Daniel Polansky Der Herr der Unterstadt

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Inhaltsangabe zu „Der Herr der Unterstadt“ von Daniel Polansky

Die Unterstadt ist ein finsterer Ort: In ihren dreckigen Gassen wandeln die gerissensten Geschöpfe der Nacht, während hinter vernagelten Fenstern Geschäfte um Leben und Tod gemacht werden. Der Mord gehört zur Unterstadt wie das Blut zur Klinge und das Kopfgeld zum Opfer. Doch plötzlich ändert ein Tod alles: Als die zerfledderte Leiche eines unschuldigen Mädchens gefunden wird, beschließt ein einzelner Mann, das Schicksal des Kindes zu sühnen. Und er ahnt nicht, welch entsetzliche Bestie die Unterstadt in ihrer Hand hat ...

Mehr Krimi als Fantasy mit interessanten Chatakteren und einem gewöhnungsbedürftigen, aber schönen Sprachstil.

— Pergamentfalter

Eine recht durchschnittliche Schurkenfantasy-Story - in manchmal unpassend flapsiger Sprache und mit einem Maulhelden in der Hauptrolle.

— Elwe

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  • Rezension zu "Der Herr der Unterstadt"

    Der Herr der Unterstadt

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 23:16

    Er ist der Herr der Unterstadt, ein erfolgreicher Drogendealer mit dunkler Vergangenheit: Der Patron. Einst stand er im Dienste des Reichs und war sogar ehrenwertes Mitglied des Schwarzen Hauses, der Polizei von Rigus, doch das ist lange her. Mittlerweile steht er auf der anderen Seite des Gesetzes. In der Unterstadt von Rigus, in der Gewalt und Verbrechen an der Tagesordnung sind, führt er sein Leben fern jeden Gesetzes, das nicht die Unterstadt selbst geschrieben hat. Bis eines Tages die Leiche eines Mädchens in den Gassen gefunden wird. Täglich sterben viele in der Unterstadt, doch dieser Mord wird das Leben des Patrons in ganz neue Richtungen lenken... Die Geschichte ist aus der Perspektive des Patrons geschrieben, der mich in seine finstere Welt mitnahm. Er selbst ist selbstbewusst und sich nie für einen Spruch zu schade, doch obwohl er auf den ersten Blick stark und unnahbar wirkt, wird bald klar, dass ihn seine Vergangenheit noch immer belastet. Er ist bei weitem kein Held und Gewalt und Drogen gehören für ihn zur Normalität. Ein vollkommenes Gegenteil von ihm ist sein Freund Adolphus, mit dem er zusammen im Krieg war, und auch der Junge Zeisig bringt charakterliche Abwechslung in die Geschichte und verdeutlichen, dass es neben der Gewalt noch etwas anderes in der Unterstadt gibt. Obwohl es zunächst den Anschein macht, ist "Der Herr der Unterstadt" keine plumpe Gewaltdarstellung, sondern eine spannende Mischung aus Fantasy und Krimi, aus Magie und Mord. Daniel Polansky entführte mich als Leser in eine geheimnisvolle Welt zwischen Protz und Prunk der Reichen und Armut und Gewalt in der Unterstadt. Viel verrät er jedoch noch nicht von seiner Welt. Weder stellt er die einzelnen Völker - von Kleinigkeiten abgesehen - vor, noch gibt er eine genauere Einführung in Geografie oder Geschichte. Ich hätte mir einen Glossar oder zumindest eine Karte gewünscht, die mir die Orientierung in dieser Welt erleichtert hätte. Die Geschichte selbst ist zwar spannend aufgebaut, konnte mich jedoch nicht vollends fesseln. Die Ermittlungen des Patrons zum Mord an dem kleinen Mädchen laufen in nur eine einzige Richtung. Obgleich er in seinen Gedanken zumindest andere Möglichkeiten abwägt, ermittelt er nicht direkt in andere Richtungen. Zwar gibt es in der Geschichte eine für mich absolut unerwartete Wendung, dennoch konnte auch sie mich nicht vollkommen von der Handlung überzeugen. Die Sprache des Romans schwankt zwischen "sehr ausgefeilt" und "umgangssprachlich". Ab und an wirkte diese Mischung etwas befremdlich, während des Lesens habe ich jedoch allmählich diese Mischung verstanden. Angesichts der Ich-Perspektive ist es eine ungewöhnliche Methode, den Charakter des Patrons darzustellen: Einerseits sein Leben als Ganove, die umgangssprachliche Seite, und andererseits seine Vergangenheit als Ermittlungsbeamter und Höfling. FAZIT Mehr Krimi als Fantasy mit interessanten Chatakteren und einem gewöhnungsbedürftigen, aber schönen Sprachstils. Einzig die Handlung hätte etwas mehr Pepp bedurft. Die Fixierung des Patrons auf einen Verdächtigen nahm der Geschichte zu schnell einen Großteil seiner Spannung.

