Daniel Keyes

 4.5 Sterne bei 150 Bewertungen
Autor von Blumen für Algernon, Flowers For Algernon und weiteren Büchern.

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Blumen für Algernon

Blumen für Algernon

 (106)
Erschienen am 25.04.2017
Kontakt radioaktiv

Kontakt radioaktiv

 (4)
Erschienen am 01.01.1982
Die fünfte Sally

Die fünfte Sally

 (2)
Erschienen am 01.10.1990
Daniel Keyes: Kontakt radioaktiv

Daniel Keyes: Kontakt radioaktiv

 (1)
Erschienen am 01.01.1981
Flowers For Algernon

Flowers For Algernon

 (22)
Erschienen am 30.06.2004
Die Leben des Billy Milligan

Die Leben des Billy Milligan

 (12)
Erschienen am 01.12.1994
The Minds of Billy Milligan

The Minds of Billy Milligan

 (1)
Erschienen am 01.02.1995

Neue Rezensionen zu Daniel Keyes

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HonestMagpies avatar

Rezension zu "Blumen für Algernon" von Daniel Keyes

Sehr tiefgründig - mehr Drama als SciFi
HonestMagpievor einem Jahr

Obwohl "Blumen für Algernon" als Klassiker gilt, ist die Geschichte auch unter Leseratten eher unbekannt. Vielleicht werden auch viele von dem Label "Science Fiction" abgeschreckt, wobei das Buch nur wenige SciFi-Elemente aufweist und eher psychologische und soziale Aspekte beinhaltet.

Der geistig zurückgebliebene Charlie wird einer Operation unterzogen, die ihn intelligenter machen soll. Doch obwohl seine Intelligenz nach der OP rasant zunimmt, bleibt er emotional noch auf einem kindlichen und naiven Niveau. Das führt zu einigen emotionalen und psychischen Problemen, denen sich Charlie im Laufe der Geschichte stellen muss.

Dachte er früher er hätte Freunde, bemerkt er nun, dass sich die Leute nur über ihn lustig gemacht haben. Alle Menschen, die er in seinem retardierten Zustand als "Geistesriesen" wahrgenommen hat, überflügelt er schon bald mit seinem Intellekt. Bald findet er niemanden mehr, der seinem erhöhten Niveau entspricht und der sich noch mit ihm messen kann. War er früher ein Außenseiter weil er zurückgeblieben war, ist er nun aufgrund seines Intellekts ein Außenseiter.

Auch die Erinnerungen aus seiner Kindheit machen ihm zu schaffen. Er erinnert sich, wie er von seinen Eltern verstoßen und von Gleichaltrigen gehänselt wurde. Er wollte immer nur intelligent werden, damit seine Mutter stolz auf ihn ist und um neue Freunde zu finden.

Doch seine neu gewonnene Intelligenz macht ihn zynisch, launisch und verbittert. Die wenigen Freundschaften, die er sich aufgebaut hat, gehen in die Brüche. Nur die Maus Algernon, die der gleichen Operation unterzogen wurde wie er, betrachtet er noch als Freund.

Als Algernon aber eines Tages anfängt sich merkwürdig zu verhalten, erkennt Charlie, dass auch ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Das angewandte Verfahren ist nicht von Dauer, der geistige Verfall wird ihn wieder zu einem Retardierten machen.

Um wenigestens etwas Gutes aus der Situation zu ziehen, setzt Charlie alles daran, den Fehler in der Formel zu finden, damit vielleicht in ferner Zukunft ein weiterer Versuch unternommen werden kann, retardierte Menschen intelligenter zu machen.

Es ist sehr interessant Charlies bewegende Geschichte zu lesen. Die ersten ca. 40 Seiten sind schwere Kost - nicht weil der Inhalt besonders anspruchsvoll ist, sondern weil das Buch aus Forschungsberichten besteht, die Charlie selbst verfasst. In seinem retardierten Zustand ist er kaum fähig zu schreiben, somit gibt es massenhaft Rechtschreibfehler zu Beginn des Buches. Trotzdem finde ich es großartig, dass es so umgesetzt wurde. Man kann sich viel besser in Charlie hineinversetzen und nimmt auch an der Veränderung teil, einzig dadurch, dass sich die Rechtschreibung und Ausdrucksweise ständig bessert.

Charlies psychische Verfassung wird dem Leser sehr gut verständlich gemacht. Durch die selbstgeschriebenen Forschungsberichte bekommt man einen tiefen Einblick in Charlies Gefühlswelt und ich konnte sein Verhalten und seine Situation gut nachvollziehen.

