Daniel Kratzke , Daniel Kratzke Oma isst Zement!

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(3)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Oma isst Zement!“ von Daniel Kratzke

Eine humorvolle, einfühlsame Geschichte zum Thema "Demenz". Mit einem Nachwort des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). Einmal hörte ich, wie Mama zu Papa sagte: "Deine Mutter isst Zement!" Mama meinte Oma!Als wir am Wochenende zu Oma ins Altenheim fuhren, fragte ich Papa: "Hat Oma vom Zement essen graue Haare bekommen?" "Nein", sagte Papa. „Oma isst nicht Zement“, erklärt Papa. „Sie ist dement.“ Das heißt, sie hat eine Krankheit im Kopf, und kann sich manche Dinge immer schlechter merken. „Weißt du noch?“, fragt sie manchmal und erzählt von früher. Daran kann sich Oma gut erinnern. Aber was es heute zum Mittagessen gab, hat sie schon wieder vergessen. „Das haben viele alte Leute“, sagt Papa. Trotzdem ist sie immer noch dieselbe, und die beste Oma, die ich kenne.

Eine wunderbar einfühlsame Geschichte, die selbst kleine Kinder schon an das Thema Demenz heranführt.

— Kinderbuchkiste
Kinderbuchkiste

Eine schöne Geschichte, die Kindern ganz liebevoll erklärt, wenn die Oma dement wird.

— MrsSchoenert
MrsSchoenert

Stöbern in Kinderbücher

Borst vom Forst

Atemberaubende, zauberhafte Zeichnungen kombiniert mit einer besonderen, poetischen Erzählweise - ein Herzensbuch! <3

Tini_S

Der weltbeste Detektiv

Tolles Buch für raffinierte 11-jährige, eine spannende Krimigeschichte á la Sherlock Holmes. Bücher machen glücklick.

ELSHA

Kalle Komet

Ideenreiche Weltraumgeschichte mit galaktisch tollen Illustrationen für alle, die noch nicht müde sind

Melli910

Der Theoretikerclub und die Weltherrschaft

Anja Janotta versteht nicht nur Kinder und ihre Welten, sondern sie versteht auch, darüber zu schreiben. Buchtipp!

Ellaella

Der magische Faden

Spannend und gut erzählt mit lebensnahen, sympathischen Charaktere und schönen Botschaften.

lex-books

Die Unsinkbaren Drei - Die unglaublichen Abenteuer der besten Piraten der Welt

Lustige und abwechslungsreiche Piratengeschichten der anderen Art. Echte Antihelden zum Kichern, toll illustriert zum Vorlesen

danielamariaursula

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine wunderbare Geschichte, die selbst kleine Kinder schon an das Thema heranführt

    Oma isst Zement!
    Kinderbuchkiste

    Kinderbuchkiste

    26. March 2017 um 18:03

    Demenz ist ein Thema, dass zunehmend mehr in den Fokus unseres Lebens tritt. Die Menschen werden immer älter und vielleicht auch durch zunehmenden Stress werden viele vergesslich.Aber Demenz ist mehr als vergesslich sein. Demenz ist ein schleichender Prozess, bei dem die Leute oft erst zerstreut und wunderlich wirken bevor sie immer mehr vergessen und irgendwann auch nur noch in ihrer eigenen Welt leben. Für uns Angehörige, Erwachsene wie Kinder ist dies ein langer Weg des Abschied Nehmens, der traurig und nachdenklich macht und dem wir relativ machtlos gegenüber stehen.Während wir Erwachsene das Geschehen oft resignierend hin nehmen ist, ist oft verblüffend mit welcher Unbefangenheit Kinder damit umgehen.Für all diejenigen, denen vielleicht die Worte fehlen ihrem Kind zu erklären was mit der geliebten, Oma, dem Opa oder anderen Angehörigen geschieht, kann dieses Buch eine Hilfe sein. Eine Brücke.Ein Buch aus der Erzählperspektive eines betroffenen Kindes.Die Großmutter wohnt schon länger nicht mehr in ihrer eigenen Wohnung sondern mit vielen anderen älteren Leute in einer Seniorenresidenz.Eines Abends hört das Mädchen etwas seltsames. Vater und Mutter unterhalten sich über die Großmutter.Sie versteht von dem Gespräch nicht alles so genau  aber eins gibt ihr zu denken."Wieso isst Oma Zement?"Vor ihrem bildlichen Auge stellt sie sich das vor und es macht überhaupt keinen Sinn.Als sie dann am Wochenende zur Großmutter hinaus zu Besuch fahren fragt sie deshalb kurzerhand nach. Hat die Oma vielleicht deshalb die grauen Haare bekommen?Doch der Vater erklärt ihr, dass sie sich verhört hat. Die Oma isst nicht Zement sondern ist dement und Demenz ist eine Krankheit im Kopf bei der man immer weniger behält also viel vergisst was grade geschehen ist.Jetzt wurde dem Mädchen einiges klarer denn schon beim letzten Besuch hatte sich die Oma seltsam verhalten.Gemeinsam mit der Oma trinken sie Kaffee und essen Kuchen und die Oma erzählt von Früher vom Großvater, von den Erdbeeren im Garten . Sie erinnert sich an vieles was früher war aber was sie grade gemacht hat vergisst sie oft sofort wieder und manchmal fällt es ihr selber auf dann wird sie etwas traurig aber wird gleich darauf von ihren Angehörigen gedrückt .Oma ist die Beste nicht nur für die Erwachsenen auch für das Mädchen, denn mit Oma kann man Quatsch machen und auf dem Spielplatz so herrlich spielen.Doch auch dann gibt es Momente wo sie seltsam wird aber irgendwie ist das auch lustig, wenn sie z.B. von "Fahrrädern und Hunden am Himmel" spricht.Aber dann ist wieder alles normal.Das Mädchen ist sich unsicher ob die Großmutter nicht schon wieder vergessen hat was sie an diesem Tag alles miteinander gemach haben und fragt sie und sie antwortet:"Heute war ein schöner Tag!"Das reicht dem Mädchen und sie freut sich schon auf die nächsten schönen Tage mit ihrer besten Oma der Welt.Eine sehr einfühlsame Geschichte, die an die Thematik heranführt ohne ein Kind zu überfordern. Sie zeigt auf, dass man Verständnis dafür haben muss wenn jemand etwas vergisst und dass man es dann nicht persönlich nehmen darf weil der Demente ja nichts dafür kann. Die Geschichte zeigt aber auch, dass man versuchen sollte so normal wie möglich mit den Betroffenen umzugehen und wenn nötig ein klein wenig zu führen.Sie zeigt den Zusammenhalt der Familie als Fels in der Brandung. Sie macht Mut und Hoffnung denn es wird gezeigt, dass es auch gute Tage gibt und weiter geben wird.Tage die wertvoll sind und Erinnerungen liefern, die einem keiner nehmen kann.Wunderbare Bilder veranschaulichen die Geschichte. Sie lassen die Gefühle der Akteure klar erkennen und nehmen so ein Stück der Angst vor dem Ungewissen.Schön ist es, dass das Mädchen selbst ihre Geschichte erzählt jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die Personen Namen haben das hätte das ganze noch etwas lockerer und persönlicher gestaltet. Direkt nötig ist es jedoch nicht da es für die Icherzählerin um ihren Vater, ihre Mutter und ihre Oma geht und Namen so nicht zwingend gebraucht werden.Vielleicht ist einigen Lesern das Buch inhaltlich etwas zu sehr an der Oberfläche. Bedenkt man jedoch, dass die Geschichte für kleine Kinder geschrieben ist so ist dies genau die richtige "Dosis" an Informationen, die eventuell schon selbst Erlebtes aufgreift und verständlich macht, ohne mit einem Zuviel an Informationen vielleicht Angst zu machen.Im Nachwort versucht Dr.h.c.Jürgen Gehde vom Kuratorium Deutsche Altershilfe dies noch einmal genauer zu erläutern.Ein Satz ist dabei sehr markant und die Antwort darauf ob das Buch zu sehr an der Oberfläche ist. Er schreibt:"Kinder verstehen oftmals mehr, als wir ihnen zutrauen. Deshab sollte man sie mit der Wirklichkeit konfrontieren, wenn auch kindgerecht und sensibel."Und genau das macht dieses Buch!

