Daniel Mason

 4,2 Sterne bei 175 Bewertungen
Autor von Der Wintersoldat, Oben in den Wäldern und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Arzt und Autor: Daniel Mason, geboren 1976, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Arzt. Er machte seinen Bachelor in Biologie an der Harvard Universität. Später machte er noch einen Abschluss an der UCSF School of Medicine. 

Sein Debüt als Autor gab er noch während seines Medizin-Studiums mit seinem Roman „The Piano Tuner“. Später wurde dieser als Vorlage für eine Oper von Nigel Osborne und Amanda Holden genutzt. Dieses und weitere Werke wurden in über 28 Sprachen übersetzt und so machte sich Mason einen internationalen Namen.

Alle Bücher von Daniel Mason

Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: 9783406739613)

Der Wintersoldat

(94)
Erschienen am 11.12.2019
Cover des Buches Oben in den Wäldern (ISBN: 9783406813818)

Oben in den Wäldern

(38)
Erschienen am 15.02.2024
Cover des Buches Der Klavierstimmer Ihrer Majestät (ISBN: 9783406748882)

Der Klavierstimmer Ihrer Majestät

(11)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Die Musik der Ferne (ISBN: 9783453406704)

Die Musik der Ferne

(8)
Erschienen am 09.07.2009
Cover des Buches Der Klavierstimmer Ihrer Majestät (ISBN: 9783423148924)

Der Klavierstimmer Ihrer Majestät

(1)
Erschienen am 14.03.2024
Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: 9783423148078)

Der Wintersoldat

(1)
Erschienen am 20.10.2021
Cover des Buches Landleute (ISBN: 9783406851209)

Landleute

(0)
Erscheint am 24.09.2026

Neue Rezensionen zu Daniel Mason

Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: 9783406739613)
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Rezension zu "Der Wintersoldat" von Daniel Mason

Tabg
Ein Buch zum nachdenken

Der Roman Der Wintersoldat von Anthony Doerr ist ein sehr gelungenes Buch, das die Kriegsmedizin während des Ersten Weltkriegs eindrucksvoll beschreibt. Besonders deutlich wird, dass sich die Medizin zu dieser Zeit noch in ihren Anfängen befindet und der Krieg die wenigen vorhandenen Ressourcen fast vollständig verschlingt.


Ein zentrales Thema des Romans ist, dass die Medizin damals fast ausschließlich von Männern bestimmt wird. Frauen besitzen kaum Rechte und werden oft unterschätzt. Umso bemerkenswerter ist die Darstellung einer Frau, die in der Chirurgie und bei Diagnosen deutlich mehr Wissen und Erfahrung besitzt als ein junger Arzt. Dadurch kritisiert der Roman die damaligen gesellschaftlichen Strukturen und Rollenbilder.


Besonders gefallen hat mir die Darstellung der Kriegsmedizin, da sie zeigt, wie hilflos Menschen dem Leid des Krieges ausgeliefert sind. Der Roman macht deutlich, dass es in Kriegen keine Gewinner gibt, sondern nur Verlierer. Jeder Mensch verliert jemanden, und nach dem Krieg suchen alle nach etwas oder jemandem, den sie verloren haben.


Insgesamt ist Der Wintersoldat ein nachdenklicher und bewegender Roman, der die Grausamkeit des Krieges und seine Folgen eindrucksvoll vermittelt.


Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: 9783406739613)
KiraNears avatar

Rezension zu "Der Wintersoldat" von Daniel Mason

KiraNear
[Rezension #407] Der Wintersoldat

Titel: Der Wintersoldat

Autor*in: Daniel Mason

Erschienen in Deutschland: 2019

Originaltitel: The Winter Soldier

Erschienen in den USA: 2018

Übersetzer*in: Sky Nonhoff und Judith Schwaab 

 

Weitere Informationen: 

Genre: Historisch, Drama, Action, Hetero

Preis: € 13,00

Seiten: 430

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-406-73961-3

Verlag: Verlag C.H.Beck oHG

Rezensionsexemplar: Nein 

 

Inhalt:

Lucius ist zweiundzwanzig Jahre alt und ein hochbegabter Medizinstudent in Wien, als der Erste Weltkrieg ausbricht. In der Vorstellung, an einem gut ausgestatteten Lazarett schnell Erfahrung sammeln zu können, meldet er sich freiwillig. Tatsächlich landet er im eisigen Winter 1914 in einem abgelegenen Dorf in den Karpaten, in einer zurm Behelfshospital umfunktionierten Kirche. Allein mit einer rätselhaften, jungen Nonne namens Margarete, muss er die schwer Verletzten versorgen, er, der noch nie ein Skapell geführt hat. Margarete bingt ihm alles bei, und als sie sich verlieben, auch das. Aber wer ist sie wirklich?

