Daniel Silva Der Hintermann

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Inhaltsangabe zu „Der Hintermann“ von Daniel Silva

Es hätte ein entspanntes Wochenende in London werden sollen für den Restaurator und Spion Gabriel Allon und seine Frau. Doch ein Bombenanschlag in Covent Garden zerstört die friedliche Stimmung jäh. Allon wird nach Washington gerufen: Er soll der CIA helfen, die Hintermänner der Terroristen zu finden, die Europa seit Wochen in Atem halten.

Nicht der beste Thriller der Serie, aber immer wieder sehr aktuell und wunderbar geschrieben.

— klaraelisa
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    Der Hintermann
    schattensucher

    schattensucher

    09. September 2017 um 22:10

    "Es hätte ein entspanntes Wochenende in London werden sollen für den Restaurator und Spion Gabriel Allon und seine Frau. Doch ein Bombenanschlag in Covent Garden zerstört die friedliche Stimmung jäh. Allon wird nach Washington gerufen: Er soll der CIA helfen, die Hintermänner der Terroristen zu finden, die Europa seit Wochen in Atem halten." (Inhaltsangabe des Buches) Ich habe, nach Beendigung des Buches, mit Erschrecken deutlich mehr Parallelen zur heutigen Zeit entdeckt, als der Autor es vermutlich beabsichtigt hatte, als er das Buch geschrieben hat (es ist in Deutschland 2011 erschienen). Europa wird von einer lang anhaltenden Serie von Selbstmordattentaten in Atem gehalten, gefühlt geht jeden zweiten Tag eine Bombe hoch und doch hätte der Anschlag in London verhindert werden können. Der israelische Spion Allon geht mit seiner Frau gerade durch Covend Garden, sie wollen eigentlich etwas Essen gehen, und beobachtet die Leute, als ihn ein Toter Mann auffällt, der zu dem Zeitpunkt nicht Tot ist, sondern noch ruhig durch die Gegend läuft. Er informiert seine Frau und folgt ihm und bittet sie, den MI5 zu informieren, was sie auch tut. Als der Selbstmörder kurz davor ist die Bombe zu zünden, setzt er zu einem rettenden Schuss an, wird jedoch von englischen Agenten zu Boden gerungen und die Bombe detoniert und kostet 18 Menschen das Leben. Allon wird daraufhin, kurzzeitig, verhaftet, ehe er nach DC gerufen wird, um ein Team zusammen zu stellen, dass sich auf die Jagd nach dem Mann begeben soll, der nicht nur die Fäden zieht, sondern als scheinbar bekehrter Iman für die CIA gearbeitet hat und mit deren Geld ein Terror-Netzwerk errichten konnte. Dem Team gelingt es eine Geldgeberin zu finden und dem Strom des Geldes zu folgen, auch wenn es immer wieder zu Problemen im Zuständigkeitsbereich kommt, der sogar daran endet, dass die CIA sich alles unter den Nagel reißt und einen groben Fehler begeht, der nicht nur ein Menschenleben kosten könnte... Mir wurde erst im Laufe des Buches klar (soweit hatte ich nicht vorne rein geguckt, sonst hätte ich es eher bemerkt), dass dies ein Teil in einer ganzen Buchreihe um den Spion Gabriel Allon ist. Hin und wieder werden Erklärungen aus anderen Büchern eingestreut, so dass es für mich auch kein Problem war, der Geschichte zu folgen und die notwendigen Hintergrundinformationen zu haben, um zu verstehen, warum Allon so handelt wie er eben handelt. (Sollte es doch für jemanden problematisch sein, so ist am Ende des Buches eine Zusammenfassung der voran gegangenen Bücher & Ereignisse). Der Auto schreibt im Nachwort, dass er seine Figuren teilweise an real existierende Angelehnt hat, weißt aber auch darauf hin, dass es eigentlich reine Fiktion ist, was gewisse geschichtliche Belange angeht. Wie gesagt, das Buch ist 2011 geschrieben worden, wo manche Dinge noch Fiktion gewesen wären, leider hat uns die Zeit, was das angeht, eines besseren belehrt. Wer es jedoch schafft die Wirklichkeit ein wenig auszublenden, wird in dem Thriller gut unterhalten. Es hat mir zumindest Spaß gemacht, den Intrigen und auch den Gewissensbissen mancher Charaktere zu folgen (auch wenn ich zugeben muss, den einen oder anderen wollte ich gerne erschießen oder liebevoll vom Hochhaus schubsen), aber es zeigt auch wie schwer es für manche Geheimdienste ist, zusammen zu arbeiten, wenn die Zuständigkeiten nicht ganz geklärt sind und man manche Dinge einfach den Leuten überlassen sollte, die Ahnung haben und in ihrem Job verdammt gut sind. Theorie und Praxis liegen auch in der Welt von Spionen weit auseinander und machen nun mal auch vor Landesgrenzen nicht halt. Und dennoch stellt sich die Frage, die jeder sich stellen sollte, wie weit kann man gehen, um sein Ziel zu erreichen? Ermordet man seine Zielperson vor den Augen seiner Tochter? Wie geht man damit um, wenn man genau diese Frau um Hilfe bitten muss, um einen gefährlichen Terroristen auszuschalten? Riskiere ich 18 Menschenleben, nur weil die Folgen geringer sind, als erklären zu müssen, wie ein feindlicher Spion das ganze aufhalten konnte? Die Welt ist auch in solchen Fragen nicht immer schwarz, oder weiß, aber die Welt ist genau der Ort, zu dem wir sie gemacht haben, nicht mehr und nicht weniger. Dennoch sollten wir daran denken, dass wir nur diese eine Welt haben, eine Welt in der wir versuchen unseren Fußabdruck (oder Fingerabdruck, je nachdem) zu hinterlassen. Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, dass wir denen, die nach uns kommen werden, unser Chaos hinterlassen. Krieg. Umweltverschmutzung. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Wenn wir nicht langsam eine Veränderung schaffen, werden unsere Kinder und Kindeskinder mit den Folgen leben müssen. Aber das nur als kleiner Ansatz zum nachdenken.

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  • Klassischer Spionagethriller

    Der Hintermann
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    18. March 2013 um 15:23

      Es tut gut in der unermesslichen Schar von Serienmördern, Thrillern, Gewalt und Blutorgien mit „Der Hintermann“ auf ein Buch in der klassischen Tradition des Spionageromans a la John le Carre oder Forsythe zu treffen.   Auch wenn die „alten Fronten“ des kalten Krieges heute nicht mehr gelten und daher die Welt „hinter dem eisernen Vorhang“ nicht mehr als Blaupause für Spionage und Gegenspionage taugt, der neue, „heiße“ Krieg des islamischen Terrorismus ergibt genügend Vorlagen für ein Geheimdienstunternehmen in aller Breite, wie es Danial Silva verarbeitet.   Gabriel Allon, gerade in Ruhstand getretener Top Agent des israelischen Geheimdienstes, der eigentlich nur mehr seinem Talent und seiner Leidenschaft für die Restauration alter Gemälde nachgehen möchte und gemeinsam mit seiner Frau an Englands Küste ein ruhiges Leben zu leben gedenkt, kann nicht aus seiner Haut. Als er bei einem Aufenthalt in London einen verdächtigen Mann sieht, folgt er ihm, zieht seine Pistole und hätte es beinahe geschafft, den grauenhaften Selbstmordanschlag zu verhindern. Hätten ihn nicht zwei englische Polizisten in der Sekunde vor der Zündung der Bombe gehindert. Und nun ist er wieder mitten drin in einem umfassenden Geheimunternehmen, den Hintermann des Terrornetzwerkes zur Strecke zu bringen.   Hinter der aktuellen Welle von Selbstmordanschlägen steht ein neuer „Star“ am Himmel der dschihadistischen Prediger. Einer, der von der CIA aufgebaut wurde eigentlich als Konterspion. Einer, der dankend die Ausbildung der CIA annahm und nun im Untergrund verschwunden ist und ein neues Terrornetzwerk aufbaut, gegen das AL Quaida fast amateurhaft wirkt. Und einer, der in einem brutalen und überaus geschulten Top-Terroristen seinen kongenialen Mitstreiter und „Macher“ gefunden hat.   Schritt für Schritt macht sich Allon mit seinem Team auf die Spurensuche und entwickelt einen gewagten Plan, dem Netzwerk auf die Spur zu kommen. Der Spur des Geldes will er folgen. Und dafür benötigt er zunächst einen, der diesen Köder auslegt, der dann über die Banken und Konten der Kontinente hinweg nachverfolgt werden könnte. Nur eine Person käme in Frage, Nadia al-Bakari. Tochter eines getöteten ultrareichen Terroristenunterstützers.   Kann Allon Nadia auf seine Seite ziehen? Angesichts dessen, dass er selbst ihren Vater liquidierte?   Ein Ruhe und Breite erzählt Silva seine Geschichte, akribisch genau und fundiert recherchiert achtet er auf Realitätsnähe und lässt den Leser teilhaben an den modernen Strukturen des Terrors und der ebenso modernen Ermittlungswege der Geheimdienste in einer vernetzten Welt. An der neuen Macht blutleerer Theoretiker, an den Hürden der Zusammenarbeit zwischen Diensten, am Geldmangel der Spionagearbeit in Zeiten leerer, öffentlicher Kassen. Ebenso, wie Silva „die andere Seite“ vor Augen führt. Der Hass der jungen Moslems, der Schutz, den Terroristen auch von hohen Regierungsbehörden noch erfahren.   Es folgt in diesem Buch nicht Action auf Action, auch wenn an entscheidenden Punkten Silva durchaus Kämpfe und Gefahren spannend zu schildern weiß. Gründlich und jederzeit flüssig lesbar führt Silva den Alltag des Kampfes gegen den Terror weltweit vor Augen, mit seinen Möglichkeiten, Ideen, Plänen, aber auch mit den Hürden und Behinderungen. Längen bleiben da hier und da nicht aus, gerade in der Mitte des Buches, als erste Erfolge eingefahren und die gesamte Aktion zu verflachen droht in den Mühlen der Verwaltungen.   Eine Welt, die im Übrigen von den differenziert gezeichneten Hauptfiguren überzeugend dargestellt wird. Wobei zu bemerken ist, dass nicht alle auftretenden Personen vollends überzeugen (gerade Allons Ehefrau bleibt nur schwach erkennbar im Buch) und so manches Motiv (gerade das des Verräters) dann doch etwas antiquiert und wenig überzeugend wirkt.   Alles in allem ein realitätsnaher und detailreicher Geheimdienstthriller, der er auf überzeugende Pläne und Unternehmungen denn auf den einen Helden a la James Bond setzt. Überwiegend gut, lehrreich und spannend zu lesen.

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