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  • Äußerst durchschnittliche Schurken-Fantasy

    Der Herr der Unterstadt

    Elwe

    22. March 2014 um 00:42

    Wo fange ich an, bei der Besprechung eines Buches, das zwar nicht grottenschlecht ist, aber auch so weit von 'gut' entfernt, dass ich mich (wieder einmal) in dreierlei Hinsicht ärgere: Weil ich schon wieder nur trauriges Mittelmaß aus dem Fantasy-Regal gegriffen habe, weil ich meine Zeit damit verschwendet habe, diese nichtssagende Geschichte zu Ende zu lesen und weil der Autor all sein Potential sinnlos verschossen hat, statt was draus zu machen. 'Der Herr der Unterstadt' ist eine typische Diebsgesindel-Fantasy-Story: Der (Anti-)Held eine so schnoddrige wie verkrachte, aber unter der rauen Schale irgendwie gutherzige Unterwelts-Existenz, der Schauplatz die Slums einer nicht näher charakterisierten Fantasy-Stadt, Mord und Totschlag und wildes Gefluche gibt's reichlich.  In dieser Art von Setup spielen ein paar wirklich erstklassige Fantasy-Romane (z.B. recht unterhaltsam - 'Unter Dieben' von Douglas Hulick, die großartigen Locke Lamora Romane von Scott Lynch oder die atemberaubend gute Schatten-Trilogie von Brent Weeks). 'Der Herr der Unterstadt' schafft es leider nicht mal ansatzweise in diese Liga, so sehr er sich auch bemüht.  Es ist im Gegenteil ein ziemlich vorhersehbares Kabinettstück mit einem großmäuligen Helden, der vergeblich versucht, cool und witzig zu sein, aber doch nur wie ein Sprücheklopfer wirkt, der sich immer mit mehr Glück als Verstand und vor allem dank seiner zahlreichen Freunde durch die Story hangelt. Obwohl der Autor ihn mit einer durchaus spannenden Vergangenheit ausgestattet hat, nimmt man ihm die behauptete Coolness leider nie ab. Die bemüht schnoddrige Gossensprache (das Buch ist aus der ICH-Perspektive erzählt) wirkt da auch eher kontraproduktiv und fängt ab der Hälfte an, gewaltig zu nerven.  Unser Held also ist nach eigener Darstellung ein hässlicher, von seinem eigenen Stoff abhängiger, durchschnittlich wehrhafter Drogenhändler, der früher mal Ermittler bei einer Polizei-Spezialeinheit war und noch früher Offizier in der Armee. Als ein kleines Mädchen misshandelt und tot aufgefunden wird, lässt er sich mehr oder weniger aus Gutherzigkeit darauf ein, nach dem Mörder zu suchen und kann bald nicht mehr zurück, weil ihm sonst alle möglichen Unerquicklichkeiten drohen. Auf den ersten Kindesmord folgen bald noch mehr, es scheint besonders gefährliche schwarze Magie im Spiel und die Spur führt ganz nach oben. Unser Held pöbelt und torkelt und lügt und flüchtet sich also durch die Geschichte, ist dabei so eloquent wie ein Kühlschrank und tappt in ziemlich jede Falle, was ihn nicht übermäßig intelligent dastehen lässt. Die Auflösung des Falls ist dann auch keine Überraschung, auch da ist die Luft also schon sehr früh im Buch raus. Leider kann es auch die Kulisse nicht reißen - von der im Klappentext viel beschworenen Faszination der Stadt Rigus ist im Text wenig zu spüren. Tatsächlich habe ich selten einen Fantasyroman gelesen, der so ausgesprochen atmosphärelos daherkam. Man ahnt vage, dass das Ganze eine Art Steampunk-Setting ist, eine Mischung aus Mittelalter und früher industrieller Revolution plus Magie. Aber wirklich vorstellen konnte ich es mir nie. Fazit - noch ein farbloser Titel im Fantasy-Regal, den man lesen kann oder auch nicht. Wenn gerade nichts anderes zur Hand ist, erfüllt er wohl seinen Zweck, denn handwerklich ist er solide gemacht und es gibt sehr viel Schlimmeres zu kaufen. Aber sollte das ein Kriterium für die Auswahl des Lesestoffs sein? Dass es Schlimmeres gibt? Also, die, die nach Schurken-Fantasy sucht: Lest lieber Scott Lynch, oder Brent Weeks, oder Douglas Hulick, da habt ihr mit Sicherheit mehr davon.

