Das Salz der Erde

von Daniel Wolf 
4,4 Sterne bei275 Bewertungen
Das Salz der Erde
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Positiv (241):
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Bild- und wortgewaltiger Ausflug nach Oberlothringen ins 12. Jahrhundert - lange keinen so tollen Histo-Schmöker mehr gelesen! Faszinierend!

Kritisch (6):
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Enttäuschend. Voller Wiederholungen und langatmig ohne Ende.

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Inhaltsangabe zu "Das Salz der Erde"

Ein grandioses Mittelalter-Epos. um Liebe, Freiheit und das weiße Gold!

Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442479474
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1152 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:10.06.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.06.2013 bei Der Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    suppenfees avatar
    suppenfeevor 3 Monaten
    fesselnder historischer Schmöker

    Der Junge Michel de Fleury kehrt nach dem Tod seines Vaters nach Varennes zurück um dort das Kaufmannsgeschäft zu übernehmen. In der Stadt angekommen, ist Michel schockiert, wie altertümlich doch alles ist, wie korrupt und herunterkommen. In ihm wächst der Traum seine Heimatstadt in eine neue fortschrittlichere Zeit zu führen, von Bürgern geleitet und nicht mehr der Willkür von einzelnen Machthabern ausgeliefert. Natürlich sind nicht alle begeistert von dem jungen Quergeist und Michel werden etliche Steine in den Weg gelegt. Von Ritter Aristide, der einen langgehegten Groll gegen Michel hegt, geht eine immerwährende Bedrohung aus. Doch auch Bischof und die eigene Gilde stellen sich immer wieder gegen ihn und versuchen sein Geschäft zu sabotieren. Und auch die Liebe seines Lebens – Isabelle scheint unerreichbar zu sein.

     

    Dieser dicke Wälzer ist viel zu detailreich und lang, um eine tiefere Inhaltsangabe zu verfassen, die nicht zu viel verrät. Daniel Wolf schafft einen tollen, gut recherchierten historischen Roman aus dem 12.Jh. Man erlebt knapp 30 Jahre von Michel de Fleury mit. Der Junge man hangelt sich von einem Höhepunkt zum nächsten. Immer wieder wirft ihm das Schicksal Steine in den Weg. Manchmal wurde es mir tatsächlich etwas zu lang und ich habe nur gehofft, dass nun endlich mal etwas gut geht zwischen Isabelle und ihm. Auf so vielen Seiten sind wohl ein paar längen unvermeidbar und trotzdem hat mich diese Geschichte gepackt. Es gibt wahnsinnig viele Personen und Handlungsstränge, sodass es immer abwechslungsreich bleibt und man auch mal die Sichtweise der Gegenspieler kennenlernen kann.

    Die Hörbuchausgabe gelesen von Johannes Steck hätte ich noch Stunden weiterhören können. Der Sprecher spielt gekonnt mit den Stimmen und Charakteren und liest dabei angenehm ruhig. Was soll ich sagen -  nach über 30 Stunden gespannten Hörens auf endlosen Autofahrten, bin ich nun total im Fleury Fieber. Band 2, „die Gabe des Himmels“ ist schon heruntergeladen.

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Solide Unterhaltung - aber viel zu lang
    500 Seiten weniger hätten es auch getan

    Das Salz der Erde ist ein historischer Roman von Christoph Lode, den er unter seinem Pseudonym Daniel Wolf geschrieben hat. Es ist der erste Teil einer (bisher) 3-teiligen Reihe über eine Kaufmannsfamilie in Oberlothringen.
    Klappentext: Herzogtum Oberlothringen 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert - es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr...
    Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Da dies nicht mein erster historischer Roman war, kam ich gut in die Geschichte rein, allerdings muss ich sagen, dass das Buch doch sehr nach Schema F geschrieben wurde. Es gibt den Guten und den Bösen, der Gute baut sich aus dem Nichts etwas auf, der Böse kommt und macht alles zunichte, der Gute berappelt sich wieder und baut aus dem Nichts....usw.
    Leider wurde das hier auf die Spitze getrieben und meiner Meinung nach, hätten es auch 500 Seiten weniger getan. Auch die historischen Ereignisse, die leider nur im Hintergrund liefen, hätten mich mehr interessiert.
    Was mir gut gefallen hat war, dass die Gut/Böse-Charaktere ein bisschen differenzierter dargestellt wurde. Der "Held" hatte auch ein paar weniger schöne Charakterfehler und war eben nicht so superperfekt. 
    Alles in allem ist es solide Unterhaltung im historischen Genre, aber für meinen Geschmack viel zu lang, deshalb gebe ich 3 Sterne

