Daniel Miller Das wilde Netzwerk

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Inhaltsangabe zu „Das wilde Netzwerk“ von Daniel Miller

Traditionell beschäftigen sich Ethnologen mit Verwandtschaftsnetzwerken, Bräuchen und Mythen bestimmter Gruppen von Menschen. Doch was passiert, wenn wir einen immer größer werdenden Anteil unseres Lebens nicht mehr mit physischer Interaktion, sondern im virtuellen Raum des Internets verbringen? Wenn ein soziales Netzwerk wie Facebook fast 650 Millionen Mitglieder hat? Daniel Miller guckt in seinen Fallstudien, die er – ein Anknüpfungspunkt an die klassische Anthropologie – in Trinidad durchgeführt hat, Facebook-Nutzern über die Schulter. Er trifft einen Mann, dessen Ehe online vor seinen Augen zerbricht, auf Manager, die ihre gesamte Unternehmensstrategie auf diese Plattform ausgerichtet haben, und auf ältere Menschen, denen Facebook es erlaubt, auch weiterhin am wirklichen sozialen Leben teilzuhaben.

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  • Ein ethnologischer Blick auf Facebook

    Das wilde Netzwerk

    Sokrates

    21. February 2014 um 22:25

    Daniel Miller, Ethnologe, hat sich im Rahmen einer Feldstudie, die er auf Trinidad durchführte, mit dem Phänomen 'Facebook' auseinandergesetzt. Ziel war es, die altbekannten Vorwürfe gegenüber Facebook sowie seine positiven Zuschreibungen auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen. Was Miller indes feststellen musste, war gemischt: zwar unterstreicht er die Behauptung, dass Facebook die soziale Interaktion erleichtert, relevanter sozialer Kontakt bleibt indes nur für maximale 15 Personen (durchschnittlich) möglich - die stereotypen '100 Freunde' bleiben damit Verlinkungen und sind keine realen Sozialkontakte. Damit widerspricht Miller auch der These, wonach Facebook die informelle globale Vernetzung verbessern/steigern würde. Zwar wäre man theoretisch 'in' Facebook global vernetzt, aber das ist man de facto auch ohne Facebook dank moderner Informationsmedien, Radio, Fernsehen und Wissensverbreitung über das I-Netz. Auch die Wirkmächtigkeit in Bezug auf basisdemokratische Anliegen zieht er in Zweifel. Die Kommunikation bleibt vielmehr "konservativ", nämlich weitgehend beschränkt auf Klatsch und Tratsch. Wer neben der allgemein, mitunter sehr voreingenommenen Literatur mehr über Facebook aus wissenschaftlicher Perspektive erfahren möchte, dem sei diese Abhandlung empfohlen. Miller nennt eine Vielzahl soziologischer Studien, mit deren Thesen er arbeitet und welche er in seine Argumentation einbezieht. Sein Fazit ist gemischt: Er sieht zweifellos positive Aspekte bei Facebook, widmet sich jedoch kritisch-dämpfend auch den negativen Aspekten und fordert mehr Nachdenklichkeit, denn im Netz neigt viel, schnell ein "Hype" zu werden und damit die eigene Wichtigkeit völlig zu übersteigern.

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