Daniel Wolf Das Salz der Erde

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Inhaltsangabe zu „Das Salz der Erde“ von Daniel Wolf

Ein grandioses Mittelalter-Epos. um Liebe, Freiheit und das weiße Gold! Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr.

Wunderbarer historischer Schmöker! Toller Schreibstil, lebendige Handlung und auch Charaktere! Mein neuer Lieblingsautor und Buchreihe!

— MartinaBaum
MartinaBaum

Jahreshighlight!!

— Sylvia
Sylvia

absolut toll, hat mir sehr gut gefallen

— Pat82
Pat82

Solide Unterhaltung - aber viel zu lang

— Yolande
Yolande

Süchtig machend!

— Lumpi
Lumpi

Das Buch ist ein echter Pageturner. Es ist absolut spannend und man taucht in die Geschichte völlig ab.

— Lesewunder
Lesewunder

Eine Reise in das 12. und 13. Jhd., in denen Machtkämpfe, sowie Kriege an der Tagesordnung waren und die Leben aller beeinflussten.

— Dorina0409
Dorina0409

Trotz der Dicke dieses Schinkens absolut lesenswert. Es geschieht immer wieder etwas, das einen fesseln kann

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Wie im Mittelalter live dabei sein.....

— fredhel
fredhel

Sehr guter historischer Roman. Zwischendurch etwas vorhersehbar, aber trotzdem interessant. Sehr gut recherchiert.

— Jisbon
Jisbon

Stöbern in Historische Romane

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 2042
  • 500 Seiten weniger hätten es auch getan

    Das Salz der Erde
    Yolande

    Yolande

    28. February 2017 um 09:41

    Das Salz der Erde ist ein historischer Roman von Christoph Lode, den er unter seinem Pseudonym Daniel Wolf geschrieben hat. Es ist der erste Teil einer (bisher) 3-teiligen Reihe über eine Kaufmannsfamilie in Oberlothringen. Klappentext: Herzogtum Oberlothringen 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert - es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr... Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Da dies nicht mein erster historischer Roman war, kam ich gut in die Geschichte rein, allerdings muss ich sagen, dass das Buch doch sehr nach Schema F geschrieben wurde. Es gibt den Guten und den Bösen, der Gute baut sich aus dem Nichts etwas auf, der Böse kommt und macht alles zunichte, der Gute berappelt sich wieder und baut aus dem Nichts....usw. Leider wurde das hier auf die Spitze getrieben und meiner Meinung nach, hätten es auch 500 Seiten weniger getan. Auch die historischen Ereignisse, die leider nur im Hintergrund liefen, hätten mich mehr interessiert. Was mir gut gefallen hat war, dass die Gut/Böse-Charaktere ein bisschen differenzierter dargestellt wurde. Der "Held" hatte auch ein paar weniger schöne Charakterfehler und war eben nicht so superperfekt.  Alles in allem ist es solide Unterhaltung im historischen Genre, aber für meinen Geschmack viel zu lang, deshalb gebe ich 3 Sterne

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  • Das Mittelalter wird lebendig!

