Daniel Sánchez Pardos Die Sieben Türen

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Inhaltsangabe zu „Die Sieben Türen“ von Daniel Sánchez Pardos

Barcelona, 1874. Gabriel Camarasa wird beinahe von einer Straßenbahn überfahren, als ihm im letzten Moment ein junger Mann das Leben rettet: Antoni Gaudí. Schnell freunden sich die beiden an. Als Gabriels Vater unter Verdacht steht, seinen Geschäftspartner erstochen zu haben, begeben sich die jungen Männer zusammen mit Gabriels Freundin Fiona auf die Suche nach dem wahren Täter. Die führt sie zu Barcelonas geheimnisvollsten Orten: in das Lokal »Die sieben Türen«, in »Das Theater der Träume« – und geradewegs in die Fänge einer skrupellosen Geheimgesellschaft …
Ein genialer Barcelona-Krimi, der nicht nur von einem der berühmtesten Architekten unserer Zeit erzählt, sondern auch von einer der schönsten Städte unserer Erde.

Die Geschichte ist langatmig und zum Teil langweilig. Eher als historischer Reiseführer zu gebrauchen....

— MaLaPe

Auch, wenn es für einen Krimi zu langatmig ist, wunderbar empathisch und authentisch geschrieben - spanische Lektüre at its best!

— SusanD

Leider ist die Geschichte viel zu langatmig und Spannung kam hier eindeutig zu kurz.

— Lucretia

Histroy, der es an Aussagekraft mangelt...

— widder1987

Der Klappentext verrät zu viel

— vormi

Der Roman bietet interessante Einblicke in eine bedeutende Epoche Barcelona, leider fehle mir der Zugang zu Charaktere und Handlung.

— louella2209

Historische Krimi mit viel Atmosphäre ! Grandios !

— marpije

Etwas zähe Geschichte, die aber durch die grandiosen Beschreibungen der Straßen/Plätze/Gerüche Barcelona´s punkten kann!

— kingofmusic

Wunderschöner Schreibstil - ein Buch, das mich noch lange begleiten wird...

— Charlea

Eine die damals vorherrschenden Lebenssituationen in der Stadt gut beschreibende unaufgeregte Sprache ohne jegliche Hektik. Schön zu lesen.

— pageturner211

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  • Von DEM Gaudí ist hier nicht die Rede

    Die Sieben Türen

    Gwhynwhyfar

    14. May 2017 um 14:37

    »Unsere Sinne bringen uns in Kontakt mit der Welt, aber gleichzeitig begrenzen sie diese Welt auch. Wir sehen nur das, was unsere Augen sehen können und wir hören nur das, was unsere Ohren hören können. Aber wir wissen auch, dass es jenseits unserer Sinne Geräusche und Farben, die oberhalb oder unterhalb unserer Wahrnehmungsschwelle liegen. Die für uns außer Reichweite sind.«Gleich vorweg, um vom Buch keinen falschen Eindruck zu hinterlassen: Wer glaubt, hier etwas über den berühmten Architekten Antoni Gaudí zu erfahren, ist im falschen Buch. DIESER Antoni Gaudí ist Student der Architektur in Barcelona und intelligent. Hier enden die Gemeinsamkeiten. Der echte Gaudí arbeitete vom ersten Semester an in Barcelonas für Architekten, verdiente dort seinen Studienunterhalt (1873 bis 1878), weil man seine Genialität schätzte. Sein Vater war Kesselflicker, wohnte nie in Barcelona. Der Gaudí in diesem Buch ist ein habseidener Typ, der sich in Nachtbars herumtreibt und nicht ganz illegalen Geschäften nachgeht, um seinen begnadeten Vater zu unterstützen, der in einer alten Lagerhalle Barcelona als architektonisches Modell neu entwirft. Der Autor und der Verlag führen mit Namensgebung, Beruf und Jahreszahl letztendlich in die Irre, was einen faden Beigeschmack hat. Auch ich bin bei der Auswahl des Buchs darauf hereingefallen. Der Roman hat das nicht nötig, denn er steht für sich auch ohne Promis.Der geschichtliche Hintergrund dreht sich um Alfons XII, Sohn Isabella II. von Spanien. Durch die Septemberrevolution von 1868 wurde Alfons, zehn Jahre alt, mit seiner Familie ins Exil nach Paris getrieben. Am 1. September 1870 marschierten deutsche Truppen in Paris ein und die Königsfamilie floh in die Schweiz, Schule und Studium in Wien, britische Militärakademie. Im Dezember stellte 1874 Generals Arsenio Martínez-Campos den Antrag für die Wiedereinführung der Monarchie und sprach sich für Alfons als König aus.Der katalanische Schriftsteller Daniel Sánchez Pardos wurde 1979 in Barcelona geboren. Er studierte Spanische Philologie und machte sein Diplom im Übersetzen von Literatur. Seither arbeitet er als Übersetzer und Autor. Zu seinen Auszeichnungen gehört der La Tormenta en un Vaso-Preis als bester neuer Autor des Jahres im Jahr 2011. Seine Romane wurden in acht Sprachen übersetzt.Zum Buch: 1874, Gabriel Camarasa, Sohn eines Zeitungsverlegers, ist mit seiner Familie nach Barcelona von London zurückgekehrt. Antoni Gaudí rettet ihn vor einer heranfahrenden Straßenbahn und die beiden ungleichen Studenten freunden sich an. Die erfolgreiche, moderne Zeitung der Camarasas ist nach der englischen Yellow-Press angelegt und Fiona, eine Freundin Gabriels, ist dort als Zeichnerin angestellt. Plötzlich steht Gabriels Vater unter Verdacht, einen Geschäftspartner erstochen zu haben. Die beiden Freunde versuchen, unter Mithilfe Fionas, herauszubekommen, wer der Mörder ist. Das Lokal »Die sieben Türen« und »Das Theater der Träume« führen sie zu einer Geheimgesellschaft.Auf der einen Seite stehen revolutionäre Gruppen, auf der anderen bourgeoisen Royalisten, die den König wiedereinsetzen wollen. Gehört Gabriels Vater zu dem Bund der Royalisten und war sein Zweck, nach Barcelona zurückzukehren, gar nicht die Gründung der Zeitung? Der Autor wird von der Presse mit Carlos Ruiz Záfon verglichen, was ich leider nicht nachvollziehen kann, dazu langt es nicht. Aber Daniel Sánchez Pardos versteht es, mit seiner Sprache und der Beschreibung des alten Barcelonas eine Atmosphäre für die Zeit zu errichten. Die dunkle Altstadt mit engen Gassen, prachtvolle Hauptstraßen, Märkte, Cafes, Restaurants, der Hafen, man sieht und riecht die Stadt in alter Manier. Fiona, mit dem fotografischen Gedächtnis, die an Tatorten genau zeichnet, fabriziert etwas völlig Neues. Das Unbehagen über die neue Art des »Klatschens« durch Abbildungen und des Voyeurismus der plakativen Zeitung werden gut dargestellt, aufkommende Technik beherrscht Paris. Trotz der Länge des Buchs hat Sánchez Pardos es für mich nicht geschafft, die Figuren fein zu zeichnen, sie bleiben oberflächlich und wabern durch den Plot, entwickeln sich nicht. An sich ist die Geschichte spannend, aber an einigen Stellen sehr plattgewalzt, eine Straffung hätte gutgetan, die Protagonisten langweilen ein wenig. Um sich ein Bild der politischen Umwälzung zwischen einer nicht funktionierenden Republik hin zur royalen Regierung zu machen, taugt dieses Buch als historischer Krimi. Eine Zeit der Umwälzung durch die Moderne legt in der Luft. Allerdings ist der Roman nur etwas für geduldige Leser. Das Buch kann man gut lesen, aber man hat nichts verpasst, wenn man es nicht kennt.

