? Weil ein Mensch vieles sein will. Im wörtlichen Sinn. Er will viel sein. Vielfältig. Möchte mehrere Leben. Aber nur oberflächlich, nicht im Tiefsten. Das letzte Drängen, lieber Freund, zielt darauf, eins zu sein. Mit sich, mit allem. Ich denke, dass dieses Zitat den gesamten Roman hervorragend beschreibt und will dies so auch hier stehen lassen. Kommen wir zurück auf die vorherigen Begriffserläuterungen und schließen den Kreis. Diese neun Geschichten bilden eine Einheit. Es ist also absolut nachvollziehbar, dass Kehlmann hier neun verwinkelte Geschichten genutzt hat um einen Anfang, ein Ende und somit ein Ganzes zu schaffen. Die Symbolik der Zahl 9 wird hier subtil eingesetzt und lässt den Leser klar in der Überzeugung zurück, dass es keine Geschichte mehr oder weniger hätte sein dürfen. Fazit: Ein absolut kurzweiliges Lesevergnügen mit tiefsinnigem Hintergrund. Also absolut lesenswert, liebe Lesekünstler ! Copyright Schizothekare

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  • Ruhm ist der Beweis, dass die Menschen leichtgläubig sind *

    Ruhm

    Alira

    24. September 2017 um 17:16

    Ein Roman in neun Episoden über moderne Kommunikationstechniken. Wirklich gefallen hat mir nur die vorletzte Geschichte des adipösen Muttersöhnchens Mollwitz.

    Den Film hatte ich bereits vor Lektüre des Buches gesehen und bin unschlüssig, welche Fassung nun die bessere ist.

    *Ralph Waldo Emerson

  • Interessantes Konzept, leider sehr bieder umgesetzt

    Ruhm

    Franco1809

    06. June 2017 um 18:19

    Inhalt: Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen– komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt».Meine Meinung: Das Konzept mit den verwobenen Geschichten ist interessant, leider handelt es sich faktisch aber eher um eine Kurzgeschichtensammlung mit immer wieder auftauchenden Symbolen und leichten Überlappungen. Das Buch ist recht kurz, der Schreibstil gefiel mir aber sehr gut.

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  • Ein Roman in neun Geschichten

    Ruhm

    Yannah36

    11. January 2016 um 20:35

    "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann begeisterte mich, deshalb griff ich in der Bibo zu Nahcbarbuch und kam mit "ruhm" nach Haus - Ein Roman in neun Geschichten- Schon der Untertitel steigerte meine Neugier.  Das Buch besteht aus  neun verschiedene Geschichten, die alle ingewisserweise miteinander verbunden sind. Sprachlich unterscheiden sich die einzelnen Abschnitte teilweise extrem. Der Sprachstil ist der jeweiligen Hauptperson angepasst, so muss man sich durch ein Deutsch-Englisch Gemisch eines  Internetbloggers quälen oder lauscht den Darstellungen zwei verschiedener Schriftsteller. In gewisser Weise, geht es um die Wirrungen und gefahren neuer Kommunikationstechniken. Leider sind mir die Zusammenhänge der einzelnen Geschichten teilweise etwas schleierhaft geblieben. Außerdem hätte ich mir einen tieferen Einblick in die Psychologie der Akteure gewünscht, was aber schlicht bei nur 200 Seiten unmöglich ist.

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  • Das einzige Buch in dem man ein offenes Ende tolerieren kann!

    Ruhm

    stehdas

    04. August 2015 um 11:15

    Obwohl ich absolut kein Fan von offenen Enden bin, kann ich es hier völlig verstehen. Man hat 9 Mal die Chance seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und so kann sich jeder sein kleines Ende schreiben. Tolle Thematik! Wie schnell es eigentlich gehen kann, dass man seine Identität verliert - irgendwo alleine ist, ohne Technologie - wie abhängig manche vom Ruhm sind. Doch Ruhm ist nicht alles, eine intakte Familie, Liebe und Zuneigung von liebenden Menschen ist so viel mehr! 

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  • Zerfließende Identitäten

