Daniel Oliver Bachmann Freiheit für Anfängerinnen

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Inhaltsangabe zu „Freiheit für Anfängerinnen“ von Daniel Oliver Bachmann

Jedes Mal, wenn ich zurückstoße, kracht der Rolls Royce gegen die Felswand. Doch darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Ich habe schon auf viel zu viel Rücksicht genommen. Man sagt es nicht gerne, aber Theo war ein Schwein. Nicht nur, dass er den 50. Geburtstag seiner Ehefrau durch einen plötzlichen Herzinfarkt ruiniert hat – kaum ist er unter der Erde, stehen die Schuldner bei Martha Schlange. Wofür brauchte der auf den ersten Blick so biedere Weinhändler all die Kredite? Wie sich herausstellt, hat Theo seine Ausflüge nach Italien nicht nur genutzt, um edle Tropfen einzukaufen, sondern auch, um diverse Geliebte zu beglücken. 35, um genau zu sein. Und Kinder haben die meisten auch. Das wäre nun der passende Moment für einen kleinen Nervenzusammenbruch –aber Martha beschließt: so nicht! Kurzentschlossen macht sie sich auf den Weg, um jenseits der Alpen nach dem Rechten zu sehen. Doch das hat ungeahnte Folgen … Sehr böse, sehr humorvoll, sehr ungewöhnlich: Ein Roman über die Liebe, die Leidenschaft und das Abenteuer Leben.

Du meine Güte, was war das denn bitte? Selten ein Buch so hirnlos gefunden. Hätte es am liebsten ins Lagerfeuer geworfen.

— Anchesenamun

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  • Humor ist, wenn man trotzdem lacht....hier konnte ich nicht mal das...

    Freiheit für Anfängerinnen

    abuelita

    08. October 2014 um 20:32

    Man sagt es nicht gerne, aber Theo war ein Schwein. Nicht nur, dass er den 50. Geburtstag seiner Ehefrau durch einen plötzlichen Herzinfarkt ruiniert hat – kaum ist er unter der Erde, stehen die Schuldner bei Martha Schlange. Wofür brauchte der auf den ersten Blick so biedere Weinhändler all die Kredite? Wie sich herausstellt, hat Theo seine Ausflüge nach Italien nicht nur genutzt, um edle Tropfen einzukaufen, sondern auch, um diverse Geliebte zu beglücken. 35, um genau zu sein. Und Kinder haben die meisten auch. Das wäre nun der passende Moment für einen kleinen Nervenzusammenbruch –aber Martha beschließt: so nicht! Kurzentschlossen macht sie sich auf den Weg, um jenseits der Alpen nach dem Rechten zu sehen. Doch das hat ungeahnte Folgen … Was für eine langweilige, hirnrissige, plumpe und klischeehafte Geschichte. Es fing ja ganz gut an, wurde aber von Seite zu Seite unrealistischer und letztendlich ging es dann nur noch darum, dass jeder mit jedem Sex hatte. Ungewöhnlich, das ja…aber in negativem Sinn.

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  • Mit dramatischen Einlagen und sehr gut auf dem Balkon in der Sonne zu lesen