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  • Ich habe mehr erwartet.

    Die Sieben Türen

    Lucretia

    28. November 2016 um 14:59

    Der Inhalt (Quelle: Piper)Barcelona 1874: Ein mysteriöser Brand, ein brutaler Mord, eine GeheimgesellschaftBarcelona, 1874. Gabriel Camarasa wird beinahe von einer Straßenbahn überfahren, als ihm im letzten Moment ein junger Mann das Leben rettet: Antoni Gaudí. Schnell freunden sich die beiden an. Als Gabriels Vater unter Verdacht steht, seinen Geschäftspartner erstochen zu haben, begeben sich die jungen Männer zusammen mit Gabriels Freundin Fiona auf die Suche nach dem wahren Täter. Die führt sie zu Barcelonas geheimnisvollsten Orten: in das Lokal »Die sieben Türen«, in »Das Theater der Träume« – und geradewegs in die Fänge einer skrupellosen Geheimgesellschaft …Ein genialer Krimi, der nicht nur von einem der berühmtesten Architekten unserer Zeit erzählt, sondern auch von einer der schönsten Städte unserer Erde. Meine Meinung:Ich mag die Stadt Barcelona und liebe Geschichten, die dort spielen. Aus diesem Grund wollte ich auch unbedingt „Die sieben Türen“ von Daniel Sánchez Pardos lesen.Der Klappentext erschien vielversprechend und ich hoffte auf eine spannende und mitreisende Story, die mich in das alte und dunkle Barcelona entführen würde.Zu Beginn der Geschichte konnte ich dieses Barcelona auch finden, doch schnell merkte ich, dass der Inhalt sehr langatmig werden würde. Der Autor beschreibt die verschiedenen Szenen sehr detailgetreu und man konnte sich die Umgebung sehr gut vorstellen. Ich hätte mir gewünscht, dass einige Szenen etwas kürzer gewesen wären. Das Drumherum war einfach zu viel und dadurch ging sehr viel Spannung verloren. Ich habe die Geschichte wirklich sehr, sehr langsam gelesen, da mich der Inhalt leider nicht mitreisen konnte und ich  nicht wirklich in die Geschichte eintauchen konnte. Ich fühlte mich an vielen Stellen leider schnell gelangweilt und hoffte still und heimlich auf ein Highlight, doch dieses kam leider nie. Auch habe ich mir von einem Krimi aus der Zeit von 1874 mehr vorgestellt. Der Schreibstil wurde zwar passend für diese Zeit gewählt, sehr detailliert und teilweise etwas verschnörkelt poetisch, doch zu den Charakteren fand ich keinerlei Verbindung und war auch leider besonders von Antoni Gaudí sehr enttäuscht. Dieser Charakter war sehr schwer zu durchschauen und es lag für mich die ganze Zeit ein großer Schatten über ihm. Was mir allerdings gut gefallen hat, war das authentische Bild der damaligen Gesellschaft und ihren unterschiedlichen Schichten, auch die politischen Hintergründe wurden aufgefasst und gut in die Geschichte mit eingebaut.Leider konnte mich die Geschichte jedoch nicht begeistern, denn es fehlt mir hier eindeutig die Spannung und der Inhalt war viel zu langatmig. Ich habe mich durch die Seiten gequält.Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich bei Piper und netgalley bedanken. ♥

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  • Histrorischer Regionalroman, dem es an Aussagekraft fehlt...