    Das Salz der Erde
    CosmoKramer

    CosmoKramer

    22. September 2016 um 23:23

    Michel de Fleury, ist Kaufmann aus Varennes, in Oberlothringen. Als sein Vater stirbt übernimmt er das Geschäft und muss schnell feststellen, dass das Leben in seiner Heimatstadt sehr schwierig ist. Aus seiner Zeit in Mailand kennt er es anders. Dort leben die Menschen in Freiheit und Wohlstand und regieren sich selbst. Genau das wünscht er sich auch für Varennes. Und er versucht es umzusetzen mit Hilfe seiner Brüder und Freunde aus der Kaufmannsgilde. Jedoch muss er sich gegen manch mächtige Feinde behaupten, die seinen Verbündeten, seiner Familie und ihm selbst das Leben schwer machen und sogar vor Mord und Totschlag nicht zurückschrecken. Auch die liebe zur schönen Isabelle steht unter keinem guten Stern. Dieses Buch ist in vielerelei Dingen einfach nur beeindruckend. Zunächst ist es respektvoll dick, 1136 Seiten. Jedoch sind diese Seiten nicht einfach nur gefüllt, es steckt Leben darin. Und das im warsten Sinne des Wortes. Von der ersten Seite an legt dieses Buch los. Action, Gefühl, Romantik, Dramatik und einfach Mittelalter pur. Kein Buchstabe ist fehl am Platz. Keine Stelle im Buch zieht sich wie Kaugummi. Daniel Wolf hat einen schönen Schreibstil. Dieser lässt sich sehr gut lesen. Zusammen mit einem Spannungsbogen der Höhen und Tiefen aufweist ist es einfach ein wahres Vergnügen. Die Story wandert von einem Geschehniss ins nächste. Es wird nie langweilig. Viele Bücher arbeiten auf einen einzigen Höhepunkt hin. Dieses hat neben einem grossen Höhepunkt, in sich etliche kleine. Wie in jedem Historienroman gibt es dutzende Charaktere. Wer mit wem wie was zu tun hat, kann einen schon verwirren und aus dem Konzept bringen. Nicht hier! Am Anfang gibt der Autor dem Leser dank einer Liste eine Übersicht über die beteiligten Charaktere, mit auf den Weg. Daran orientiert hat man im verlauf des Romans nie das Gefühl etwas nicht zu verstehen. Klare Struckturen innerhalb des Textes und keine nervigen Zeitsprünge lassen den Leser genau die Story mitverfolgen ohne auch nur einmal den Faden zu verlieren. Einzelne Begriffe aus dem Mittelalter werden am Schluss des Buches in einem Lexikon erklärt. Nicht alles an dem Buch entspricht der Wahrheit. Varennes-Saint-Jacques, die Stadt gibt es nicht und ist eine Erfindung des Autors. Auch sind einige Personen erfunden, andere wie z.B. Herzog Simon jedoch nicht. Wie sie lebten und ihren Alltag gestalteten sowie auch beschriebene Schlachten entsprechen in ihrem Ablauf und Sein der geschichtlichen Wahrheit. Das Buch ist sehr gut recherchiert. Daniel Wolf erzählt vom Hochmittelalter und man hat das Gefühl als wäre man live mittendrin. Dieser Roman ist ein Pagetuner. Könnte den Stoff mal jemand verfilmen. Wäre bestimmt ein genialer Stoff für Hollywood. Kurzum: Ich kann von diesem Buch nur schwärmen und mache mich sogleich an Teil 2 und 3. Unbedingt lesen und in diese spannende Zeit eintauchen.

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  • Mein erstes Historisches Buch

    Das Salz der Erde
    seesternchen85

    seesternchen85

    27. August 2016 um 14:41

    Klappentext: Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der Junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert - es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschliesst, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schliesslich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ... Cover: Das Cover findet ich sehr schön gestaltet. Die Schrift, die zu sehen ist, ist bisschen auf alt gemacht. Was ich sehr passend finde.  Inhalt. Oberlothringen: Remy flieht mit seinen Kindern, in einer Nacht und Nebel Aktion, nach Varennes. Wo er nach nach einem Jahr Aufenthalt die Rechte eines freien Bürgers erhält. Nach 14 Jahren schickte Remy seinen Sohn nach Mailand, wo er zum Kaufmann ausgebildet werden soll. Nach drei Jaren erreicht ihn ein Brief von seinem Bruder, indem er ihm mitteilt das der Vater verstorben ist. Michel übernimmt daraufhin das Geschäft seines Vaters. Aber es ist garnicht so einfach in der Handel zu betreiben, da die Zölle und Steuern ziemlich hoch sind, Daher setzt sich Michel für die Rechte der Kaufleute ein. Damit zieht es aber die Aufmerksamkeit der Ministerialen und des Adels auf sich. Nicht gerade einfach für Michel, weiterhin Handel zu treiben, wo ihm die Widersacher fortan das Leben so schwer wie möglich zu machen... Doch es gibt ein Traum von Michel den es sich lohnt weiter zu verfolgen. Meinung: Das war mein erster Historischer Roman. Da ich immer von den vielen Seiten abgeschreckt wurde, hab nie den Mut gefunden solch ein Roman zu lesen. Als ich das Buch aber bei Thalia, als Mängelexemplar, gesehen hab musste ich ihn mitnehmen. Der Schreibstil war leicht zu lesen und zu verstehen. Die Hauptcharaktere waren sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Es gab Längen aber auch Abschnitte wo viel zu fiel auf ein paar Seiten beschrieben wurde. Ansonsten fand ich den Roman sehr gut.  Fazit: Da das mein erster Historischer Roman war, fand ich ihn sehr gut. Ich freue auf weitere Romane von Daniel Wolf. 