    Freiheit für Anfängerinnen

    AyuRavenwing

    30. March 2014 um 22:34

    Martha ist mit ihren 49 Jahren eine erfolgreiche Frau, die den traditionellen Familien-Weinhandel in Stuttgart führt. Eigentlich könnte sie mit ihrem Leben glücklich sein, wäre sie nicht so einsam. Sie ist zwar verheiratet, doch seit Jahren leben sie und ihr Ehemann nur noch nebeneinander her. An ihrem 50. Geburtstag und ihrem Hochzeitstag soll sich dies alles ändern. Sie hat einen besonderen Abend geplant und einen Tisch in einem noblen Restaurant gebucht. Doch während der Vorspeise und als Martha noch in Gedanken plant, wie sie ihren Mann später noch verführen kann, stirbt dieser mitten im Restaurant an einem Herzinfarkt. Nun ist Martha wirklich alleine und einsam, doch der Tod ihres Mannes ist nur der Beginn eines kleinen Dramas, das sich nun anbahnt. Noch in der Trauerzeit flattern Rechnungen und Mahnungen ins Haus. Ebenso findet Martha Briefe von Frauen, die scheinbar alle etwas mit ihrem Theo zu tun hatten. Wo ist das ganze Geld geblieben, dass ihre Weinhandlung eingebracht hatte, und was hat es mit diesen Frauen auf sich, die scheinbar auch noch Kinder haben. Hat Theo sie betrogen? Kann sie dies in ihrer Trauer alles ertragen? Und wie wird sie damit fertig? Martha steht mit ihren 49 Jahren mitten im Leben und genießt es die Chefin der Weinhandlung zu sein, ihren Kunden den passenden Wein für ihre Vorhaben zu empfehlen. Sie ist stolz darauf, dass es bei ihr keinen billigen Fussel gibt und sie eine Stammkundschaft hat, die sich aus Prominenz und Persönlichkeiten Stuttgarts bildet. Sie hatte sich Kinder gewünscht, zusammen mit ihrem Mann Theo eine Familie gründen zu können. Sie wirkt wie eine starke Geschäftsfrau nach außen hin, ist jedoch eine sympathische Protagonistin in der man eine Schwäbin oder auch Stuttgarterin erkennen kann. Ursel ist eine alte Freundin von Martha, ja eigentlich so etwas wie ihre Beste Freundin. Sie haben sich Jahre lang nicht mehr gesehen. Und nach Theos Tod treffen die beiden wieder aufeinander. Ein gemeinsames Schicksal schweißt sie zusammen, denn Ursel hat ihren Kurt in flagrantie mit einer jungen Praktikantin erwischt. Im Gegensatz zu Martha redet Ursel frei über das was sie denkt und nimmt kein Blatt vor den Mund, auch wenn sie ein klein wenig auf den Leser verrückt wirkt. So hat sie doch das gemeinsame Konto von sich und Kurt leer geräumt, und fährt nun mit Martha zusammen in einem Rolls nach Italien auf Theos Spuren. Auch um die Weinhandlung zu retten. Ursel ist eine praktisch veranlage Frau, die ein wirklich sehr großes Herz hat. Neben den beiden Frauen tauchen noch weitere Charaktere auf, die teilweise ein wenig skurril wirken, aber auch sehr gut im realen Leben anzutreffen sein könnten, da sie auf ihre Weise authentisch und lebensnah sind. So Marthas Halbbruder Quentin, der schwul ist und einen Weindiscounter betreibt, oder Matto, der auf seine Mitmenschen zurückgeblieben wirkt, aber sehr viel mehr vom Wein und Weinanbau versteht, als sonst jemand. Das Cover passt wunderbar mit seinen warmen und sommerlichen Farben zu einer Reise nach Italien. Die Zypresse und die Zitronen lassen Urlaubsstimmung aufkommen und einen an Italien, Weine, Gewürze und alles damit verbundene Denken. Durch den cartoonartigen Rolls mit seiner Fahrerin bekommt man einen Hinweis auf den Hauptteil der Handlung, nämlich die Reise nach Italien von Martha und Ursel. Dadurch passt es wunderbar zum Inhalt des Romans. Daniel Oliver Bachmann hat einen humorvollen und witzigen Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Der Roman ist eine Mischung aus einer rasanten Road-Stroy mit Humor und einem nicht wirklich typischen Frauenroman. Die Kapitel sind nicht zu lang gehalten, sondern haben eine angenehme Länge. Vor jedem Kapitel gibt es einen Weintipp von Matto Wehrle, der gegen Ende hin der Handlung seinen Auftritt hat. Alle entstehenden Fragen und Handlungsstränge werden am Ende verknüpft und ergeben ein passendes Ganzes. Dazu enthält die Handlung immer wieder dramatische Elemente die einen als Leser immer wieder dazu bringen weiter zu lesen. Zu Beginn wird die Handlung aus Marthas Sichtweise erzählt, doch nach und nach erfährt man auch die Geschehnisse aus den Perspektiven der anderen Charaktere. Ihre einzelnen Geschichten werden geschickt miteinander verwoben. Der teils trockene Humor dürfte nicht unbedingt etwas für jedermann sein, mir haben die lockeren und leichten Dialoge sehr gute gefallen und auch das ich am Anfang viele Ecken von Stuttgart in der Beschreibung wieder erkannt habe. Die Geschichte entwickelt sich zu einem Ende, dass man als Leser nicht unbedingt erwartet. „Freiheit für Anfängerinnen“ ist ein spanendes Lesevergnügen mit dramatischen Einlagen und sehr gut auf dem Balkon in der Sonne zu lesen.

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  • Wenig Spaß mit den Anfängerinnen