    Ruhm

    RosaEmma

    01. August 2015 um 15:37

    Daniel Kehlmanns Romane sind ein Leseerlebnis, aber zugleich auch eine Leseherausforderung. Ich muss gestehen, dass ich mich zuerst gar nicht an seine Werke herangetraut habe, weil man ihn als experimentellen Schriftsteller bezeichnet und sich mir experimentelle Literatur einfach nicht erschließt. Ich finde hier keinen Zugang und werde als Leser auch ungern involviert bzw. direkt angesprochen. Aber am Ende hat meine Neugier gesiegt, und ich wollte einfach noch mal einen letzten Versuch wagen. Gut, dass ich es getan habe, denn Daniel Kehlmanns Roman Ruhm ist schlicht brillant. Auf Entdeckungsreise in einem einzigartigen Roman Der Roman besteht aus neun Geschichten, die alle völlig unterschiedlich, aber auf sehr kluge Weise miteinander verwoben sind. Ich habe die Geschichten drei Mal gelesen und immer wieder neue Details entdeckt, die mir vorher gar nicht aufgefallen waren. Zu meiner Überraschung hat mir diese Entdeckungsreise großen Spaß gemacht, und ich möchte euch daher dieses Buch wirklich wärmstens empfehlen. Ein verschmelzendes Mosaik von Identitäten 1. Stimmen Die erste Geschichte handelt von IT-Techniker Ebling, der im Grunde seines Herzens ein Technik-Gegner ist. Er hat noch nicht mal ein Handy, denn in seinen Augen sind sie aufgrund ihrer Strahlung einfach nur schädlich. Doch schließlich lässt er sich doch zum Kauf eines Smartphones überreden, nicht ahnend, dass dies seine Welt völlig auf den Kopf stellen wird. Die Anrufe, die auf seinem Handy eingehen, sind nicht für ihn - alle Anrufer fragen nach einem gewissen Ralf, der ziemlich wichtig und viele Frauen zu kennen scheint. Zunächst ist Ebling äußerst irritiert, doch dann nimmt er die Rolle des ihm unbekannten Ralf an und findet auch noch Spaß daran. Doch dieses Spiel ist nicht so harmlos, wie es scheint... Ein Stück vom Ruhm Der Aufbau der Geschichte scheint simpel, ist aber sehr vielschichtig. Das Phänomen, das Kehlmann hier beschreibt, kennen wir seit dem Internet: In der Anonymität gehen wir aus uns heraus, denn wir haben nichts zu verlieren, können nicht versagen, uns nicht lächerlich machen. Der nichtssagende und kommunikationsarme Ebling kann am Handy alles sein: Frauenheld oder erfolgreicher Geschäftsmann. Die Rolle des Fremden anzunehmen, macht sein eigenes Leben zu einem Abenteuer. Eine sehr klug konzipierte Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. 2. In Gefahr Die Hauptfigur dieser Geschichte ist der überängstliche Schriftsteller Leo Richter, der mit seinen ausgefallenen Erzählungen über die Ärztin Lara Gaspard oder die alte Dame Rosalie sehr erfolgreich geworden ist. Seine Lebensgefährtin Elisabeth, die sehr engagiert bei Ärzte ohne Grenzen ist, begleitet Leo zu einer Lesereise nach Lateinamerika, als sie erfährt, dass drei ihrer Kollegen entführt wurden. Leo kämpft mit seinen eigenen Problemen: Er hasst Lesereisen und das ganze Drumherum und entschließt sich, seine Kollegin, die Krimiautorin Maria Rubinstein, zu bitten, eine andere Lesereise nach Zentralasien für ihn zu übernehmen. Der egomanische Künstler Selten hat mich ein Protagonist so unglaublich genervt wie Schriftsteller Leo Richter. Kehhlmann hat ihn brillant gezeichnet - ein lebensängstlicher Künstler und Egomane, der seinem Umfeld und vor allem seiner Partnerin sehr viel abverlangt, denn in seiner Welt zählt nur er. Richters Art, sich mitzuteilen, hat Kehlmann sprachlich exzellent umgesetzt. Als Freundin Elisabeth schließlich der Kragen platzt und sie ihm in aller Deutlichkeit ihre Meinung sagt, spricht sie dem Leser aus der Seele. Eine sehr gelungene Story. 3. Rosalie geht sterben Die alte Dame Rosalie, eine ehemalige Lehrerin, die unheilbar an Krebs erkrankt ist, entschließt sich, in der Schweiz mittels Sterbehilfe ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch Rosalie, eine Figur aus Leo Richters Geschichte, ist nicht gewillt, sich dem Schicksal, dass der Autor sich für sie erdacht hat, zu ergeben und versucht mit allen Mitteln, ihn von einem anderen Verlauf der Geschichte zu überzeugen.  Ungewöhnlicher Dialog zwischen Protagonistin und Autor Die Geschichte hat mich anfangs irritiert, denn ich konnte zunächst nicht nachvollziehen, dass Rosalie als fiktive Figur zu Autor Leo Richter spricht, nachdem die Geschichte im "normalen" Erzählmodus begonnen hatte. Doch Kehlmann gelingt dieser Übergang wirklich gut, so dass ich diese bizarre Geschichte am Ende gut konstruiert fand. 4. Der Ausweg Ralf Tanner, berühmter, aber nunmehr ziemlich abgehalfterter Schauspieler, ist von seinem Leben angewidert, seine öffentliche Identität macht ihm schwer zu schaffen. So nimmt er eines Tages an einem Imitatorenwettbewerb teil und tritt als sein eigenes Double auf - dies zu seiner großen Überraschung jedoch nur mit mäßigem Erfolg, denn ein anderer Teilnehmer wird vom Publikum als um Längen besser eingestuft. Niemand erkennt Tanner als den, der er ist, doch das stört ihn noch nicht mal, im Gegenteil: Ihm gefällt die Anonymität. Das Einzige, das ihn irritiert, ist, dass sein Handy nicht mehr zu funktionieren scheint, denn es kommen keine Anrufe mehr für ihn an. Tanner, der eine Villa nebst Butler hat, mietet sich unter dem Namen Matthias Wagner ein kleines Zimmer in einem unbedeutenden Stadtteil. Doch sein Spiel wird ernst, als er bemerkt, dass sein Double seine Rolle und damit auch sein Leben übernommen hat... Kein Weg zurück Dies ist für mich eine der besten Geschichten der Romans, denn sie zeigt, wie Berühmtheit und Öffentlichkeit an Menschen zehren, wie sie aufbauen und vernichten. Sie macht deutlich, wie Menschen ihre Identität durch ihr selbst konzipiertes Image, dem sie nie gerecht werden können, Stück für Stück verlieren. Auch zeigt sie auf bizarre Weise, dass es hier keinen Weg zurück gibt. 5. Osten Krimiautorin Maria Rubinstein, Leo Richters Kollegin, nimmt die Lesereise nach Zentralasien für ihn wahr. Sie absolviert das strenge und ermüdende Einladungsprogramm, bis sie plötzlich von der Reisegruppe vergessen, isoliert und von der Außenwelt abgeschnitten wird. Ihr Handy hat keinen Empfang, und so muss sie ums Überleben in einer ihr fremden Welt kämpfen, in der sie niemand kennt...  