    Die Sieben Türen

    widder1987

    27. November 2016 um 20:40

    Klappentext: Barcelona, 1874. Gabriel Camarasa wird beinahe von einer Straßenbahn überfahren, als ihm im letzten Moment ein junger Mann das Leben rettet: Antoni Gaudí. Schnell freunden sich die beiden an. Als Gabriels Vater unter Verdacht steht, seinen Geschäftspartner erstochen zu haben, begeben sich die jungen Männer zusammen mit Gabriels Freundin Fiona auf die Suche nach dem wahren Täter. Die führt sie zu Barcelonas geheimnisvollsten Orten: in das Lokal »Die sieben Türen«, in »Das Theater der Träume« – und geradewegs in die Fänge einer skrupellosen Geheimgesellschaft … Ein genialer Barcelona-Krimi, der nicht nur von einem der berühmtesten Architekten unserer Zeit erzählt, sondern auch von einer der schönsten Städte unserer Erde. Fazit: Danial Sánchez Pardos Historyroman 'Die Sieben Türen' ist eine Erinnerungsberichterstattung über den politischen Umbruch Spaniens in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Auf knapp 540 Seiten dreht sich der Leser in einen Sprudel aus 'Scheingeschäfte', Architektenstudium, Spurensuche und Menschkenntnissen sowie Geheimniskrämerei , der aus der Ich-Erzählweise des Gabriel Camarasa detailvolle wie (beinahe) im Echtzeitmodus geschildert wird. Der Handlungsverlauf mit seiner langatmigen Schauplatz und intimen Personifizierung kann durch den komplexen wie verschachtelten Satzbau nicht wirklich mit einer spannungsgeladene Story glänzen sondern rauscht am Leser wie ein verträumter leise vor sich hin gluckerndes Bächlein, das von den berühmtesten Architekten Spaniens, der barcelonischen Gesellschaft wie der politischen Lage Spaniens um 1874 flüstert. Außerdem bekommt der Leser von Autor eine klar strukturierte Stadtführung Barcelonas mit den Schwerpunkten der Viertel Raval und Gracia, die all Ecken, Gassen und Lokalitäten wie Bauten als lebhafte Kulisse für verschwörerische kriminelle Aktivitäten. 'Die sieben Türen' erlaubt eine Blick hinter menschliche Hüllen, reist durch das westliche Europa und spiegelt die zeitgenössige Technologie im Bereich der Medien, Mobilität und Pressewesen wieder. Nur leider lässt das Lesevergnüg auf sich warten, dass dessen kommt eine monotoner Erzählstil ohne 'Höhen' in der Schilderung und Erlebnispräsentationen daher sowie durch eine fesseln- und packendloser Tiefgang den Leser gelangweilt zurück lässt...2,25 Sterne

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  • Barcelona 1874

    Die Sieben Türen

    buecherwurm1310

    20. November 2016 um 15:54

    Barcelona, 1874. Gabriel Camarasa wird beinahe von einer Straßenbahn überfahren, als ihm im letzten Moment ein junger Mann das Leben rettet: Antoni Gaudí. Schnell freunden sich die beiden an. Als Gabriels Vater unter Verdacht steht, seinen Geschäftspartner erstochen zu haben, begeben sich die jungen Männer zusammen mit Gabriels Freundin Fiona auf die Suche nach dem wahren Täter. Die führt sie zu Barcelonas geheimnisvollsten Orten: in das Lokal »Die sieben Türen«, in »Das Theater der Träume« – und geradewegs in die Fänge einer skrupellosen Geheimgesellschaft … Ein genialer Barcelona-Krimi, der nicht nur von einem der berühmtesten Architekten unserer Zeit erzählt, sondern auch von einer der schönsten Städte unserer Erde. Dieser Klappentext verspricht eine interessante und spannende Geschichte. Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen, denn es dauerte sehr lange, bis die Geschichte ein wenig Fahrt aufnahm. Erst spät konnte mich die Geschichte dann durch unverhoffte Wendungen doch noch etwas packen. Der Schreibstil passt zu einer Geschichte jener Zeit. Sehr atmosphärisch und sehr detailliert wird das Barcelona im Jahre 1874 beschrieben. Die Charaktere sind interessant, aber ich konnte zu niemanden eine Beziehung aufbauen. Wirklich unsympathisch blieb mir Gabriels Mutter. Gaudi hat viele Beziehungen und zeigt sich sehr clever, denn er ist es, der am Ende Schlimmes zu verhindern weiß. Aber auch zu ihm konnte ich nicht wirklich einen Bezug aufbauen. Ich hatte gehofft, mehr über ihn als Künstler zu erfahren. Es geht viel um die politische Situation in Spanien, darüber kommt der Kriminalfall etwas zu kurz. Vielleicht bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen, so dass bei mir etwas Enttäuschung zurückblieb.

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  • Interessante Einblicke in eine bedeutende Epoche Barcelonas

    Die Sieben Türen

    louella2209

    06. November 2016 um 15:17

    Antoni Gaudi rettet Gabriel Camarasa das Leben und die beiden schließen Freundschaft. Gabriel ist der Sohn von Sempronio Camarasa, Besitzer eins der beiden größten Verlage in Barcelona. Beide stehen einem erbitterten Konkurrenzkampf gegenüber, bei dem täglich neue Verleumdungen los getreten werden. Als Gabriels Vater des Mordes bezichtigt und in Haft genommen wird, begeben sich Gabriel, Gaudi und Fiona auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei entführt Gaudi sie in geheimnisvolle Etablissements im Herzen der Stadt und in die Hände eines ominösen Geheimbundes. Sempronio Camparasa ist kein unbeschriebenes Blatt und er trägt viel Last auf seinen Schultern. Doch wurde er wirklich zum Mörder oder gehört dies zu einer perfiden Verschwörungstheorie oder stecken gar politische Verwicklungen dahinter? Denn Barcelona steht kurz vor einem inneren Umbruch der Macht. „Unsere Sinne bringen uns in Kontakt mit der Welt, aber gleichzeitig begrenzen sie diese Welt auch. Wir sehen nur das, was unsere Augen sehen können und wir hören nur das, was unsere Ohren hören können. Aber wir wissen auch, dass es jenseits unserer Sinne Geräusche und Farben, die oberhalb oder unterhalb unserer Wahrnehmungsschwelle liegen. Die für uns außer Reichweite sind.“ (Zitat Gaudi S. 46) Der Schreibstil des Autors ist der Zeit, das Ende des 19. Jahrhunderts, perfekt angepasst. Elegant, teils verschnörkelt und detailverliebt, fühlt man sich schnell in einer anderen Epoche wieder. Die einzelnen Schauplätze erwachen vor dem inneren Auge zum Leben und man erhält ein klares Bild von eines der schönsten Städte Europas zur damaligen Zeit. Der Autor ist zudem sehr bemüht ein feines Netz zu spinnen und immer wieder von neuem das Interesse des Lesers zu wecken. Das gelingt leider nur teilweise und der Roman lässt mich recht zwiegespalten zurück. Das Fundament der Geschichte ist ausgeklügelt und interessant, aber die Charaktere ließen mich relativ kalt. Hier gelingt es dem Autor nicht, einen emotionalen Bezug, aufzubauen. Besonders die Darstellung von Gaudi enttäuschte mich. Ich hatte mir mehr von seinem künstlerischen Schaffen erhofft, aber seine individuelle Persönlichkeit blieb deutlich hinter meinen Erwartungen zurück. Er hätte durch jede beliebige Figur ersetzt werden können. Meine Ansprüche gingen in eine völlig andere Richtung, trotzdem konnte der Autor mich mit seiner teils ausschweifenden Erzählkunst überzeugen. Der literarische Ausflug nach Barcelona hat sich gelohnt und der Autor hat hier ein stimmiges Konzept präsentiert. Einzig an den Protagonisten haperte es und da wird mir wohl keiner nachhaltig in Erinnerung bleiben. Verdiente 3 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Barcelona, seine Kultur und Gesellschaft und die Politik des 19. Jahrhunderts intensiv kennenlernen möchten ohne dabei zu sehr den Fokus auf die Person Gaudi zu richten.

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    • 2
  • Barcelona im Jahre 1874

    Die Sieben Türen

    Maddinliest

    04. November 2016 um 12:15

    Ein atmosphärischer und sehr gut recherchierter historischer Roman aus der faszinierenden Stadt in Spanien.Durch einen Zufall lernen sich Gabriel Camarasa und der berühmte Architekt Antoni Gaudi in Barcelona kennen. Geistesgegenwärtig rettet Gaudi Gabriel vor einer herannahenden Straßenbahn und die beiden freunden sich nach der schicksalshaften Begegnung an. Gaudi lernt die Familie seines neuen Freundes kennen und muss miterleben wie Gabriels Vater des Mordes verdächtigt wird. Die beiden tauchen in die Geheimnisse der Stadt ein, um den wahren Täter zu finden...Ich bin mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch herangetreten, so dass ich gerade von der ersten Hälfte des Buches zunächst enttäuscht war. Daniel Sanchez Pardos beschreibt mit seinem äußerst bildreichen Schreibstil mit viel Hingabe die herausragende Stadt Spaniens zum Ende des 19. Jahrhunderts. Was mir in diesem Teil des Buches fehlte war der Aufbau eines Spannungsbogens, der die sicherlich historisch hervorragend recherchierten Beschreibungen der Gebäude und der Atmosphäre begleitet und mich an das Buch gefesselt hätte. Ich bin aber froh das Buch nicht zur Seite gelegt zu haben, da mit Fortlauf des Erzählstranges genau dies immer mehr in den Vordergrund rückte. Gerade der letzte Teil des Buches konnte mich begeistern und über einige Längen in der ersten Hälfte hinwegsehen lassen. Insgesamt handelt es sich bei "Die sieben Türen" um einen vielschichtigen und nicht ganz einfachen historischen Roman, bei dem der Spannungsmoment  erst in der zweiten Hälfte zum Tragen kommt. Die Schreibweise des Autors hat mir gut gefallen, so dass ich das Buch mit 4 von 5 Sternen bewerte und für eine Weiter-empfehlung aber auf ein wenig Durchhaltevermögen hinweisen möchte, es lohnt sich.

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    • 2
  • Die sieben Türen – interessante Grundidee, deren Umsetzung mich nicht vollkommen überzeugen konnte

    Die Sieben Türen

    Tiffi20001

    01. November 2016 um 16:58

    Klappentext:Barcelona, 1874Gabriel Camarasa wird beinahe von einer Straßenbahn überfahren, als ihm im letzten Moment ein junger Mann das Leben rettet: Antoni Gaudí. Schnell freunden sich die beiden an. Als Gabriels Vater unter Verdacht steht, einen Mann erstochen zu haben, begeben sich die jungen Männer zusammen mit Gabriels Freundin Fiona auf die Suche nach dem wahren Täter. Die führt sie zu Barcelonas geheimnisvollsten Orten: in die engen Gassen von Raval, in das Lokal Die sieben Türen, in das Theater der Träume – und geradewegs in die Hände einer skrupellosen Geheimgesellschaft… Buchgestaltung:Das Cover zeigt neben dem Titel „Die sieben Türen“ die Ansicht einer Skyline und ist überwiegend in Sepia-Tönen gehalten worden.Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, da ich die Farbgestaltung wundervoll finde und sie mich sofort auf das Buch neugierig gemacht hat. Auch das Foto auf dem Cover passt sehr gut zum Buch und weckt beim Betrachten Interesse auf die Geschichte. Hierbei finde ich auch, dass der Hintergrund und die Zeichnung perfekt harmonisieren und bereits auf den ersten Blick eine gewisse Atmosphäre transportiert wird.Der Titel gefällt mir ebenfalls, vor allem auch die Schriftfarbe und die leichte Erhöhung konnten mich überzeugen.Der Klappentext konnte mich sofort fesseln, da er eine interessante Geschichte beschreibt und sehr gut zum Cover des Buches passt.Insgesamt gesehen eine sehr gelungene Buchgestaltung, die auf jeden Fall zum Lesen des Buches animiert. Eigene Meinung:Das Cover des Buches sowie der Klappentext konnten mich sehr überzeugen, weshalb ich sehr neugierig auf das Buch war. Leider konnte mich die Geschichte dann aber nicht vollkommen überzeugen.Der Einstieg in das Buch ist mir leider sehr schwer gefallen und vor allem zu Beginn wurden im Buch sehr viele geografische Orte und Straßen benannt, was für mich keinen wirklichen Lesefluss aufkommen ließ. Dies hat sich allerdings im Verlauf des Buches gebessert, sodass mich auch einige der Beschreibungen im Buch begeistern konnten. Die Handlung an sich konnte mich leider ebenfalls nicht wirklich überzeugen, da die im Klappentext angekündigten Mordermittlungen leider kaum stattgefunden haben und viele der Handlungsstränge für mich nicht wirklich Sinn ergeben haben bzw. ich empfand diese als sehr unwichtig, lediglich das Ende konnte mich wirklich überraschen und überzeugen. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich zum einen noch nie in Barcelona war und mich deshalb die Handlung bzgl. dieser Stadt nicht fesseln konnte und ich zum anderen auch mit völlig falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, da es sich bei der Geschichte nicht um einen Krimi handelt. Mit einer anderen Erwartungshaltung und dem Bewusstsein, dass es sich um eine ruhige Geschichte handelt, kann das Buch meiner Meinung nach durchaus unterhalten. Die Figuren fand ich grundsätzlich gesehen einmal sehr interessant und spannend. Leider muss ich aber auch hier sagen, dass sie mich nicht begeistern konnten, da ich keinen Zugang zu ihnen gefunden habe und mir ihre Handlungsweisen nicht verständlich waren. Ich hätte mir hier gewünscht, dass noch mehr auf die Charaktere eingegangen wird und man mehr von ihnen erfahren hätte.Die Sprache des Buches kann durch einige anschauliche Beschreibungen überzeugen, leider war mir aber der Schreibstil insgesamt nicht flüssig genug und vor allem die vielen Ortsbeschreibungen haben einen angenehmen Schreibstil für mich immer wieder unterbrochen.Sehr schön dagegen fand ich, dass sich innerhalb des Buches eine Karte Barcelonas befindet, die sehr nützlich bei der Orientierung im Buch war. Fazit:Ein Buch mit einer interessanten Grundidee und grundsätzlich spannenden Figuren, das aber aufgrund der Umsetzung für mich sehr zäh zu lesen war und mir insgesamt auch die Spannung gefehlt hat, weshalb ich es nur bedingt empfehlen kann. Autor:Daniel Sánchez Pardos wurde 1979 in Barcelona geboren. Seit er mit fünfzehn Jahren Doyles »The Hound of Baskerville» zwischen die Finger bekommen und verschlungen hat, liebt er die Literatur. Er hat Philologie studiert und arbeitet seither als Übersetzer und Autor. »Die Sieben Türen« ist sein vierter Roman.Allgemeine Infos:Titel: Die sieben TürenAutor: Daniel Sánchez PardosVerlag: Piper PaperbackSeitenzahl: 544Preis: 16,00 EURISBN: 978-3492060479