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    C
    CosmoKramervor 2 Jahren
    Das Mittelalter wird lebendig!

    Michel de Fleury, ist Kaufmann aus Varennes, in Oberlothringen. Als sein Vater stirbt übernimmt er das Geschäft und muss schnell feststellen, dass das Leben in seiner Heimatstadt sehr schwierig ist. Aus seiner Zeit in Mailand kennt er es anders. Dort leben die Menschen in Freiheit und Wohlstand und regieren sich selbst. Genau das wünscht er sich auch für Varennes. Und er versucht es umzusetzen mit Hilfe seiner Brüder und Freunde aus der Kaufmannsgilde. Jedoch muss er sich gegen manch mächtige Feinde behaupten, die seinen Verbündeten, seiner Familie und ihm selbst das Leben schwer machen und sogar vor Mord und Totschlag nicht zurückschrecken. Auch die liebe zur schönen Isabelle steht unter keinem guten Stern.

    Dieses Buch ist in vielerelei Dingen einfach nur beeindruckend. Zunächst ist es respektvoll dick, 1136 Seiten. Jedoch sind diese Seiten nicht einfach nur gefüllt, es steckt Leben darin. Und das im warsten Sinne des Wortes.
    Von der ersten Seite an legt dieses Buch los. Action, Gefühl, Romantik, Dramatik und einfach Mittelalter pur.
    Kein Buchstabe ist fehl am Platz. Keine Stelle im Buch zieht sich wie Kaugummi.

    Daniel Wolf hat einen schönen Schreibstil. Dieser lässt sich sehr gut lesen. Zusammen mit einem Spannungsbogen der Höhen und Tiefen aufweist ist es einfach ein wahres Vergnügen.
    Die Story wandert von einem Geschehniss ins nächste. Es wird nie langweilig. Viele Bücher arbeiten auf einen einzigen Höhepunkt hin. Dieses hat neben einem grossen Höhepunkt, in sich etliche kleine.

    Wie in jedem Historienroman gibt es dutzende Charaktere. Wer mit wem wie was zu tun hat, kann einen schon verwirren und aus dem Konzept bringen. Nicht hier! Am Anfang gibt der Autor dem Leser dank einer Liste eine Übersicht über die beteiligten Charaktere, mit auf den Weg. Daran orientiert hat man im verlauf des Romans nie das Gefühl etwas nicht zu verstehen. Klare Struckturen innerhalb des Textes und keine nervigen Zeitsprünge lassen den Leser genau die Story mitverfolgen ohne auch nur einmal den Faden zu verlieren. Einzelne Begriffe aus dem Mittelalter werden am Schluss des Buches in einem Lexikon erklärt.

    Nicht alles an dem Buch entspricht der Wahrheit. Varennes-Saint-Jacques, die Stadt gibt es nicht und ist eine Erfindung des Autors. Auch sind einige Personen erfunden, andere wie z.B. Herzog Simon jedoch nicht.
    Wie sie lebten und ihren Alltag gestalteten sowie auch beschriebene Schlachten entsprechen in ihrem Ablauf und Sein der geschichtlichen Wahrheit. Das Buch ist sehr gut recherchiert. Daniel Wolf erzählt vom Hochmittelalter und man hat das Gefühl als wäre man live mittendrin.

    Dieser Roman ist ein Pagetuner. Könnte den Stoff mal jemand verfilmen. Wäre bestimmt ein genialer Stoff für Hollywood.
    Kurzum: Ich kann von diesem Buch nur schwärmen und mache mich sogleich an Teil 2 und 3.

