Daniel Morawek Die Vergessenen

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Inhaltsangabe zu „Die Vergessenen“ von Daniel Morawek

Ein sonderbarer Auftrag für den Privatdetektiv und ehemaligen SEK-Beamten Leonard Kimski: Eine wohlhabende Heidelbergerin engagiert ihn, um die verschollenen Mitglieder einer Mannheimer Widerstandsgruppe aus der Zeit des Dritten Reichs aufzuspüren, der ihr Mann angehört hatte.

Kimski weiß nicht, wo er mit seinen Recherchen beginnen soll, da er noch nie davon gehört hat, dass es in Mannheim eine aktive Widerstandsszene gab. Als er schließlich das erste Mitglied der Gruppe in einem Altersheim ausfindig machen kann, wird dieses kurze Zeit später unter merkwürdigen Umständen tot in seinem Bett gefunden.

Die Suche nach der Wahrheit wird lebensgefährlich, als Kimski einen Zusammenhang zwischen seinen Nachforschungen und dem mysteriösen Mord an einem jungen Historiker feststellt. Denn mit seinen Fragen hat er die Geister der Vergangenheit geweckt.

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  • Rezension zu "Die Vergessenen" von Daniel Morawek

    Die Vergessenen

    dyke

    25. November 2009 um 16:04

    Ich habe lange gezögert, ob ich etwas dazu schreiben soll, aber wenn ich positive Bücher hervorhebe sollte ich auch das Gegenteil tun. Zuerst das positive: Den geschichtlichen Teil finde ich sehr ansprechend, die Stimmung der damaligen Zeit kommt gut herüber und es gibt einiges an Zusatzwissen für Leser, auch für den Mannheimer. Aber der Krimi-Teil! Wie bereits beim ersten Roman „Die Partie“ ist er der Schwachpunkt. Selten habe ich so etwas gewollt bemühtes gelesen. Davon bleibt wirklich nur ein Hin- und Hergefahre zwischen Mannheim und Heidelberg, sowie die Magenprobleme von Leonard Kimski, die er sich durch zu scharfes Essen selbst einhandelt, in Erinnerung. Auch der Showdown wirkt ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Fazit: Wenn sich der Autor an einigen historischen Fakten orientiert und darum eine Geschichte spinnt ist er sehr lesenswert. Aber der Krimi wirkt in beiden Bücher zu aufgesetzt, stellenweise schon fast slapstickhaft. Man könnte fast meinen zwei Autoren haben an diesem Buch geschrieben. Einen weiteren Fall von Kismki werde ich mir nicht antun. Sollte der Autor aber einmal einen historischen Roman schreiben, bin ich nicht abgeneigt. Es muss ja nicht immer ein 500-600 und mehr Seiten Schinken sein. Ursula Neeb hat z. Bsp. mit „Siechenmagd“ gezeigt, dass es auch anders geht (und natürlich auch einige andere).

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