    Mehr
  • Stellt den Zusammenhalt und die Gemeinsamkeiten der Familie in den Mittelpunkt

    Oma isst Zement!
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    23. October 2014 um 14:09

        In Deutschland leben zurzeit rund 1,4 Millionen Menschen mit einer Demenz-Erkrankung. Jährlich werden fast 300.000 neue Fälle diagnostiziert. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft geht auch hierzulande von einer Verdreifachung der Demenz-Kranken aus. 2050 rechnet sie mit drei Millionen Betroffenen, von denen rund jeder Dritte älter als 90 Jahre sein wird. Dies entspräche einem Anstieg von 40.000 Fällen pro Jahr beziehungsweise mehr als 100 Fällen pro Tag. Befragt man Deutsche zu diesem Entwicklungstrend, antworten viele, dass es zu ihren größten Ängsten gehört, im Alter an Demenz zu erkranken und als Pflegefall zu enden. Als eine Ursache dafür, dass die Zahl der Demenz-Kranken kontinuierlich zunimmt, nennt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft die alternde Gesellschaft. Infolge des demografischen Wandels wird die Zahl der Neuerkrankungen demnach die Sterbefälle unter den bereits Erkrankten zunehmend übersteigen. (Quelle: Spiegel)   Entsprechend sind und werden auch immer mehr kleine Kinder mit Großeltern oder Urgroßeltern konfrontiert, die unter einer demenziellen Erkrankung leiden und noch mehr den gewohnten Kontakt zu ihrem Enkel oder Urenkel aufrechterhalten können.   Das vorliegende Bilderbuch von Daniel Kratzke versucht Kindern auf eine humorvolle und gleichzeitig einfühlsame Weise in das Thema einzuführen, indem es ein namenloses Mädchen die Geschichte seiner demenzkranken Großmutter, die in einem Altenheim lebt, erzählen lässt. Als der Mama des Mädchens eines Tages zu ihrem Mann sagt: „Deine Mutter ist dement“, versteht das Mädchen: „Die Oma isst Zement.“ Auf der Fahrt ins Heim erklären die Eltern dem Mädchen die Krankheit: „Demenz ist eine Krankheit im Kopf. Omas Gehirn kann sich Dinge immer schlechter merken. Das haben viele alte Leute.“   Während des Besuches lassen die Eltern des Mädchens es eine Zeit mit der Oma allein, und es erlebt allerlei lustige Dinge mit ihr. Denn die Oma ist erst in einem leichten Stadium der Demenz. Die wichtigste Botschaft des Buches ist: Die Oma bleibt die Oma, ein Mensch mit Gefühlen und mit dem man Spaß haben kann. Das Bilderbuch stellt den Zusammenhalt und die Gemeinsamkeiten der Familie in den Mittelpunkt und nicht die Krankheit.  Es ist diese humorvolle und zugleich hoffnungsvolle Haltung, die dieses Bilderbuch auszeichnet und empfehlenswert macht.  

    Mehr