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  • Die sieben Türen

    Die Sieben Türen

    vormi

    31. October 2016 um 12:51

    In Barcelona 1874 wird der junge Gabriel Camarasa an seinem 1. Tag als Architekturstudent fast von den durchgehenden Pferden einer Straßenbahn erfasst. Im letzten Augenblick wird er von dem jungen Antoni Gaudi gerettet.Zufällig studiert er auch Architektur im 2. Jahr und es dauert nicht lange, bis sich die beiden ungleichen jungen Männer anfreunden.Als es zu mysteriösen Krimnalfällen kommt und die Vergangenheit Gabriels Vater einholt, begeben sich die beiden jungen Männer zusammen auf Spurensuche.Zusammen mit der unkonventionellen Fiona erleben sie Barcelona von allen Seiten. Die dunkelsten Ecken, die schönsten Gaststätten und verschlungene Pfade liegen vor ihnen...Schön, dae ich in wenigen Wochen mal kurz in Barcelona bin. Ich hoffe, ich kann mir einige der hier beschriebenen Bauwerke mal ansehen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der direkte historische Bezug zu Barcelona und Gaudi hat mir sehr gut gefallen.Alleine die Idee, den immer noch berühmtesten Architekten Spaniens als Student in dieser überaus interessanten Geschichte mitspielen zu lassen hat mich fasziniert.Und es ist sehr gelungen.Auch wenn man natürlich weiß, daß da viel künstlerische Freiheit mitgespielt haben muß, denkt man die ganze Zeit - Ja, so hätte es sich abspielen können. Denn alles ist total realistisch und nachvollziehbar. Ein Buch, das Spaß macht.Auch sehr eindrucksvoll, wie man es damals geschafft hat, Verbrechen aufzuklären. Wo es noch keine Fingerabdrücke oder ähnliches gab.Meiner Meinung nach ist das Buch auch deshalb so stimmig, da es gut die unterschiedlichen Gesellschaftschichten beleuchtet. Auch das Verhalten von gehobenen jungen Mädchen oder schon emanzipierten Frauen, die sogar arbeiten gehen.Also wird der soziale Umbruch auch gut dargestellt.Einen Stern musste ich leider abziehen, da der Klappentext schon viel zu viel vom Buch verrät.Genau das ist der Grund dafür, daß ich Klappentexte nur einmal lese und dann möglichst nicht mehr...

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    • 2
  • Atmosphärisch sehr überzeugend

    Die Sieben Türen

    histeriker

    30. October 2016 um 18:10

    Inhalt:Gabriel, ein Sohn einer reichen Familie, befreundet sich mit Gaudi. die ersten Monate ihrer Freundschaft sind aber nicht einfach, da Gabriels Vater als Mörder verhaftet wird.Bewertung:Ich fange mit den positiven Sachen an.1) Die Atmosphäre ist toll beschrieben und man kann sich sher gut vorstellen, dass man in Barcelona in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist. Die Beschreibungen lassen nichts zu wünschen übrig und sind sehr gut sprachlich umgesetzt. Da komme ich glaich zum Punkt 2) Die Sprache des Buches ist nicht einfach, aber sehr gut. Der Autor kann wirklich gut mit der Sprache die Atmosphäre einfangen und zeigen, wie die Personen im 19. Jahrhundert wahrscheinlich gesprochen haben. dabei fühlt es sich aber nicht abgehoben.3) Das Ende. Die letzten drei Kapitel, und vorallem das letzte Kapitel , haben mich für die Durststrecke zwischen durch entschädigt. Die Spannung, die Wendungen hier passierte alles auf einmal und dabei sprachlich hervorragend. Daher durchhalten!Negativa:1) Durststrecke. Zwischen durch habe ich wirklich gedacht, ich werde das Buch nie zu Ende lesen. Es dauerte mehr als 2 Wochen und ich habe auch noch zwei andere Bücher gelesen, weil mich dieses nicht fesselte. Das passiert mir sonst nur sehr selten.2) Charaktere. ich konnte mich mit keinem identifizieren und anfreunden. Es gab eigentlich gar keine Beziehung zwischen mir und den Charakteren. Ich habe erwartet, da Gaudi eine große Rolle spielt, etwas über ihn zu erfahren, vor allem seine Inspiration oder ähnliches. Dafür war das Buch aber nicht geeignet. auch als Krimi zum Mitraten taugt es wenig.Daher bin ich am Ende ziemlich zwiegespalten.

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  • Historische Krimi mit viel Atmosphäre ! Grandios!

    Die Sieben Türen

    marpije

    25. October 2016 um 16:35

    Gabriel Camarasa und Antoni Gaudi zwei Freunde, zwei Architektur Studenten in Barcelona im Jahr 1874. Antoni Gaudi rettet das Leben von Gabriel und seit dem die beide sie fast unzertrennlich . Dann passiert etwas schreckliches - ein Mann wird ermordet und der Vater von Gabriel wird beschuldigt und landet im Gefängnis, die Polizei ist zufrieden, weil der angebliche Täter ist gefast, aber für  die zwei Freunde beginnt jetzt die Abenteuer  - die suchen nach den wahren Mörder und geraten selber in Gefahr. Ein wunderschönes historisches Krimi mit großartige Atmosphäre und grandiosen Beschreibungen, der Autor hat spannendes Buch geschrieben in sehr melancholischer Klima das macht aus diesen Buch etwas besonderes, hier ist kein Hektik, keine Nervosität, kein Stress nur ruhige Erzählung  und trotzdem die letzten Seiten haben thrillerartige Klima. Die Personen in diesen Roman sind dank den genauen Beschreibungen sehr lebhaft und realistisch , ich kann mich die sich gut vorstellen weil der Autor geht tief in der Detail, sogar die Bekleidung kann ich mit meinen geistigen Augen sehen , aber was sehr wichtig ist , ich als Leser, habe ich tiefe Blicke in innere von die Protagonisten bekommen, nach den Lektüre ich kenne von jeden der Charakter die Schwächen und die Stärken. Sehr große Lob verdient die Geschichte für die Beschreibungen von Barcelona, die sind sehr plastisch und bildhaft wie in einem Film, der Autor führt mich über die schönen geputzten Straßen und Plätzen aber ich gehe auch zusammen mit die zwei jungen Männer durch den Armutsviertel wo in den dunklen Gassen herrscht Leid, Not und Schmutz, das Luft stinkt und die Leute täglich kämpfen um überleben. Der Schreibstill war für mich sehr angenehm zu lesen, die Dialoge zwischen Gabriel und Antoni waren immer erfrischend und die geheimnisvolle und mysteriöse Atmosphäre hat für wunderbare Lesestunden gesorgt. Ich habe in diesen Buch alle gefunden - Krimi, Abenteuer, Politik, Familiengeheimnisse versteckte Liebe, alles in ruhiger mysteriöser Nebel umgehült  - darum kann ich das Buch nur weiter empfehlen !!!

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  • Mehr atmosphärische Beschreibung des "alten" Barcelonas denn Krimi

    Die Sieben Türen

    kingofmusic

    25. October 2016 um 15:34

    „Nur im Kontakt mit der Realität entdecken wir, wer wir sind.“ (S. 395) Mh, ich stehe respektive sitze hier vor einem Scherbenhaufen. Dem Scherbenhaufen meiner Gedanken zu einem Buch, auf dass ich mich wahnsinnig gefreut habe, bei dessen Lesen ich eine Berg- und Talfahrt an Gefühlen hatte, wie ich diesen historischen Roman schlussendlich bewerten soll und wo ich mich jetzt frage „Wie beschreibe ich die zwei Seiten der Medaille ohne am Ende unglaubwürdig zu klingen, weil ich trotzdem 4* vergebe?“.Okay, klingt provokanter und dramatischer als es ist, aber offensichtlich hat meine Einleitung dazu geführt, dass ihr bis hierhin schon einmal gelesen habt *lol*„Óle“ wie der Spanier sagt – legen wir los. Daniel Sanchez Pardos präsentiert uns mit seinem Roman „Die sieben Türen“ ein intensives Bild des am Ende des 19. Jahrhunderts stehenden Barcelona mit all seinen Gerüchen, seinen Farben des Himmels, seinen Orten, Straßen und Plätzen und schafft es allein durch die Kraft seiner bildhaften, intensiven Sprache beim Leser ein Kopfkino zu entwerfen, welches einem vorgaukelt eben durch die Gassen von Barcelona des Jahres 1874 zu laufen. Man hat die heraufbeschworenen Gerüche in der Nase, sieht die Bewohner vor sich her laufen und schaut sich staunend um in einer Stadt (nicht nur) des politischen Umbruchs. Soweit die „gute“ bzw. „bessere“ Seite der Medaille. Die etwas schwächere Seite bezieht sich auf den eigentlichen Roman, seine Figuren und die Handlung im Allgemeinen. Als ich vor der Buchverlosung gelesen hatte, dass eine der Hauptfiguren in diesem Roman Antoni Gaudi ist, dachte ich „Juchhu – ein Roman, der mir einen der interessantesten Künstler und Architekten näherbringt, der je gelebt hat!“. Tja, so ganz viel ist von dieser Vorstellung nicht übrig geblieben. Wir lernen Gaudi zwar als durchaus intelligenten jungen Mann kennen, dessen Kombinations- und Merkfähigkeit hilft, dass die Geschichte letzten Endes besser ausgeht als es zunächst den Anschein hatte. Darüber hinaus bleibt Gaudi aber eine rätselhafte Person mit zwielichtigem Geschäftssinn. Inwieweit die hier dargestellte Persönlichkeit Gaudis mit der historisch belegten übereinstimmt, vermag ich nicht zu beurteilen. Insgesamt gesehen weiß ich nach der Lektüre leider nicht sehr viel mehr über Gaudi als vorher. Letzten Endes geht es mir mit den restlichen (fiktiven) Personen im Buch ähnlich: alle bleiben blass, mehr oder weniger oberflächlich und hinter meinen Erwartungen zurück. Zugute halten muss man Daniel Sanchez Pardos allerdings, dass er versucht hat, mit seinen Figuren verschiedene Schichten der (spanischen) Gesellschaft darzustellen, was ihm trotz aller Oberflächlichkeit gelungen ist. So treffen arme Bauernsöhne (Gaudi) auf „reiche“ Industriellensöhne und  Monarchisten auf überzeugte Anhänger der Republik und der Leser muss sich (ähnlich wie Gabriel) entscheiden, auf welcher (politischen) Seite man steht – mit allen Vor- und Nachteilen und Konsequenzen, die diese Entscheidung mit sich bringt. Was bleibt also als Fazit? Erwartet habe ich einen Krimi mit Schauplatz Barcelona. Erhalten habe ich einen durch Sprache erzeugten „interaktiven“ historischen Spaziergang durch die Hauptstadt Kataloniens mit „zufällig“ stattfindenden Morden und dem politischen Umbruch von der Republik zurück zur Monarchie. Wer also gerne auf historischen Spaziergängen unterwegs ist und eine Vorstellung des alten, nicht vom heutigen Massentourismus überlaufenen  Barcelona bekommen will, sollte und darf „Die sieben Türen“ ohne schlechtes Gewissen lesen.

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    • 4
  • Wunderschöner Schreibstil - ein Buch, das mich noch lange begleiten wird...

    Die Sieben Türen

    Charlea

    24. October 2016 um 02:50

    Cover / Artwork / Romanaufbau Schon das Cover des Buches hatte mich in den Bann gezogen, es ist wunderschön gestaltet und jetzt, nachdem ich das Buch mitten in der Nacht ausgelesen habe, gefällt es mir noch besser. Das Buch selbst ist in Kapiteln unterteilt, die sowohl von der Länge, als auch inhaltlich sehr gut unterteilt wurden. Auch das Schriftbild hat mir gut gefallen. Inhalt In "Die sieben Türen" lädt uns der Autor ins Barcelona des 19. Jahrhundert ein. Wir lernen den Protagonisten Gabriel Camarasa kennen, der im Begriff ist, sein Studium an der dortigen Universität zu beginnen, doch noch vor Beginn der Studienzeit lernt er einen anderen jungen Mann in seinem Alter kennen,der ihn vor dem sicheren Tod bewahrt. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden Männer, die nicht unterschiedlicher sein könnten, eine Freundschaft. Gemeinsam mit Fiona, welche als Zeichnerin im Verlag seines Vaters arbeitet, müssen die drei jedoch den Ruf und das Leben seines Vaters retten, der im Begriff steht, wegen Mordes verurteilt zu werden. Fazit Im Grunde könnte ich diese Rezension sehr kurz halten, indem ich einfach schreibe: ich liebe das Buch. Doch gerade weil ich nach Lesen anderer Rezensionen das Gefühl habe, dass das Buch die Geister scheiden lässt, werde ich auch gerne an dieser Stelle ein wenig ausführlicher. Der Grund, warum einige dem Buch nichts abgewinnen konnten ist im Grunde der selbe, warum ich dieses Buch in das Regal der Bücher stelle, die niemals auf alle Fälle nochmals gelesen werden müssen – was ja fast unmöglich erscheint, wenn man bedenkt, wie viele Bücher man lesen könnte: es ist die Schreibe des Autors. Schon nach wenigen Sätzen wusste ich, dass es fast gar keine Rolle mehr spielt, wie der Roman ausgeht, denn mit dieser Schreibe hätte ich mir auch die Packungsbeilage einer Tablettenpackung sehr gerne durchgelesen. Sie ist herrlich flüssig, erzählt sehr bildlich und ich hatte stets beim Lesen das Gefühl, dass ich den Roman eines ganz großen Romanciers vor mir habe. Mich hat es daher völlig gewundert, dass nicht schon mehr Bücher von ihm übersetzt wurden, denn die Sprache erinnert mich an andere große Autoren, die längst weltberühmt sind und einen Bestseller nach dem anderen raus bringen. Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und die Schreibe ist daher auch so gewählt, dass man sich direkt in die Zeit versetzt fühlt, man das Pferd wiehern hört, das Gabriel zertrampeln möchte, das Feuer riecht, das das Haus verbrennt und die Schamesröte in Gabriels Gesicht sieht, als er Gaudi in einem Club für leicht bekleidete Mädchen trifft. Es ist eines dieser Bücher, die einen regelmäßig Straßenbahnhaltestellen verpassen lassen, einen vergessen, das Brot aus dem Backofen zu holen und einen fast vergessen lassen, dass es Geschmackssache ist, wenn andere das Buch nicht mögen, da man das Gefühl hat, dass es einen persönlich verletzt, dass andere das Buch nicht ebenso lieben wie man selbst. Ich hoffe, dass sich noch viele andere ebenso wie ich in die Schreibe des Autors verlieben und darüber hinaus noch weitere Bücher auf deutsch erscheinen werden.

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  • Politik beeinflusst bis ins Kleinste

