Daniel Polansky

 3.6 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Der Herr der Unterstadt, A City Dreaming und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Daniel Polansky

Daniel Polansky wurde in Baltimore geboren. Er studierte Philosophie am Dickinson College. Bekannt ist er durch seine Fantasy Saga um den Ermittler Simeon Dubois. Mit »Der Herr der Unterstadt« beginnt die Reihe.

Alle Bücher von Daniel Polansky

Sortieren:
Buchformat:
Daniel PolanskyDer Herr der Unterstadt
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Herr der Unterstadt
Der Herr der Unterstadt
 (15)
Erschienen am 15.01.2013
Daniel PolanskyDer Herr der Unterstadt: Thriller
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Herr der Unterstadt: Thriller
Der Herr der Unterstadt: Thriller
 (0)
Erschienen am 15.01.2013
Daniel PolanskyA City Dreaming
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
A City Dreaming
A City Dreaming
 (1)
Erschienen am 06.10.2016
Daniel PolanskyThose Below: The Empty Throne Book 2
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Those Below: The Empty Throne Book 2
Those Below: The Empty Throne Book 2
 (0)
Erschienen am 23.02.2017
Daniel PolanskyLow Town
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Low Town
Low Town
 (0)
Erschienen am 23.08.2011
Daniel PolanskyLow Town
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Low Town
Low Town
 (0)
Erschienen am 07.08.2012
Daniel PolanskyThose Above: The Empty Throne Book 1
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Those Above: The Empty Throne Book 1
Those Above: The Empty Throne Book 1
 (0)
Erschienen am 25.02.2016
Daniel PolanskyTomorrow, the Killing
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Tomorrow, the Killing
Tomorrow, the Killing
 (0)
Erschienen am 11.10.2012

Neue Rezensionen zu Daniel Polansky

Neu
StSchWHVs avatar

Rezension zu "A City Dreaming" von Daniel Polansky

Daniel Polansky - A City Dreaming
StSchWHVvor einem Jahr

Um ehrlich zu sein kann keine Rezension Polanskis verquerer, verrückter und eindringlicher Welt gerecht werden.

Seine Schreibe ist brilliant! Und ich meine BRILLIANT! Auf den Punkt, am Ende immer wieder überraschend und extrem unterhaltsam. Die Dialoge allein sind es wert.
Polanskys Welt ist es umso mehr. Unsere Hauptfigur M (einen richtigen Namen gibt es das ganze Buch über nicht) trottet so durch sein Leben, seine Stadt New York, seine Bars und Nachbarschaftscafés. Das heißt aber nicht, dass er keine Ambitionen hat. Nur liegen die eben darin es ohne Schweirigkeiten durchs Leben zu schaffen. Die Magie, die dieses Leben prägt ist untergründig, wird selten im Detail erläutert und ist dadurch umso spannender, düster, komprimisslos und einzigartig. Zwei Königinnen herrschen in der Stadt, die unserem New York aufs Haar gleicht. Nur M und einige wenige andere, die die Magie beherrschen, wissen überhaupt davon. Seine Freunde übrigens sind illustre Gestalten und der Leser weiß mindestens so gut wie M, dass vielleicht keiner von ihnen wirklich ein Freund ist.

Dazu noch wahnhafte Abenteuer, drogenbenebelte Parties, die keine Parties sind, und immer wieder die Frage: kann man sich auf dich verlassen, M? Wenns hart auf hart kommt?

Das ganze Buch ist in genialen kurzen, unfassbar gut lesbaren und einfach großartigen Kurzgeschichten aufgebaut. Alles gehört natürlich zusammen, aber die Zusammenhänge werden von Polanski wirklich selten aufgedeckt. Für mich ist A City Dreaming dadurch umso mehr eine absolute Empfehlung. Weil man wirklich nicht kriegt, was man zu kriegen glaubt.

M ist eine geniale Figur!
Polanski ein Meister und wie M sagen würde, hat er sich mit dem Management gerade gut gestellt, denn der Coup, der ihm hier gelungen ist? Respekt!