Das mysteriöse Verschwinden einer Krimiautorin Diese Geschichte ist beklemmend und klaustrophobisch. Kehlmann erzeugt mit seiner ganz speziellen Erzählweise eine bedrohlich-beängstigende Atmosphäre. Maria Rubinsteins ungutes Gefühl und später ihre Angst, Panik und Resignation gehen seltsamerweise wie von selbst auf den Leser über. Hier hätte ich gerne noch weitergelesen, das Ende war mir etwas zu abrupt. 6. Antwort an die Äbtissin Der in Rio lebende Miguel Auristos Blancos, der mit "Erbauungsbüchern" über den Lebenssinn, das Glück etc. zum erfolgreichen Bestsellerautor wurde, erhält einen Leserbrief der Äbtissin des Karmeliterinnenklosters, die von ihm wissen möchte, warum es seines Erachtens das Leiden, den Schmerz und die Einsamkeit gibt. Der Autor fühlt sich durch diesen Brief belästigt und schreibt zurück. Doch diese Antwort entspricht seltsamerweise so gar nicht dem Credo seiner Bücher, sondern offenbart sein wahres Ich und seine Lebensphilosophie, die seine Leser schockieren würde... Ein Autor entlarvt sich selbst Dies ist die zweite Geschichte, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Kehlmann entlarvt den angeblich so weisen Bestsellerautor, der so anregend über Glück und den Sinn des Lebens schreiben kann, als lebensmüden und desillusionierten Waffennarren, der seine Gutmensch-Maske in seiner Antwort an die Äbtissin fallenlässt, ohne zu wissen, warum er es tut. Großartig erzählt, sehr lebenserfahren und klug. 7. Ein Beitrag zur Debatte Mollwitz, Mitarbeiter eines Mobilfunkunternehmens, surft jede freie Minute auf einem Prominentenspotforum im Internet - auch auf der Arbeit. Weil kein anderer Kollege verfügbar ist, bittet ihn sein Chef, auf einer Konferenz einen Vortrag zu halten. Dort trifft Mollwitz auch Leo Richter, der ihn aber "abserviert" bzw. gänzlich ignoriert. Mollwitz, der in einer Parallelwelt lebt, ist verliebt in Richters Romanfigur Lara Gaspard. Sein Vortrag endet in einem Desaster, und so macht er sich auf die Suche nach Leo Richter, den Erfinder seiner Traumfrau. Als er ihn jedoch nicht antrifft, verliert er völlig die Nerven...  Gewöhnungsbedürftig und sprachvirtuos Dies ist für mich die wohl gewöhnungsbedürftigste Geschichte des Romans. Brillant erzählt in der angeblich coolen mit vielen englischen Begriffen gespickten Jugendsprache. Und trotzdem fand ich sie richtig gut. Man muss sich allerdings hierauf einlassen und sollte die Geschichte schon ein zweites Mal lesen. Ob man die Story nun mag oder nicht - eines ist unbestritten: Kehlmann ist ein Sprachvirtuose. 8. Wie ich log und starb Mollwitz' Chef, Abteilungsleiter bei o.g. Mobilfunkunternehmen, ist mit Hannah verheiratet und Vater zweier Kinder, als er Luzia kennenlernt, die schnell seine Geliebte wird. Doch sein Doppelleben gestaltet sich immer schwieriger, er verliert die Balance. Seine Rollen als Ehemann und Geliebter verschwimmen. Und da er mit den Gedanken immer weniger bei der Arbeit ist, kommt es zu einer Doppelvergabe von Telefonnummern, die fatale Folgen hat... Schlüsselstory über ein verwirrendes Doppelleben Eine weitere, sehr gelungene Geschichte, die das Doppelleben eines Mannes mit Ehefrau und Geliebter aus seiner Sicht beschreibt. Sie ist gleichzeitig die Schlüsselstory, mit der sich Geschichte 1 erklärt.   9. In Gefahr Schriftsteller Leo Richter und Freudin Elisabeth nehmen an einer humanitären Aktion in Afrika teilt, doch etwas scheint nicht zu stimmen. Richter ist auf einmal mutig, ein echter Beschützer. Eilsabeth kann es nicht glauben. Und sie merkt schnell. dass sie Recht hat. Leo macht einen entscheidenen Fehler und sie erkennt, dass sie und Leo nur Figuren in einer von ihm erdachten Geschichte sind. Ein totales No-Go für Elisabeth, die Leo immer wieder gebeten hatte, sie niemals zu einer seiner Protagonistinnen zu machen. Geschichte in der Geschichte Die Geschichte trägt den gleichen Titel wie Geschichte 2 - und doch ist sie völlig anders. Als Leser wird man - genau wie Elisabeth - schnell misstrauisch, denn Leo Richter ist nicht er selbst. Auch hier musste ich mich erst zurechtfinden, aber Kehlmanns Erzählfluss kann man gut folgen. Das Phänomen Ruhm, Identitäten und die Übermacht der Technik Die Geschichten haben alle Bezug zueinander, den der Leser nach und nach entdeckt. Drei Themen ziehen sich jedoch wie ein roter Faden durch die Erzählungen. Zum einen Ruhm, der auch Titel des Romans und zumeist negativ belegt ist, denn er verändert oder verbirgt die Persönlichkeit der Menschen. Zum anderen Identitäten, mit denen Kehlmann ein verwirrendes Spiel treibt. Und zuletzt die Übermacht der Technik: Kehlmann zeigt eine Welt, in der "kein Empfang" auf dem Handy gleichbedeutend mit existentieller Katastrophe ist. Alles in allem bleibt festzuhalten, dass der Roman für mich ein Must Read ist, denn Kehlmann ist nicht nur ein Meister der Sprache, sondern auch ein aufmerksamer Menschenbeobachter, dessen Porträts stimmig sind und ins Schwarze treffen.

