Daniel O'Malley

 4 Sterne bei 20 Bewertungen

Lebenslauf von Daniel O'Malley

Humor und Spannung bestens vereint: Daniel O’Malley ist in Australien geboren, zog für sein Studium jedoch in die USA. Er schloss die Ohio State University mit einem Master in Mittelalterlicher Geschichte ab und zog im Anschluss wieder nach Down Under. Dort arbeitet er für eine Transportsicherheitsfirma, wo er die Pressemitteilungen über staatliche Untersuchungen zu Transportkatastrophen schreibt. Nebenbei ist er als Schriftsteller tätig. Sein Debütroman „The Rook“ erscheint 2012. Die Urban-Fantasy-Geschichte bildet den Auftakt einer Reihe über Myfanwy Thomas, die eines Tages ohne Erinnerungen in einem Haufen Leichen aufwacht, und den Anweisungen folgen muss, die sie sich scheinbar selbst hinterlassen hat. Seit 2018 erscheint die Reihe auch auf Deutsch, der erste Band trägt den Titel „Codename Rook“. Die Bücher zeichnen sich neben ihrer spannenden Handlung vor allem durch die witzigen und skurrilen Beschreibungen aus, die die Geschichte gekonnt auflockern.

Neue Bücher

Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas

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Neu erschienen am 15.10.2018 als Taschenbuch bei Blanvalet. Es ist der 1. Band der Reihe "Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas".

Codename Rook

Neu erschienen am 15.10.2018 als Hörbuch bei Random House Audio.

Codename Rook: Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas 1

Neu erschienen am 12.10.2018 als Hörbuch bei Random House Audio, Deutschland.

Alle Bücher von Daniel O'Malley

Codename Rook

Codename Rook

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Erschienen am 15.10.2018
The Rook

The Rook

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Erschienen am 01.08.2013
Stiletto

Stiletto

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Erschienen am 08.05.2014

Neue Rezensionen zu Daniel O'Malley

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phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas" von Daniel O'Malley

Agentinnen leben einsam
phantastische_fluchtenvor 2 Tagen

Er hob die Hand und  deutete mit deutete mit einem ausgesprochen schmutzigen Fingernagel auf mich. "Du", sagte er, "Man wird Dir Deine Erinnerungen nehmen. Man wird sie Dir heraussaugen, alles, was Dich ausmacht. Sie werden für immer verschwunden sein. Du wirst in einen Park flüchten, und dort im Regen wird jemand Neues die Augen aufschlagen, die einmal Dir gehört haben. Dieser Jemand wird Deine Augen öffnen, Deine blutunterlaufenen Augen, und überall um sich herum Leichen sehen. Leichen, die Handschuhe trage."

Als "Du" aufwacht, in einem Park, umgeben von Leichen, die alle Latex Handschuhe tragen, ist sie verwirrt und desorientiert. Sie besitzt keinerlei Erinnerungen an ihr Leben oder irgendwelche Ereignisse.  Allerdings findet sie in der Innentasche ihres Mantels zwei Briefe. Auf dem ersten steht: Für Dich, auf dem zweiten die Ziffer 2. Also liest "Du" den ersten Brief, der kurz umschreibt, wie sie in diese Lage gekommen ist und der sie vor zwei Alternativen stellt.

Schreiberin dieser Briefe ist Myfanwy Thomas, die vorherige Besitzerin des Körpers. Auf Grund einer Weissagung erfährt diese, was mit ihr passieren wird und sie trifft Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen, damit "Du" in ihre Rolle schlüpfen und ihren Widersacher aufspüren kann.

Kommentar:

Eine Zusammenfassung zu schrieben ist etwas verwirrend, dafür wird mein Kommentar sicher wieder unendlich lang. Das Buch hat mir großartig gefallen. "Ich" die Briefeschreiberin und "Du" die Empfängerin sind eigentlich die gleiche Person. "Ich" hat "Du" Kreditkarten, ein Bankschließfach und unzählige Anweisungen und Instruktionen hinterlassen. Ebenso eine Mappe mit Informationen über ihre Kollegen und Mitarbeiter, so dass sie sich einen Überblick über die Organisation machen kann, für die sie tätig ist. Myfanwy weiß, dass sie den schweren Weg wählt , als sie sich entschließt, das Leben von Myfanwy zu übernehmen aber ihr Trotz und ihre Neugier zwingen sie dazu, herauszufinden, wer die Briefeschreiberin auslöschen wollte.