Ich würde das Buch nicht in die Kategorie "Science Fiction" sondern eher "Drama" einordnen. Denn es geht hier überwiegend um Charlies Innenleben, die sozialen und psychischen Auswirkungen der Operation und auch um die Frage "Was ist besser?". Wäre Charlie glücklicher gewesen in seinem retardierten Zustand zu bleiben, anstatt intelligent zu werden und zu bemerken, dass er keine Freunde und Gleichgesinnte hat?

Mich lässt das Buch sehr nachdenklich zurück und ich kann es wirklich weiterempfehlen.

>> http://honest-magpie.blogspot.de

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HeyyHandsomes avatar

Rezension zu "Blumen für Algernon" von Daniel Keyes

Völlig neue Perspektive
HeyyHandsomevor 2 Jahren

In einer Art Tagebuch, anfänglich Fortschrittsberichten, lernen wir den zurückgebliebenen Erwachsenen Charles Gordon (Kurz: Charly) kennen. Charly, schon früh von seiner Familie, besonders von seiner Mutter, verstoßen, wünscht sich nichts sehnlicher als endlich intelligent zu sein. Er unterzieht sich einem Experiment, einer Operation, die bisher nur an Mäusen getestet wurde. Er und die Labormaus Algernon stehen im direkten Vergleich.


Die Fortschrittsberichte, anfänglich noch voller Rechtschreibfehler, zurückzuführen auf das extrem niedrige Verständnis - Level des Protagonisten, nicht mal vergleichbar mit der Ausdrucksweise eines Grundschulkindes, wandeln sich in ausführliche Erfahrungsberichte in denen der Autor uns ein Bild zeichnet, ein Bild eines überdurchschnittlich intelligenten Menschen, der nach und nach versteht, was in der Welt um ihn herum passiert. Freunde sind keine Freunde, Flashbacks in seine Vergangenheit zeigen ihm auf was er bisher verdrängt hat und ihm wird schmerzlich bewusst, dass Intelligenz allein ihn nicht glücklich machen kann. 

Ein faszinierendes Buch mit Tiefgang.

Die Tagebuchform und die Rechtschreibfehler machten es mir nicht so leicht mich in der Geschichte einzufinden. Charly's Reise vom liebenswerten und "unsichtbaren" Schwachkopf hin zur egozentrischen Intelligenzbestie zeigt auf, dass es manchmal einfach besser ist nicht alles zu wissen. 

Dieser Roman rüttelt den Leser wach und ist mit seinen 40 Jahren ein Klassiker der besonderen Art. 

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Sandra1978s avatar

Rezension zu "Blumen für Algernon" von Daniel Keyes

Spannend und tragisch - wohin Wissenschaft und Intelligenz führen können
Sandra1978vor 2 Jahren

Worum gehts:

Charlie ist 32 Jahre alt, arbeitet in einer Bäckerei um sich sein Leben und sein Zimmer finanzieren zu können...hört sich ganz normal an oder?
Doch Charlie ist geistig zurückgeblieben, von seiner Mutter verstoßen und als dann noch sein Onkel der in groß gezogen hat stirbt komplett auf sich alleine gestellt.

Charlie ist ein herzensguter Mensch, zu jedem freundlich und möchte nur eins: Intelligent sein!

Deswegen unterzieht sich Charlie einer OP die bis jetzt nur an einer Maus Namens Algernon getestet wurde.
Die OP scheint geglückt, Charlie wird von Tag zu Tag schlauer hilft sogar bei anstehenden Forschungen und überholt sogar den Professor.
Doch mit seiner steigenden Intelligenz wird seine Persönlichkeit immer schrecklicher. Sicher, er merkt das ihn die Menschen die er so mochte ihn eigentlich nur ausgelacht hatten, Charlie zieht sich zurück und möchte nur noch alleine sein.

Charlie schnappt sich also Algernon und haut ab, als er allerdings merkt das die Wirkkung bei Algernon nachlässt, kommt auch er zur Vernunft und kehrt wieder zurück.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, die ersten Seiten waren sehr schwer zu lesen da Charlie seine Berichte selbst schreiben soll. Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen, es sind nur ein paar Seiten „wink“-Emoticon

Mir tat Charlie unglaublich leid als er merkte das die Menschen die er so mochte ihn eigentlich gar nicht leiden konnten. Wieder ein herber Rückschlag für einen doch so guten Menschen.

Die Geschichte an sich ist sehr gut geschrieben, das Buch hatte ich in 3 Tagen durch und lies mich doch sehr nachdenklich zurück.
Man macht sich doch eher Gedanken...wir entwickeln uns so schnell, auch unsere Wissenschaft, doch muss man so in die persönliche Entwicklung eingreifen?
Ein Thema über das man sicher stundenlang reden könnte, aber da sollte sich wohl jeder einmal seine eigenen Gedanken machen.

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