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  • Gut dargestelltes Mittelalter

    Das Salz der Erde
    fredhel

    fredhel

    22. July 2016 um 18:39

    "Das Salz der Erde" von Daniel Wolf ist mit seinen über 1100 Seiten nicht nur äußerlich ein beeindruckendes Buch, denn zwischen den beiden Buchdeckeln pulsiert das Hochmittelalter in der oberlothringischen Stadt Varennes. Ich habe das Gefühl, dass der Autor sich sehr an geschichtliche Gegebenheiten hält und auch das tägliche Leben sehr realitätsnah schildert, auch wenn es die Stadt Varennes selbst nie gegeben hat.Die Hauptfigur ist Michel de Fleury, der als Oberhaupt der Familie das Handelsgeschäft leitet. Er hat sein Handwerk in Mailand von Grund auf gelernt und ist nun nach dem Tod des Vaters ein fähiger Kaufmann. Er besitzt Verhandlungsgeschick und kann dadurch der Kaufmannsgilde zu neuer Blüte verhelfen. Privat dauert es lange, bis sich seine Liebe erfüllt, aber gerade das macht einen Großteil der Spannung aus. Sein Leben ist nicht leicht, denn Neider, Widersacher, ja Mörder stellen sich ihm immer wieder in den Weg.Es ist ein spannendes Leben, das Daniel Wolf vor uns ausbreitet, und immer wieder stößt man auf die Willkür, gegen die der einfache Bürger hilflos ist. Wenn die Obrigkeiten Geld brauchen, dann wird es gnadenlos durch Erhöhung von Steuern, Zöllen und Gebühren eingezogen. Wie so oft, der kleine Mann bleibt auf der Strecke und die Reichen werden immer reicher. Es gibt zwar Gerichte, aber die sind noch weit entfernt von Gerechtigkeit.So ein historischer Roman bringt einem die Vergangenheit näher als es der Geschichtsunterricht in der Schule je gekonnt hätte und ich habe dieses dicke Buch bis zur letzten Seite mit grosser Spannung verschlungen.

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  • Von der Gosse zum erfolgreichen Patrizier

    Das Salz der Erde
    tenchy

    tenchy

    15. February 2016 um 13:21

    Ich war zuerst ein wenig skeptisch ob mir das Buch gefallen wird, da ich eher die Leserin bin, die historische Romane liebt welche im alten Großbritannien spielen. Aber der Rückentext gefiel mir dann doch so gut, dass ich zugegriffen habe und wurde letztendlich nicht enttäuscht. Gewisse Abschnitte waren für meinen Geschmack teilweise etwas in die länge gezogen und ich kam manchmal mit den Namen durcheinander, was mir aber letztendlich nicht den Lesespaß genommen hat. Immer wieder kamen unterwartete Dinge auf den Leser zu, die die Spannung aufrecht erhielten und man teilweise garnicht aufhören konnte zu lesen. Natürlich darf in solch einem Wälzer auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die aber zum Glück nicht all zu schnulzig rüberkommt. Sie fügt sich eher richtig gut in die Geschichte ein. Ich kann nur sagen, dass ich das Buch nur jedem Fan von historischen Romanen ans Herz legen kann. Den 2. Teil der Reihe habe ich auch schon durch und freue mich auf den 3. Teil der im Juli 2016 erscheinen wird.