Die Checquy-Group ist ein Zusammenschluss von Wesen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die im geheimen operiert und Groß Britannien vor allen Feinden, Menschen und anderen Wesen, schützt. Die Mitglieder dienen ausschließlich dem Land und haben so die Zeiten überdauert, egal welchem Glauben oder welchem Haus der Herrscher angehört hat. Es besteht eine lebenslange Mitgliedschaft, die nur durch den Tod beendet werden kann.

Zitat Seite 54

Die Hierarchie der Checquy Gruppe ist außerordentlich kompliziert.  Das ist ein Resultat von Jahrhunderten von Tradition und Anführern, die einen Mangel an Veränderung als kulturelles Durchhaltevermögen ansehen. Um es so einfach wie möglich zu machen: Wer eine Gabe hat und nicht im Court sitzt, ist ein Pawn. Ohne Gabe kommt man niemals in den Court, sondern ist ein Bediensteter.

"Du" stellt fest, dass sie eine sehr hohe Position innerhalb des Court inne hat. Was sie allerdings noch feststellt und was ihr so gar nicht passt: "Ich" war ein graues Mäuschen.

Zitat Seite 112:

Gestalt?" Sie drehte sich zu dem Körper neben sich herum. "Was ist das?" "Aber Myfanwy!" rief er. "Du hast doch immer eine Papiertüte dabei. Du weißt genau, wie oft Dir bei diesen Anhörungen schlecht wird." Seine Worte mochten tröstend gemeint sein, aber sie fand seinen Tonfall ziemlich herablassend.

Sie kennt sich nicht, ist sich fremd, sie fühlt sich überrumpelt und überfordert. Aber eines weiß sie, sie ist kein Angsthase und keine graue Maus. Sie lernt "Ich" kennen aber auch ihre eigenen Fähigkeiten. Während "ich" verängstigt war und ihre Gabe nie einsetzen wollte, erkennt "Du" sofort das Potenzial ihrer Kräfte. Sie ist selbstbewusst, fast bis zur Grenze zur Arroganz und sich ihrer Position innerhalb der Organisation bewusst. Sie zeigt keine Anzeichen von Unsicherheit und Schwäche mehr und verblüfft ihre Kollegen mit ihrem Imagewechsel und ihrer neu eingesetzten Autorität.

Das Buch ist in zwei Erzählformen aufgeteilt. Der Leser erfährt genauso viel wie "Du" und so breitet sich die Geschichte nach und nach vor uns und der Protagonistin aus. Wir fiebern mit ihr und sind genauso neugierig, was ihr noch offenbart werden wird. Die Gedanken, die sich "Du" während des Lesens über "Ich" und ihre Informationen macht sind herrlich amüsant und unterhaltsam. Sie verfügt über einen ausgesprochen trockenen und teilweise schwarzen Humors, so dass ich während des Lesens oft schallend gelacht habe. Ich könnte hier das ganze Buch zitieren, der Autor hat eine Gabe, sich wirklich treffend auszudrücken.

Hier noch ein paar Zitate:

Seite 423:

"Ja", seufzte Myfanwy. "Das dürfte ein nettes kleines Verhör werden. ich brauche nur meine Furcht einflößende Miene aufzusetzen." "Sie haben eine Furcht einflößende Miene?" Ingrid klang skeptisch. "Allerdings," erwiderte Myfanwy beleidigt. Ich kann eine sehr Furcht einflößende Miene aufsetzen." Ingrid betrachte sie einen Moment. "Dann sollten sie vielleicht die Jacke ausziehen, Rook Thomas", riet sie taktvoll. "Die Blumenstickereien auf den Taschen könnten von ihrem bedrohlichen Gesichtsausdruck ablenken."

Seite 452:

"Würde es Ihnen etwas ausmachen, mir zu verraten, warum all diese Schusswaffen hier herumliegen? Haben Sie Angst, dass der Papierkram sich gegen Sie erhebt?"

Seite 465

"Und, Alrich, was machen Sie hier?", fragte Myfanwy

"Ich hatte Lust auszugehen", erwiderte er unbekümmert. "Und ich habe sie gerochen." "Sie haben mich gerochen?", fragte sie erschüttert. Sie widerstand dem Impuls, den Arm zu heben und an ihren Achselhöhlen zu schnuppern.

