Daniel Mosmann Von Kastanien und Knochen

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(1)
(6)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Von Kastanien und Knochen“ von Daniel Mosmann

Wieso verschwinden immer wieder Menschen in einem kleinen Waldstück? An welches grausige Ereignis erinnert das groteske Mahnmal auf einem Dorfplatz? Welches schreckliche Kindheitserlebnis kehrt ganz allmählich in Philippes Erinnerung zurück? Weshalb verlässt die junge Frau ihr Haus nur an Regentagen? Kann ein Priester den teuflischen Jungen aufhalten, der furchtbares Unheil über das Dorf zu bringen droht? Wer wildert auf so bestialische Weise in der Schafherde, oben auf der Alm? Was treibt einen Mann immerzu auf das Dach eines Hauses? Warum lebt Sebastian, obwohl er tot sein müsste? Wohin sind die Passagiere eines Nachtzuges so plötzlich verschwunden? Kann der Kommissar die Bewohner eines abgelegenen Hauses noch rechtzeitig vor einem grausamen Mörder warnen und warum beobachtet die unheimliche Frau immerzu die Kinder, die bei den Kastanienbäumen am Friedhof spielen? Schaurig-schöner, atmosphärisch erzählter Edel-Horror mit vielen bösen Überraschungen. Für alle, die ohnehin nicht gut schlafen!

Die Enden der Kurzgeschichten, sind teilweise so unrealistisch das die einem den Lesespaß verderben

— Annabeth_Book
Annabeth_Book

4.5 Sterne für diese kurzweiligen und raffinierten Grusel-Kurzgeschichten! Bin sehr positiv überrascht!

— Aleshanee
Aleshanee

Stöbern in Krimi & Thriller

Death Call - Er bringt den Tod

Wie erwartet ... spannend bis zum Schluss.

Popi

Du sollst nicht leben

Nicht eines der Besten

HexeLilli

Die Fährte des Wolfes

Es ist "nur" ein solider Krimi ohne WOW-Effekt

Lesewunder

Geständnisse

Ein sehr spannendes Buch, das mit einem Knall endet, den ich nicht erwartet habe.

sabzz

Mord im Cottage: Ein Krimi mit Katze

Gut geeignet für den Sommer aber ohne das gewisse Etwas

buchernarr

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Vorher von vielen negativen Kritiken beeinflusst, hat mich das Buch dann doch positiv überrascht!

_hellomybook_

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Von Kastanien und Knochen

    Von Kastanien und Knochen
    Annabeth_Book

    Annabeth_Book

    12. July 2017 um 09:48

    Klappentext:Wieso verschwinden immer wieder Menschen in einem kleinen Waldstück? An welches grausiges Ereignis erinnert das grokeske Mahnmal auf einem Dorfplatz? Welches schreckliche Kindheitserlebnis kehrt allmählich in Philippes Erinnerung zurück? Weshalb verlässt die junge Frau ihr Haus nur an Regentagen? Kann ein Priester den teuflischen Jungen aufhalten, der furchbares Unheil über das Dorf bringen droht. Wer wildert auf so bestialische Weise in der Schafherde oben auf der Alm? Was treibt einen Mann immerzu auf das Dach eines Hauses? Warum lebt Sebastian, obwohl er tot sein müsste`Wohin sind die Passagiere eines Nachtzuges so plötzlich verschwunden? Kann der Komissar die Bewohner eines abgelegenes Hauses noch rechtzeitig vor einem grausamen Mörder warnen und warum beobachtet die unheimliche Frau immerzu die Kinder, die bei den Kastanienbäume am Friedhof spielen?Autor:Daniel Mosmann ist auch unter seinem Künstlernamen Jones bekannt. "Von Kastanien und Knochen" ist einer seiner Erstlingen von schaurigen Geschichten. Auch ist er seit bereits über 15 jahren als Künstler tätig.Inhalt:Ein paar schaurige Stunden mit ein paar schaurigen Geschichten.Erster Satz:Der faulige Geruch und die dichten Nebelschwaden, die sich wie ausgebleichte Totengewänder um die Bäume legten, gaben ihr das wohlige Gefühl von Heimat, Kiara liebte das Moor, sie hatte es immer geliebt.Die Meinung meiner Mama:Als erstes möchte ich mich bei dem Autor bedanken, der so nett war und uns seine Bücher zugeschickt hat.Nun zum Cover:Ich muss sagen ich finde das Cover ziemlich düster gehalten und nicht wirklich ansprechend, wenn ich so ein Buch im Handel sehe, würde ich mir bestimmt nicht mal den Klappentext durchlesen, wenn ich ehrlich bin.Der Schreibstil, des Autors dagegen ist wirklich klasse!! Er schreibt sehr spannend und auch fesselnd. Die Bilder im Buch zeigen einen immer wieder wenn eine neue Geschichte beginnt und auch immer wieder sehr schön gestaltet.Nur hat es etwas negatives was einem dem ganzen Lesespaß verdirbt und zwar die Enden der verschiedenen Geschichten, ich habe wirklich nichts gegen Grusel, aber ich wünsche mir jedoch ein positives Ende oder ein realistisches Ende.Der Autor hat wirklich verdammt gut geschrieben, aber er vermasselt es sich oft selber mit seinen Enden, was mir sehr leid tut 