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  • Kratzt an der Oberfläche

    Der Herr der Unterstadt

    JillianZ

    09. January 2014 um 20:59

    Man kommt schnell durchs Buch. Doch was bleibt haften? Nachdem ich dieses Buch fertiggelesen habe, spürte ich immer noch nichts. Es wollte einfach keine Stimmung rüberkommen. Beim Lesen fühlte ich mich erschlagen von den vielen Beschreibungen und Umschreibungen. Man muss doch nicht alles bis aufs letzte aussprechen, um eine Stimmung zu vermitteln. Ist dieses Buch nur schlecht übersetzt worden, oder hat der Autor wirklich kein Gefühl für die Sprache, habe ich mich gefragt. Wer sich nicht herausfordern will und etwas Leichtes und nicht einnehmendes für Nebenbei sucht, der ist mit diesem Buch gut bedient.

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  • Rezension zu "Der Herr der Unterstadt" von Daniel Polansky

    Der Herr der Unterstadt

    Bathory

    28. January 2013 um 12:53

    Wo bleibt die Fortsetzung? Das COVER zeigt ein Bild des Hauptprotagonisten. Im Messer unterhalb des Schriftzugs spiegelt sich die Unterstadt. INHALTSANGABE: Simeon Dubois hat einst als Agent gegen sie ermittelt, doch längst ist er einer von ihnen geworden: abgebrannt, drogensüchtig und auf der Flucht vor seinen eigenen Verfehlungen. Aber dann geschieht ein Mord, dessen Aufklärung ihn nicht mehr loslässt und bis in die höchsten Kreise von Rigus führt. Ein verräterisches Spiel beginnt, bei dem Simeon nicht nur die gesamte Unterstadt gegen sich aufbringt, sondern von seiner eigenen ruchlosen Vergangenheit eingeholt wird... Der Schreibstil liest sich flüssig und durch die Beschreibungen kann man sich die Unterstadt und ihre Bewohner lebhaft vorstellen. Ein Glossar der Völker und anderen fantastischen Elementen ist nicht vorhanden, aber auch nicht zwingend notwendig um folgen zu können. Alles wird aus der Ich-Perspektive eines ehemaligen Agenten der Krone erzählt. Seines Amtes enthoben ist er heute bekannt als der Patron, der Herr der Unterstadt. Er verkauft Drogen, ist auch selbst süchtig, außerdem gewalttätig und besitzt ein überaus loses Mundwerk. Da stellt sich schon mal die Frage: Wieso möchte man über diesen Hauptprotagonisten lesen? Ganz einfach: erstens gewinnt er an Sympathie, da es noch weitaus üblere Gesellen gibt. Zweitens gelingt es dem Autor, dem Charakter menschliche Tiefe zu verleihen. Man ist neugierig, wie der Mann so geworden ist. Zwischen der spannenden Hauptstory erfährt der Leser auch immer wieder ein wenig aus seiner Vergangenheit. Zudem sind seine flotten Sprüche stets amüsant zu lesen. Obgleich er viel Schlimmes gesehen hat, ist er vom Tod eines kleinen Mädchens erschüttert und will der Sache nachgehen. Immerhin ist der Mord auch noch in seinem Revier passiert und kein Seher vermag den Mörder ausfindig zu machen. Weitere Charaktere finden sich in seinem ehemaligen Kollegen Crispin, dem Ermittlungsbeamten, der den Fall untersucht, sowie dem alten weißen Magier Blaureiher und dessen Schülerin Celia. Sie und dem Patron verbindet eine Vergangenheit und man merkt deutlich, dass sie etwas für ihn empfindet. Außerdem Zeisig, einem jungen Dieb, der vom Patron lernen will und Adolphus, ein riesenhafte einäugige Wirt, sowie dessen Frau. Da der Patron keineswegs nur Freunde hat, werden bald andere aufmerksam auf seine Nachforschungen. Darunter das Schwarze Haus und sein ehemaliger Untergestellte Crowley, der ihn aus tiefster Seele hasst. Was Magie betrifft, so ist diese durchaus vorhanden, wird aber nicht ständig ausgeübt. Die düstere Stimmung zu Beginn hält sich im gesamten Buch, einen Helden mit reiner Weste sucht man hier vergeblich. Die Story ist spannend mit viel Gewalt und unerwarteten Wendungen. Zwar ist die Geschichte um die Morde am Ende aufgeklärt, dennoch läuft die Sache eindeutig auf eine Fortsetzung hinaus. FAZIT: Ausnahmsweise hat hier das Marketing auf der Buchrückseite Recht. Lesern, die gerne Werke von Autoren wie Alexey Pehov oder David Chandler lesen, mit eher zwielichtigen Hauptcharakteren und die nichts gegen Blut und Gewalt einzuwenden haben, denen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen! INFO: Im englischen ist der zweite Teil der Reihe bereits unter dem Titel „Tomorrow, the Killing“ letzten Oktober erschienen. Weitere Infos unter danielpolansky.com!

