Daniel Mason

 4,2 Sterne bei 151 Bewertungen
Autor von Der Wintersoldat, Oben in den Wäldern und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Arzt und Autor: Daniel Mason, geboren 1976, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Arzt. Er machte seinen Bachelor in Biologie an der Harvard Universität. Später machte er noch einen Abschluss an der UCSF School of Medicine. 

Sein Debüt als Autor gab er noch während seines Medizin-Studiums mit seinem Roman „The Piano Tuner“. Später wurde dieser als Vorlage für eine Oper von Nigel Osborne und Amanda Holden genutzt. Dieses und weitere Werke wurden in über 28 Sprachen übersetzt und so machte sich Mason einen internationalen Namen.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Klavierstimmer Ihrer Majestät (ISBN: 9783423148924)

Der Klavierstimmer Ihrer Majestät

Neu erschienen am 14.03.2024 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Daniel Mason

Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: 9783406739613)

Der Wintersoldat

 (89)
Erschienen am 11.12.2019
Cover des Buches Oben in den Wäldern (ISBN: 9783406813818)

Oben in den Wäldern

 (21)
Erschienen am 14.02.2024
Cover des Buches Der Klavierstimmer Ihrer Majestät (ISBN: 9783406748882)

Der Klavierstimmer Ihrer Majestät

 (11)
Erschienen am 16.03.2020
Cover des Buches Die Musik der Ferne (ISBN: 9783453406704)

Die Musik der Ferne

 (8)
Erschienen am 09.07.2009
Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: 9783423148078)

Der Wintersoldat

 (1)
Erschienen am 20.10.2021
Cover des Buches Der Klavierstimmer Ihrer Majestät (ISBN: 9783423148924)

Der Klavierstimmer Ihrer Majestät

 (0)
Erschienen am 14.03.2024
Cover des Buches Der Wintersoldat (ISBN: B07VHBJXLY)

Der Wintersoldat

 (15)
Erschienen am 22.07.2019

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Neue Rezensionen zu Daniel Mason

Cover des Buches Oben in den Wäldern (ISBN: 9783406813818)
Lizzy_Curses avatar

Rezension zu "Oben in den Wäldern" von Daniel Mason

Ruhig und erschreckend zugleich
Lizzy_Cursevor 2 Tagen


Oben in den Wäldern von Massachusetts, dort gab es ein Haus. Wenn die Wände atmen und sprechen könnten, so hätten sie im Verlauf der Jahrhunderte, die in dem Roman beschrieben werden, unendlich viel zu erzählen. 


Masons Werk lässt sich auf so vielen Ebenen nicht einordnen - und gerade das hat mich so sehr daran fasziniert. Diese Unverortbarkeit. Für manche mag es ein historischer Roman sein - schließlich erstreckt sich seine Dauer über einen Zeitraum von 300 Jahren. Für andere mag er eine Ansammlung von Kurzgeschichten sein, haben wir doch verschiedene Protagonisten, die im Laufe der Jahre das Haus bewohnen, zum Leben erwecken und wieder verlassen - sie alle sind durch lose Elemente miteinander verbunden. Für andere steht das Mysteriöse, das immer wieder wie ein Nebel aus den Wäldern empor steigt, im Vordergrund, der leichte Grusel, der den Leser im Nacken kitzelt. Für wieder andere das Gefühl, das manchmal aufkommt, einen Kriminalfall zu lesen. Ihr seht schon, das Buch hat unglaublich viele verschiedene Lesarten - und ich bin in jeder durch die Oberfläche gestoßen und tief eingetaucht, habe mich umgesehen und die einzelnen Figuren berührt, während sie mich berührt haben. Ob es nun Charlie war, der eine Vision von einer Apfelplantage hatte, die Zwillinge, die immer nur einander hatten, Robert, der zu viel sehen konnte und deshalb von der Welt mit Ablehnung bedacht wurde. 