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  • Konzept mit viel Potential

    Ruhm

    dominona

    23. October 2014 um 14:53

    Die Idee hinter diesem aus einzelnen Geschichten bestehenden Roman ist interessant und verlangt eigentlich nach einer Fortsetzung. Man erfährt immer nur quasi im Nebensatz wie die einzelnen Geschichten miteinander verbunden sind und so springt man von Leben zu Leben. Oft sind es Schriftsteller und Kehlmann kommt sogar auf die Idee eine Romanfigur mit ihrem Autor sprechen zu lassen - da könnte man noch viel mehr draus machen. Ein vielschichtiger Roman, der aber für viele anstrengend sein könnte, weil man immer wieder die Perspektive wechselt.

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  • Geschichten in Geschichten in Geschichten

    Ruhm

    Lilli33

    14. September 2014 um 22:26

    Dieses Buch besteht aus neun Kurzgeschichten, die geschickt miteinander verknüpft sind. Es spielen zum Beispiel manchmal dieselben Personen eine Rolle, unter Umständen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Alle Geschichten haben mehr oder weniger mit Ruhm zu tun. Manche sind eher witzig, manche ernst, manche traurig. Es ist eine ziemlich gelungene Mischung. Und oft spielt das Handy bzw. die Telekommunikation eine wichtige Rolle. Beispiele gefällig? - Ein Mann bekommt sein erstes Handy und damit ständig Anrufe von fremden Leuten, die ihn für Ralf halten, einen berühmten Schauspieler. Offensichtlich wurde die Nummer doppelt vergeben. Kurze Zeit kann er sich im Ruhm des anderen sonnen. Eine Frau erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und fährt zum Selbstmord in die Schweiz. Nachdem „Die Vermessung der Welt“ mich gar nicht erreichen konnte, fand ich „Ruhm“ sehr kurzweilig zu lesen. Das Buch hat mich auch ein bisschen nachdenklich gemacht.

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  • Real ist, was wirklich geschieht.

    Ruhm

    isipisi

    Aber was geschieht wirklich? Das ist die Frage, der sich Daniel Kehlmann in seinem außergewöhnlichen Roman "Ruhm ; ein Roman in neun Geschichten" stellt.  Eine verworrene Geschichte, die erst am Schluss ihre ganze Wirkung entfaltet. Allerdings ist es teilweise schwierig, die gesamte Geschichte in Einklang zu bringen. Ich empfehle daher, das Buch ohne große Unterbrechnungen zu lesen, da  es sonst schwierig wird, die Handlung am Ende sinnvoll zusammenzubringen. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne, weil der Schreibstil wirklich besonders war und die Idee genial, mir die Umsetzung aber anders besser gefallen hätte.

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    • 2
  • Überraschend und Nachhallend

    Ruhm

    LottaLiebt

    08. January 2014 um 19:47

    Der Roman "Ruhm" ist einer, der überrascht. Ich habe den Klappentext im Grunde ignoriert ... oder nur überflogen ... ich erinnere mich nicht. Jedenfalls habe ich mich in das Buch gestürzt, ohne Erwartungen zu haben und wurde überrascht. Man wird in die Geschichten der verschiedenen Protagonisten hinein geworfen und von einem Sog hindurchgezogen. Die Beschreibungen gehen nicht tief, man erfährt nur einen Aspekt ihrer Existenz. Doch man weiß, dass es Methode hat. Und so liest man weiter und lässt sich nach ein paar Seiten wieder auf die nächste Person ein. Kehlmann schreibt, dass man gerne liest, im Grunde egal worüber. Die Protagonisten sprechen über den Stil, in dem Kehlmann die einzelnen Kapitel schreibt. Besonders auffällig ist das beim einsamem Internetblogger: "Ist doch obvious, daß wer in der Zeitung schreibt, schon gekauft, und über wen geschrieben wird, mit drin" (S. 135, Kehlmann). Zuerst fragte ich mich, was das jetzt soll und denke, dass ich eigentlich überhaupt keine Lust auf dieses Blogger-Textnachrichten_Denglisch-Geschreibe habe ... aber nach ein paar Zeilen, nimmt man es Kehlmann ab und liest es vergnüglich. Nach ein paar Stunden hatte ich das Buch durchgelesen, gehe noch einmal die Protagonisten durch und dann beginnt das Nachsinnen auf leichten Füßen ... was mir das Buch über Schriftsteller und ihre Welten zu sagen hat. Es ist ein unterhaltsamer Roman, der nachhallt, Fragen aufwirft und zu Erkenntnissen kommen lässt... ... und mich dazu bringt, hier etwas über meinen ersten Eindruck zu hinterlassen. Also: Empfehlenswert!

