Daniel Pennac Schulkummer

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Inhaltsangabe zu „Schulkummer“ von Daniel Pennac

Der Bestseller jetzt als Taschenbuch! Kinder, Eltern, Lehrer, alle kennen ihn – den Schulkummer. In einer gelungenen Verbindung von Kindheitserinnerungen und Lehrererfahrungen erzählt Daniel Pennac von seinem kreativen Umgang mit Schülern und ihren Problemen. Ein ungewöhnliches, ein unentbehrliches Buch über Schule heute. Er war selbst ein schlechter Schüler, einer von denen, die wie versteinert und mit dumpfem Hirn vor einem leeren Blatt sitzen oder auf Fragen mit Clownerien reagieren. Dennoch schafft Daniel Pennac schließlich das Abitur und wird – Lehrer. Aber er wird ein Lehrer, der diese Verletzungen und Demütigungen nie vergessen hat und der weiß, was es bedeutet, eine Niete zu sein. Und was es für diese Niete bedeutet, liebevolle Lehrer zu finden, die Verständnis haben und die Blockaden im Kopf lösen. Er erzählt von seiner eigenen Schulzeit und von den Stunden, die er später als Lehrer gibt, von seinen zum Teil ungewöhnlichen Methoden, um bei seinen Schülern Begeisterung fürs Lernen zu wecken. In kurzen, spritzig geschriebenen Kapiteln, im Stil an sein Erfolgsbuch »Wie ein Roman« erinnernd, beschreibt Pennac das Verhältnis von Schülern und Lehrern, ihren Umgang miteinander. Er schildert den Alltag in der Schule aus den verschiedenen Perspektiven – da sind die Schüler aus allen sozialen Schichten; die Lehrer, die guten wie die schlechten; Eltern, verständnisvoll, verständnislos, fordernd, überfürsorglich. Und immer wieder appelliert Daniel Pennac an Eltern und Lehrer, »problematischen« Schülern mit Liebe zu begegnen, ihnen in jeder Weise zu helfen und ihre Talente zu wecken. Denn es gibt keinen hoffnungslosen Fall.

Werden schlechte Schüler bessere Lehrer? Kann ihre Empathie den Zusammenprall von Wissen und Nichtwissen milder u. erfolgreicher machen?

— Alice-33
Alice-33

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  • "schlechte" Schüler durch die Schule bringen

    Schulkummer
    dominona

    dominona

    28. October 2014 um 09:08

    Dieses Buch hat mich manchmal schaudern lassen, weil die geäußerten Gedanken so treffend sind. Was tut Schule heute und welche Rolle spielen Lehrer? Wie gehen wir mit Schulversagern um und was macht überhaupt einen Schüler aus? Auch wenn sich der Autor auf das französische Schulsystem bezieht, wird schnell klar: das kennt man auch in Deutschland und nichts passt besser als der Titel. Ich habe lange nicht mehr so oft beim Lesen genickt und noch dazu ist es angenehm geschrieben.

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  • Rezension zu "Schulkummer" von Daniel Pennac

    Schulkummer
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    29. August 2012 um 16:55

    Der ehemalige Lehrer Daniel Pennac versucht zu beschreiben, was es ausmacht Lehrer zu sein. Dabei greift er auf seine Biographie zurück und erinnert sich daran, wie es war, einmal selbst als sehr schlechter Schüler die Schule gezwungenermaßen erleben zu dürfen. Im Französischen gibt es einen Begriff dafür, es handelt sich um den sogenannten "cancre" (deutsch: Krebs), der die Schule nicht auf graden Linien durchschreitet, sondern sich sehr langsam und häufig auch noch seitwärts bewegt - ein Schüler, der nicht vorankommt und für den die Schulerfahrungen deshalb schmerzhaft werden. In seinem Buch beschreibt Pennac in kleinen essayartigen Kapiteln, was ihn dazu bewogen hat Lehrer zu werden, wie er sich als Schüler gefühlt hat und was er und seine Kollegen mit verschiedenen Schülern erleben. Dabei sind es keineswegs nur Erfolgserlebnisse, von denen er berichtet. Die Angst zu versagen, die er als Schüler fühlte, taucht auch heute noch manchmal auf. Ein Anzeichen dafür, wie prägend Schulerfahrungen auch für das weitere Leben sind. Mir hat das Buch sehr gefallen, da es abseits von Methodentrainings oder Stundenplanung eine pädagogische Grundhaltung widerspiegelt, die ich sehr schätze: Lehrer sein heißt auch, am Ball zu bleiben und nicht aufzugeben und kleine Erfolge von Jugendlichen zu sehen - unabhängig von ihrer fehlerhaften Sprache oder mangelnden Ausdrucksmöglichkeiten. Pennac nennt das etwas kitschig "Liebe" und gibt im selben Atemzug zu, dass er mit so einer Antwort in keinem Lehrerseminar bestehen könnte. Dadurch ergaben sich auch bei mir viele Fragen: Was für ein Lehrer möchte ich sein? Was oder wie ist ein guter Lehrer? Eine interessante Anregung von jemandem, der immerhin selbst über zwanzig Jahre in diesem Beruf tätig war. Leider bin ich mit dem französischen Schulsystem nicht sehr vertraut und musste sehr viel im Glossar nachschauen, zudem wirken einige Kapitel etwas langatmig, da er sehr ausführlich schreibt.

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  • Rezension zu "Schulkummer" von Daniel Pennac

    Schulkummer
    variety

    variety

    11. May 2009 um 10:22

    Ich versuche hier zu begründen, weshalb es von mir "bloss" vier Sterne kriegt. Kein einfaches Unterfangen. Daniel Pennac leidet, wie so viele Lehrkräfte, darunter, dass er bei gewissen Themen zu weit ausholt und sich wiederholt. Ausserdem scheinen sich einige seiner Rezepte zwar für ihn als tauglich erwiesen zu haben, ich persönliche zweifle daran, dass eine Mehrheit im Schulzimmer sie persönlich umsetzen kann, so dass es auch für sie stimmt. Beispiele? Das Auswendiglernen von teilweise hoch komplexen Texten, die täglich aufgesagt werden müssen; die Liebe zu allen Schüler/innen; das bewusste Abgrenzen zwischen Arbeit und Leben abseits der Schule (gut geschildert von einer Lehrerin im Buch) usw.! Gut gemeinte Ratschläge, die aber unter die Räder kommen, wenn einzelne Elemente nicht mitspielen. Glücklicherweise erzählt Pennac auch von einigen seiner wenigen Niederlagen, denn ansonsten verkäme er zum absolut übermenschlichen Pauker. Trotz allem sollte sein Buch Pflichtlektüre (nicht nur) für alle angehenden Pädagogen sein - egal ob auf Deutsch oder in der Originalsprache Französisch.

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