Daniel Westland

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Interview mit Daniel Westland

Interview zwischen Daniel Westland und dem LovelyBooks-Team // April 2011

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und wie hat sich Deine Arbeit als 
Autor mit der Zeit verändert? War es für Dich als Journalist selbstverständlich, dass aus Deinen Artikeln irgendwann evtl. ein ganzes Buch entsteht?

In der Schule bekam ich die Aufgabe, eine Kurzgeschichte zu schreiben. Dazu hatte ich überhaupt keine Lust – aber dann hat es mir solchen Spaß gemacht, dass ich immer weiter geschrieben habe. Erst viel später habe ich bemerkt, dass man damit auch Geld verdienen kann, was ich natürlich sehr erfreulich finde. Ein Artikel ist ein Artikel und ein Buch ist ein Buch. Nur selten ist ein Buch mit Artikeln gelungen. Aber das gelernte Handwerk ist für beide Medien gleich. Insofern besteht eine gewisse Verwandtschaft, aber der Erfolg war für mich nie selbstverständlich, weder im Journalismus noch auf dem Buchmarkt.

2) Welche Vorteile bietet für Dich das Internet und nutzt Du hier
 den Kontakt zum Leser, z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de?

Das Internet ist für mich bislang unverzichtbares Recherchemedium. Außerdem ermöglicht es über Webseiten und Email auch einen direkteren Kontakt zu Lesern als noch in meiner Jugendzeit (damals schrieb man an den Verlag und bekam nie eine Antwort). Communities oder auch Facebook betrachte ich als vielversprechend, stehe hier aber noch am Anfang – ich bin gespannt und bleibe neugierig!

3) Es können sich neuerdings bei LovelyBooks Leser in Echtzeit über Autoren 
und ihre Bücher austauschen, damit ist ein weiterer Platz für Lob und Kritik 
geschaffen. Wie gehst Du damit um?

Kenne ich (noch) nicht, klingt aber klasse! Gut für Leser, gutes Feedback für Autoren!

4) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Meine Frau ist Halbamerikanerin, daher lese ich viele US-Autoren. Diese sind in meinen Lieblings-Genres (Thriller, Young Adult) literarisch oft auch weiter, also Inspiration und Herausforderung. Im Sachbuchmarkt sind US-Titel ebenfalls ein Muss, weil viele Trends hier beginnen. Außerdem lese ich in viele Bücher meiner Kinder zumindest hinein – und ich habe über zehn Monatsmagazine abonniert.

5) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner 
Bücher wünschen und warum?

Michael Connelly oder Deon Meyer, Krimiautoren aus den USA bzw. Südafrika, weil ich ihre Bücher, aber auch ihr Durchhaltevermögen bewundere.

6) Man wird als Schriftsteller schnell in Schubladen gesteckt.
Würdest Du gerne mal das Genre wechseln und Deine Leser mit einer
völlig neuen Seite überraschen?

Ich schreibe Sachbücher und Romane, das ist schon unterschiedlich genug. Umgekehrt geht es mir doch als Leser auch so: Ich verlasse mich gern auf die „Marke“ Autor. Deshalb ist mein Ziel: Wer einen Titel von Daniel Westland kauft/liest, soll unterhalten werden und ein bisschen was lernen, über das Leben, ein Thema, irgendwas.

7) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration für Deine Bücher?

Draußen.

8) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert 
vorgehen oder wartest Du, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Meist gehe ich in mein Büro, erledige etwas Papierkram, und schreibe dann etwa von neun bis sechs, mit langen Pausen, in denen mir nichts einfällt. Ich gehöre zu den Autoren, die sich diszipliniert hinsetzen müssen, sonst wäre immer etwas anderes, einfacheres zu erledigen. Aber Abends bin ich dann oft stolz, was ich geschafft bzw. geschaffen habe!

9) Gibt es eine lustige Anekdote aus Deinem Schriftstellerdasein, die Du 
uns erzählen möchtest? Vielleicht das ein oder andere Erlebnis auf einer 
Lesereise?

Bevor ich mein erstes Buch wagte, habe ich meinen Autorenkollegen Norbert Klugmann gefragt, ob es schwierig sei, ein ganzes Buch zu schreiben. Der meinte trocken: Man muss nur anfangen – und dann weiterschreiben, bis das Buch fertig ist. Das ist bis heute der beste Rat, den ich je bekommen habe!

10) Welche Wünsche hast Du in Bezug auf Deine Bücher und Deine 
Arbeit für die kommenden Jahre?

Besser werden von Buch zu Buch!