Daniel Mosmann Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

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Inhaltsangabe zu „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod“ von Daniel Mosmann

Tief im Schwarzwald lauern Geister und Dämonen. Sie warten in alten Burgkellern, flüstern in Wald und Wiesen, wandeln zwischen Leben und Tod. Manch einem rauben sie bloß den Schlaf, anderen den Verstand oder mehr.
Wen blickt die hässliche Vogelscheuche auf dem Feld so grimmig an? Ist es ein Fluch, der den Herren des Landhauses so qualvoll sterben lässt? Oder sind die Biester, vor denen wir uns fürchten, uns am Ende ähnlicher, als wir es für möglich gehalten hätten?
Nach „Kastanien und Knochen“ sorgt Daniel Mosmann erneut für aufgestellte Nackenhaare und weit aufgerissene Augen. Zehn außergewöhnliche Kurzgeschichten für alle, die sich gern um den Schlaf bringen lassen.

genau das richtige zu Halloween

— Sturmhoehe88

Die perfekte Lektüre für das anstehende Halloween-Fest!

— Belladonna

Großartige Ideen zu schaurigen Kurzgeschichten - genau das richtige in der herbstlichen Jahreszeit!

— Aleshanee

Unheimlich, melancholisch, eiskalt, ausnehmend gut geschrieben und mit einer angenehmen Portion unterschwelligem Humor.

— Elmar Huber

Perfekt geeignet für eine stürmische Regennacht, die nur noch ein wohlig gruselige Lektüre abrunden kann.

— Tialda

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    Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

    Sturmhoehe88

    05. November 2017 um 08:29

    Format: Kindle Edition Dateigröße: 513 KB Seitenzahl der Print-Ausgabe: 178 Seiten Verlag: Edition Subkultur; Auflage: 1 (1. Juli 2015) Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. Sprache: Deutsch ASIN: B01NAYU7O0 Preis TB: 13,00€ Preis Kindle: 6,99€ Inhaltsangabe zu „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod“ von Daniel Mosmann Tief im Schwarzwald lauern Geister und Dämonen. Sie warten in alten Burgkellern, flüstern in Wald und Wiesen, wandeln zwischen Leben und Tod. Manch einem rauben sie bloß den Schlaf, anderen den Verstand oder mehr. Wen blickt die hässliche Vogelscheuche auf dem Feld so grimmig an? Ist es ein Fluch, der den Herren des Landhauses so qualvoll sterben lässt? Oder sind die Biester, vor denen wir uns fürchten, uns am Ende ähnlicher, als wir es für möglich gehalten hätten? Nach „Kastanien und Knochen“ sorgt Daniel Mosmann erneut für aufgestellte Nackenhaare und weit aufgerissene Augen. Zehn außergewöhnliche Kurzgeschichten für alle, die sich gern um den Schlaf bringen lassen. Meine Meinung Zunächst gilt mein Dank dem Autor, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod“ ist eine Sammlung kurzer aber schaurig spannender Geschichten, die mir sehr gut gefallen haben und zur jetzigen Zeit also passend zu Halloween sind. Grusselfaktor ist mehr als gegeben, ebenso sind sie finster/düster was mir sehr gefallen hat. Erzählt und geschrieben sind die Geschichten im unterschiedlichen Stil, ebenso was das Inhaltliche angeht. Es war wirklich faszinierend welche verschiedenen Stimmungen aufgekommen sind, ebenso was die Weise der Erzählungen angeht die mal Modern oder aus älterer Zeit stammen. Von mir eine klare Kauf und Leseempfehlung! 5/5 Sterne

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  • Meine Rezension zu "Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod"

    Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

    Belladonna

    03. November 2017 um 10:45

    Meine Meinung Passend zur herbstlichen Jahreszeit, in der ich gerne auch mal zu schaurig schöner Grusellektüre greife, habe ich den Sammelband „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod“ von Daniel Mosmann zur Hand genommen. Dieses Werk beinhaltet insgesamt acht unterschiedlich lange Kurzgeschichten und zwei Gedichte. "Ich erwachte und war geblendet von der Welt, die mich umgab." (Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod, Winterzauber, Seite 7) Eigentlich bin ich keine bekennende Liebhaberin von Kurzgeschichten, da mir diese meist einfach zu kurz und nicht ausführlich genug sind. In der vergangenen Zeit habe ich jedoch immer mal wieder interessante Erzählungen für mich entdecken können. Mit seinen atmosphärisch dichten, und anziehend düsteren Geschichten konnte mich Daniel Mosmann restlos überzeugen. Egal, ob mit seinen ganz kurzen Stücken über nur wenige Seiten oder die Längeren Stücke mit ca. 60 Seiten – die Erzählungen sind so geschickt konstruiert, dass sie bereits nach kurzer Zeit eine Sogwirkung entfalten. Außerdem hat es mir sehr gut gefallen wie pointiert Daniel Mosmann in seinen Schauergeschichten moralische und gesellschaftliche Aspekte neben gespensterhaften Burgruinen, mysteriöse Todesfällen, kleinen Biestern und einer geheimnisvollen Vogelscheuche eingeflochten hat. Über den Inhalt der einzelnen Geschichten möchte ich nicht zu viel verraten, nur so viel: bei manche Geschichten schlüpft der Autor in die Erzählerperspektive und andere Geschichten wiederum erlebt man aus der Ichperspektive eines Protagonisten. Diese Wechsel waren sehr aufregend, teilweise aufwühlend und ein Garant für Spannung. Meine absoluten Favoriten sind „Oben auf dem Knochenberg“, „Das Exkrement Gottes“ und „Zwischen Kraut und Kartoffeln“. "Schaudernd versuchte ich, passende Bilder zu den Geräuschen zu finden. Was hatte dieser unheimliche Fremde nur in der Dunkelheit zu schaffen?" (Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod, Oben auf dem Knochenberg, Seite 47) Die Kurzgeschichten und Gedichte aus „Auf Pilgerreise mit Gevatter Tod“ sind vor allem aufgrund der ausdrucksstarken, fast schon melodischen Sprache und der kreativen Umsetzung etwas ganz besonderes. Meine Leseempfehlung kann ich somit uneingeschränkt aussprechen. Fazit Die perfekte Lektüre für das anstehende Halloween-Fest! --------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.10.2017

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  • Schaurige Kurzgeschichten mit originellen Ideen!

    Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

    Aleshanee

    16. October 2017 um 16:41

    Viele wissen ja mittlerweile, dass Kurzgeschichten und ich nicht oft zueinander finden - aber ich lasse mich immer gerne wieder darauf ein in der Hoffnung, dass sie mich doch noch überzeugen können.Von Daniel Mosmann hatte ich ja schon den Kurzgeschichtenband "Von Kastanien und Knochen" gelesen, der mir richtig gut gefallen hatte.Auch in diesem Band hat er mich mit seinem Schreibstil recht schnell wieder eingefangen, denn er schafft es mit seiner intelligenten und beinahe schon antiquierten Art, die Atmosphäre der alten Schauergeschichten einzufangen, die man von früher her kennt. Anfangs wirkt es vielleicht noch etwas skurril, doch je mehr Seiten man liest, desto mehr entwickelt sich ein Sog und man kann wunderbar in seine besondere Art der Formulierung eintauchen.Er schafft es immer, schon auf wenigen Seiten die Figuren, die Atmosphäre und die Thematik sehr klar auf den Punkt zu bringen, ohne dabei zu viel zu verraten - und hat am Ende der Geschichten meist noch einen besonderen Knalleffekt. Manches konnte ich schon vorausahnen, bei anderen wiederum bin ich überrascht worden. Es ist ein buntes Gemisch aus den verschiedensten Arten von Gruselgeschichten und ich bin fasziniert auf welche verschiedenartigen Ideen der Autor gekommen ist!8 Geschichten und 2 Gedichte erwarten euch, die unterschiedlich lang sind und auch jede für sich einen ganz eigenen Stil hat. Mit den Gedichten konnte ich nicht soviel anfangen, obwohl auch sie einen gewissen Charme haben. Es gibt aber durchweg eine unterhaltsame Abwechslung aus typischen Spukgeschichten, sich rächenden Ehefrauen, einem außer Kontrolle geratenen Experiment, einer unschönen Verwechslung und alle möglichen Arten von gruseligen Szenarien.Besonders gefallen hat mir "Biester", das war auch die längste Geschichte mit knapp 60 Seiten, die auch einen nachdenklich machenden Hintergrund aufgreift. Überhaupt findet man in den Geschichten immer wieder versteckte Hinweise auf das, was in unserer Gesellschaft schief läuft, aber eben oft im Dunkeln bleibt. Dabei gibt es aber keinen erhobenen Zeigefinger, sondern alles gekonnt retouchiert mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, Morbidität und Wortwitz.Bei einigen hätte ich mir gewünscht, dass man noch ein bisschen später auf die Lösung kommt. Winterzauber ✮✮✮✰ In einem Landhaus ✮✮✮✮ Oben, auf dem Knochenberg ✮✮✮✰ Zur alten Linde *Gedicht* Biester ✮✮✮✮✮ Das sonderbare Begräbnis des William M. Roth ✮✮✮✮ Das Exkrement Gottes ✮✮✮ Zwischen Kraut und Kartoffeln ✮✮✮✰ Die vergessenen Kinder ✮✮✮✮ Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod *Gedicht*© AleshaneeWeltenwanderer

