Die „Anderen“, eine humanoide Rasse, die den Menschen körperlich, geistig und technologisch überlegen ist, beherrscht die Menschheit. Jedoch nicht im bösartigen Sinne. Vor langer Zeit legten sie gemeinsam mit den Ahnen der Menschheit fest, dass sie über Menschheit herrschen und diese schützen würden. Doch mittlerweile schotten sich die „Anderen“ stark von den Menschen ab. Sie leben auf der obersten Stufe der Hauptstadt und bekommen nichts mehr vom allgemeinen Pöbel mit. Einige Menschen beginnen nun, sich gegen sie aufzulehnen.
An sich ist das Buch auch gut geschrieben, die Geschichte bleibt stets interessant und es kommen keine längeren Phasen auf, die einen langweilen. Besonders positiv hervorzuheben hinsichtlich des Schreibstils ist, dass jeder Charakter seine eigene Stimme hat. Je nach Charakterändert sich die Wortwahl, wenn die Geschichte aus deren Standpunkt erzählt werden. Ebenso auch bei der direkten Rede der einzelnen Personen.
Leider haben mir von den Hauptcharakteren nur etwa die Hälfte gefallen. Thistle und Call empfand ich als Charaktere uninteressant, wobei in der POV von Calla wenigstens viel über die „Anderen“ erzählt wurden. Schöner wäre es allerdings gewesen, wenn es auch POV-Erzählungen von direkt von den „Anderen“ gegeben hätte.
Das Worldbuilding ist solide bis gut, besonders die Kultur und Geschichte der „Anderen“ ist sehr interessant. Die „Anderen“ waren insgesamt das Interessanteste der ganzen Geschichte. Leider erfährt über diese nur mäßig viel, was zum großen Teil sicherlich daran liegt, dass deren Gedanken und private Gespräche untereinander aufgrund deren nicht vorhandener POVs nie erzählt werden. Lediglich die Tatsache, dass Calla wenigstens deren Sprache spricht, hilft hier ein wenig. Hoffentlich erfährt man im 2. Band mehr über die „Anderen“.
Insgesamt ist Those Above ein gutes Buch, das jedoch weitaus mehr Potential hat, als tatsächlich ausgeschöpft wird.