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  • Salz statt Säulen

    Das Salz der Erde
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Es ist das Ende des zwölften Jahrhundert. Ein Leibeigener Bauer aus dem kleinen lothringischen Dörfchen Fleury flieht bei Nacht und Nebel, um seinen drei Kindern eine Zukunft als Leibeigene zu ersparen. Er flieht in die nächste Stadt, Varennes, denn "Stadtluft macht frei". Jahre später: Michael de Fleury, der älteste Sohn dieses Bauern, arbeitet in Mailand als Gehilfe für einen Mailänder Kaufmanns. Nachdem ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht, zieht es ihn zurück nach Varennes, um das Geschäft zu übernehmen und wie dieser ein erfolgreicher Salzhändler zu werden. Mit ihm zieht ein Traum: Seine Heimatstadt zu einer freien Stadt wie Mailand zu machen. Zurückgekommen in die alte Heimat trifft er alte Freunde, die Liebe seines Lebens, und seine ärgsten Feinde. Klingt das nach Ken Follett? Ja das tut es. Ist das schlimm? Nein denn das Buch liest sich in einem weg. Ein echter Schmöker, über 1000 Seiten, etwas für sehr lange Winterabende. Ich jedenfalls konnte es kaum weglegen, nachdem ich es begonnen hatte. Ganz offensichtlich hat der Autor, Daniel Wolf, gut recherchiert. Er versetzt uns in die Zeit des Mittelalters, in der die einfachen Bürger, die Kaufleute vorweg, sich gegen die ritterliche und kirchliche Obermacht wendeten und ihre Freiheit erstritten. Die handelnden Figuren sind gut gezeichnet und wachsen uns schnell ans Herz. Natürlich stirbt ein oder andere, es gibt große Liebe und großes Leid, aber das ist bei Ken Follett ja auch so. Nur handelt es sich hier eben nicht um die Säulen sondern um das "Salz der Erde". Mein Fazit: lesenswert.

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    • 4
  • Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.

    Das Salz der Erde
    Sick

    Sick

    Herzogtum Oberlothringen, 1187: Nach dem überraschenden Tod seines Vaters kehrt der junge Michel de Fleury aus Mailand zurück, wo er die letzten drei Jahre bei einem Kaufmann in die Lehre gegangen ist. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Jean will er das Familiengeschäft weiterführen, aber Höhen und Tiefen wechseln sich ab. Michels Traum, seine Heimatstadt Varennes-Saint-Jacques zu einer freien Stadt nach dem Vorbild Mailands zu formen, trifft besonders beim Bischof auf Widerstand. Um seine Ziele zu erreichen, legt er sich nicht nur mit ihm, sondern auch mit seinem besten Freund Gaspard und dem skrupellosen Ritter Aristide de Guillory an, dem die Brücke zur Saline gehört und der für die Benutzung seines Eigentums hohe Zölle verlangt. Michels Freunde unterstützen ihn, wo sie nur können, aber er hat sich auch mächtige Feinde geschaffen, die vor nichts zurückschrecken...   "Das Salz der Erde" ist mit seinen 1152 Seiten, die über dreißig Lebensjahre Michels begleiten, ein sehr umfangreiches Werk, das aber nie langweilig wird. Schon Michels Kindheit ist eher ungewöhnlich, denn sein Vater Rémy ist ein Höriger, eine Art Leibeigener, der als Bauer für seinen Lehnsherrn schuften muss. In einer Winternacht nimmt er seine drei Kinder mit nach Varennes-Saint-Jacques, denn wenn man als Auswärtiger ein Jahr und einen Tag in der Stadt verweilt, erlangt man die Freiheit. Durch viel Fleiß schafft Rémy es, sich und seiner Familie ein neues Leben aufzubauen, das durch seinen jähen Tod einen schmerzhaften Einschnitt erfährt. Die Verantwortung als ältester Sohn lastet zunächst schwer auf Michels Schultern, doch schon bald gewöhnt er sich an seine neue Aufgabe als Familienoberhaupt. Er ist ein geschickter Kaufmann, der es versteht die Kassen zu füllen und durch seine umgängliche und freundliche Art schafft er es schnell, neue Freunde zu gewinnen. Besonders in der Kaufmannsgilde braucht er die auch, denn um seinen Traum von einem freien Varennes zu erfüllen, müssen erst einmal die Untergebenen des Bischofs von ihren hohen Posten weichen. Dadurch, dass Michel mit so vielen Leuten zu tun hat, lernt man diese natürlich alle mehr oder weniger gut kennen. Besonders am Anfang ist es etwas schwierig den Überblick zu behalten, denn die Gilde besteht aus etwa fünfzehn Leuten, die auch alle namentlich in Erscheinung treten. Schon zu Beginn gibt es ein Personenregister, in dem man die Namen nachschlagen kann, aber mit Fortschreiten der Handlung war es irgendwann kein Problem mehr, die verschiedenen Personen zu unterscheiden. Viele sterben und ziehen weg, neue Leute treten in Erscheinung und die eher unwichtigen Nebendarsteller werden anhand ihres Berufes oder der persönlichen Verbindung zu anderen Personen beschrieben. Zusätzlich mischen auch noch einige historische Persönlichkeiten mit, wie etwa der Erzbischof von Trier, Herzog Simon Châtenois und dessen Familie, sowie die Könige Friedrich Barbarossa, sein Sohn Philipp und dessen Widersacher Otto von Braunschweig. Auf sie wird noch einmal im Nachwort eingegangen, das leider nicht so umfangreich war, wie ich es bei einem solchen Schmöker erwartet habe, aber das letztendlich die wichtigsten Dinge anschneidet. Varennes-Saint-Jacques ist im Übrigen eine fiktive Stadt, doch die geschilderten Geschehnisse sind andernorts schon passiert und in meinen Augen war das auch ziemlich authentisch geschildert. Man merkt, dass der Autor umfangreich und detailliert recherchiert hat und ich konnte mich komplett im Hochmittelalter wiederfinden. Es wurde an alles gedacht, vom Aufbau der Stadt über die Schilderung deren Bewohner bis hin zu Recht und Gesetz, Handel und Handwerk, alles wird leicht verständlich in den Text integriert. Viele gebräuchliche Begriffe aus der Zeit werden im Anschluss in einem Glossar erklärt, doch vieles versteht sich von selbst oder erschließt sich aus dem Kontext. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er liest sich flüssig und leicht. Nicht alles ist aus Michels Perspektive geschildert, manchmal begleitet man unter anderem auch den Bischof, Michels Freund Gaspard oder dessen Schwester Isabelle, die sich in den Kindheitsfreund verliebt, so wie er sich in sie. Die Spannung wird so zusätzlich hoch gehalten, denn man weiß, dass etwas passieren wird, nur nicht was oder wann. Die Mischung aus Alltagsleben und außergewöhnlicher Ereignisse ist in meinen Augen gut gelungen, denn sie ist abwechslungsreich und interessant.   Somit möchte ich "Das Salz der Erde" Freunden von historischen Romanen weiterempfehlen, die einen langen Atem haben und sich für das Hochmittelalter und / oder die Umgebung Lothringen interessieren.     Die Reihe um Michel de Fleury: - Das Salz der Erde - Das Licht der Welt