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  • Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

    Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

    Elmar Huber

    06. June 2016 um 12:24

    „Etwas Eigenartiges lag über den Feldern. Dachte Else Knoche, ohne jedoch in der Lage zu sein, den genauen Grund für ihr merkwürdiges Gefühl benennen zu können. Ihr Blick folgte einem der Sonnenflecken, der zügig über Haus, Garten, über das Krautland und schließlich über den Kartoffelacker wanderte. Dann sah sie die Vogelscheuche. Sie stand in der ihr zugedachten Beharrlichkeit am oberen Ende der Felder, doch etwas an ihr war seltsam. Sie schien sich verändert zu haben.“ (Zwischen Kraut und Kartoffeln) Winterzauber Als sie erwacht, wird ihr bewusst, dass wohl nur der Alkohol des vergangen Abends und der geringe Schutz einer Holzhütte, die an ihrem Fußweg nach Hause liegt, sie vor dem Kältetod gerettet haben. Während sie sich aufrafft, nun den Rest des Weges durch die verschneite Landschaft zurück zu legen, hängt sie ihren Erinnerungen nach. Gedanken an den Tod des Vaters, an ihren ersten Freund, den Schmerz des Erwachsen Werdens und an die letzte Nacht im Club, an die unscheinbare Klara. Und plötzlich erblickt sie einen Mann, den sie bereites lange tot wähnte. In einem Landhaus Nach dem qualvollen, von langer Krankheit gezeichneten Tod des Hausherrn, bittet seine Witwe das Zimmermädchen Madeleine, das Bett des Verstorbenen wieder herzurichten und Bettzeug und Matratze zu entsorgen. Eine unbestimmbare Abscheu macht es Madeleine jedoch unmöglich und so geht ihr die Hausherrin zur Hand, die eine unangemessene Fröhlichkeit zur Schau trägt. Oben auf dem Knochenberg Erneut ist der namenlose Radfahrer unterwegs, mit seinem Fahrzeug auf eigene Faust den Schwarzwald zu erkunden (siehe DER NARRENBRUNNEN in VON KASTANIEN UND KNOCHEN, Edition Octopus, 2008). Eins seiner Ziele ist die Burgruine zu Zavelstein, wo er auch sein Nachtlager aufschlagen will, in der Überzeugung, die lokale Sage um das Gespenst eines Bauern, der hier einst lebendig eingemauert wurde, gehöre ins Reich der Legenden. Ein Unwetter lässt en nächtlichen Gast Schutz in den unterirdischen Gewölben der Ruine suchen. Da steigt plötzlich von oben eine weitere Gestalt in die Finsternis herab. Biester Der Sommer 1983 soll für Martin, Astrid und ihre Tochter Eileen alles verändern. Der Sommer, der durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl, eine wahre Plage an Fröschen, gekennzeichnet war. Der Sommer, in dem die Regierung deswegen ein Experiment startete. Töne, die die Tiere dazu bringen sollten, ihren eigenen Nachwuchs zu verspeisen. Ein Experiment, das gründlich schief ging. Das sonderbare Begräbnis des William M. Roth Eine Serie pietätloser Pannen ging 1984 mit dem Begräbnis des pingeligen und auf extremer Regelkonformität bedachten Schreinermeisters Roth einher, bis hin zur