Kommentieren0
1
Teilen
Pergamentfalters avatar

Rezension zu "Der Herr der Unterstadt" von Daniel Polansky

Rezension zu "Der Herr der Unterstadt"
Pergamentfaltervor 2 Jahren

Er ist der Herr der Unterstadt, ein erfolgreicher Drogendealer mit dunkler Vergangenheit: Der Patron. Einst stand er im Dienste des Reichs und war sogar ehrenwertes Mitglied des Schwarzen Hauses, der Polizei von Rigus, doch das ist lange her. Mittlerweile steht er auf der anderen Seite des Gesetzes. In der Unterstadt von Rigus, in der Gewalt und Verbrechen an der Tagesordnung sind, führt er sein Leben fern jeden Gesetzes, das nicht die Unterstadt selbst geschrieben hat. Bis eines Tages die Leiche eines Mädchens in den Gassen gefunden wird. Täglich sterben viele in der Unterstadt, doch dieser Mord wird das Leben des Patrons in ganz neue Richtungen lenken...
Die Geschichte ist aus der Perspektive des Patrons geschrieben, der mich in seine finstere Welt mitnahm. Er selbst ist selbstbewusst und sich nie für einen Spruch zu schade, doch obwohl er auf den ersten Blick stark und unnahbar wirkt, wird bald klar, dass ihn seine Vergangenheit noch immer belastet. Er ist bei weitem kein Held und Gewalt und Drogen gehören für ihn zur Normalität.
Ein vollkommenes Gegenteil von ihm ist sein Freund Adolphus, mit dem er zusammen im Krieg war, und auch der Junge Zeisig bringt charakterliche Abwechslung in die Geschichte und verdeutlichen, dass es neben der Gewalt noch etwas anderes in der Unterstadt gibt.
Obwohl es zunächst den Anschein macht, ist "Der Herr der Unterstadt" keine plumpe Gewaltdarstellung, sondern eine spannende Mischung aus Fantasy und Krimi, aus Magie und Mord. Daniel Polansky entführte mich als Leser in eine geheimnisvolle Welt zwischen Protz und Prunk der Reichen und Armut und Gewalt in der Unterstadt. Viel verrät er jedoch noch nicht von seiner Welt. Weder stellt er die einzelnen Völker - von Kleinigkeiten abgesehen - vor, noch gibt er eine genauere Einführung in Geografie oder Geschichte. Ich hätte mir einen Glossar oder zumindest eine Karte gewünscht, die mir die Orientierung in dieser Welt erleichtert hätte.
Die Geschichte selbst ist zwar spannend aufgebaut, konnte mich jedoch nicht vollends fesseln. Die Ermittlungen des Patrons zum Mord an dem kleinen Mädchen laufen in nur eine einzige Richtung. Obgleich er in seinen Gedanken zumindest andere Möglichkeiten abwägt, ermittelt er nicht direkt in andere Richtungen. Zwar gibt es in der Geschichte eine für mich absolut unerwartete Wendung, dennoch konnte auch sie mich nicht vollkommen von der Handlung überzeugen.
Die Sprache des Romans schwankt zwischen "sehr ausgefeilt" und "umgangssprachlich". Ab und an wirkte diese Mischung etwas befremdlich, während des Lesens habe ich jedoch allmählich diese Mischung verstanden. Angesichts der Ich-Perspektive ist es eine ungewöhnliche Methode, den Charakter des Patrons darzustellen: Einerseits sein Leben als Ganove, die umgangssprachliche Seite, und andererseits seine Vergangenheit als Ermittlungsbeamter und Höfling.

FAZIT
Mehr Krimi als Fantasy mit interessanten Chatakteren und einem gewöhnungsbedürftigen, aber schönen Sprachstils. Einzig die Handlung hätte etwas mehr Pepp bedurft. Die Fixierung des Patrons auf einen Verdächtigen nahm der Geschichte zu schnell einen Großteil seiner Spannung.

Kommentieren0
2
Teilen
Elwes avatar

Rezension zu "Der Herr der Unterstadt" von Daniel Polansky

Äußerst durchschnittliche Schurken-Fantasy
Elwevor 5 Jahren


Wo fange ich an, bei der Besprechung eines Buches, das zwar nicht grottenschlecht ist, aber auch so weit von 'gut' entfernt, dass ich mich (wieder einmal) in dreierlei Hinsicht ärgere: Weil ich schon wieder nur trauriges Mittelmaß aus dem Fantasy-Regal gegriffen habe, weil ich meine Zeit damit verschwendet habe, diese nichtssagende Geschichte zu Ende zu lesen und weil der Autor all sein Potential sinnlos verschossen hat, statt was draus zu machen.