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  • Rezension zu "Der Herr der Unterstadt" von Daniel Polansky

    Der Herr der Unterstadt

    Medienjournal

    23. January 2013 um 22:32

    Der Herr der Unterstadt präsentiert sich als grundsolides Debüt, dem es zwar noch ein wenig an erzählerischem Feinschliff mangelt, dass aber mit seinem Antihelden und der stimmungsvoll skizzierten Stadt Rigus zu punkten weiß.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2013/01/review-der-herr-der-unterstadt-buch-inkl-gewinnspiel/

  • Rezension zu "Der Herr der Unterstadt" von Daniel Polansky

    Der Herr der Unterstadt

    Ines_Mueller

    06. March 2012 um 20:58

    "Ich spielte mit dem Gedanken, mir einen Joint mit Traumranke zu drehen, entschied mich dann aber dagegen. Wenn man in bedrückter Stimmung ist, ist es keine gute Idee, sich zuzuknallen, weil Beklommenheit durch Traumranke eher gesteigert als abgebaut wird." . Enttäuschend. Enttäuschend ist das erste Wort, das mir nun nach Beendigung der Lektüre einfällt. Und genau dieses Wort trifft es auf den Punkt, denn trotz großem Potenzial hat es Daniel Polansky nicht geschafft, mehr daraus zu machen. . Bei "Der Herr der Unterstadt" hat einfach absolut nichts gestimmt - und das hat bereits mit dem Schreibstil angefangen. Dieser war viel zu umgangssprachlich und strotzte geradezu vor vulgären Ausdrücken, was zwar zur Atmosphäre dieses Buches passte, doch gehört so etwas meiner Meinung nach in kein Buch. . Auch bei den Charakteren hat der Autor leider danebengegriffen. So waren diese allesamt flach, undetailliert und überzeichnet. Vorallem der letzte Punkt brachte mich mehr als ein Mal dazu, die Augen zu verdrehen. Das reichte vom ständigen Drogenkonsum des Protagonisten, dessen Namen ich jetzt bereits wieder vergessen habe, bis zu Ling Chi, einem Drogenbaron, der sich selbst durch seine Angewohnheit, von sich selbst in der dritten Person zu reden, lächerlich machte. . Dabei hätte die Story durchaus Potenzial gehabt, doch stattdessen plätscherte diese nur vor sich hin und konnte kaum Höhepunkte aufweisen. Selbst die Kämpfe, die eigentlich Spannung schaffen sollten, konnten mich in keinster Weise überzeugen. Nicht gefallen hat mir außerdem, dass viele Sitten und Begebenheiten aus der von Daniel Polanski geschaffenen Romanwelt überhaupt nicht erklärt wurden, bzw in einem kleinen Nebensatz - wenn überhaupt - abgehandelt wurden. . Ebenfalls enttäuschend war das Ende, der Plot der Geschichte. Die eigentliche Auflösung konnte mir nicht einmal einen überraschten Laut geschweige denn Gedanken entlocken, da mir diese viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen schien. Außerdem wurde der Plot innerhalb von 15 (!) Seiten abgehandelt, was schlicht und ergreifend zu wenig ist. . Fazit: Zwar hört sich die Inhaltsangabe dieses Buches durchaus vielversprechend an, doch rate ich davon lieber die Finger zu lassen. Von mir gibt es zwei Sterne.