    Mehr
  • Origineller und fesselnder Schreibstil mit raffinierten Ideen!

    Von Kastanien und Knochen
    Aleshanee

    Aleshanee

    14. June 2017 um 07:52

    4.5 Sterne, die ich gerne aufgerundet hab!Ich bin ja eigentlich kein Kurzgeschichten Fan, aber hier wurde ich sehr positiv überrascht! Sehr fesselnder Schreibstil und raffinierte Ideen!Daniel Mosmann hat mich hier recht schnell mit seinem Schreibstil überzeugt! Er skizziert sehr klar und anschaulich auf wenigen Seiten die Figuren, die Atmosphäre und die Thematik, die sich hinter den Geschichten verbirgt, wobei er nicht zu zielgerichtet vorgeht. Man kommt schnell rein, aber rätselt und lässt sich mitziehen, ohne dass die Spannung oder der Überraschungseffekt vorweg genommen wird. Dabei fabuliert er auch gerne und spielt mit den Worten, was mir sehr gut gefällt, wenns auch manchmal einen Tick zu viel wurde.Die Schrift ist übrigens relativ klein und die Seiten dadurch großzügig gefüllt, also durchaus mehr Lesestunden und -unterhaltung, als man bei 250 Seiten denkt ;)11 Geschichten erwarten euch, die unterschiedlich lang sind und auch jede für sich einen ganz eigenen Stil hat. Auf jeden Fall viele originelle Ideen, die mich fasziniert oder auch entsetzt haben, denn der Autor schreckt vor nichts zurück! Geistiger Wahnsinn, mystische Vergangenheit oder horrende Zukunftsversionen - alle möglichen Arten von gruseligen Szenarien, die mir zwar keine Gänsehaut bereitet, mich aber doch sehr gefesselt haben.Besonders gefallen haben mir "Mein Vermächtnis", ein Brief eines Paters an seinen Nachfolger, der viel über Gläubigkeit, Leichtgläubigkeit und Vorurteile aussagt."Im Zug der Zeit", eine scheinbar düster phantastische Geschichte, die aber eine sehr wichtige Aussage enthält, die gerade in unserer heutigen Zeit bedeutend, ja essenziell ist.Und "Wie der Staub im Wind", ein sehr makaberes und subtiles Episode, die mit viel unspektakulärer Spannung umgesetzt wurde. Irgendwie hatten alle Geschichten tiefgründige Hintergedanken über unsere Gesellschaft, über unser Leben - manchmal nur als Hauch, manchmal auch sehr offen und direkt. Einmal gab es sogar einen Bezug zu einer vorhergehenden Geschichte, was mir richtig gut gefiel. Bei einigen hätte ich mir gewünscht, dass man noch ein bisschen später auf die Lösung kommt. Insgesamt aber alle mit viel Rafinesse konstruiert und mit einem intensiven Schreibstil verfeinert.Die schwarz-weiß Bilder, die jede Geschichte stimmungsvoll einleiten, haben mir übrigens sehr gut gefallen! Gesellschaft im Moor ✮✮✮✮ Der Narrenbrunnen ✮✮✮✮ Das biologische Wunder Fleisch ✮✮✮✮✰ Regentage ✮✮✮✮ Mein Vermächtnis ✮✮✮✮✮ Familienbande ✮✮✮✰ Der Mann auf dem Dach ✮✮✮ Crosse 517 ✮✮✮✮✰ Im Zug der Zeit ✮✮✮✮✮ Wie der Staub im Wind ✮✮✮✮✮ Von Kastanien und Knochen ✮✮✮✮✰© AleshaneeWeltenwanderer