Sie alle einte eines: Sie lebten in dem Haus, das für mich der eigentliche Protagonist ist, erzählt Mason doch seine Geschichte. Die in ihm lebenden Menschen sind nur zeitgebundene Gäste - Mason drückt das ganze so greifbar aus, dass ich die Dielen unter den Füßen knarzen gehört und die Wärme des Feuers in den Wänden gespürt, die Süße der frisch gepflückten Äpfel auf der Zunge gespürt habe. Ich habe mich auf dieses Haus gefreut, obwohl es schreckliche und erschreckende Momente erlebt hat (und ja, es gibt Szenen in diesem Buch, mit denen ich bei weitem nicht gerechnet hätte!).


Mit den Figuren bin ich endlose Meilen durch die Wälder gewandert. Mason hat ein Talent dafür, die Natur in ihrer tiefsten Ursprünglichkeit zu beschreiben. Ich habe beständig die Kiefernnadeln und das Laub unter den Stiefeln knirschen gehört (es gehört schon viel dazu, mich mit Beschreibungen fesseln zu können. Mason hat es geschafft. Ich trage seine Liebe zu den Wäldern Massachusetts mit mir.) 


Teilweise ist das Buch ruhig, beinahe tagebuchartig. Im nächsten Augenblick wird man in eine dramatische, schockierende Szene geworfen, die uns veranschaulicht, zu was starke Emotionen die Menschen treiben können. Mason nimmt immer wieder (schlau!) Bezug auf die Geschichten, die zuvor geschehen sind - so kommen die Menschen in das Haus, verwoben mit den Geschichten davor. Sei es die Liebe zu Äpfeln, eine verrostete Axt oder die stundenlangen Waldspaziergänge - er hat es geschafft, die Kurzgeschichten zu einer Einheit zu verschmelzen. So bin ich dem Apfelzüchter genauso gespannt gefolgt, wie ich den Pinsel des Malers mit geschwungen und die Briefe an Gefängnisinsassen verfasst habe. 


Ihr habt Lust auf ein Chaos an Emotionen, schockierend aufblitzenden Momente und einen absolut packenden Schreibstil? Ihr wollt ein Buch über die Zeit, die sich aufschichtet und überlagert? Eine Geschichte über Vergangenes und Zukünftiges? Dann greift nach diesem grandiosen Werk! (Ehrlich, mich konnte selbst die seitenlange Beschreibung eines Insekts packen - samt dem Abbild seines Baus!). 


So ein sprachgewaltiges Gebilde, zusammengesetzt aus vielen Tonalitäten, stellt hohe Anforderungen an die Übersetzung - vielen Dank, @corneliushh - du hast großartige Arbeit geleistet. 

Cover des Buches Oben in den Wäldern (ISBN: 9783406813818)
lauras_garden_of_bookss avatar

Rezension zu "Oben in den Wäldern" von Daniel Mason

Eine besondere und einzigartige Lese-Erfahrung
lauras_garden_of_booksvor 3 Tagen

„Manchmal ist sie so überwältigt, dass sie sich in die Wälder der Vergangenheit zurückzieht. Diese betrachtet sie inzwischen als Privatarchiv und sich selbst als Archivarin. Sie hat festgestellt, dass man nur auf zweierlei Weise die Welt sehen kann: als Geschichte des Verlust oder als Geschichte des Wandels. Ihr ganzes Leben lang hat sie von diesen uralten Wäldern geträumt, aber was sie hier vorfindet, ist so prachtvoll, dass es ihre Vorstellungskraft übersteigt.“ (S.420)


Ein Buch dieser Art habe ich noch nie gelesen und weiß auch garnicht, in welche Kategorie ich es einordnen soll. Es kommt alles zusammen: 

Historischer Roman, Gesellschaftskritischer Roman, Schauerroman, Naturnahe Erzählungen, Crime…

Genauso schwer lässt sich der grobe Inhalt des Buchs wiedergeben.

