Daniel Metcalfe Blaue Dahlie, schwarzes Gold (DuMont Reiseabenteuer)

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Inhaltsangabe zu „Blaue Dahlie, schwarzes Gold (DuMont Reiseabenteuer)“ von Daniel Metcalfe

In Angola sind die Spuren der Kolonialgeschichte, des Sklavenhandels und des angolanischen Bürgerkriegs noch lange nicht verwischt, doch jetzt sprudeln die Ölquellen und nähren eine neue, märchenhaft reiche Elite. Metcalfe zieht als Rucksacktourist los, um jenseits der Hauptstadt Luanda und der blumigen Namen der Ölbohrplattformen die alte Seele des Landes zu suchen - das Angola der gütigen Großväter, des Kizomba-Tanzes und der kunstvollen Geistermasken. Er reist in Bussen und klapprigen Jeeps, spricht mit Stammesältesten, Minenräumern, Straßenkindern und Ölarbeitern und erfährt eine Realität voller Extreme. Seine Reise führt ihn direkt in einen explosiven Cocktail aus Korruption und Vetternwirtschaft, sprudelndem Ölgeld und schnellem Aufstieg der Neureichen - und mitten hinein in den postkolonialen Blues.
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  • 'Man muss nur anfangen, sich über Angola zu informieren [...].'

    Blaue Dahlie, schwarzes Gold (DuMont Reiseabenteuer)
    sabatayn76

    sabatayn76

    18. July 2015 um 18:01

    'Man muss nur anfangen, sich über Angola zu informieren, um festzustellen, dass es eines der einzigartigsten und fesselndsten Länder ist, die man besuchen kann.' Inhalt: Daniel Metcalfe reiste mehrere Monate durch Angola und berichtet in 'Blaue Dahlie, schwarzes Gold' von seinen Erlebnissen im Land und über das Leben in Angola. Er erzählt von São Tomé e Príncipe, Kolonialzeit und Sklavenhandel, Bürgerkrieg und Minenfeldern, Ölboom und Luxushotels, Sonangol und Wohlstand, Korruption und Slums, Wirtschaft und Politik, Folter und politische Gewalt, Luanda und Benguela, Inland und Hochebene, Prostitution und HIV, Stammesidentität und Traditionen, Magie und Fetischismus. Mein Eindruck: Ich interessiere mich sehr für die Geschichte und die Kultur Zentral-, West- und Südwestafrikas, war aber selbst noch nie auf dem afrikanischen Kontinent. Bisher habe ich mich eher mit dem Kongo beschäftigt, und 'Blaue Dahlie, schwarzes Gold' war einer meiner ersten Kontakte mit Angola. Von der ersten Seite an war ich fasziniert und begeistert von Daniel Metcalfe und seinen Erlebnissen. Er weiß, wie man den Leser neugierig macht und wie man ihn sowohl sprachlich als auch inhaltlich fesselt. Ich habe bei der Lektüre nicht nur viel gelernt, sondern wurde auch hervorragend unterhalten. Auch der Sprachwitz des Autors hat mir gut gefallen, und ich musste oft über seine Anekdoten und seine Formulierungen lachen. Die Beschreibungen Angolas haben mein Interesse am Land und an seiner Geschichte geweckt, doch Reisefieber konnte er Autor bei mir nicht entfachen, denn ich habe durch ihn ein Land kennengelernt, das noch immer mit dem Erbe der Kolonialzeit, des Sklavenhandels und des jahrzehntelangen Bürgerkriegs zu kämpfen hat. Mir hat es sehr gut gefallen, dass er kein geschöntes, sondern ein eher sehr düsteres Bild des Landes gezeichnet hat, denn alles andere wäre unrealistisch und ignorant. Dass ich nun nicht mehr nach Angola reisen möchte, finde ich nicht schlimm, denn ich möchte trotz meiner Faszination auch nicht in den Kongo, nach Afghanistan oder nach Kolumbien reisen. Mein Resümee: Spannender Inhalt + anspruchsvolle Sprache + faszinierende Geschichten + einzigartige Einblicke + sympathischer Autor = der perfekte Reisebericht. Zum Weiterlesen: Ich lese sehr viele Reiseberichte und bin sehr oft begeistert von den Beschreibungen und den vermittelten Stimmungen im jeweiligen Land. Dass mich ein Reisebericht jedoch so gepackt hat und mich nicht mehr losgelassen hat wie das Buch von Daniel Metcalfe, ist mir zuletzt vor vielen Jahren beim Lesen von 'Blood River' passiert. Ich empfehle jedem, der sich für Südwestafrika interessiert, sowohl 'Blaue Dahlie, schwarzes Gold' von Daniel Metcalfe als auch 'Blood River' von Tim Butcher.

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