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  • Ein ganz erstaunliches Buch

    Ruhm

    Duffy

    12. December 2013 um 11:33

    Nun ist das Buch nicht mehr ganz neu, es sind Tausende von Seiten darüber geschrieben worden, aber dennoch sei hier noch einmal gesagt, was ein außergewöhnliches Stück Literatur hier vorliegt. Neun Episoden, neun offensichtlich verschiedene Leben schmelzen hier zusammen in einem großen Ganzen, nicht in einem Showdown, nein, viel subtiler, versteckter, verwundener und unverhoffter verschlingen sich hier die einzelnen Abschnitte, bis dann wirklich so etwas wie ein Roman entsteht. Fast schon liest man sich schwindelig, wenn Kehlmann wieder eine Kurve kriegt und die Überraschung um die nächste Ecke kommt, alles ist vollkommen unvorhersehbar und der Leser reibt sich die Augen, kann denn das möglich sein, wie hat er denn das geschafft, die Geschichte nun in die Richtung zu lenken und so manches Mal will man "Genial" sagen und ja, man würde nicht übertreiben, Aufbau und Story/ies sind genial geschrieben und verlinkt, es ist ein Hochgenuss und man will nicht aufhören zu lesen. Als Weltliteratur wurde dieses Buch bezeichnet und auch, wenn mit diesem Begriff ziemlich inflationär umgegangen wird, darf man bei diesem Buch sagen, dass er den Nagel genau auf den Kopf trifft. Genial!

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  • Gute Schullektüre

    Ruhm

    kathrinsbooklove

    26. November 2013 um 21:41

    Titel: Ruhm-Ein Roman in neun Geschichten Autor: Daniel Kehlmann Seiten/Kapitel: 203/9Kapitel Klappentext: „Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen-komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der „Vermessung der Welt.“ Sonstiges: 9 Geschichten, die jeweils Auswirkungen auf die anderen haben. Das Buch wurde Verfilmt. Wieso habe ich mir das Buch gekauft? Ganz ehrlich. Ich habe es kaufen müssen, da wir dieses Buch für den Deutsch LK lesen sollten. Als ich jedoch das 1. Kapitel anfing, kam es mir vor wie ein Déjà-Vu. Ich hatte dieses Kapitel schon einmal gelesen. Ich vermute in einer Buchhandlung. Aber anscheinend hatte es mir damals nicht gefallen, da ich es nicht gekauft hatte. Gab es Extras? Wenn das Suchen nach Verbindungen zählt, Ja. Sonst, Nein. Zum Inhalt schreibe ich nicht besonders viel, da ich keine Spoiler haben will und euch auch nicht die ganze Geschichte erzählen will. Die müsst ihr schon selbst lesen :p Was gefiel mir?: Das Suchen nach den ganzen Gemeinsamkeiten zwischen den Hauptpersonen. Immer wieder stachen mir neue Gemeinsamkeiten ins Auge. Was gefiel mir nicht so?: Durch diese ganze Komplexität der Geschichte, war es zwischendurch nicht ganz so einfach, den Überblick zu behalten. Außerdem sind die Geschichten doch sehr unrealistisch geschrieben und daher, wie der Klappentext schon sagt, kaum vorhersehbar. Klar, wer kommt schon auf so Ideen außer der Autor? Mein Fazit: Um Zeitvertreib oder als Schullektüre sehr gut, da man über die Vielfalt der Verbindungen gut im Unterricht reden kann. Trotzdem ist das Buch meiner Meinung nach sehr aus den Wolken gegriffen und nichts für Realitätsnahe Leute. Bewertung: Cover: 3 von 5 Sternen Klappentext: 3 von 5 Sternen Inhalt: 2,5 von 5 Sternen Erzählstil: 3 von 5 Sternen Characktere: 4 von 5 Sternen Insgesamt: 3 von 5 Sternen

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  • Rezension zuu Daniel Kehlmann - "Ruhm"

    Ruhm

    miss_mesmerized

    17. October 2013 um 06:30

    Neun Geschichten, neun Protagonisten, neun Mal Alltag mit Verzweiflung, Hoffnung, Suche nach einem anderen Leben. Kehlmanns Roman besticht weniger durch die Handlung, diese ist alltäglich, bisweilen fast banal, sondern durch die Konstruktion der Kurzgeschichten. Diese sind durch die Figuren verbunden, die plötzlich in einer anderen Geschichte wieder erscheinen und dort zur Haupt- oder eben Nebenfigur werden. Gemeinsam haben alle eine hohe Individualität und Problembehaftetheit im Dasein. Ihr Leben und die Personen um sie herum lässt sie im geringsten Fall unglücklich, im schlimmsten depressiv erscheinen. Unerwartet unterhaltsam nährt sich Kehlmann den Figuren, spielt auch mal mit den Erzählebenen und dem Leser und schafft einen ungewöhnlichen kurzen Roman.