'Der Herr der Unterstadt' ist eine typische Diebsgesindel-Fantasy-Story: Der (Anti-)Held eine so schnoddrige wie verkrachte, aber unter der rauen Schale irgendwie gutherzige Unterwelts-Existenz, der Schauplatz die Slums einer nicht näher charakterisierten Fantasy-Stadt, Mord und Totschlag und wildes Gefluche gibt's reichlich. 
In dieser Art von Setup spielen ein paar wirklich erstklassige Fantasy-Romane (z.B. recht unterhaltsam - 'Unter Dieben' von Douglas Hulick, die großartigen Locke Lamora Romane von Scott Lynch oder die atemberaubend gute Schatten-Trilogie von Brent Weeks). 'Der Herr der Unterstadt' schafft es leider nicht mal ansatzweise in diese Liga, so sehr er sich auch bemüht. 
Es ist im Gegenteil ein ziemlich vorhersehbares Kabinettstück mit einem großmäuligen Helden, der vergeblich versucht, cool und witzig zu sein, aber doch nur wie ein Sprücheklopfer wirkt, der sich immer mit mehr Glück als Verstand und vor allem dank seiner zahlreichen Freunde durch die Story hangelt. Obwohl der Autor ihn mit einer durchaus spannenden Vergangenheit ausgestattet hat, nimmt man ihm die behauptete Coolness leider nie ab. Die bemüht schnoddrige Gossensprache (das Buch ist aus der ICH-Perspektive erzählt) wirkt da auch eher kontraproduktiv und fängt ab der Hälfte an, gewaltig zu nerven. 
Unser Held also ist nach eigener Darstellung ein hässlicher, von seinem eigenen Stoff abhängiger, durchschnittlich wehrhafter Drogenhändler, der früher mal Ermittler bei einer Polizei-Spezialeinheit war und noch früher Offizier in der Armee. Als ein kleines Mädchen misshandelt und tot aufgefunden wird, lässt er sich mehr oder weniger aus Gutherzigkeit darauf ein, nach dem Mörder zu suchen und kann bald nicht mehr zurück, weil ihm sonst alle möglichen Unerquicklichkeiten drohen. Auf den ersten Kindesmord folgen bald noch mehr, es scheint besonders gefährliche schwarze Magie im Spiel und die Spur führt ganz nach oben. Unser Held pöbelt und torkelt und lügt und flüchtet sich also durch die Geschichte, ist dabei so eloquent wie ein Kühlschrank und tappt in ziemlich jede Falle, was ihn nicht übermäßig intelligent dastehen lässt. Die Auflösung des Falls ist dann auch keine Überraschung, auch da ist die Luft also schon sehr früh im Buch raus.
Leider kann es auch die Kulisse nicht reißen - von der im Klappentext viel beschworenen Faszination der Stadt Rigus ist im Text wenig zu spüren. Tatsächlich habe ich selten einen Fantasyroman gelesen, der so ausgesprochen atmosphärelos daherkam. Man ahnt vage, dass das Ganze eine Art Steampunk-Setting ist, eine Mischung aus Mittelalter und früher industrieller Revolution plus Magie. Aber wirklich vorstellen konnte ich es mir nie.

Fazit - noch ein farbloser Titel im Fantasy-Regal, den man lesen kann oder auch nicht. Wenn gerade nichts anderes zur Hand ist, erfüllt er wohl seinen Zweck, denn handwerklich ist er solide gemacht und es gibt sehr viel Schlimmeres zu kaufen. Aber sollte das ein Kriterium für die Auswahl des Lesestoffs sein? Dass es Schlimmeres gibt? Also, die, die nach Schurken-Fantasy sucht: Lest lieber Scott Lynch, oder Brent Weeks, oder Douglas Hulick, da habt ihr mit Sicherheit mehr davon.

Kommentieren0
7
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Daniel Polansky im Netz:

Community-Statistik

in 35 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks