Daniel Stelter Die Schulden im 21. Jahrhundert

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Inhaltsangabe zu „Die Schulden im 21. Jahrhundert“ von Daniel Stelter

Selten hat ein Wirtschaftsbuch so viel Aufmerksamkeit erregt wie Thomas Pikettys Das Kapital im 21. Jahrhundert . Seine These, die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen durch Enteignung zu beheben, fand rasch zahlreiche Anhänger und hat eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Das ist nicht verwunderlich: Liefert Piketty doch der Politik eine Steilvorlage für eine bequeme Lösung der Finanzkrise.§§Doch was steckt wirklich in Pikettys Buch? Daniel Stelters Analyse beantwortet folgende Fragen:§§Was ist drin?§Eine für jeden verständliche Zusammenfassung liefert einen raschen Über blick über die Kernthesen von Piketty.§§Was ist dran?§Eine Bewertung von Pikettys Thesen gibt Argumente für die Debatte und er klärt die wichtigsten Aussagen.§§Was fehlt?§Wichtige Aspekte, die Piketty völlig vernachlässigt hat, die aber wesentlich sind, um die heutige Lage der Wirtschaft richtig beurteilen zu können und die Bildung von Vermögen sowie ihre Konzentration in jüngerer Zeit erst ermög licht haben.§§Stelter stellt fest, dass Piketty die Bedeutung von Schulden völlig unterschätzt. Doch nur wer die Dynamik von Verschuldung und Entschuldung versteht, kann Vermögensverteilung und Wirtschaftskrise verstehen und Lösungen erarbeiten. Die Schulden im 21. Jahrundert ist aber nicht nur eine leicht verständliche, kommentierte Zusammenfassung, sondern liefert vor allem überzeugende Lösungsvorschläge für die aktuelle Krise.

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    Die Schulden im 21. Jahrhundert
    R_Manthey

    R_Manthey

    21. August 2015 um 20:42

    Nur notorische Realitätsverweigerer können die extrem ungleiche Vermögensverteilung in den modernen kapitalistischen Gesellschaften bestreiten. Man kann dies als ungerecht empfinden oder als Gefahr für die Demokratie, weil große Vermögen meistens mit großer Macht identifiziert werden. Ob sich die Welt so einfach erklären lässt, sei einmal dahingestellt. Klar ist aber, dass ein Buch, in welchem diese ungleiche Vermögensverteilung thematisiert und als gesetzmäßige Folge des vorherrschenden Wirtschaftssystems erklärt wird, auf einen fruchtbaren Boden fällt. Man muss - wie Daniel Stelter dies in seinem Büchlein tut - dem französischen Ökonomen Thomas Piketty zu seinem Werk "Das Kapital im 21. Jahrhundert" nur gratulieren. Pikettys Erklärungen und Thesen wurden ausgerechnet in den Kreisen sehnlichst erwartet und freudig begrüßt, die gewöhnlich für die Vertreter eines Systems gehalten werden, das sich von großen Vermögen beeinflussen lässt. Sollte das nicht stutzig machen? Und wenn die extrem ungleiche Vermögensverteilung eine Folge des Wirtschaftssystems ist, warum schafft man es dann nicht gleich ab? Aber so weit geht Piketty nicht. Er schlägt lediglich ziemlich rabiate Enteignungen vor, die das wirkliche Problem tatsächlich nur entschärfen, aber nicht lösen werden, wenn sie denn überhaupt funktionieren. Daniel Stelter zeigt nun in seinem Text, dass Piketty einen wesentlichen Aspekt des Problems eigentlich völlig ignoriert. Pikettys Bild der Realität scheint stimmig, und schließlich hat er eine Unmasse von empirischen Daten ausgewertet, wofür ihm einige Leute gleich einen Nobelpreis verleihen möchten. Das Ignorieren von wesentlichen Einflussgrößen ist in nicht exakten Wissenschaften allerdings kein neues Phänomen. Auf diese Weise kann man herbeigesehnte Zusammenhänge mit den vorhandenen Daten statistisch scheinbar nachweisen. Stelter zeigt, dass Piketty die immer dramatischer werdende Schuldenproblematik in seine Analysen kaum einbezieht. Zwar würde Piketty an einigen Stellen die Staatsschulden erwähnen, sie jedoch in keinen wirklichen Zusammenhang zur Entwicklung der Vermögensverteilung setzen. Damit reiht er sich in die Reihe von Ökonomen ein, die das vorherrschende Geldsystem nicht verstehen. Wenn man die Vermögensverteilung betrachtet, muss man unbedingt auch die Verteilung der Schulden sehen, denn Geld ist Schuld. Und damit steht jedem Vermögen eine gleichgroße Schuld gegenüber. So muss man dann auch den Titel von Stelters Buch als Antwort auf Pikettys Werk verstehen. Doch bevor Stelter dazu kommt, beschreibt er Pikettys Thesen sachlich und nüchtern. Obwohl sich der Text für Laien sicher nicht immer einfach liest, sollte jeder, den Pikettys vermeintliche Welterklärung begeistert, sich die Mühe machen, diese Gegenargumente zu durchdenken. Im ersten Kapitel, in dem die Begriffe Kapital, Vermögen und Schulden ins Verhältnis zueinander gesetzt werden, erklärt Stelter, dass das Lob für Pikettys Buch aus Regierungskreisen verschiedener Staaten sehr gut zu verstehen ist. Es gibt den politischen Eliten gewissermaßen eine wissenschaftliche Alibi-Begründung für den Abbau der von ihnen angehäuften Schuldenberge mittels einer Vermögensabgabe. Im zweiten Kapitel befasst sich Stelter mit Pikettys Datensammlung und bewertet sie. Dann kommt er im nächsten Kapitel zu Pikettys Weltformel, nach der Vermögen grundsätzlich schneller wachsen als Einkommen. Wie viele andere Ökonomen hegt er starke Zweifel an der Allgemeingültigkeit dieser Ungleichung. Danach befasst sich Stelter im vierten Kapitel mit Pikettys Lösungsansatz. Er fasst ihn so zusammen: "Der einzige Weg, den Trend zu immer größeren und konzentrierteren Vermögen zu bremsen, ist die konfiskatorische Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen. Die Staatsschuldenkrise ist nur eine Verteilungsfrage zwischen privatem und staatlichem Sektor und sollte deshalb durch eine einmalige Vermögensabgabe gelöst werden." Anschließend diskutiert Stelter Pikettys Vorschläge im Detail. Dort kann man auch nachlesen, warum die seit den 1970er Jahren bis in den Exzess getriebene "Politik des billigen Geldes" wesentlich für die ungesunde Entwicklung der Vermögensverteilung verantwortlich ist. Wer vermögend ist, kann sich im vorherrschenden Geldsystem auch stark verschulden und auf diese Weise seine Eigenkapitalrendite extrem steigern. Darüber hinaus führt eine Vergrößerung der Geldmenge immer zuerst zu Preissteigerungen bei Vermögenswerten, was vorhandene Vermögen bereits ohne Zutun vergrößert. Wenn man diese und andere hier nicht erwähnte Mechanismen ändern will, muss man die Ursachen beseitigen und nicht (wie Piketty empfiehlt) die Folgen. Stelter geht darauf relativ ausführlich ein. Das abschließende Kapitel fasst noch einmal Pikettys Thesen und Stelters Kritik an ihnen sehr gut zusammen.

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