"...und was tragen Sie da?" Sie warf einen Blick auf die enge Lederhose und das Netzshirt. "Sie sehen aus wie Sex in Stiefeln."

Seite 571

"Sollen wir ihn umbringen?", schlug Eckhart vor. "Das wäre vielleicht das Beste", überlegte Ferrier laut."Bishop Alrich, möchten Sie vielleicht...?""Ich habe gerade erst zu Abend getrunken", murmelte Alrich. "Wir erwägen ihn umzubringen, nicht ihn auszulutschen", erklärte Eckhart

Das Buch ist 700 Seiten dick und ich habe mich keine Seite gelangweilt. Ich war ebenso wie "Du" begierig darauf zu erfahren, wie "Du" ihr Leben gelebt hat und was sie in diese Lage gebracht hat. Immer wieder wechseln aktuelle Ereignisse und die Briefe ab, was die Spannung wirklich ins unerträgliche steigert. Ich kann mir dieses Buch absolut als Film vorstellen, voller skurriler Gestalten und witziger Szenen.  Die Fähigkeiten der Court Mitglieder sind sehr unterschiedlich, natürlich erinnert es etwas an die X-Men, das Geschichte ist nichtsdestotrotz eigen und viel unterhaltsamer als das steife Marvel Universum.

Ein Überraschungshit des Jahres 2018, ich hoffe, noch mehr von diesem Autor zu lesen. Immerhin könnten Rook Thomas, Ingrid und Alrich ( der meinen Glauben an Vampire wieder hergestellt hat) noch mehr Abenteuer erleben. Wolfgang Thon ist es erneut gelungen, den Esprit einer Geschichte zu erhalten und die sehr schön ins Deutsche zu übertragen.

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losgelesens avatar

Rezension zu "Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas" von Daniel O'Malley

Die X-Men als Verwaltungsfachangestellte…
losgelesenvor 8 Tagen

Im Verlag blanvalet ist das Buch „Codename Rook“ von Daniel O´Malley erschienen. Dabei handelt es sich um eine gelungene Mischung aus Science-Fiction und Fantasy.

Das Buch beginnt ohne große Einleitung, sondern stattdessen mit einem Brief. Einem Brief des früheren Ichs der Protagonistin Myfawny Thomas an sich selbst. „Der Körper, in dem Du steckst, hat einmal mir gehört.“ liest sie ohne sich zu erinnern, denn als sie in einem Park erwacht, leidet sie unter kompletter Amnesie und ist von Leichen umgeben. Den Brief findet sie in ihrer Jackentasche und damit beginnt ein furioses Abenteuer. Es stellt sich nämlich heraus, dass Myfawny Thomas eine ranghohe Agentin einer Geheimorganisation Großbritanniens ist, deren Agenten Fähigkeiten besitzen, die an die X-Men erinnern. Ihr Ziel, ihr Heimatland gegen übernatürliche Bedrohungen zu verteidigen. Das Problem dabei ist, sie kann sich an nichts erinnern.

Daniel O´Malley ist mit „Codename Rook“ ein größtenteils spannender Roman gelungen, der zwischendurch leider immer wieder seine Längen hat. Das ist darauf zurückzuführen, dass Myfawny Thomas ihr früheres Leben durch Briefe ihres früheren Ichs kennenlernt. Zwar ist die Idee eigentlich gut und größtenteils gelungen, häufig aber handelt es sich um ziemlich detailverliebte Briefe. Dadurch wird der ganze Roman mit knapp 700 Seiten einfach zu lang. Denn wie sagte schon einst Marcel Reich-Ranitzki: „Seit Jahren wiederhole ich das und ich erkläre hiermit zum 95. Mal: Jeder Roman - bitte nicht Zauberberg oder Buddenbrooks! - der mehr als 500 Seiten umfasst, ist schlecht.“ Schlecht ist „Codename Rook“ zwar nicht, aber eine Straffung um 200 Seiten hätten ihm sicherlich gutgetan. Ob Marcel Reich-Ranitzki ihn allerdings gelesen hätte, wage ich zu bezweifeln, ich aber empfehle ihn trotzdem.