    Mehr
  • Rezension zu "Von Kastanien und Knochen" von Daniel Mosmann

    Von Kastanien und Knochen
    Medienjournal

    Medienjournal

    31. December 2012 um 01:42

    Daniel Mosmanns Geschichten aus Von Kastanien und Knochen bedienen sich zwar klassischer Horrormotive, adaptieren diese aber derart gekonnt, dass sie ein eigenständiges und überzeugendes Werk fernab des Retorten-Horrors der heutigen Zeit bilden.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2011/12/von-kastanien-und-knochen-buch/

  • Rezension zu "Von Kastanien und Knochen" von Daniel Mosmann

    Von Kastanien und Knochen
    fantastic-book-blog

    fantastic-book-blog

    24. March 2012 um 15:55

    "Von Kastien und Knochen" bekommt von mir 4 von 5 möglichen Ahornblättern. Ich war wirklich gespannt, als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt. Und wusste nicht so recht, was mich erwartete. 11 Gruselkurzgeschichten...wie sich herausstellte, 11 Geschichten, die es wirklich in sich haben. Daniel Mosmann schafft es, seinen Lesern eine Gäsehaut zu verpassen und überzeugt durch seinen fesselnden Schreibstil. Er erschafft mit seinen Worten eine düstere, melanchonische Atmosphäre, die ausgesprochen gut zu der ganzen Aufmachung des Buches passt. Vor jeder Geschichte gibt es eine Illustration in schwarz-weiß, die mir persönlich, sehr gut gefallen haben. Ich gehe jetzt nicht auf alle 11 Gesichten im Einzelnen ein. Nur vorweg, es gab keine, die mir überhaupt nicht gefallen hat. Mein ganz klarer Favorit aber war "Wie der Staub im Wald". Es geht um einen pensionierten Komissar, der zurückgezogen mit seiner Frau in einer kleinen Hütte lebt. Eines Tages bekommen sie Besuch von einem anderen Polizisten, der sie warnen will. Der alte Komissar, hatte vor Jahren einen Serienkiller und Kannibalen auf frischer Tat ertappt und erschossen. Nun besteht der verdacht, dass der Killer vielleicht doch nicht so tot ist, wie es zunächst scheint... Diese Geschichte hat mir wirklich Gänsehaut eingejagt. Man muss erwähnen, dass alle Storys wirklich sehr tiefsinnig sind und sich hinter jeder, eine bestimmte Message bzw. Anspielung verbirgt,die Daniel Mosmann grandios verpackt. Sie regen wirklich zum Nachdenken an und ich kann mir vorstellen, dass sie bei dem ein oder anderen, bestimmt zu einer unruhigen -bis schlaflosen Nacht führten. Was mich zu meinem Favoriten Nummer 2 führt. "Das Vermächtnis" gefällt mir deswegen so gut, weil Daniel Mosmann soviel in diese Geschichte hinein gepackt hat. Er spielt auf Vorurteile, fehlende Tolleranz und wozu das ganze führen kann an. Wirklich gut geschrieben! Obwohl ich ja eher im Genre Fantasy zu Hause bin, hat mir das Buch wirklich gut gefallen, dennoch gibt es einen Abzug- und zwar für die Schächtelsätze! Mir kam es an manchen Stellen so vor, als verpuffe die Spannung innerhalb eines Satzes, aufgrund der vielen Kommas. Man liest und liest, es wird spannender und spannender, man will wissen, worauf das ganze hinaus läuft und es folgt Komma auf Komma, bis es dann endlich zu dem Grand Finale kommt;) Dafür gibt es leider einen kleinen Abzug. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich gerne gruselt, der auf intelligente und tiefsinnige Geschichten steht. Es eignet sich sowohl als "Gute Nacht Lektüre", jeden Abend eine Gesichte, es eignet sich aber genau so gut, als Tagesschmöker zum durchlesen:) Fazit:tiefsinnige Grusellektüre, mit Gänsehautgarantie!