Eines Tages bringt man ihnen einen bewusstlosen Soldaten, der äußerlich keine Verletzungen aufweist, aber so traumatisiert ist, dass er zu sterben droht. Ein bislang unbekanntes Krankheitsbild, Folge des ununterbrochenen Granatenbeschusses. Lucius entdeckt eine Heilungsmethode, auf die der Soldat anspricht. Aber als ein Aushebungskommando kommt und den Mann wieder an die Front schicken will, trifft Lucius gegen den Rat von Margarete eine folgenschwere Entscheidung. 

 

Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

Hm, ich bin ehrlich, ich habe mir das Buch ausgeliehen, weil mich der Titel an den Winter Soldier von den Marvelfilmen erinnert hat. Natürlich habe ich nicht Bucky in dem Buch hier erwartet XD

Dennoch bin ich gerade wegen dem auf den Titel aufmerksam geworden, hab mir dann die Beschreibung durchgelesen und bin auf das Buch neugierig geworden. Und ich bin auch froh, dass ich es getan habe, aber irgendwie auch wieder nicht. 

Auf der einen Seite bin ich froh, weil mir das Buch gut gefallen hat. Man folgt Lucius an die Hochschule, bzw Uni und lernt dann, wie er schließlich im Krieg gelandet ist. In dem Behelfshospital und dort dann zum ersten Mal operieren muss. Wie er dann merkt, dass vieles nicht so ist, wie es ihm in der Theorie beigebracht worden ist. Und er verliebt sich dann auch in Margarete. Es passieren dann viele Dinge und bis zum Schluss bleibt es spannend, wie es mit Lucius und Margarete ausgehen wird. Aber ich finde es auch interessant zu sehen, was der Krieg mit Lucius macht, wie es ihn (negativ) beeinflusst und auch, wie es danach dann mit den Leuten bzw der Welt so weitergeht.  

Auf der anderen Seite gibt es zwei Dinge, die mich an dem Buch stören. Die Art, wie das Buch geschrieben ist und wie es in seinem Leben realistisch auf und abgeht, finde ich super. Was ich dagegen meh finde, ist das Ende. Die ganze Zeit bzw in der zweiten Hälfte des Buchs geht es eben darum, dass Lucius und Margarete sich leider aus den Augen verloren haben. Dass er sie vermisst, und dass er nicht über sie hinwegkommt, egal, was er macht und versucht. Als er dann die Gelegenheit hat, macht er sich auf die Suche nach ihr. Das ist der Teil, der eigentlich die letzten 50% des Buchs ausmacht. Der Teil, bei dem ich mit Lucius mitgefiebert habe, weil ich es ihm echt gegönnt hätte. Und das lief sehr ausführlich ab. 

Nur, damit es dann so ganz salopp, und schnell auf 1-2 Seiten abgefrühstückt wird. Sie kam aus Gründen, die nicht ganz geklärt werden, mit dem oben erwähnten Soldaten zusammen, heiratet ihn und ist von ihm schwanger. Nachdem er zwei Jahre lang an Herzschmerz gelitten hat, wird er einfach so rasch-rasch abgefrühstückt. Öhm, hallo, nein? O_o 

Mal davon abgesehen, dass der Soldat kaum vorkam und sein Einfluss auf die Story auch recht minimal ist... also er kam mir jetzt nicht so wichtig vor, denn der Titel und die Beschreibung lassen es nämlich so aussehen. Und wie es danach mit Lucius weitergeht? Keine Ahnung. Das wird offen gelassen. Das wirkt so, als hätte er einfach sein Schicksal hingenommen und wäre heimgefahren. Gut, viel kann er dazu nicht machen? Aber was passiert dann? Keine Ahnung. Die ganze Zeit ist das Buch aus seiner Perspektive und am Ende wird man dann gefühlt aus seinem Körper gekickt. Das ganze Buch ist so, so gut... und dann scheißen die letzten 4-5 Seiten so derbe rein... hätte nicht sein müssen. Ich persönlich hätte es ihm gegönnt, dass er Margareta findet und mit ihr zusammen kommt. Love sells too, man D:  