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  • Rezension zu "Der Herr der Unterstadt" von Daniel Polansky

    Der Herr der Unterstadt

    martina_turbanisch

    31. January 2012 um 09:47

    Der Patron, früher Mitarbeiter beim Geheimdienst der Herrscher von Rigus, bestreitet mittlerweile seinen Lebensunterhalt hauptsächlich als Dealer diverser Drogen wie z.B. Koboldatem, die er selber auch in ziemlichen Mengen konsumiert Bei seinen dubiosen Geschäften kommen ihm nicht nur seine Kenntnisse der vielen verschiedenen in Rigus gebräuchlichen Dialekte und seine guten Beziehungen zu Stadtwache zu Gute, sondern auch die Tatsache, dass er weiß wie man sich in der heruntergekommenen Unterstadt Respekt verschafft…und dabei ist er wirklich nicht zimperlich. Eines Tages verschwinden in der Unterstadt Kinder, die kurz darauf ermordet aufgefunden werden. Selbst hier, wo moralische Grundsätze nicht viel gelten, sorgen diese Morde für ziemlich viel Aufsehen und Unruhe. Der Patron hat eigentlich kein großartiges Interesse daran herauszufinden was hier geschieht, trotzdem lassen auch ihn die Geschehnisse nicht los. Dazu kommt, das die paar Freunde die er hat, allen voran der Wirt Adolphus, von ihm erwarten, dass er etwas unternimmt um dem Ganzen ein Ende zu setzen. Auch seine ehemaligen Herren sehen das so und setzen ihn unter Druck und so beginnt er, zunächst etwas widerwillig, zu ermitteln. Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest aus korrupten Adeligen und undurchsichtigen Magiern die allesamt nicht sonderlich erfreut über seine Arbeit sind. Aber seine Suche nach den Tätern und den Hintergründen führt ihn nicht nur in die Abgründe von Rigus sondern auch weit zurück in die Vergangenheit, in die Zeit als der Krieg in Parton herrschte und letztlich mit Hilfe von schwarzer Magie gewonnen wurde. Mein Fazit: Geschrieben ist der Herr der Unterstadt in der Ich-Form – eine Perspektive, die mir eigentlich beim Lesen nicht sonderlich liegt - warum auch immer. Auf den ersten rund hundert Seiten lernt man als Leser so aus dieser Perspektive die Unterstadt von Rigus, einen Teil seiner Bewohner und vor allem den Helden der Geschichte, den Patron, kennen. Der Patron ist allerdings nicht wirklich das, was man sich gemeinhin unter einem Helden vorstellt – er konsumiert Drogen, dealt damit und setzt seine Gebietsansprüche in der Unterstadt ziemlich rigoros durch. Kurze Rückblicke gewähren mir als Leser kleine Einblicke in seine Kindheit, Jugend und seine Zeit als Ermittler der Herrscher von Rigus. Diese Einblicke lassen mich zwar das Eine oder Andere besser verstehen, lassen aber auch keine Zweifel daran aufkommen, dass der Patron nicht unbedingt mit Robin Hood zu verwechseln ist. Das macht aber nichts – irgendwie ist mir der Kerl trotzdem an’s Herz gewachsen :-) Der Umgangston in Rigus Unterstadt ist, wie sollte es auch in so einem Viertel anders sein, sehr derb, sehr direkt und wenig herzlich. Genauso laufen auch Ermittlungen des Patrons zu den Kindermorden ab – Diplomatie kommt in seinem Wortschatz nicht unbedingt vor und einschüchtern lässt er sich auch von hohen Herren oder zwielichtigen Magiern nicht. Er verfolgt ziemlich stur seinen Weg, auch wenn das oft genug schmerzhaft und manches Mal lebensgefährlich für ihn ist. Entsprechend des Sprachgebrauches in Rigus sind auch viele Passagen in Der Herr der Unterstadt ziemlich direkt und deutlich - da es aber zur erzählten Geschichte passt, habe ich das nicht als unangemessen empfunden. Wären übrigens die Magier,die fantasievollen Namen der Drogen und die diversen Monster nicht, könnte Rigus meiner Meinung nach auch eine beliebige, tatsächliche Großstadt irgendwo auf diesem Planeten sein. Ein gut konstruierter spannender Krimi wäre Der Herr der Unterstadt dann aber immer noch. Mir persönlich hat diese Mischung aus Krimi und Fantasy gut gefallen, genauso wie der etwas bissige, manchmal leicht ironische Stil des Autors. Das Buch, rund 430 Seiten stark, lässt sich flüssig lesen und je weiter man dem Patron in den Sumpf aus Korruption, Geldgier und Macht folgt, umso spannender wird die Story. Lesenswert sind übrigens auch die Danksagungen ganz am Ende des Buches – ob sich da wohl jeder Erwähnte wirklich gefreut hat? Ich werde jedenfalls mit Spannung auf den zweiten Teil dieser Trilogie warten

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  • Rezension zu "Der Herr der Unterstadt" von Daniel Polansky

    Der Herr der Unterstadt

    rukia

    26. December 2011 um 10:49

    Eher langweilig.

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