Bestattung seiner Überreste auf der falschen Seite des Grabes. Nun, als seine Witwe beerdigt werden soll, erleben die Totengräber eine makabre Überraschung. Das Exkrement Gottes ... im Volksmund auch „Gottes beschissene Scheiße“. Der richtige Kommentar zu einem Tag, an dem man die untreue Ehefrau samt Liebhaber umbringt und der Wagen, mit dem man die Leichen entsorgen will, eine Reifenpanne hat. Wenn just in diesem Moment zwei Polizisten zur Stelle sind oder der Wagen nicht gleich an der vorgesehen Stelle im Sumpf versinken will. Zwischen Kraut und Kartoffeln Seit dem Tod ihres Mannes vor über vor dreißig Jahren bestellt Else Knoche ihre Felder alleine. Mehr schlecht als Recht, wenn man ihren Nachbarn glauben möchte, die ein Auge auf das Land der Bäuerin geworfen haben. Unschlagbar sind jedoch Elses Kartoffeln, die ohne jegliche chemische Mittel gedeihen und ihr lukrativen Absatz in der Öko-Szene bescheren. Als sich nun eines Morgens Saatkrähen auf dem Feld mit den frisch gesetzten Kartoffeln tummeln, gilt es zu handeln. Aus den alten Kleidern ihres verstorbenen Mannes baut sie eine Vogelscheuche, die diensteifrig ihre Aufgabe erfüllt. Doch häufen sich seit dem auch unerklärliche Fußspuren, ausgerissene Triebe und ein denkbar ungutes Gefühl bei Else, jedes Mal, wenn sie die Vogelscheuche anblickt. Die vergessenen Kinder Dass sich ausgerechnet nahe des Friedhofs, noch dazu in direkter Nachbarschaft der alten Kindergräber ein kleiner Spielplatz befindet sorgt bei einigen verantwortungsvollen jungen Eltern für Unverständnis, dem sich der Ortsvorstand nicht verschließen kann. So entsteht – in ausreichender Entfernung zum Totenacker – ein großer moderner Spielplatz, der seinen Vorgänger schnell vergessen macht. Nur den alten Gerard Eickler sieht man bisweilen Dort sitzen. Mit einem verzückten Lächeln um die Mundwinkel und scheinbar in Selbstgespräche vertieft sieht er den Spielgeräten zu, die sich im auffrischenden Wind bewegen. Hier am alten Spielplatz, nahe des Grabes seiner kleinen Tochter. „Man hatte angeblich herausgefunden, dass Frösche besonders in der frühen Wachstumsphase sehr stark auf bestimmte Töne reagieren. Laut Zeitungsbericht sollte dies sogar so weit gehen, dass diese Tiere eine Art übersteigerten Appetit entwickelten und dadurch alles fressen würden, was sich ihnen an adäquater Nahrung bot. Da sich nun den Kaulquappen und Jungfröschen vor allem die nächsten Artgenossen als reichhaltige Nahrungsquelle anboten, würden sich die Kaulquappen möglicherweise dezimieren, weil sie sich gegenseitig auffressen würden.“ (Biester) MEINUNG Sieben Jahre hat sich Daniel Mosmann mit dem Nachfolgeband zu seiner Geschichtensammlung VON KASTANIEN UND KNOCHEN Zeit gelassen. Völlig zu Unrecht ist der Autor aus dem Schwarzwald damals schon unter dem Radar selbst eingefleischter Fans deutscher Phantastik geflogen. Das mag zum einen daran liegen, dass Hr. Mosmann vorher noch nie als Autor in Erscheinung getreten ist, weder in Anthologien, Magazinen, etc., zum anderen, dass KASTANIEN in keinem der einschlägig bekannten Kleinverlage erschienen ist; von Amazon CreateSpace hatte damals noch niemand etwas gehört. Gepasst hätte das Buch ganz gut in Boris Kochs „Edition Medusenblut“ oder in Jörg Kleudgens „Goblin Press“, die jedoch zu der Zeit im Winterschlaf lag. Auch für sein zweites Werk wählte Daniel Mosmann nicht den inzwischen naheliegenden Weg des Self Publishings sondern brachte das Buch bei der Berliner Edition Subkultur unter, die sich als „zeitgemäßes Label für unabhängige Literatur und Musik“ versteht, die „jungen und abseits des Mainstreams agierenden Künstlern eine einfache Möglichkeit bietet, ihre Werke zu veröffentlichen“. Thematisch ist sich Daniel Mosmann weitestgehend treu geblieben. Geboten wird eine Art „Regional-Phantastik“, die trotz des düster-sperrigen Titels, über einen unerwartet hohen Humorgehalt verfügt. Freilich sind das keine Schenkelklopfer sondern eher erfrischende unterschwellige Spitzen, die sich gegen ungeschriebene Regeln, gewachsene dörfliche Gepflogenheiten und das Spießbürgertum im Allgemeinen richten. Der satirische Höhepunkt ist sicherlich DAS SONDERBARE BEGRÄBNIS DES WILLIAM M. ROTH, das man getrost als Groteske im Stil Gustave Meyrinks bezeichnen kann. Die große Kunst die Daniel Mosmann beherrscht, besteht nun darin, den Schrecken der Geschichten damit nicht zu unterminieren. Mein persönlicher Favorit BIESTER oder ZWISCHEN KRAUT UND KARTOFFELN sind eindrucksvolle Beispiele, dass es einem auch mit einem Grinsen im Gesicht kalt den Rücken hinunter ziehen kann. So unerwartet wirkungsvoll und eiskalt kommen die Pointen hier am Ende um die Ecke. Selbst bekannte und oft gebrauchte Motive, wie das des ahnungslosen Toten (Ambrose Bierces EIN VORFALL AN OWL-CREEK BRÜKCE lässt grüßen) oder das Subgenre des Vogelscheuchen-Horrors macht sich Daniel Mosmann auf eine Art zu eigen, dass es innerhalb der Sammlung absolut stimmig wirkt. In Thematik und Tonart kann man die Geschichten irgendwo zwischen Uwe Voehls Kurzgeschichten und Markus K. Korb verorten. Deutlich gehoben – und bisweilen bewusst leicht antiquiert - ist auch die Sprache, die Mosmann verwendet; weit entfernt von der Mehrheit sonstiger Hobby-Horrorschreiber. Ergänzt werden die acht Kurzgeschichten mit zwei Gedichten. ZUR ALTEN LINDE wandelt sich von einer elegischen Jugenderinnerung zu einem Mordgeständnis; das titelgebende AUF PILGERFAHRT MIT GEVATTER TOD beschreibt den letzten Weg eines Sterbenden, den in einer Winternacht unvermittelt der Sensenmann besucht. FAZIT Der Untertitel „Subtiler Horror aus dem finsteren Schwarzwald“ trifft es auf den Punkt. Empfehlenswerte Geschichtensammlung für alle Freunde deutscher Phantastik. Unheimlich, melancholisch, eiskalt, ausnehmend gut geschrieben und mit einer angenehmen Portion unterschwelligem Humor.