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    • 6
  • Schöner historischer Roman, der trotz über 1100 Seiten nicht langweilig wird!

    Das Salz der Erde
    jasbr

    jasbr

    01. September 2015 um 18:30

    Dieser historische Roman hat mich wirklich begeistert! Ich kann ihn wärmstens empfehlen und vor allem Fans von Ken Folletts "Säulen der Erde" werden komplett auf ihre Kosten kommen. Das Buch handelt von Michel de Fleury, einem Salzhändler, der das Geschäft seines verstorbenen Vaters übernimmt und sich dabei der Willkür eines korrupten Bischofs und eifersüchtigen Konkurrenten ausgesetzt sieht. Schauplatz ist die fiktive Stadt Varennes. Daniel Wolf hat es mit diesem Buch geschafft, auf knapp 1100 Seiten eine tolle, in sich stimmige mittelalterliche Welt zu kreieren. Er schafft es auf eine sehr leserfreundliche Weise, komplexe, reale historische Ereignisse auf das Wichtigste herunterzubrechen und so in einen fiktiven Kontext zu verweben, dass man richtig hineingezogen wird. Das "große Ganze" wird so durch "den kleinen Mann" vermittelt. Vor allem die Willkür und die Gefahren, der sich normale Bürger ausgesetzt gesehen haben, wird hier hervorragend dargestellt. Gleichzeitig sind die Figuren so geschaffen, dass man mit ihnen leidet, mit ihnen hofft und sich mit ihnen freut. Natürlich steht Michel de Fleury im Mittelpunkt, allerdings werden auch anderen Charakteren wie seinem Bruder oder seinen Kaufmannskollegen viel Platz eingeräumt. Ein kleiner Kritikpunkt: Die Charaktere sind sehr schwarz/weiß-lastig gezeichnet, das heißt, entweder es sind die Guten oder die Bösen - und das weiß man sofort. Das finde ich persönlich etwas schade, da man da sicher noch etwas mehr Spannung hineinbringen könnte. Der Schreibstil ist einfach wunderbar: Sehr flüssig und verständlich, sodass man nur so über die Seiten fliegt. Wörter aus dem mittelalterlichen Wortschatz sind so eingebaut, dass man sie vom Kontext her sofort versteht. Darüber hinaus gibt es aber am Ende des Buches ein Glossar mit Erläuterungen. Das habe ich persönlich aber gar nicht zu Rate gezogen. Insgesamt ist es ein sehr schöner historischer Roman. Ich habe das Lesen sehr genossen, vergebe 4 Sterne und freue mich auf die Fortsetzung "Das Licht der Welt".