    Unbedingt lesen und in diese spannende Zeit eintauchen.


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    S
    seesternchen85vor 2 Jahren
    Mein erstes Historisches Buch


    Klappentext:

    Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der Junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert - es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschliesst, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schliesslich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

    Cover:
    Das Cover findet ich sehr schön gestaltet. Die Schrift, die zu sehen ist, ist bisschen auf alt gemacht. Was ich sehr passend finde. 

    Inhalt.

    Oberlothringen: Remy flieht mit seinen Kindern, in einer Nacht und Nebel Aktion, nach Varennes. Wo er nach nach einem Jahr Aufenthalt die Rechte eines freien Bürgers erhält. Nach 14 Jahren schickte Remy seinen Sohn nach Mailand, wo er zum Kaufmann ausgebildet werden soll. Nach drei Jaren erreicht ihn ein Brief von seinem Bruder, indem er ihm mitteilt das der Vater verstorben ist. Michel übernimmt daraufhin das Geschäft seines Vaters. Aber es ist garnicht so einfach in der Handel zu betreiben, da die Zölle und Steuern ziemlich hoch sind, Daher setzt sich Michel für die Rechte der Kaufleute ein. Damit zieht es aber die Aufmerksamkeit der Ministerialen und des Adels auf sich. Nicht gerade einfach für Michel, weiterhin Handel zu treiben, wo ihm die Widersacher fortan das Leben so schwer wie möglich zu machen... Doch es gibt ein Traum von Michel den es sich lohnt weiter zu verfolgen.

    Meinung:

    Das war mein erster Historischer Roman. Da ich immer von den vielen Seiten abgeschreckt wurde, hab nie den Mut gefunden solch ein Roman zu lesen. Als ich das Buch aber bei Thalia, als Mängelexemplar, gesehen hab musste ich ihn mitnehmen. Der Schreibstil war leicht zu lesen und zu verstehen. Die Hauptcharaktere waren sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Es gab Längen aber auch Abschnitte wo viel zu fiel auf ein paar Seiten beschrieben wurde. Ansonsten fand ich den Roman sehr gut. 

    Fazit:
    Da das mein erster Historischer Roman war, fand ich ihn sehr gut. Ich freue auf weitere Romane von Daniel Wolf. 

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    fredhels avatar
    fredhelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wie im Mittelalter live dabei sein.....
    Gut dargestelltes Mittelalter


    "Das Salz der Erde" von Daniel Wolf ist mit seinen über 1100 Seiten nicht nur äußerlich ein beeindruckendes Buch, denn zwischen den beiden Buchdeckeln pulsiert das Hochmittelalter in der oberlothringischen Stadt Varennes. Ich habe das Gefühl, dass der Autor sich sehr an geschichtliche Gegebenheiten hält und auch das tägliche Leben sehr realitätsnah schildert, auch wenn es die Stadt Varennes selbst nie gegeben hat.
    Die Hauptfigur ist Michel de Fleury, der als Oberhaupt der Familie das Handelsgeschäft leitet. Er hat sein Handwerk in Mailand von Grund auf gelernt und ist nun nach dem Tod des Vaters ein fähiger Kaufmann. Er besitzt Verhandlungsgeschick und kann dadurch der Kaufmannsgilde zu neuer Blüte verhelfen. Privat dauert es lange, bis sich seine Liebe erfüllt, aber gerade das macht einen Großteil der Spannung aus. Sein Leben ist nicht leicht, denn Neider, Widersacher, ja Mörder stellen sich ihm immer wieder in den Weg.
    Es ist ein spannendes Leben, das Daniel Wolf vor uns ausbreitet, und immer wieder stößt man auf die Willkür, gegen die der einfache Bürger hilflos ist. Wenn die Obrigkeiten Geld brauchen, dann wird es gnadenlos durch Erhöhung von Steuern, Zöllen und Gebühren eingezogen. Wie so oft, der kleine Mann bleibt auf der Strecke und die Reichen werden immer reicher. Es gibt zwar Gerichte, aber die sind noch weit entfernt von Gerechtigkeit.
    So ein historischer Roman bringt einem die Vergangenheit näher als es der Geschichtsunterricht in der Schule je gekonnt hätte und ich habe dieses dicke Buch bis zur letzten Seite mit grosser Spannung verschlungen.