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Samy86s avatar

Rezension zu "Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas" von Daniel O'Malley

Schwungvolles und mysteriöses Leseerlebnis der besonderen Art!
Samy86vor 11 Tagen

Inhalt:

Als Myfanwy Thomas ihre Augen aufschlägt, fehlt ihr jegliche Orientierung. Erschreckender jedoch ist der Anblick, der sich ihr darbietet als sie aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht - Umgeben von Leichen und ohne jegliche Erinnerung!

In ihrer Jackentasche findet sie einen an sie gerichteten Brief, doch die Worte darin klingen wie ein Hirngespinst als nach Realität :“Der Körper, in dem du steckst, hat einmal mir gehört!“

Myfanwy bleibt in der jetzigen Situation nichts anderes übrig als den verwirrend und mysteriösen Anweisungen der Briefschreiberin folge zu leisten.

Aber wer steckt dahinter und in wie Weit kann sie dieser Person trauen?
Die Berufswahl ist genauso erschreckend wie die Situation.
Als eine Ranghohe Agentin namens Rook Thomas getarnt begibt sie sich auf die Suche nach Wahrheiten, kämpft gegen übernatürliche Bedrohungen und hat immerzu im Hinterkopf, dass einer der Personen, die sie umgibt, sie sehr gerne Tod sehen möchte…

Meine Meinung:

Persönlich fand ich den Klapptext sehr ansprechend und er löste in mir ein Gedankenspiel meiner eigenen Fantasy aus. Ich war total angefixt von der Idee des Autors und wollte daher unbedingt herausfinden, welch mysteriöse Ereignisse zu dieser Geschichte führten.

Sehr interessant empfand ich den Aspekt, dass viel mit „Briefen“ die die neue Myfanwy gearbeitet wurde. Sie beinhalten viele Details und Fakten zu der „Organisation“ und dem Leben von Rook Thomas. Durch sie erhält die Geschichte einen gewissen knisternden und geheimnisvollen Moment und sie bringen viel frischen Wind mit sich.

Ich fand es sehr spannend hinter die Abgründe der Geschichte zu blicken und Myfanwy als ahnungslose Protagonisten in einem Netz voller Geheimagenten und Gefahren zu begleiten und vor allem kenn zulernen.

Myfanwy sprach mich als Hauptprotagonistin sehr an. Gemeinsam lernten wir ihr Umfeld kennen, entdeckten mysteriöse Wesen und stürzten uns in sämtliche Gefahren, wobei die größte Gefahr war sich selbst neu zu entdecken bzw. Sich selbst neu kennen zulernen. Sie ist sehr charismatisch, hat etwas ängstliches an sich ( okay bei der Situation, die sich ihr darbietet verständlich), ist dennoch taff und schlagfertig, aber vor allem wächst sie enorm über sich heraus. Der Reifeprozess ist präzise und authentisch beschrieben, sie war jeder Zeit greifbar und realistisch - Mir gefällt sie sehr gut als Charakter.

Natürlich birgt solch eine Geschichte und die Herangehensweise eine Gefahr, denn dadurch, dass wir mit Myfanwy quasi bei Null beginnen und uns an die Begebenheiten herantasten, kommt es leider schnell zu Längen in der Handlung. Da wäre es für meinen Geschmack ratsam gewesen, dass Ganze etwas ein zu kürzen, da es sich ja um einen Reihenauftakt handelt, so hätte man sich ein paar Details aufsparen und in den weiteren Bänden einfügen können. Aber das ist wirklich nur meine Empfindung. Ein ordentliches Maß an Spannung und „AHA“-Momenten lockert aber schnell die entstandene Länge auf und lässt die Handlung somit zu einem Knaller werden.

Mit knapp 700 Seiten ist das Buch ein ordentlicher Wälzer, der sich dank des bildgewaltigen, lebhaften und humorvollen Schreibstil locker lesen lässt und den Leser auch in die Geschichte fesselt.

Das Cover finde ich mit seinem spacigen, mysteriösen und geheimnisvollen Auftritt sehr ansprechend und passt super zum Inhalt des Buches.

Fazit:

Trotz einiger Längen ist dieses Buch eine abgerundete und spannende Leseempfehlung. Myfanwy hat es mir als Hauptprotagonisten absolut angetan und ich wahrlich gespannt, welches Abenteuer sie als nächstes bestreiten wird.

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