Daniel Wisser

 3,8 Sterne bei 61 Bewertungen
Autor*in von Wir bleiben noch, Königin der Berge und weiteren Büchern.

Lebenslauf

DANIEL WISSER, geboren 1971, lebt in Wien und schreibt Prosa, Essays, Songtexte. 1994 Mitbegründer des Ersten Wiener Heimorgelorchesters. 2018 für den Roman »Königin der Berge« mit dem Österreichischen Buchpreis und dem Johann-Beer-Preis ausgezeichnet. 2021 war er mit seinem Roman »Wir bleiben noch« auf der SWR- und der ORF-Bestenliste. 2023 erschien der Roman »0 1 2«, für den er den Wiener Buchpreis und den Würdigungspreis für Literatur der Stadt Wien erhielt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches 0 1 2 (ISBN: 9783442775781)

0 1 2

(3)
Neu erschienen am 12.11.2025 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Daniel Wisser

Cover des Buches Wir bleiben noch (ISBN: 9783442772230)

Wir bleiben noch

(20)
Erschienen am 11.04.2022
Cover des Buches Königin der Berge (ISBN: 9783990272244)

Königin der Berge

(12)
Erschienen am 06.09.2018
Cover des Buches Smart City (ISBN: 9783630877099)

Smart City

(8)
Erschienen am 27.08.2025
Cover des Buches Die erfundene Frau (ISBN: 9783630876436)

Die erfundene Frau

(7)
Erschienen am 14.03.2022
Cover des Buches Königin der Berge (ISBN: 9783442770021)

Königin der Berge

(4)
Erschienen am 12.10.2020
Cover des Buches 0 1 2 (ISBN: 9783442775781)

0 1 2

(3)
Erschienen am 12.11.2025
Cover des Buches Löwen in der Einöde (ISBN: 9783311151241)

Löwen in der Einöde

(3)
Erschienen am 16.09.2025
Cover des Buches Wir bleiben noch: Roman (ISBN: B086VRMBS7)

Wir bleiben noch: Roman

(1)
Erschienen am 08.03.2021

Neue Rezensionen zu Daniel Wisser

Cover des Buches Smart City (ISBN: 9783630877099)
admits avatar

Rezension zu "Smart City" von Daniel Wisser

admit
Utopisch

Die Stadt der Zukunft heißt NEUDA: Autos sind elektrisch, Müll wird weitgehend vermieden, bewohnt nur von friedlichen Menschen. Die Journalistin Morag Oliphant kommt hierher, um nach dem Mord an ihren Lieben wieder zur Ruhe zu kommen. Doch bald muss sie feststellen, dass unter der polierten Oberfläche der Modellstadt einiges im Argen liegt: Die Überwachung der Bewohner ist total, der Betrieb wird durch Lohnsklavinnen von außerhalb aufrechterhalten, die auch den Müll abtransportieren und sich prostituieren, der private Sicherheitsdienst agiert weitgehend unkontrolliert. Morag kommt schnell hinter eine unheilige Allianz zwischen privaten Geschäftsinteressen und den politischen Plänen der rechten Regierung. Das System soll bald auf das ganze Land ausgedehnt werden. Mit ein paar Dissidenten versucht Morag, die Skandale in der Stadt aufzudecken – die sogar mit dem Schicksal ihrer Familie zusammenhängen. Der dezente Erzählstil steht im Gegensatz zu den üblen Ereignissen. Ich fand's gelungen.

Cover des Buches Smart City (ISBN: 9783630877099)
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Rezension zu "Smart City" von Daniel Wisser

DaniB83
Spannende Utopie?

Smart City von Daniel Wisser ist ein schnell zu lesender Roman, sehr spannend geschrieben und durch die unterschiedlichen Textelemente mehr als abwechslungsreich gestaltet. Die Leser*innen wissen nicht, in welchem Jahr genau der Roman spielen wird, etwas in näherer Zukunft wird es sein, da die Jahreszahl mit 20 beginnt. 

In der Smart City NEUDA, die einem Konzept folgt, das nun in jedem Bundesland Österreichs umgesetzt werden soll, leben Menschen, die es sozusagen geschafft haben. Es gibt Arbeitsplätze, extrem kurze und effiziente Wege ins Büro, zum Café oder auch zum Sport, keine Verschmutzung, eine Maximaleinwohner*innenanzahl. Es ist alles perfekt, bis die Journalistin Morag Oliphant in die Stadt zieht, nachdem ihr Mann und ihre Tochter ermordert wurden. Schnell, aber nicht unbedingt ganz freiwillig, freundet sie sich mit ihrer Nachbarin an und die beiden Frauen begeben sich auf die Suche nach den Mördern.