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  • Der LovelyBooks Lesesommer 2015

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    Daniliesing

    Daniliesing

    Im letzten Jahr hat uns der Lesesommer mit euch so viel Spaß gemacht, dass wir auch 2015 passend zu den Sommerferien wieder durchstarten. Die sommerlichen Temperaturen sind schon da, deshalb wollen wir nun auch schnell mit unserem LovelyBooks Lesesommer beginnen. Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben & zusätzliche Specials freuen. Auf unserer Aktionsseite stellen wir euch außerdem tolle Lesetipps für den Sommer vor und ihr findet dort zusätzlich jede Woche eine Verlosung, bei der ihr weitere Punkte sammeln könnt. Selbstverständlich sind auch all jene herzlich willkommen, die im letzten Jahr noch nicht dabei waren. Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüre diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 13. September in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln - bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Zusätzlich zu diesen Aufgaben, gibt es jede Woche ein Verlosungsspecial, an dem ihr eine Woche lang teilnehmen und so weitere Punkte sammeln könnt. Schaut dazu am besten immer am Montag auf unserer Aktionsseite zum Lesesommer vorbei, wenn dort das neue Special vorgestellt wird. Bitte beachtet, dass ihr hier immer nur eine Woche lang - von Montag bis Sonntag - teilnehmen & so Punkte sammeln könnt! Wer bis zum Ende des Lesesommers am 13. September die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Lissabon (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück). Außerdem gibt es für die Plätze 2-5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete, egal wie viele Punkte man sammeln konnte. Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen! Wenn ihr über Twitter, Instagram und/oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet! Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden - egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon - und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher! P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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    • 2823
  • Über den Aufstieg einer Stadt