    Die Sieben Türen

    pageturner211

    23. October 2016 um 09:58

    Mir gefällt die klare Sprache. Sie beschreibt unaufgeregt die Situationen. Es ist eine Epoche, in der Technik zwar allgemein bekannt ist, aber noch lange nicht zu jedem Haushalt gehört. Eine Zeit, in der der Begriff Haushalt nur da verwendet wird, wo es ein Haus mit Personal gibt. An einigen Stellen wird dieser Unterschied zu anderen Unterkünften zu anderen dargestellt. Als Arbeitstiere gibt es weiter Pferde, aber sie ziehen schon eine moderne Straßenbahn und die Feuerwehr. Bekleidung, die im englischen Stil geschnitten ist, als Hinweis darauf, dass es zwar noch keine Konfektionsware, wohl aber schon vorgefertigte Kleidung im größeren Umfang, gibt. Studenten bewegen sich in teurer formeller Kleidung, um sich auch schon vor ihrem Abschluß von der arbeitenden Bevölkerung abzuheben. Es wird dargestellt, wie fragil die einzelnen Bestandteile der Gesellschaft sind. Egal, wie hoch der Aufstieg des Einzelnen auch ist, der Abstieg nach ganz unten kann überall schnell passieren. Ein Wechsel in der Staatsführung zieht sich bis nach ganz unten durch. So kann ein Abstieg erfolgen, ohne dass eine persönliche Schuld damit verbunden sein muß. Dann die allgemeine Luftverschmutzung, denn es gibt Kohle- oder sogar Holzfeuerung in den Wohnungen zum Heizen und Kochen. Hinzu kommen die relativ niedrigen Fabrikschlote in der Nähe von Wohnhäusern. Es besteht eine interessante Ausgangssituation für den Erzähler. Er hat eine Mutter, die Modekrankheiten frönt, eine lebensferne Schwester und einen alles allein entscheidenden Vater. Der Erzähler selbst ist ein mit zu vielen Freiheiten gesegneter Sohn, dem erst nach und nach seine eigene Lebensferne bewußt wird. Neben der eigentlichen Geschichte fallen auch eine Reihe von gut eingeflochtenen gesellschaftlichen Gegensätzen auf, die beschäftigen. Das wird in der näheren Beschreibung der jeweiligen Lebensumstände deutlich. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Gaudi gibt sich mit seinem antrainierten Verhalten noch snobistischer als der gutbürgerliche Erzähler. Gaudi nimmt für sich in Anspruch, über die einzig mögliche künstlerische Wahrheit zu verfügen. Eine Kathegorie, die scheinbar unabhängig von der eigenen Herkunft besetzt werden kann. Mitten in der Stadt mit ihren imposanten Häusern gibt es hinter den Fassaden überall Dreck und Verfall. In dieser Zeit werden Krankheit und Elend zwar immer zusammen betrachtet, aber noch nicht als Ursache und Wirkung. Einerseits gibt es von der Arbeitswelt aussortierte und sogar verstümmelte Menschen, die auf den Straßen als die Überflüssigen der neuen Industrie, auf den Straßen vegetieren müssen. Auf der anderen Seite gibt es für die, die sich sowieso schon eine Fahrkarte leisten können, auch die Möglichkeit der Reklamation. Bei Brandgeruch denkt die Generation der Großeltern an die früheren Kirchenverbrennungen. Auf den ersten Seiten wird so nebenher auch die allgemeine Lebenssituation in Bacelona dargestellt. Dann mehren sich Hinweise, dass es wohl mehr gibt, als die oberfächlichen Fassaden. Hinter imposanten Häuserfassaden befindet sich zwar allzu oft der Verfall, aber auch interessantes Leben. Bei den Protagonisten werden verborgene Charakterzüge sichtbar. Die Schwester versucht, trotz eingeschränkter Informationsmöglickeiten, mehr von ihrer Umwelt zu verstehen. Der übermächtige unantastbare Vater wirkt auf einmal fragwürdig. Dem Erzähler wird immer mehr bewußt, wie wenig er selbst doch weiß. Von seinem Vater, von den Geschäften und seiner kommenden Verantwortung. Es wird auf noch mehr Widersprüche und vielleicht Abgründe hingewiesen. Die Mutter wird anscheinend langsam wach und beginnt, auf ihr Umfeld zu reagieren. Der Sohn verliert nach und nach immer mehr von seiner Weltfremdheit, obwohl ihm noch genügend davon bleibt. Die Situation der Polizei wird beschrieben, indem die Beamten ausnutzen, eine hochgestellte Persönlichkeit abführen und dadurch einen Teil der Demütigungen zurück geben zu können. Die Beamten wissen, dass sie den Launen der höheren Ebenen schutzlos ausgeliefert sind. Der Sohn begibt er sich auf seiner Suche erstmals in das Kellergeschoß mit der Küche, der Waschküche und den übrigen Räumen, in denen sich das Personal aufhält. Was er dort sieht, stößt ihn ab. Seine Schlußfolgerungen lassen die gleiche Art zu denken und zu planen erkennen, wie auch bei seinen Eltern. Auch, dass er sich dazu entschließt, die Monarchie zu unterstützen, obwohl er sie eigentlich ablehnt, zeugt davon. Es ist ihm bewußt, dass er sich seine Bequemlichkeit durch Feigheit erkauft. Er entdeckt auch immer mehr Betätigungen seines Freundes Gaudi, die er nicht gut heißen will. Die Sprache des Buches hat mir durchweg gut gefallen. Die Wegbeschreibungen im Buch geben, in Verbindung mit dem Stadtplan im inneren des Einbandes, Gelegenheit dazu, alle Wege aus dem Buch nachvollziehen zu können. Damit können die atmosphärischen Beschreibungen im Buch mit den aktuellen verglichen werden. Es ist kein hektisches Buch und ich bin sehr zufrieden, des gelesen zu haben. Für mich war es ein Genuß völlig abseits des heutigen Mainstreams.

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  • Die Sieben Türen

    Die Sieben Türen

    jackdeck

    14. October 2016 um 16:09

    Zum Inhalt: Barcelona, 1874. Gabriel Camarasa wird beinahe von einer Straßenbahn überfahren, als ihm im letzten Moment ein junger Mann das Leben rettet: Antoni Gaudí. Schnell freunden sich die beiden an. Als Gabriels Vater unter Verdacht steht, seinen Geschäftspartner erstochen zu haben, begeben sich die jungen Männer zusammen mit Gabriels Freundin Fiona auf die Suche nach dem wahren Täter. Die führt sie zu Barcelonas geheimnisvollsten Orten: in das Lokal »Die sieben Türen«, in »Das Theater der Träume« – und geradewegs in die Fänge einer skrupellosen Geheimgesellschaft … Ein genialer Barcelona-Krimi, der nicht nur von einem der berühmtesten Architekten unserer Zeit erzählt, sondern auch von einer der schönsten Städte unserer Erde.Die Beschreibungen der Zeit und der Örtlichkeiten nimmt vor allem im ersten Drittel des Buches großen Raum ein. Dem Autor gelingt es hier den Leser in das späte 19. Jahrhundert zu entführen. Leider gelingt es in diesem Drittel nicht so ganz, großartige Spannung und Neugier zu erzeugen, so dass man für die ersten Kapitel etwas Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen sollte.Dieses lohnt sich aber wirklich, da im Verlauf die Spannung stark steigen wird und das Buch sich doch noch zu einem Pageturner entwickelt.Die Ich-Perspektive von Gabriel Camarasa ist gut gewählt. Die Geschichte ist als Erlebnisbericht aufgebaut, so dass immer wieder Andeutungen in die Zukunft gemacht werden.Ein überaus vielschichtiger Roman, mit dem man ein wenig Geduld haben muss und den man aufgrund der komplexen Entwicklungen konzentriert lesen sollte - es kommen eine Menge unterschiedlichster Figuren vor, die durchaus zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt wieder von Belang sein können und wenn man sich die Namen nicht merkt, dann ist man verloren! Bei der Vergabe der Sterne schwanke ich zwischen drei und vier. Ich habe beim Lesen gemerkt wie genau recherchiert wurde, allerding war es teilweise sehr schwer und mühselig zu lesen. Es ist kein Buch was man hin und wieder mal kurz liest, denn dann hat Probleme wiederhinein zu finden. Wenn man Ruhe und Muße hat ist es durch aus lesenswert . Ich gebe 3 Sterne.

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  • Der Schreibstil stört mich

    Die Sieben Türen

    sapadi

    11. October 2016 um 12:15


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