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  • ~ Vernetzungen des Lebens ~

    Ruhm

    ShadowOfBlue

    28. August 2013 um 09:43

    Was haben ein einfacher Arbeiter, eine alte Frau, ein Schauspieler, mehrere Autoren, ein Internetblogger und eine Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation gemeinsam? Abgesehen von ihrem Auftreten in Daniel Kehlmanns Kurzgeschichten-Roman Ruhm nur eines - ihre Wege sind auf mehr oder weniger offensichtliche Art miteinander vernetzt, auch wenn die meisten davon sich nicht einmal kennen. Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episode zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen - komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der "Vermessung der Welt"., so titelt der Rowohlt-Verlag auf der Rückseite des nur rund 200 Seiten schweren Buches, doch der Umfang des Werkes sagt bekanntlich nichts über dessen Qualität aus. Was auf den ersten Blick wie eine Ansammlung verschiedener Kurzgeschichten anmutet, denen für sich betrachtet oftmals ein gewisser Tiefgang nicht abzusprechen ist, entpuppt sich bei kompletter Lektüre als ein Werk komplexer Zusammenhänge, deren Auflösung Kehlmann nach und nach preisgibt. Man muss sich nicht vis-a-vis gegenüberstehen, damit sich Wege kreuzen können, das lernt man im Laufe des Romans unweigerlich - manchmal sind diese Wege auch Sackgassen, aus denen ein Entrinnen nicht möglich scheint. Zum genauen Inhalt möchte ich nicht allzuviel preisgeben, würde dadurch doch in meinen Augen ein Großteil des Zaubers verloren gehen, der Ruhm umgibt, daher werde ich die einzelnen Geschichten im folgenden nur grob anschneiden. (Bei den fettgedruckten Textpassagen handelt es sich um Zitate aus dem Buch) Mit Stimmen wird der Roman eröffnet, eine Geschichte von einem Techniker, auf dessen neuen Mobiltelefon Anrufe eingehen, die nicht für ihn bestimmt sind. Wie schnell kommt man in Versuchung, in eine fremde Identität einzutauchen? Ist dies überhaupt möglich und falls ja, was kann man dadurch anrichten? Unweigerlich kommt man als Leser ins Grübeln - wie würde man selber handeln? Und was ist, wenn man selber in der Situation wäre, dass jemand anderes die Anrufe erhält und beantwortet? Versteh das jetzt bitte nicht falsch. Aber wer sollte dich schon anrufen? - dieses Zitat spricht zudem für eine große Leere, die man als Leser kennenlernen wird. Stimmen wirft natürlich als Anfangsstory viele Fragen auf und lässt diese weitgehend offen, ich kann aber vorwegnehmen, der Kreis wird sich noch schließen. Mach dir kein Bild von mir. Steck mich nicht in eine Geschichte. Das ist das einzige, worum ich dich bitte. Diese Worte bekommt der Schriftsteller Leo von seiner Partnerin Elisabeth zu hören, Leo, ein eigenbrödlerischer Mensch, der in einer eigenen Welt zu leben scheint, den Kontakt zu Menschen scheut, teils eher verachtet, und trotzdem auf Grund seiner Bekanntheit nicht um offizielle Einladungen herumkommt. Eine Beziehung, die unter der Sorge steht, als Romanfigur zu enden, aber auch davon lebt, dass Leo sie offensichtlich braucht, um in manchen Situationen nicht durchzudrehen. In Gefahr ist eine Episode, die eher dem komischen Aspekt des Romans zuzuordnen ist, gespickt mit feinem Humor und einen skurrilen Protagonisten. Aber sie zeigt auch eine ganz besondere Art der Beziehung zwischen Leo und Elisabeth, die zugleich befremdlich wirkt, aber auch unter die Haut geht. Mein persönliches Highlight aus dem Buch folgt sogleich, nämlich Rosalie geht sterben. Wir begleiten eine alte Frau, die soeben erfahren hat, dass sie unheilbar krank ist und nicht mehr lange zu leben hat, auf ihren letzten Wegen in den geplanten Tod - nicht abwarten und leiden, sondern passive Sterbehilfe lautet ihr Plan. Doch der Weg wird ihr nicht so leicht gemacht, wie sie es gerne hätte. Rosalie, die Fluggesellschaft wird dir zwei Dinge anbieten. Einen Weiterflug, von dem man nicht weiß, wann du ihn antreten kannst, denn der Züricher Nebel ist sehr dicht, oder ein Ticket für die Bahn. Mit der kämst du zurecht. Du wirst das Bahnticket nehmen. Das ist keine lebensbejahende Geschichte. Wenn überhaupt, dann ist es eine theologische. Diese Worte des Autors an Rosalie bilden einen guten Übergang zu der Frage, die über der Geschichte schwebt: Wenn unser Leben dem Ende zugeht, kann der Autor unseres Lebens diesem eine neue Wendung verschaffen? Sind die Wege des Lebens wirklich festgeschrieben? Ist es denn so schwierig für ihn, eine Wunderheilung in das Leben eines todkranken Menschen zu schreiben? Große Fragen, auf die man im wahren Leben gewiss keine Antwort finden wird, doch wer eine Geschichte schreibt, dem steht es frei diese