    Mehr
  • Rezension zu "Von Kastanien und Knochen" von Daniel Mosmann

    Von Kastanien und Knochen
    Brina1983

    Brina1983

    26. January 2012 um 18:27

    Erster Satz: Der faulige Geruch und die dichten Nebelschwaden, die sich wie ausgebleichte Totengewänder um die Bäume legten, gaben ihr das wohlige Gefühl von Heimat; Kiara liebte das Moor, sie hatte es immer geliebt. Meine Meinung: Als ich das Buch zum Rezensieren angeboten bekam, war ich auf der einen Seite skeptisch, weil ich noch nie Horrorgeschichten gelesen habe und auf der anderen Seite freudig, da ich das Buch schon auf ein paar Bücherblogs gesehen habe. Es hörte sich gut an. Außerdem wollte ich offen Neuem gegenüber sein, also sagte ich zu. Wenn ich das Cover des Buches betrachte, merke ich, dass ich es aus zwei Blickwinkeln wahrnehme. Erst einmal betrachte ich nur das Kind und finde den Jungen total niedlich und das gefällt mir. Betrachte ich aber das ganze Bild, wirkt es natürlich sehr unheimlich mit dem Kreuz und dem verschwommenen Haus im Hintergrund. Das Buch gleicht keinem von mir bisher gelesenen Buch. Es war sehr abwechslungsreich. War die eine Geschichte beängstigend böse, war eine andere melancholisch und traurig. Die Geschichte „Das biologische Wunder Fleisch“ und „Wie der Staub im Wind“ waren mir definitiv zu heftig. Da spricht auch wieder für sich, dass es alles kurze Geschichten sind. Ich könnte nicht 300 Seiten über „Kannibalen“ lesen. Aber so war es doch eine Erfahrung wert. Die Geschichte „Regentage“ wiederum hat mir richtig gut gefallen und mich berührt. Sie ist eher melancholisch angehaucht. Richtig genial und spannend habe ich „Familienbande“ gefunden. Da kann ich nur wow zu sagen. Sehr interessant hingegen war „Der Mann auf dem Dach“. ;) Alles in allem eine geballte Ladung an tollen und interessanten Geschichten, an Merkwürdigkeiten, an unheimlichen und spannenden Teilen. Ich muss sagen, dass hätte ich nicht gedacht. Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert. Horror- und Gruselfans werden erfreut sein über den Einfallsreichtum in den Geschichten. Ich vergebe 4 Bücher. (von 5)