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  • Rezension: "Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod" von Daniel Mosmann

    Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

    JamieRose

    08. April 2016 um 08:16

    Meine Meinung »Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod« ist eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten. Die Geschichten, die sich in der Länge stark unterscheiden, erzählen Grusel- und Spukgeschichten. Mir hat sehr gut gefallen, dass sich die Geschichten im Stil sehr unterschieden haben. Es ist schon beachtlich, so verschiedene Stimmungen aufkommen zu lassen. Gemeinsam haben die Geschichten allerdings, dass sie durchweg ziemlich finster und gruselig sind. Teilweise sind die Geschichten modern erzählt und teilweise wie aus vergangenen Tagen. Mir persönlich hat “Oben auf dem Knochenberg” am besten gefallen. Die Geschichte war unwahrscheinlich gruselig, ich hatte eine Gänsehaut und da ich es nachts gelesen habe, war auch jedes Geräusch in der Stille plötzlich verdächtig. Die Geschichte handelt von einem Reisenden, der im Schwarzwald in einer Burgruine übernachten will und dabei der vermeintlichen Spukgestalt begegnet, die laut Reiseführer die Burgruine heimsucht. Ein ganz klassisches Thema für eine Gruselgeschichte, in der Art, wie man sie sich am Lagerfeuer erzählt, aber so spannend, dass eine richtig , gruselige Atmosphäre entsteht. Die Geschichten haben durchaus oft behandelte Themen zu Grunde liegen, aber wirken nie nacherzählt oder dergleichen, sondern haben immer etwas besonderes, eigenes an sich. Fazit Das Buch hält was es verspricht: schaurig, schöne Unterhaltung mit einem hohen Gruselfaktor. Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen, manche mehr, manche weniger. Aber das, finde ich, ist auch das Schöne an so einer Sammlung von Kurzgeschichten. Jeder wird seine Favoriten haben, doch die Vielfalt der Geschichten, sowie der unterschiedliche Stil (mal etwas moderner erzählt, mal etwas antiquierter) macht es interessant und lesenswert.

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  • Wohlig gruselig und echt abwechslungsreich

    Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

    Tialda

    28. August 2015 um 19:04

    Rezension: Nach Daniel Mosmanns erster Anthologie „Von Kastanien und Knochen“, die mir damals richtig gut gefiel, erschien nun endlich sein neues Werk „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod“. Zugegeben: Das Buchcover kann mit dem Vorgänger nicht mithalten – doch die Geschichten erfreulicherweise schon. In 10 Kurzgeschichten – teils nur 2-3 Seiten, teils aber auch mal bis zu rund 60 Seiten inkl. Prolog und Epilog – lebt Daniel Mosmann erneut das ganze Spektrum seines schriftstellerischen Könnens aus. Dadurch sind die Texte ganz unterschiedlich – es gibt zwei Gedichte in Versform, eine Kurzgeschichte, die schon fast wie ein kleines Buch wirkt, aber auch Geschichten, in denen der Autor gekonnt mit Worten spielt, sich komplizierter ausdrückt oder auch mal ganz einfach. Jedoch egal welchen Text man liest, eins haben sie alle gemeinsam: Man kann nicht aufhören zu lesen. Egal wie gewählt die Sprache ist – man fliegt regelrecht durch die Geschichte. Und auch diese unterscheiden sich voneinander. Wie schon im Vorgängerbuch, deckt Daniel Mosmann verschiedene ‚Gruselthemen‘ ab. So wird von Toten berichtet, die von ihrem Ableben noch nichts wissen, von einer vernichtenden Plage, deren Verursacher auf den ersten Blick ein ganz anderer ist, aber auch vom ’schlimmsten Ungeheuer‘ – dem Menschen selbst. Sogar eine Geschichte, die einen schmunzelnd zurücklässt, ist dabei. So lässt sich auf jeden Fall sagen – wer sich gerne wohlig gruselt, kann „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod“ ruhig zur Hand nehmen. Ich bin mir sicher, dass jeder Leser mindestens eine Geschichte findet, die ihm einen wohligen Schauer über den Rücken jagt – aber keine Sorge, die Geschichten sind immer noch recht zahm und den Schlaf rauben sie höchstens, weil man weiterlesen möchte. Fazit: Perfekt geeignet für eine stürmische Regennacht, die nur noch ein wohlig gruselige Lektüre abrunden kann.

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