Zwischen den erzählenden Passagen werden immer wieder Interviewsequenzen in den Roman eingebaut, in denen unterschiedliche Personen, die in NEUDA leben, befragt werden. Neben Intrigen und Freundschaften/Liebe herrscht in der Stadt neben einer extremen Ordnung auch ein wenig Chaos, vor allem in den Bereichen, in denen keine Überwachung stattfindet. Und manch ein Bewohner/eine Bewohnerin schafft es auch, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, ohne erwischt zu werden. 

Ob diese Stadt nun so perfekt ist, wie sie den Anspruch erhebt zu sein, liegt im Auge der betrachtenden Personen. Wer sich auf einen Roman einlassen möchte, der mit einer möglichen konstruierten Stadt mit einer möglichst homogenen Gesellschaft (die dann aber wieder in 2 Klassen eingeteilt wird) spielt, wird hier bestimmt einige Stunden des Lesevergnügens finden. 

Cover des Buches Smart City (ISBN: 9783630877099)
Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Smart City" von Daniel Wisser

Thomas_Lawall
Pensionen für Topfpflanzen

Mindestens eine Sache spielt sich in der Smart City NEUDA genauso ab wie in allen anderen Städten und Gemeinden. Weihnachten steht vor der Tür und niemand scheint sich mehr für Kriege, Hungersnöte und andere Katastrophen zu interessieren. Kochrezepte für Kekse oder Bastelanleitungen für entsprechende Dekorationen und natürlich die Ab- und Ausarbeitung von Wunschlisten sind wesentlich interessanter.

Die Journalistin Morag Oliphant befindet sich seit wenigen Tagen in NEUDA, in der Nähe Wiens gelegen, und hat mit der Eingewöhnung diverse Probleme. Sie versucht sowohl beruflich als auch privat einen neuen Anfang, nachdem ihr Mann, ein Enthüllungsjournalist, und ihre Tochter überfallen und getötet wurden.

Sie selbst kam erst spät in der Nacht nach Hause, doch die Täter waren noch anwesend und schlugen auch sie zusammen. Sie überlebte schwer verletzt und traumatisiert. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden. Ihren Beruf will sie weiterhin ausüben und wagt einen Neuanfang als Redakteurin bei der "Timeline" in NEUDA.

Sicherheit und gehobene Lebensqualität stehen in NEUDA an erster Stelle. Die Konzepte gehen in diesem Pilotprojekt weit über jene in anderen Städten hinaus. Der öffentliche Nahverkehr ist kostenlos, Taxis ebenso, Verkehrsunfälle gibt es nicht, Gewalt ist ebenso ein Fremdwort wie Armut und Obdachlosigkeit.

Schön auch, dass Straßenbeleuchtung nur bei Bedarf angeht, Raumcomputer Licht, Temperatur und musikalische Untermalung regeln, auf Schlaf- und Wachzeiten hinweisen, im Notfall selbständig für Rettung sorgen und dass die Smart City selbst auf Pensionen für Topfpflanzen, die im Urlaub von Bewohnern gerne beansprucht werden, nicht verzichtet.

Weniger schön sind Stil und Ausdrucksweise des Textes, der leider wenig ansprechend und etwas hölzern daherkommt. Permanent werden die Namen der handelnden Personen wiederholt, wobei stets auch der Nachname genannt wird, was seltsam amtlich klingt, und manchmal leider schlicht auf die Nerven geht. Langatmige Passagen werden nur noch durch mitunter bedeutungslose Dialoge übertroffen.

Zudem kommt der Roman weitgehend ohne wirkliche Spannung aus. Zweifellos vermittelt der seltsam vereinfachte Stil, der mitunter an ein Jugendbuch erinnert, eine unterschwellige Ahnung der wenig positiven Art. In dieser Stadt stimmt etwas ganz und gar nicht, was aber dermaßen langweilig in Szene gesetzt ist und zum permanenten Überfliegen animiert.

Spektakuläre Morde, politische Verstrickungen in und außerhalb der Smart City, insbesondere der aktuellen Wahl "draußen" und der ersten innerhalb NEUDAS, Morag Oliphants Bemühungen, die Morde an ihrem Mann und ihrem Kind aufzuklären, sowie das ganze Projekt einer "fortschrittlichen" Stadt und dem Motto des Buches "Freiheit oder Sicherheit? Demokratie oder Überwachung?" sind ein Riesenthema.

Dieses gewaltige Potential ist aber weitgehend verschenkt worden. So scheint auch das einzig Befriedigende an "Smart City" zu sein, sich bis zum Ende wacker durchgekämpft zu haben, um sich gleichwohl zu fragen, ob sich die Lektüre irgendwie doch gelohnt haben könnte.

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