    Das Salz der Erde
    Rissa

    Rissa

    30. June 2015 um 13:54

    Inhalt Varennes-Saint-Jacques, Oberlothringen, 1187: Michel de Fleury ist der Sohn eines ehemaligen Leibeigenen, der nach seiner Flucht die Freiheit erlangt hat und zu Wohlstand gekommen ist. Nachdem er einige Jahre in Mailand verbracht hat, wo er eine Händlerlehre absolviert hat, kehrt der junge Mann nach Hause zurück. Doch schnell muss er feststellen, dass seine Heimat sich zum Negativen verändert hat. Nicht nur wird das gemeine Volk von dem Ritter Aristide de Guillory terrorisiert, auch Bischof Ulman, der Herr der Stadt, sorgt für Unmut. Und so wundert es Michel nicht, als er von seinem alten Freund Gaspard Caron in einen Plan eingeweiht wird, um sich des Bischofs zu entledigen. Michel aber ist für eine gewaltfreie Lösung… Meine Meinung Bei diesem Roman handelt es sich um den Auftakt einer Serie, die in der fiktiven lothringischen Stadt Varennes-Saint-Jacques zur Zeit Kaiser Barbarossas spielt. Der historische Hintergrund spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, der Kreuzzug sowie diverse innenpolitische Themen werden zwar angesprochen, vordergründig geht es jedoch um die kleine Stadt und Michels persönliches Schicksal. Dadurch, dass die Stadt fiktiv ist, hat der Autor große Freiheiten in der Gestaltung und Entwicklung seines Handlungsortes und seiner Charaktere. Während ich die Darstellung einiger Charaktere wie Michels Bruder Jean oder auch Isabelle Caron sehr gelungen fand, waren mir leider einige der anderen Personen zu platt dargestellt. Michel selbst fällt leider auch darunter, Ecken und Kanten hat er kaum, sein einziger Fehler ist, dass er die falsche Frau liebt. Dabei ist er sehr fortschrittlich, ja geradezu modern eingestellt, was die Stellung der Frau und soziale Verantwortung betrifft. Und auch die Gegenspieler zeigen nicht besonders viele Facetten. So ist Bischof Ulman vor allen Dingen eitel und schert sich überhaupt nicht um das Wohl seiner Stadt, und de Guillory macht sich einen Spaß daraus, die Menschen zu schikanieren, egal, was diese von ihm denken, schließlich steht er über ihnen. Über einfach gestrickte Charaktere kann ich hinwegsehen, wenn die Handlung mich dafür umso mehr anspricht und in sich stimmig ist. In diesem Fall ist sie nicht allzu kompliziert gestaltet, etwa ab der Hälfte hatte ich den Eindruck, dass es ein paar Wiederholungen gibt: Während Michel eigentlich nur das Beste für seine Heimatstadt will und dafür auch eine Stellung annimmt, die er nie einnehmen wollte, sehen seine Gegenspieler alle seine Handlungen als persönlichen Angriff, weshalb sie immer wieder intrigieren und selbst positive Entwicklungen in der Stadt und dem Umfeld negativ sehen, und so hat mal die Gilde, mal einer der Gegenspieler die Oberhand. Ein paar Handlungsstränge waren in meinen Augen unnötig, hatten sie doch keine Auswirkungen auf das weitere Geschehen, und auch ein paar eher unlogische Dinge sind mir negativ aufgefallen, beispielsweise der rasante Aufstieg von Michels Familie innerhalb von nur 13 Jahren von Leibeigenen ohne Vermögen zu angesehenen Händlern mit eigenem Haus und Dienstboten oder auch die späte Reue, die diverse Charaktere Michel gegenüber an den Tag legen. Doch sind dies nur Kleinigkeiten, die über die vielen Jahre, die das Buch umfasst, kaum ins Gewicht fallen. Auch war längst nicht alles vorhersehbar, einige Ereignisse wie der Tod der einen oder anderen wichtigen Person hätte ich so überhaupt nicht erwartet, so dass die Handlung bis zum Ende selten langweilig ist. Eine leichte Kürzung und vielleicht die eine oder andere Wendung weniger hätte dem Roman aber sicher nicht geschadet. Das Buch besticht mit einer hervorragenden Ausstattung. So gibt es Karten von Varennes-Saint-Jacques und Oberlothringen, ein Personenregister, ein umfangreiches Glossar sowie Anmerkungen zum historischen Hintergrund, durch die man ein paar weitere Hintergrundinformationen erhalten kann. Fazit Die durchaus spannende Geschichte wird leider durch die schwache Charaktergestaltung und repetitive Handlungen leicht getrübt, langweilig war mir trotzdem zu keinem Zeitpunkt, so dass ich meinen Spaß mit diesem Roman hatte, auch wenn es noch genügend Raum für Verbesserungen gibt. Für Fans von Rebecca Gablé oder Ken Follet einen Blick wert, wer mit Romanen der beiden Autoren allerdings wenig anfangen kann, wird möglicherweise mit Daniel Wolf ebenfalls nicht glücklich werden.

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  • Wahnsinnig gut !!!!