auch zu verändern und zu bestimmen, wo diese zu Ende geht. Nicht nur dadurch geht Rosalie geht sterben so sehr unter die Haut, abgerundet wird alles durch eine durchweg symphatische und authentische Rosalie, deren Abschiedweg sogar noch das eine oder andere Lächeln auf den Lippen hervorzaubern kann. Die nächste Geschichte nennt sich Der Ausweg und handelt vom Schauspieler Ralf Tanner, dessen Leben plötzlich aus den Fugen gerät. Infolgedessen versucht er unterzutauchen und schlüpft in eine neue Rolle als Imitator von sich selbst. Doch während er sich unter neuem Ego eine Art zweite Existenz aufbaut, erfährt er plötzlich Neuigkeiten über sein altes Leben, an denen er nicht beteiligt war. Nicht nur er hat wohl beschlossen, eine andere Rolle zu übernehmen. Der Spruch "Weggegangen, Platz vergangen" trifft passend den Nagel auf den Kopf, stellt sich hier die Frage ob der große Ruhm auch wirklich glücklich macht - und was ist eigentlich, wenn man sein Leben einfach mal von außen beobachten kann, ja gar muß, weil der Weg zurück verschlossen bleibt? Anstelle des Autors Leo Richter tritt Maria Rubinstein eine Reise an, die zu einer Einladung in ein nicht näher benanntes, fremdes Land führt. Mit Verwunderung wird sie empfangen, aber irgendwie nie richig in die Gruppe der geladenen Gäste integriert. Immer etwas außen vor versucht sie, das Beste aus ihrer Situation zu machen, doch am Ende ist sie auf sich alleine gestellt, in einem fremden Land und ohne gültiges Visum. Verstrickt man sich einmal in ein Netz aus Schwierigkeiten, ist es schwierig dort wieder herauszukommen. Eine beklemmende Geschichte über ein schweres Schicksal, das völlig überraschend und unverschuldet zu Stande kam. Philosophische Ansatzpunkte entdeckte ich persönlich in Osten zwar nicht, aber trotzdem packt einen die Geschichte, speziell zum Ende hin, immer mehr und mehr. "Aber ich will doch gar nicht hier sein!" Das gehe auch gar nicht. Ohne Visum. Vollkommene Absurdität, wie diese Sätze sie liefern, oder ist es tatsächlich möglich in der heutigen Zeit? Vorstellbar ist es für uns sicherlich nicht, aber alleine der Gedanke daran ist schon sehr verstörend. Erneut führen uns Kehlmanns Wege zu einem Schriftsteller, dieses Mal aber kein Romanautor, sondern einem Autoren der Kategorie Selbsthilfebücher - erbauende Werke, die dem Leser Kraft geben sollen bzw. Anleitung dazu, sich diese wieder zu holen. An diesem Tag erreicht ihn der Brief einer Äbtissin, die ihn um ein paar Worte für ihre Mitschwestern bittet - die Antwort an die Äbtissin fällt um so überraschender aus. Liebe Äbtissin, verehrte und gesegnete ehrwürdige Mutter, Gott ist nicht zu rechtfertigen, das Leben entsetzlich, seine Schönheit skrupellos, selbst der Frieden voll Mord, und gleichgültig, ob es Ihn nun gibt oder nicht, was ich nie zu entscheiden vermochte, habe ich keinen Zweifel daran, daß mein elendes Krepieren Ihm so wenig Mitleid abfordern wird wie das meiner Kinder oder eines hoffentlich noch fernen Tages, ehrwürdige Mutter, das Ihre. Auch wenn diese Geschichte für mich eine derer ist, die mir nicht ganz so gefallen haben, so zeigt sie doch sehr deutlich, welch innere Zerrissenheit in manchen Menschen existiert, dass diejenigen, von denen man Hilfe erwartet, teils selber Hilfe bräuchten, aber auch, dass Papier geduldig ist, wie man so schön sagt. Von einer Sekunde auf die andere scheint ein komplettes Weltbild hinfällig zu sein, die Ordnung auf den Kopf gestellt, und das Ende? - Nicht viel mehr als das große Fragezeichen, das auch zuvor schon über den Dingen schwebte. Die folgende Geschichte ist - ich drücke es mal vorsichtig aus - gewöhnungsbedürftig. Sie stellt einen Foren- oder Blogeintrag eines Internetbloggers dar, dessen Leben sich offentlichtlich nur noch rund ums Netz dreht. In Ein Beitrag zur Debatte erleben wir einen eher laienhaften Spagat zwischen der Anonymität des Internets sowie der "offenherzigen" Art des Protagonisten, seine Meinungen und Erlebnisse zu dokumentieren. Sprachlich schon nahe der Körperverletzung berichtet er ausschweifend von einem Seminar, zu dem er von seinem Arbeitgeber als Redner geschickt wurde und seinem dortigen Aufeinandertreffen mit - tada - Leo Richter. Im Gegensatz zu Leos Freundin Elisabeth möchte unser Blogger aber sehr gerne Teil einer von Leos Geschichten werden und versucht daher, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ob dieser Eindruck allerdings ausreicht, um sich in einem von Leos Romanen wiederfinden zu können? Beeindruckend ist auf jeden Fall, dass man dauerhaft so sprachlich grausam eine Geschichte zu Papier bringen kann, denn man fragt sich unweigerlich, ob darauf nicht auch hätte verzichtet werden können. Allerdings, so kann ich vorwegnehmen, wird dieser Ausflug auch auf Grund der bisherigen als auch der noch folgenden Vernetzungen benötigt. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn wirklich gut lesen lassen sich diese Seiten nicht - und man wird an der einen oder anderen Stelle unweigerlich in Versuchung geraten, einfach zum nächsten Kapitel überzugehen. Dieser Versuchung sollte man aber, dem sich ergebenden Gesamtbildes wegen, auf jeden Fall stand halten und sich durch die Geschichte quälen, die gerade ihrer Laienhaftigkeit und Absurdität wegen an mancher Stelle sogar ein wenig komisch ist - ob nun freiwillig oder unfreiwillig. Wie ich log und starb handelt von einer Führungskraft mit Doppelleben. Seine Arbeit dient gleichzeitig als Tarnung für Treffen mit seiner Geliebten, wie auch für die Tage, die er daheim bei seiner Familie verbringt. Was so profan klingt, zeigt recht deutlich was für ein Lügengebilde aufgebaut sowie aufrecht erhalten werden muss, damit die ganze Wahrheit nicht ans Licht kommt, zeigt aber auch die Zerrissenheit zwischen beiden Parteien. Eigentlich nur ganz nebenbei ergeben sich neue Erkenntnisse zu den vorangegangenen Geschichten, die manches noch ein wenig klarer erscheinen lassen, auf diese spezielle aber keine besonderen Auswirkungen haben. Ich hatte abgenommen, und auch für die Klassiker hatte ich keine Aufmerksamkeit mehr, Sallust schien mir geschwätzig, Cicero inhaltsleer, denn keiner von ihnen berührte die Frage, die mich unablässig beschäftigte und meinen Verstand drehte wie das Wasser ein Mühlrad - auch wenn es moralisch verwerflich ist, so hat man doch Mitleid mit dem Protagonisten, vermutlich auch oder gerade weil sein Gewissen augenscheinlich immer wieder schmerzhaft pocht. Eine Geschichte, die das Leben geschrieben haben könnte, die deswegen zugleich trivial wirkt, aber irgendwie doch nicht zuletzt dadurch unter die Haut geht. Den Abschluss bilden wieder Leo Richter und seine Freundin Elisabeth, die diesmal auf einem ihrer humanitären Einsätze von ihm begleitet wird. In Gefahr bildet einen krönenden Abschluss, ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren, und lässt die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit ein wenig verschwimmen. Es zeigt einen anderen Leo, einen viel ruhigeren und gelasseneren, als man erwartet hätte, eine engagierte Elisabeth aber auch einen immensen Vertrauensbruch, den man so zwar hätte kommen sehen können, aber irgendwie auch nicht erwartet hätte. Geschichten in Geschichten in Geschichten. Man weiß nie, wo eine endet und eine andere beginnt! In Wahrheit fließen alle ineinander. Nur in Büchern sind sie säuberlich getrennt. Dieses Zitat von Leo Richter bringt es auf den Punkt - während Kehlmann in seinem Buch die Geschichten trennt, so sind sie eben doch miteinander verbunden, was davon allerdings der Wahrheit entspricht und was nicht, das ist selbst für die involvierten Personen nicht immer leicht zu erkennen. Ruhm ist jedenfalls ein Buch, das nicht nur unterhalten kann, sondern auch zum Nachdenken anregt, das tiefer geht, ohne dabei seinen Unterhaltungswert zu verlieren. Sprachlich sehr gemischt spricht es sicherlich nicht jederzeit jeden einzelnen an, doch auch das gehört dazu. Kehlmann schafft es in gewisser Weise, das Buch nicht selber zu schreiben, sondern durch seine Figuren schreiben zu lassen - und das schlägt sich eben auch im Stil nieder. Es regt zum Nachdenken an, ist dabei aber erstaunlich wertfrei, an keiner Stelle hat man den Eindruck, der moralische Zeigefinger würde sich erheben oder den Leser in eine gewisse Richtung lenken. Vielmehr werden indirekt Fragen aufgeworfen, die jeder für sich finden muss, genau wie die zugehörigen Antworten. Ruhm war ein Zufallstreffer, ein Buch von dem ich gelesen habe, an dem ich ansonsten blind vorbeigelaufen wäre. Ich bin aber wahnsinnig froh, dass es nicht so gekommen ist, denn ich bereue (fast) keine Seite des Buches. Nebenbei bemerkt glaube ich auch, dass Ruhm durchaus Potential zum mehrfachen Lesen hat, denn auch wenn manche Verknüpfungen und Geschehnisse bereits bekannt sind, so geht keine große Spannung verloren - die Auflösungen, auf die es wirklich ankommt, findet man nicht im Buch, sondern im eigenen Kopf. Mein Ergebnis lautet daher ohne Zweifel: 5 Sterne und eine unbedingte Empfehlung, jedoch nicht als leichte Urlaubslektüre oder als Ersatz für den Krimi vorm Schlafengehen, sondern eher für ruhige Momente bei einer gemütlichen Tasse Tee, oder einfach auch mal nur so zwischendurch, wenn man die Zeit und Lust hat, sich ein wenig fallen zu lassen.

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