    Mehr
  • Rezension zu "Von Kastanien und Knochen" von Daniel Mosmann

    Von Kastanien und Knochen
    sternthaler75

    sternthaler75

    02. January 2012 um 14:11

    Gruselgeschichten sind für mich immer irgendwie etwas besonderes, weil ich oft das Gefühl habe, mich davor zu fürchten, weil es meistens so realistisch ist. Hier in diesem Buch finden sich 11 Gruselgeschichten, alle von Daniel Mosmann. Und es ist wirklich alles vertreten. Friedhof genauso wie Kinderzimmer, Kommissare wie Priester. Da ist zum Beispiel diese Schafherde in den Bergen, die immer kleiner wird, weil jemand die Tiere reisst. Aber wer? Mensch oder Tier oder was? So beschließt der Bruder des Schafbesitzers, der Sache auf den Grund zu gehen. Und wie wäre es mit Kannibalismus? Besonders, wenn "man" eigentlich Vegetarier ist. Kann das ansteckend sein? Glauben Sie an den Teufel wie dieser Priester in diesem kleinen Ort? Aber wer ist da der Teufel? Ach ja, fahren Sie gerne Zug? Auch alleine? Ganz alleine? Also, ich jetzt vielleicht lieber nicht mehr. Meine Meinung Ein Buch, ganz nach meinem Geschmack. Unheimlich, gespenstisch, gruselig- und oft viel zu realistisch. Nichts davon ist so abgehoben oder fantastisch, dass ich mir jede dieser Geschichten auch im wahren Leben vorstellen könnte. Und da wird es mir gleich nochmal so gruselig. Die Geschichten sind mal aus der Ich-Perspektive, und mal aus der Erzähler-Sicht erzählt. das macht das Ganze sehr abwechslungsreich. Die verschiedenen Charaktere fand ich häufig blass, fast unscheinbar dargestellt. Häufig konnte ich sie mir nicht genau vorstellen, das war aber in Ordnung. Durch den Schreibstil, ich möchte ihn als "Höflich" bezeichnen, sind alle Geschichten besonders. Sie sind leise, nicht so laut und aufbrausend, sie beginnen ganz unauffällig, schleichen sich förmlich ein, manchmal hat man schon so eine leise Vorahnung, und in der Hoffnung, dass sich diese nicht bestätigt, liest man weiter, will unbedingt wissen, was geschieht, ob es tatsächlich so sein könnte. Ein oder zwei der Erzählungen fand ich etwas langatmig, es ging mir nicht schnell genug voran, war mir zu detailreich, zu ausufernd. Aber letztendlich hat man selten ein Buch mit einer Sammlung von Geschichten, die den Leser komplett überzeugen können. Trotzdem: Der Großteil ist Klasse geschrieben, ist irgendwie besonders. Ja, es hat mich gegruselt, das kann ich auf jeden Fall sagen. Unterm Strich Wer das Besondere sucht, ist hier richtig.

    Mehr
  • Rezension zu "Von Kastanien und Knochen" von Daniel Mosmann

    Von Kastanien und Knochen
    Tialda

    Tialda

    17. December 2011 um 15:03

    x Autor: Daniel Mosmann x Titel: Von Kastanien und Knochen x Genre: Anthologie x Erscheinungsdatum: November 2008 x 249 Seiten x Monsenstein und Vannerdat x ISBN: 3865827659 x Erste Sätze: Gesellschaft im Moor. Der faulige Geruch und die dichten Nebelschwaden, die sich wie ausgebleichte Totengewänder um die Bäume legten, gaben ihr das wohlige Gefühl von Heimat; Kiara liebte das Moor, sie hatte es immer geliebt. Diese besinnliche, melancholische Stille, der immer währende Geruch des Verfalls und die unheimliche Atmosphäre, die es verströmte, gaben ihr das Gefühl, einen treuen Gefährten an der Seite zu haben; ja, sie und das Moor hatten Gemeinsamkeiten. Klappentext: Wieso verschwinden immer wieder Menschen in einem kleinen Waldstück? An welches grausige Ereignis erinnert das groteske Mahnmal auf einem Dorfplatz? Welches schreckliche Kindheitserlebnis kehrt ganz allmählich in Philippes Erinnerung zurück? Weshalb verlässt die junge Frau ihr Haus nur an Regentagen? Kann ein Priester den teuflischen Jungen aufhalten, der furchtbares Unheil über das Dorf zu bringen droht? Wer wildert auf so bestialische Weise in der Schafherde, oben auf der Alm? Was treibt einen Mann immerzu auf das Dach eines Hauses? Warum lebt Sebastian, obwohl er tot sein müsste? Wohin sind die Passagiere eines Nachtzuges so plötzlich verschwunden? Kann der Kommissar die Bewohner eines abgelegenen Hauses noch rechtzeitig vor einem grausamen Mörder warnen und warum beobachtet die unheimliche Frau immerzu die Kinder, die bei den Kastanienbäumen am Friedhof spielen? Schaurig-schöner, atmosphärisch erzählter Edel-Horror mit vielen bösen Überraschungen. Für alle, die ohnehin nicht gut schlafen! Mit aufwändigen s/w Illustrationen. Rezension: Das Buchcover von „Von Kastanien und Knochen“, auf dem ein Kleinkind neben einem Grabstein mit Kastanien spielt, ist so herrlich düster, dass man direkt Lust auf das Lesen des Buches bekommt. 11 Kurzgeschichten sind aus Daniel Mosmanns Feder geflossen und jede ist ein bisschen anders, denn es werden verschiedene Themenbereiche abgedeckt. Was gleich bleibt, ist der angenehm flüssig und fesselnde Schreibstil und der wohlige Grusel der einen beim verschlingen der Geschichten überkommt. Außerdem befindet sich vor jeder neuen Geschichte ein schwarz/weiß Bild, das eine ganze Seite groß ist und thematisch zum darauf folgenden Text passt. Die Gruselgeschichten handeln, wie schon gesagt, von ganz verschiedenen Bereichen. Von klassischen Merkmalen der Gothic Novel, über Geschichten aus kleinen Dörfern und Orten, in denen sich schauderhaftes zutrug, vorbei am Kannibalismus bis hin zu Storys die schon eher in die Richtung des Science Fiction gehen. Eigentlich bleibt kein Wunsch an der Art sich herrlich zu gruseln offen. Als Liebhaberin von melancholisch-makaberen Geschichten haben mir „Regentage“ und „Von Kastanien und Knochen“ am besten gefallen, aber auch „Im Zug der Zeit“ hat mich schwer beeindruckt. Was mir an den meisten Texten gut gefallen hat, waren die unerwarteten Enden. Wenn man nicht allzu zart besaitet ist, kann man übrigens trotzdem ganz gut auf die Storys schlafen ; ) – zumindest meistens. Fazit: Anspruchsvoll und wohlig Gruseln? Von Kastanien und Knochen lesen ; ).

