Daniel Kothenschulte

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Lebenslauf

Daniel Kothenschulte ist Autor, Kurator und Dozent für Film- und Kunstgeschichte. Eine besondere Vorliebe für Trickfilme hat er, seit er mit drei Jahren Das Dschungelbuch gesehen hat. Er arbeitet als Filmkritiker für die Frankfurter Rundschau und liefert Beiträge für das Fernsehen des WDR. Er lehrte an verschiedenen Hochschulen, unter anderem an der Frankfurter Städelschule, der Fachhochschule Dortmund und der Hochschule für Fernsehen und Film München. Er ist der Autor von Hollywood in den 30er Jahren und The Art of Pop Video sowie von Büchern über Robert Redford, Fritz Langs Metropolis und den Künstler Mike Kelley. Außerdem betätigt er sich als Stummfilmpianist.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Daniel Kothenschulte

Der Buchtitel hält, was er verspricht

Als Mickey Mouse 1928 das Licht der Welt erblickte, konnte noch keiner ahnen, dass man knapp hundert Jahre später immer noch voller Begeisterung von ihr (bzw. ihm) würde. Jeder kennt und mag Mickey. Sein Erfinder Walt Disney hat mit Hilfe der Maus einen globalen Konzern aufgebaut. Es liegt also nahe, zum Jubiläum zurückzublicken. „Die ultimative Chronik“ erzählt von Disneys Anfängen und den ersten Schwarz-Weiß-Kurzfilmen, die gleich von Anfang an wie eine Bombe einschlugen. Comicstrips, Comichefte und ganze Spielfilme folgten. Das alles wird ausführlich beleuchtet – vielleicht sogar ein bisschen zu ausführlich. Neben zahllosen Fotos von Filmausschnitten, Skizzen, Merchandise und Comic-Panels gibt Inhaltsangaben zu vielen, wenn nicht gar allen Mickey-Kurzfilmen. Letzteres hätte ich nicht unbedingt benötigt(, sage dazu aber auch nicht nein). Nachdem ich Micky Maus zuerst durch das gleichnamige Comic-Heft sowie die Lustigen Taschenbücher kennengelernt hatte, hatte ich gehofft, dass die Autoren auch darauf eingehen würden. Es wird zwar mehrmals auf Disney-Comic-Geschichten aus aller Welt Bezug genommen, vorwiegend geht es aber um Italien und Brasilien als stellvertretende Beispiele. Überhaupt kommt die Comic-Entwicklung in der Chronik vergleichsweise etwas zu kurz. Der Fokus liegt eindeutig auf den Verfilmungen und ersten Jahren des Konzerns – sogar mehr als die erste Buchhälfte beschäftigt sich damit. Aber hätte man auch die Zeit ab den 1960er Jahren genauso ausführlich wie goldene Anfangs-Ära besprochen, hätte das Werk vermutlich einen doppelt so starken Umfang gehabt. Auch so wird man auf den über fünfhundert Seiten von Fakten und Details förmlich erschlagen. Der Name „Die ultimative Chronik“ ist durchaus Programm. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der Mickey Mouse mag und mehr über ihn erfahren möchte.

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