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    tenchys avatar
    tenchyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Auftakt der Familiesage aus Sicht eines Patriziers in Oberlothringen im 12. Jahrundert
    Von der Gosse zum erfolgreichen Patrizier

    Ich war zuerst ein wenig skeptisch ob mir das Buch gefallen wird, da ich eher die Leserin bin, die historische Romane liebt welche im alten Großbritannien spielen. Aber der Rückentext gefiel mir dann doch so gut, dass ich zugegriffen habe und wurde letztendlich nicht enttäuscht.

    Gewisse Abschnitte waren für meinen Geschmack teilweise etwas in die länge gezogen und ich kam manchmal mit den Namen durcheinander, was mir aber letztendlich nicht den Lesespaß genommen hat.

    Immer wieder kamen unterwartete Dinge auf den Leser zu, die die Spannung aufrecht erhielten und man teilweise garnicht aufhören konnte zu lesen.

    Natürlich darf in solch einem Wälzer auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die aber zum Glück nicht all zu schnulzig rüberkommt. Sie fügt sich eher richtig gut in die Geschichte ein.

    Ich kann nur sagen, dass ich das Buch nur jedem Fan von historischen Romanen ans Herz legen kann.
    Den 2. Teil der Reihe habe ich auch schon durch und freue mich auf den 3. Teil der im Juli 2016 erscheinen wird.


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    sursulapitschis avatar
    sursulapitschivor 3 Jahren
    Salz statt Säulen

    Es ist das Ende des zwölften Jahrhundert. Ein Leibeigener Bauer aus dem kleinen lothringischen Dörfchen Fleury flieht bei Nacht und Nebel, um seinen drei Kindern eine Zukunft als Leibeigene zu ersparen. Er flieht in die nächste Stadt, Varennes, denn "Stadtluft macht frei".

    Jahre später: Michael de Fleury, der älteste Sohn dieses Bauern, arbeitet in Mailand als Gehilfe für einen Mailänder Kaufmanns. Nachdem ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht, zieht es ihn zurück nach Varennes, um das Geschäft zu übernehmen und wie dieser ein erfolgreicher Salzhändler zu werden. Mit ihm zieht ein Traum: Seine Heimatstadt zu einer freien Stadt wie Mailand zu machen. Zurückgekommen in die alte Heimat trifft er alte Freunde, die Liebe seines Lebens, und seine ärgsten Feinde.

    Klingt das nach Ken Follett? Ja das tut es. Ist das schlimm? Nein denn das Buch liest sich in einem weg. Ein echter Schmöker, über 1000 Seiten, etwas für sehr lange Winterabende. Ich jedenfalls konnte es kaum weglegen, nachdem ich es begonnen hatte.

    Ganz offensichtlich hat der Autor, Daniel Wolf, gut recherchiert. Er versetzt uns in die Zeit des Mittelalters, in der die einfachen Bürger, die Kaufleute vorweg, sich gegen die ritterliche und kirchliche Obermacht wendeten und ihre Freiheit erstritten. Die
    handelnden Figuren sind gut gezeichnet und wachsen uns schnell ans Herz. Natürlich stirbt ein oder andere, es gibt große Liebe und großes Leid, aber das ist bei Ken Follett ja auch so. Nur handelt es sich hier eben nicht um die Säulen sondern um das "Salz der Erde".

    Mein Fazit: lesenswert.

    Kommentare: 3
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    jasbrs avatar
    jasbrvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schöner historischer Roman, der trotz über 1100 Seiten nicht langweilig wird!
    Schöner historischer Roman, der trotz über 1100 Seiten nicht langweilig wird!