    Freiheit für Anfängerinnen

    Ritja

    10. March 2014 um 18:49

    Ursel und Martha sind zwei Frauen, die ein Schicksal teilen. Beide haben die 50 erreicht und müssen feststellen, dass nichts mehr so ist, wie sie es bisher annahmen. Genau an ihrem 50. Geburtstag verabschiedet sich ihr Ehemann Theo ins Himmelreich und lässt sie mit Schulden, einem Weingeschäft und vielen Geliebten zurück. Dass dies nicht so gut zu verkraften ist, kann man sich vorstellen. Es öffnen sich die Schleusen für Martha und so erfährt sie, dass ihr Mann sein „Grand Cru“ an viele Frauen verteilt hat. Scheinbar wahllos. Auf seinen Einkaufstouren durch die Weingebiete beglückte er die einsamen Herzen der Pensionsfrauen und seiner eigenen Ehefrau brachte er den guten Wein aus Italien und Österreich mit. Nun steht sie vor den Scherben ihrer Ehe und fasst einen Entschluss.  Jede einzelne Frau will sie sehen und kennenlernen und macht sie sich mit Ursel, der Frau mit den grünen Haaren und der rosafarbenen Brille, auf die gleiche Einkaufstour ihres eigentlich lieber biertrinkenden Mannes.  Es hätte ein witziger und vielleicht auch leicht böser Roman werden können. Wenn zwei betrogene Frauen reisen und die Vergangenheit besuchen, kann dies für den Leser interessant werden. In dieser Geschichte leider nicht. Für mich sind die Frauen zu oberflächlich, zu hysterisch und wenig sympathisch. Allein Ursel mit ihrer direkten Art konnte anfangs manchmal noch das Ruder herumreißen. Martha war für mich einfach nur irrational und wenig ansprechend. Ich kann auch leider nicht ihre Reaktionen und Handlungen mit den Geliebten ihres Mannes nachvollziehen.  Übertreibungen können einer Geschichte durchaus eine gute Würze geben, hier ist es nicht würzig, sondern eher langweilig. Der Autor wollte zu viele Klischees und Übertreibungen in diese kleine Geschichte packen und scheiterte leider damit. Der Humor geht verloren mit jeder Seite mehr, weil die Geschichte einfach zu weit weg vom realen Leben ist. Auch die ständigen Wiederholungen waren nervig und brachten die Geschichte nicht voran. Im Gegenteil, die Geschichte wirkte dadurch künstlich aufgebläht und verlor schnell an Spannung und Vorfreude.  Insgesamt hat mich die Geschichte nicht angesprochen. Sie war mir zu plump, zu vorhersehbar und ohne Charme. Die Charaktere haben mich nicht angesprochen und entwickelten sich auch in der Geschichte nicht wirklich weiter. Dafür waren es wahrscheinlich auch zu viele Figuren für diese Geschichte. Auch der Einschub eines behinderten Kindes fand ich nicht passend und wurde dafür zu schnell abgefertigt. Einzig Ursel mit ihrer derben-direkten Art hat sich ab und an hervorgehoben. Doch auch sie konnte die Geschichte nicht allein tragen und so wurde sie zum Schluss auch nur eine der vielen traurigen Figuren dieser Geschichte.

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  • Brillantes Road-Movie zwischen zwei Buchdeckeln

    Freiheit für Anfängerinnen

    J-B-Wind

    10. March 2014 um 17:25

    Marthe ist über 50 und hat ewig keinen Sex mehr gehabt. Obwohl, oder vielleicht weil, sie verheiratet ist. Solange ist das letzte Stelldichein her, dass sie sich kaum erinnern kann, deshalb erwägt sie ernsthaft ein Haustier anzuschaffen, auch wenn das Sexproblem damit noch lange nicht gelöst wäre. Deshalb zieht sie am Tag der Silberhochzeit alle Register und kleidet sich neu ein. So ein bisschen Reizwäsche soll den Weinhändler Theo wieder in Stimmung bringen. Vorher geht es ins Restaurant. In Stimmung kommt dabei zumindest der Kellner, als Theo mitten beim Essen einen Herzinfarkt bekommt. Doch damit ist Marthas Leidensweg noch lange nicht zu Ende. Nach der Beerdigung kommt sie drauf, dass Theo hochverschuldet war, und zwar keine Kinder mit ihr hatte, aber auf seinen Weinkaufstreifzügen nach Italien anscheinend ein Bambini gemacht hat, für das er auch fürstlich gezahlt hat. Martha beschließt den Geldhahn zuzudrehen und macht sich mit ihrer Freundin Ursel auf den Weg. Doch was sie jenseits der Alpen über ihren toten Gatten erfährt, sprengt jegliche Vorstellungskraft...   „Freiheit für Anfänger/innen“ ist eine Tragikomödie vom Feinsten. Die sympathische Protagonistin Martha Gerät vom Regen in die Traufe. Und immer wenn man beim Lesen denkt, schlimmer könne es nicht mehr kommen, setzt der Autor noch einen drauf. Daniel Oliver Bachmann zeigt auf, wie es dazu kommen kann, dass Menschen sich ein Doppelleben zulegen. Nach und nach werden jede Menge Geheimnisse aufgedeckt, die nicht nur Theo betreffen, sondern auch Ursel und ihren Mann Kurt. Und auch Martha hat ein Geheimnis. Man merkt, dass der Autor auch für Film und TV gearbeitet hat. „Freiheit für Anfänger/innen“ ist quasi ein rasantes Road-Movie in Spielfilmlänge zwischen zwei Buchdeckeln. Hier ist kein Wort zu viel. Kurze knackige Kapitel, aus vier Perspektiven geschrieben, führen uns durch das Puzzle. Die einzelnen Geschichten der Figuren wirken anfangs isoliert, geschickt verwebt der Autor diese miteinander, bis sie ein großes Ganzes ergeben und in einen roten Faden münden. Eine dramaturgische Meisterleistung! Die Figuren sind authentisch und lebensnah gezeichnet, wenn auch manche Dinge und Ereignisse überspitzt wurden, das ist aber vom Autor durchaus gewollt. Die Dialoge sind locker, leicht und mit unglaublich gutem, teils trockenem Humor gewürzt. „Freiheit für Anfänger/innen“ ist ein kurzweiliges, atemberaubendes Lesevergnügen, das noch lange nachhallt, den Leser zufrieden hinterlässt und Lust auf mehr macht. Prädikat: Klare Leseempfehlung!  

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