    Mehr
  • Rezension zu "Von Kastanien und Knochen" von Daniel Mosmann

    Von Kastanien und Knochen
    dark_swan

    dark_swan

    30. March 2011 um 00:00

    Diesen Erzählband lege ich LeserInnen ans Herz, die ein Faible für Schauergeschichten haben, für atmosphärisch erzählte Grusler, die ohne Ekelszenen auskommen. Daniel Mosmann ist ein wunderbarer Erzähler. Das Buch war für mich eine Überraschung und ja: eine kleine Offenbarung. Die Vorbilder des Autors liegen deutlich spürbar in der romantischen Tradition, bei Adalbert von Chamisso, E.T.A. Hoffmann, Ambrose Bierce, Edgar Allan Poe. Mit großer Sensibilität fühlt er sich in die Erzählhaltung und Motivik der Romantik ein und schenkt den LeserInnen eine Melange düster-melancholischer Gänsehautgeschichten. Was mir - neben der gelungenen Atmosphärenentfaltung - besonders gefallen hat, war die ungeheure Warmherzigkeit des Autors seinen Figuren gegenüber. So etwas kenne ich nur von Adam Haslett in "Hingabe" oder von Andreas Steinhöfel. Nicht nur jeder einzelne Text, auch jede Figur ist von Atem durchzogen, einem Herzschlag. Dem Autor liegen seine Figuren am Herzen. Was kann ich sagen: Die Geschichten haben mich berührt. Ich glaube, das ist das Beste, was man zu einem Buch sagen kann. Ich fand nicht alle Erzählungen erschreckend, dafür waren manche zu vorhersehbar (was an der Dramaturgie liegt, deshalb und nur deshalb vergeb ich einen Stern unter der Höchstwertung), aber stets waren sie berührend. Sie bringen etwas im Innern zum Klingen, und wenn ein Text so etwas schafft, dann ist er besonders. Der Autor hat eine Stimme, die bereits in diesem, seinem ersten Buch auffällt. Ich freu mich unheimlich auf weitere Bücher. Diesen Erzählband empfehle ich mit Kusshand weiter. Für alle, die gepflegten Grusel mögen und für die, die Lust auf zeitgenössische Schauertexte in Poescher Manier haben. Fazit: Kaufen, Gruseln und an Freunde weitergeben!

    Mehr