Daniel Schubbe

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Daniel SchubbeSchopenhauer-Handbuch
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Schopenhauer-Handbuch
Schopenhauer-Handbuch
 (1)
Erschienen am 11.04.2014
Daniel SchubbeWarum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?
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Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?

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Rezension zu "Schopenhauer-Handbuch" von Daniel Schubbe

Übersichtliche und fundierte Darstellung von Leben, Werk und Wirkung
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Übersichtliche und fundierte Darstellung von Leben, Werk und Wirkung

Im Rahmen einer Auswahl der wichtigsten und wichtigen Themen des Werkes, dessen philosophischen Kontextes und der Rezeption der Gedanken Schopenhauers ist es den Herausgebern dieses Handbuches gelungen, trotz Verzicht auf manche Seitenthemen und Konzentration im Sinne einer einfachen Handhabung für Laien und Kenner Schopenhauers, den Kern des Werkes verständlich aufzuarbeiten und darzustellen. Zudem bietet das Handbuch immer wieder einfache „Sprungbretter“ an, Hinweise auf weiterführende Literatur, mit denen der Leser auf Wunsch einzelne Themen oder knappe Hinweise weiter vertiefen kann.

Gerade was die sehr breite Rezeption des Werkes Schopenhauers angeht, ist die Konzentration auf die wesentlichen Linien unabdingbar, will man den Rahmen eines Handbuches nicht heillos sprengen.
Da der Anhang des Buches (als eigener Hauptteil gestaltet) vielfache Hilfsmittel für die Forschung anbietet und hier vor allem in Form durch eine Konkordanz (bis dato existiert keine kritische Gesamtausgabe der Werte Schopenhauers) hilfreich zum Vergleich der unterschiedlichen Werke beiträgt, bieten die Herausgeber und Autoren dieses Handbuches dem Leser mit dem Handbuch zum einen beste Voraussetzungen für einen qualifizierten Einstieg in Leben, Werk und Wirkung Schopenhauers und darüber hinaus vielfache Hilfsmittel für eine intensivere Erarbeitung dann besonders interessierender Bereiche des Werkes.

Ruhig und sachlich im Ton bildet ein knapper, biographischer Einblick den Auftakt des Handbuches (knapp 20 Seiten).

Der Schwerpunkt des Handbuches liegt daher leicht erkennbar zum einen auf dem Werk des Philosophen, bietet in einem eigenen, ausführlichen und präzise gefassten Hauptteil von der asiatischen Philosophie über Platon, die Mystik, Spinoza, Kant, Fichte bis hin zu Schelling und der gesamten Romantik eine differenzierte Einordnung dieses Werkes im Blick auf die Wurzeln Schopenhauers, die erkennbaren Einflüsse auf seine philosophischen Gedanken du den Kontext seines Wirkens.

Die Wirkung Schopenhauers wird im Folgenden vor allem an den „Trägern der Flamme“ und deren Rezeption dargelegt. Sei es Feuerbach, Nietzsche, Freud oder Georg Simmel, Henri Bergson und Jung, im Einzelnen wird fundiert sichtbar gemacht, in welcher Form Schopenhauers Philosophie aufgenommen und weiter bzw. „anders“ dann gedacht wurde.

Wobei die entsprechenden Strömungen im Handbuch nicht vergessen werden. Auch wenn in mancherlei Hinsicht die Klärung des Verhältnisses Schopenhauers zu manchen philosophischen Strömungen nicht einfach ersichtlich ist.

So gilt (nicht nur) in Bezug auf die Existenzphilosophie, das auch „detektivische“ Arbeit im Buch geleistet wird. Gerade weil eine solche Verbindung zu Schopenhauer mancherorts eher geleugnet wird. Und dennoch nach Lektüre dieses Handbuch für manche „leugnenden Bereiche“ nicht von der Hand zu weisen ist (Heidegger, Sartre). Manche thematische Parallelen (die im Buch differenziert vorgetragen werden) werden dabei als „Zeugen“ der Rezeption überzeugend herangezogen.

Der „Primat des Willens“ als Zentrum des Denkens Schopenhauers („Über den Willen der Natur“), die zentrale Stellung der „Vernunft“, die Kritik der Kantschen Philosophie, seine Reflexionen über die „Universitäts-Philosophie“ wie auch das Spätwerk, Schopenhauers Überlegungen zu Ästhetik, Metaphysik und Ethik, die „Freiheit des Willens“ und die „Grundlagen der Moral“ (Mitleid) werden dabei im Buch ebenso stringent vor Augen geführt, wie das Spätwerk und der Nachlass (vor allem die Briefe, aber auch der handschriftliche Nachlass) präzise und knapp, aber nicht zu knapp, gewürdigt werden.

Alles in allem eine sehr gelungene, thematisch breite und inhaltlich auf den Punkt kommende Darstellung und Einordnung des Denkens und Werkes Schopenhauer, bei dem die biographische Seite sicherlich nicht im Zentrum der Darstellung steht, dafür aber vielfache und hervorragende Hilfsmittel und Verweise auf eine vertiefende Beschäftigung mit den einzelnen Themen Schopenhauers und seiner Rezeption dargeboten werden.

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