    Dieser historische Roman hat mich wirklich begeistert! Ich kann ihn wärmstens empfehlen und vor allem Fans von Ken Folletts "Säulen der Erde" werden komplett auf ihre Kosten kommen.
    Das Buch handelt von Michel de Fleury, einem Salzhändler, der das Geschäft seines verstorbenen Vaters übernimmt und sich dabei der Willkür eines korrupten Bischofs und eifersüchtigen Konkurrenten ausgesetzt sieht. Schauplatz ist die fiktive Stadt Varennes.
    Daniel Wolf hat es mit diesem Buch geschafft, auf knapp 1100 Seiten eine tolle, in sich stimmige mittelalterliche Welt zu kreieren. Er schafft es auf eine sehr leserfreundliche Weise, komplexe, reale historische Ereignisse auf das Wichtigste herunterzubrechen und so in einen fiktiven Kontext zu verweben, dass man richtig hineingezogen wird. Das "große Ganze" wird so durch "den kleinen Mann" vermittelt. Vor allem die Willkür und die Gefahren, der sich normale Bürger ausgesetzt gesehen haben, wird hier hervorragend dargestellt.
    Gleichzeitig sind die Figuren so geschaffen, dass man mit ihnen leidet, mit ihnen hofft und sich mit ihnen freut. Natürlich steht Michel de Fleury im Mittelpunkt, allerdings werden auch anderen Charakteren wie seinem Bruder oder seinen Kaufmannskollegen viel Platz eingeräumt. Ein kleiner Kritikpunkt: Die Charaktere sind sehr schwarz/weiß-lastig gezeichnet, das heißt, entweder es sind die Guten oder die Bösen - und das weiß man sofort. Das finde ich persönlich etwas schade, da man da sicher noch etwas mehr Spannung hineinbringen könnte.
    Der Schreibstil ist einfach wunderbar: Sehr flüssig und verständlich, sodass man nur so über die Seiten fliegt. Wörter aus dem mittelalterlichen Wortschatz sind so eingebaut, dass man sie vom Kontext her sofort versteht. Darüber hinaus gibt es aber am Ende des Buches ein Glossar mit Erläuterungen. Das habe ich persönlich aber gar nicht zu Rate gezogen.
    Insgesamt ist es ein sehr schöner historischer Roman. Ich habe das Lesen sehr genossen, vergebe 4 Sterne und freue mich auf die Fortsetzung "Das Licht der Welt".

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    Sicks avatar
    Sickvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Empfehlenswert für solche, die einen langen Atem haben und sich für das Hochmittelalter und / oder die Umgebung Lothringen interessieren.
    Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.

    Herzogtum Oberlothringen, 1187: Nach dem überraschenden Tod seines Vaters kehrt der junge Michel de Fleury aus Mailand zurück, wo er die letzten drei Jahre bei einem Kaufmann in die Lehre gegangen ist. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Jean will er das Familiengeschäft weiterführen, aber Höhen und Tiefen wechseln sich ab. Michels Traum, seine Heimatstadt Varennes-Saint-Jacques zu einer freien Stadt nach dem Vorbild Mailands zu formen, trifft besonders beim Bischof auf Widerstand. Um seine Ziele zu erreichen, legt er sich nicht nur mit ihm, sondern auch mit seinem besten Freund Gaspard und dem skrupellosen Ritter Aristide de Guillory an, dem die Brücke zur Saline gehört und der für die Benutzung seines Eigentums hohe Zölle verlangt. Michels Freunde unterstützen ihn, wo sie nur können, aber er hat sich auch mächtige Feinde geschaffen, die vor nichts zurückschrecken...

     

    "Das Salz der Erde" ist mit seinen 1152 Seiten, die über dreißig Lebensjahre Michels begleiten, ein sehr umfangreiches Werk, das aber nie langweilig wird. Schon Michels Kindheit ist eher ungewöhnlich, denn sein Vater Rémy ist ein Höriger, eine Art Leibeigener, der als Bauer für seinen Lehnsherrn schuften muss. In einer Winternacht nimmt er seine drei Kinder mit nach Varennes-Saint-Jacques, denn wenn man als Auswärtiger ein Jahr und einen Tag in der Stadt verweilt, erlangt man die Freiheit. Durch viel Fleiß schafft Rémy es, sich und seiner Familie ein neues Leben aufzubauen, das durch seinen jähen Tod einen schmerzhaften Einschnitt erfährt. Die Verantwortung als ältester Sohn lastet zunächst schwer auf Michels Schultern, doch schon bald gewöhnt er sich an seine neue Aufgabe als Familienoberhaupt. Er ist ein geschickter Kaufmann, der es versteht die Kassen zu füllen und durch seine umgängliche und freundliche Art schafft er es schnell, neue Freunde zu gewinnen. Besonders in der Kaufmannsgilde braucht er die auch, denn um seinen Traum von einem freien Varennes zu erfüllen, müssen erst einmal die Untergebenen des Bischofs von ihren hohen Posten weichen.

    Dadurch, dass Michel mit so vielen Leuten zu tun hat, lernt man diese natürlich alle mehr oder weniger gut kennen. Besonders am Anfang ist es etwas schwierig den Überblick zu behalten, denn die Gilde besteht aus etwa fünfzehn Leuten, die auch alle namentlich in Erscheinung treten. Schon zu Beginn gibt es ein Personenregister, in dem man die Namen nachschlagen kann, aber mit Fortschreiten der Handlung war es irgendwann kein Problem mehr, die verschiedenen Personen zu unterscheiden. Viele sterben und ziehen weg, neue Leute treten in Erscheinung und die eher unwichtigen Nebendarsteller werden anhand ihres Berufes oder der persönlichen Verbindung zu anderen Personen beschrieben. Zusätzlich mischen auch noch einige historische Persönlichkeiten mit, wie etwa der Erzbischof von Trier, Herzog Simon Châtenois und dessen Familie, sowie die Könige Friedrich Barbarossa, sein Sohn Philipp und dessen Widersacher Otto von Braunschweig. Auf sie wird noch einmal im Nachwort eingegangen, das leider nicht so umfangreich war, wie ich es bei einem solchen Schmöker erwartet habe, aber das letztendlich die wichtigsten Dinge anschneidet. Varennes-Saint-Jacques ist im Übrigen eine fiktive Stadt, doch die geschilderten Geschehnisse sind andernorts schon passiert und in meinen Augen war das auch ziemlich authentisch geschildert. Man merkt, dass der Autor umfangreich und detailliert recherchiert hat und ich konnte mich komplett im Hochmittelalter wiederfinden. Es wurde an alles gedacht, vom Aufbau der Stadt über die Schilderung deren Bewohner bis hin zu Recht und Gesetz, Handel und Handwerk, alles wird leicht verständlich in den Text integriert. Viele gebräuchliche Begriffe aus der Zeit werden im Anschluss in einem Glossar erklärt, doch vieles versteht sich von selbst oder erschließt sich aus dem Kontext. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er liest sich flüssig und leicht. Nicht alles ist aus Michels Perspektive geschildert, manchmal begleitet man unter anderem auch den Bischof, Michels Freund Gaspard oder dessen Schwester Isabelle, die sich in den Kindheitsfreund verliebt, so wie er sich in sie. Die Spannung wird so zusätzlich hoch gehalten, denn man weiß, dass etwas passieren wird, nur nicht was oder wann. Die Mischung aus Alltagsleben und außergewöhnlicher Ereignisse ist in meinen Augen gut gelungen, denn sie ist abwechslungsreich und interessant.

     

    Somit möchte ich "Das Salz der Erde" Freunden von historischen Romanen weiterempfehlen, die einen langen Atem haben und sich für das Hochmittelalter und / oder die Umgebung Lothringen interessieren.