Im Prinzip begleiten wir einen Landstrich in Massachusetts, das Haus was dort steht (bzw. gebaut wird), die Apfelbäume und den Wald ringsherum.

Und dann werden wir Zeuge von all den Dingen und Gräueltaten, die dort über 300 Jahrhunderte hinweg passieren. Teilweise begleiten wir die Personen direkt, dann erfahren wir die Ereignisse nur durch Briefe oder durch die Strophen eines Liedes, dann bekommen wir eine kleine biologische Abhandlung, die ebenfalls wichtig für die Handlung ist, wir lesen die Kolumne von einem True-Crime-Journalisten oder die schriftliche Vorbereitung einer Rede.

Die Jahre sind gesäumt von dunklen Zeiten, von Tod, Mord, Eifersucht, unerfüllten Träumen, und dem Wandel der Zeit und der Natur.

Das Buch entwickelt einen Sog beim Lesen; mal wusste ich Nichts damit anzufangen, was ich las, mal klebte ich gespannt an den Seiten und mehrmals stand mir der Mund offen und konnte ich nicht glauben, was ich da las.

Am Ende bin ich beeindruckt und geplättet, aber auch etwas ratlos, wie ich die Geschichte nun eigentlich finden soll.

Das Buch ist auf jeden Fall große Kunst und wer Lust auf ein Lese-Experiment und eine Lese-Erfahrung völlig anderer Art haben möchte, dem sei dieses Buch auf jeden Fall empfohlen! Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es für den Ein oder Anderen befremdlich ist und die Art der Erzählweise nicht Jedem liegt. 


Abschließend sei noch gesagt, dass Daniel Mason auch der Autor von „Der Wintersoldat“ ist. Dieses Buch habe ich vor ein paar Jahren gelesen und fand es absolut großartig! Daniel Mason ist auf jeden Fall ein Ausnahmeautor mit vielen Facetten! 

Cover des Buches Oben in den Wäldern (ISBN: 9783406813818)
Ellinorliests avatar

Rezension zu "Oben in den Wäldern" von Daniel Mason

Highlight
Ellinorliestvor 19 Tagen

Oben in den Wäldern ist ein großes Highlight, das leider noch viel zu unbekannt ist. Es ist eine Mischung aus David Mitchell, Henry David Thoreau und Edgar Allan Poe. Das Buch ist ein wilder Genremix aus Abenteuerroman, historischem Roman,  Briefroman, Horror, True Crime im Noir Stil, Gedichten etc. Die Bilder und Abbildungen zwischendurch erinnern ein wenig an W.G. Sebald.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Haus beziehungsweise dessen Umgebung in den Wäldern. Die einzelnen Figuren treten eher in den Hintergrund, tauchen im Laufe der Zeit in unterschiedlicher Form aber immer wieder auf. Das Gelände wird zunächst kultiviert, der Wald verleibt es sich aber immer weiter ein.

Alles beginnt mit einer Flucht vor den amerikanischen Ureinwohnern, danach wird das Gelände zu einer Apfelplantage. Dann folgt ein Übergang zu einem Briefwechsel zwischen einem Maler und einem befreundeten Schriftsteller. Die nächste Episode ist eine Geistergeschichte mit Séancen. So geht es immer weiter weiter.

Ähnlich wie bei der Wolkenatlas ist jedes Kapitel sprachlich einzigartig und der entsprechende Epoche angepasst. So ist zum Beispiel die Sprache beim Bericht des Plantagenbesitzers, eher altertümlich, bei dem True Crime-Bericht dagegen sehr reißerisch. 

Hut ab, vor der großartigen Übersetzung durch Cornelius Hatz!

Der Einstieg in die einzelnen Kapitel fällt erstaunlich leicht. Trotz der teilweise komplexen Zusammenhänge ist das Buch extrem gut lesbar. 

Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung. 

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