 

Fazit:

Ich bin froh, es gelesen zu haben. Auch wenn mich der Schluss total frustriert hat. Wenn das Ende nicht so gewesen wäre, wie es war... dann wäre das Buch so, wie es ist, perfekt gewesen. Aber ja, man kann ja nicht alles haben. Und so bleibt mir echt nichts anderes übrig, als hier Abstriche in meiner Bewertung zu machen. Am Ende kann ich dem Buch höchstens vier Sterne geben, denn dazu ging meine Laune von ":-)" zu "-_-" viel zu schnell. Also ja, das Buch bekommt insgesamt von mir vier Sterne.  

Cover des Buches Oben in den Wäldern (ISBN: 9783406813818)
mimitati_555s avatar

Rezension zu "Oben in den Wäldern" von Daniel Mason

mimitati_555
Ungewöhnlich außergewöhnlich und meisterhaft

Ein Haus in den Wäldern von Massachusetts, das über Jahrzehnte hinweg von den unterschiedlichsten Personen bewohnt wird. Menschen und Lebenswege, die sich kreuzen, stumm wird das Haus Zeuge von Dramen, Tragödien und Schicksalsschlägen, die Natur aber überlebt sie alle.

»Der Westen von Massachusetts ist eine Gegend mit reichen Landhäusern und verarmten Bauernhöfen. Mit prunkvollen Ballsälen und heruntergekommenen Bretterbuden. Künstler, Dichter, Industriemagnaten genießen ihre Sommerfrische, während nebenan im dunklen Wald der Jäger auf der Lauer liegt. Wäre dies die Geschichte eines einzigen Mordes, so würde das schon reichen. Aber machen Sie sich auf einiges gefasst!« (Seite 299)

Mit dem Todesengel fängt es an: Ein Überfall findet statt, ein Unrecht geschieht, Zugeständnisse werden gemacht, Fremde kehren ein und das Unheil nimmt seinen Lauf. Vier Gräber werden es sein. So steht es geschrieben. Der Anfang ist gemacht.

Dieses Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen, ich glaube nicht, dass ich etwas vergleichbares in den letzten Jahren gelesen hätte, zumindest erinnere ich mich daran nicht. Es besteht aus vielen Einzelteilen, Briefen, Berichten, Artikeln, sogar Gedichte und Liedertexte finden Platz darin. Kleine schwarzweiße Zeichnungen dienen als Trennhalter, zeigen an, wo ein neues Kapitel aufgeschlagen wird und Neues entsteht, wo das Alte vergangen ist.

Ein roter Faden zieht sich durchs Buch, lässt mich kleine Seufzer ausstoßen oder die Brauen hochziehen, den Mund vor Staunen öffnen, aber auch das ein oder andere Mal weinen, nachdem etwas unwiederbringlich zerbrochen oder zerstört wird, das vorher jahrzehntelang heil geblieben war. Verlorengegangenes taucht auf, Geister spuken, an vor langer Zeit Verstorbene wird erinnert und ein verschollenes Buch erwähnt, das ein Geheimnis offenbart, welches eine Überraschung bringt, obwohl es den Lesenden bekannt war. Was leicht und einfach klingt, ist für mich ein grandioses Werk, das auch ohne Zeitangaben einfach zuzuordnen war: da eine Person der Geschichte, dort eine Erfindung, hier ein Hinweis auf das Jahrhundert, so war mir eine ungefähre Zuordnung immer möglich; nicht dass diese wirklich wichtig war. Die angepasste Ausdrucksweise und die sprachlichen Eigenheiten der Epochen vervollständigen den Eindruck, dass dies ein Meisterwerk ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Lesen!

Gespräche aus der Community

Gemeinsam öffnen wir das 17. Türchen unseres Adventskalenders! Heute mit einem Buch, das euch tief berühren wird: "Der Wintersoldat" von Daniel Mason. Eins von 5 Exemplaren dieses grandiosen Romans könnt ihr gewinnen!

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Letzter Beitrag von  EOS

Ich lese dann am liebsten gefühlvolle Bücher, auch traurige Lebensschicksale, z.B. Rückblicke auf die Kriegszeiten....

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