     

     

    Die Reihe um Michel de Fleury:

    - Das Salz der Erde
    - Das Licht der Welt

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    Rissas avatar
    Rissavor 3 Jahren
    Über den Aufstieg einer Stadt

    Inhalt
    Varennes-Saint-Jacques, Oberlothringen, 1187: Michel de Fleury ist der Sohn eines ehemaligen Leibeigenen, der nach seiner Flucht die Freiheit erlangt hat und zu Wohlstand gekommen ist. Nachdem er einige Jahre in Mailand verbracht hat, wo er eine Händlerlehre absolviert hat, kehrt der junge Mann nach Hause zurück. Doch schnell muss er feststellen, dass seine Heimat sich zum Negativen verändert hat. Nicht nur wird das gemeine Volk von dem Ritter Aristide de Guillory terrorisiert, auch Bischof Ulman, der Herr der Stadt, sorgt für Unmut. Und so wundert es Michel nicht, als er von seinem alten Freund Gaspard Caron in einen Plan eingeweiht wird, um sich des Bischofs zu entledigen. Michel aber ist für eine gewaltfreie Lösung…

    Meine Meinung
    Bei diesem Roman handelt es sich um den Auftakt einer Serie, die in der fiktiven lothringischen Stadt Varennes-Saint-Jacques zur Zeit Kaiser Barbarossas spielt. Der historische Hintergrund spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, der Kreuzzug sowie diverse innenpolitische Themen werden zwar angesprochen, vordergründig geht es jedoch um die kleine Stadt und Michels persönliches Schicksal. Dadurch, dass die Stadt fiktiv ist, hat der Autor große Freiheiten in der Gestaltung und Entwicklung seines Handlungsortes und seiner Charaktere.
    Während ich die Darstellung einiger Charaktere wie Michels Bruder Jean oder auch Isabelle Caron sehr gelungen fand, waren mir leider einige der anderen Personen zu platt dargestellt. Michel selbst fällt leider auch darunter, Ecken und Kanten hat er kaum, sein einziger Fehler ist, dass er die falsche Frau liebt. Dabei ist er sehr fortschrittlich, ja geradezu modern eingestellt, was die Stellung der Frau und soziale Verantwortung betrifft. Und auch die Gegenspieler zeigen nicht besonders viele Facetten. So ist Bischof Ulman vor allen Dingen eitel und schert sich überhaupt nicht um das Wohl seiner Stadt, und de Guillory macht sich einen Spaß daraus, die Menschen zu schikanieren, egal, was diese von ihm denken, schließlich steht er über ihnen.
    Über einfach gestrickte Charaktere kann ich hinwegsehen, wenn die Handlung mich dafür umso mehr anspricht und in sich stimmig ist. In diesem Fall ist sie nicht allzu kompliziert gestaltet, etwa ab der Hälfte hatte ich den Eindruck, dass es ein paar Wiederholungen gibt: Während Michel eigentlich nur das Beste für seine Heimatstadt will und dafür auch eine Stellung annimmt, die er nie einnehmen wollte, sehen seine Gegenspieler alle seine Handlungen als persönlichen Angriff, weshalb sie immer wieder intrigieren und selbst positive Entwicklungen in der Stadt und dem Umfeld negativ sehen, und so hat mal die Gilde, mal einer der Gegenspieler die Oberhand.
    Ein paar Handlungsstränge waren in meinen Augen unnötig, hatten sie doch keine Auswirkungen auf das weitere Geschehen, und auch ein paar eher unlogische Dinge sind mir negativ aufgefallen, beispielsweise der rasante Aufstieg von Michels Familie innerhalb von nur 13 Jahren von Leibeigenen ohne Vermögen zu angesehenen Händlern mit eigenem Haus und Dienstboten oder auch die späte Reue, die diverse Charaktere Michel gegenüber an den Tag legen. Doch sind dies nur Kleinigkeiten, die über die vielen Jahre, die das Buch umfasst, kaum ins Gewicht fallen. Auch war längst nicht alles vorhersehbar, einige Ereignisse wie der Tod der einen oder anderen wichtigen Person hätte ich so überhaupt nicht erwartet, so dass die Handlung bis zum Ende selten langweilig ist. Eine leichte Kürzung und vielleicht die eine oder andere Wendung weniger hätte dem Roman aber sicher nicht geschadet.
    Das Buch besticht mit einer hervorragenden Ausstattung. So gibt es Karten von Varennes-Saint-Jacques und Oberlothringen, ein Personenregister, ein umfangreiches Glossar sowie Anmerkungen zum historischen Hintergrund, durch die man ein paar weitere Hintergrundinformationen erhalten kann.

    Fazit
    Die durchaus spannende Geschichte wird leider durch die schwache Charaktergestaltung und repetitive Handlungen leicht getrübt, langweilig war mir trotzdem zu keinem Zeitpunkt, so dass ich meinen Spaß mit diesem Roman hatte, auch wenn es noch genügend Raum für Verbesserungen gibt. Für Fans von Rebecca Gablé oder Ken Follet einen Blick wert, wer mit Romanen der beiden Autoren allerdings wenig anfangen kann, wird möglicherweise mit Daniel Wolf ebenfalls nicht glücklich werden.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    silkedbs avatar

    In meinem Blog gibt es jede Woche eine Verlosung zu einem anderen Buch.

    Mitmachen kann man per Kommentar (nur im Blogeintrag zur Verlosung) oder per E-Mail an die hinterlegte Adresse in meinem Blog "S.D. blogt Buch und Test": http://esdeh.blogspot.de/

    Diese Woche gibt es "Das Salz der Erde" von Daniel Wolf als Taschenbuch aus dem Goldmann Verlag zu gewinnen.


    Hier eine kurze Inhaltsangabe:
    "Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ..."

    Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch!
    Das Porto für den Versand übernehme ich.

    Hat Euch das neugierig gemacht? Dann versucht Euer Glück und springt in den Lostopf (Bitte oben nochmal nachlesen, wie ihr mitmachen könnt!). Wichtig ist noch, dass der Einsendeschluss am letzten Tag jeweils schon um 20 Uhr ist und nicht erst um Mitternacht! Der Gewinner wird am nächsten Tag bekannt gegeben.
    Wer seine E-Mail Adresse nicht mit angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
    Teilnehmen können aus Kostengründen leider nur Personen mit einer Adresse in Deutschland.

    Aleshanees avatar
    Letzter Beitrag von  Aleshaneevor 4 Jahren
    Da versuch ich doch gerne mal mein Glück! :)
    Zur Buchverlosung
    Daniliesings avatar
    Beim Leserpreis 2013 hat er in der Kategorie "Historische Romane" den 2. Platz erreicht und nun ist er heute für euch da und beantwortet eure Fragen: Daniel Wolf! Mit seinem Roman "Das Salz der Erde" hat der Autor seit dem Erscheinen des Buches unglaublich viele Leser begeistert - vielleicht ja auch euch? Oder möchtet ihr Daniel Wolf und seine Bücher noch kennen lernen? Heute beim Fragefreitag habt ihr die Möglichkeit dazu!

    Mehr zum Autor:
    Daniel Wolf wurde 1977 geboren. Bevor er als Autor tätig wurde, hat er als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und im Öffentlichen Dienst gearbeitet. Er hatte schon immer eine Leidenschaft für Geschichte und das Mittelalter. Alte Ruinen, Sagen und Ritterrüstungen begeisterten ihn dabei besonders, so dass es nicht verwunderlich war, dass ihn das Schreiben von historischen Romanen am meisten interessierte. Mit seiner Frau und seinen zwei Katzen lebt Daniel Wolf derzeit als freier Autor in einer der ältesten Städte Deutschlands.

    Mehr zum Buch:
    Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

    --> Leseprobe

    Für alle, die "Das Salz der Erde" schon kennen und sehnlich auf einen neuen historischen Roman des Autors warten, habe ich gute Nachrichten. Im Juli 2014 erscheint Daniel Wolfs neues Buch "Das Licht der Welt". Hier verlosen wir zusammen mit dem Goldmann Verlag aber erstmal 5 Exemplare von "Das Salz der Erde" unter allen Fragestellern! Los geht's ... und ich wünsche euch viel Spaß!


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