    Das Salz der Erde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Kurzbeschreibung: Ein grandioses Mittelalter-Epos ... um Liebe, Freiheit und das weiße Gold! Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ... Meine Meinung: Ich bin kein großer Fan von historischen Romanen und habe diesen lediglich auf eine Empfehlung hin begonnen. Das Buch hat 1153 Seiten und ist somit kein Häppchen für Zwischendurch. Schon nach den ersten Seite war ich extrem angenehm überrascht. Der Schreibstil ist so flüssig und bildlich das die Seiten nur so davon flogen. Ich war in der Geschichte drin und auch wieder nicht. Große Teile der Geschichte habe ich "erzählt" bekommen und den anderen Teil habe ich richtig erlebt. Unabhängig davon war das Kopfkino aber die ganze Zeit dabei. Lediglich hat man das Gefühl den Protagonisten nicht ganz so nah zu sein wie man es sich vielleicht wünschen würde. Das tut dem Ganzen aber gar keinen Abbruch, denn es wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven erzählt. Und ich habe dennoch mit den Figuren mitgefiebert und gelitten. Ich habe nicht eine Stelle als zu langatmig oder sogar langweilig empfunden. Ganz im Gegenteil. Als das Buch "aus" war, war ich direkt traurig. Interessant ist, dass es sich hier um eine fiktive Stadt handelt. Davon sollte sich allerdings niemand abschrecken lassen. Denn Herr Wolf hat dennoch gut recherchiert. Viele Dinge die der Stadt Varennes passieren sind in dieser Zeit in anderen Stadten tatsächlich passiert. Er hat lediglich alles Freud und Leid und die Entwicklung auf eine Stadt konzentriert. Mein Fazit: Ich freue mich schon auf den zweiten Teil "Das Licht der Welt" und hoffe auf viele weitere Bücher von Herrn Wolf. Denn, wie gesagt, der Schreibstil ist einfach toll und zieht einen sofort in Bann. Zukünftig werde ich historischen Romanen mehr Beachtung schenken!

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    • 2
  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Ein Must Read für alle historischen Fans!

    Das Salz der Erde
    SharonsBuecherparadies

    SharonsBuecherparadies

    07. April 2015 um 16:47

    Worum gehts? Erzählt wird hier die Geschichte von Michel de Fleury, einem Kaufmann aus Lothringen. Dieser lebt im 12. Jahrhundert und wird vom Unglück und vielen Schicksalsschlägen verfolgt. Doch Michel hat einen Traum. Diesen verfolgt er und setzt wirklich alles daran, dass sich dieser erfüllt.  Was halte ich von diesem Buch? Ich muss sagen, 1152 Seiten sind wirklich viel, doch ich gebe auch zu, ich bin ein Liebhaber dicker Wälzer. Kein Buch kann für mich dick genug sein. Umso mehr hat man nämlich dann von der Geschichte, solange sie nicht mit völlig überflüssigen, langen Seiten gefüllt ist. Leider gab es diese in dem mir vorliegenden Buch, was für mich einige Längen entstehen ließ und mich teilweise wirklich nervte. Es war zwar schön zu sehen, wie der Autor hier viele, tolle Details einbrachte, doch gab es teilweise Dinge, die man meiner Meinung nach hätte weglassen können. So zog sich die Story einfach nur in die Länge. Das war aber nun auch schon der einzige Grund, weshalb ich einen Stern abziehen muss. Denn es gelang mir äußert gut, gleich zu Beginn in die Geschichte einzutauchen. Man konnte sich in die historischen Orte hineinversetzen und lernte auch gleich zu Beginn die toll, ausgearbeiteten Charaktere kennen. Der Schreibstil war sehr einfach, glich jedoch einem Geschichtenerzähler, es wurde also aus Sicht einer dritten Person erzählt, aber so ließ sich das Buch einfach sehr gut weg lesen. Auch die Spannung wurde in dem Buch aufgebaut. Doch dies geschah sehr langsam, wie es sich für einen historischen Roman gehört. Zum Ende hin war man dann ganz gespannt, wie der Autor die Story enden lassen würde. Alle Charaktere des Buches waren wirklich vielfältig. Man musste schon am Ball bleiben, um hier nicht den Faden zu verlieren. Doch auch das war für mich kein Problem. Besonders toll fand ich natürlich Michel. Er hatte es wirklich nicht einfach und musste mit so viele Rückschlägen hinnehmen. Doch besonders toll fand ich, dass er sich niemals unterkriegen ließ. Das bewies somit seine Stärke. Der Autor schaffte es, hier einen Charakter zu zaubern, er einen nicht nur richtig gut unterhalten konnte, sondern der einen nicht mehr loslassen wollte. Ich konnte mir ihn schon fast im wahren Leben vorstellen, so detailliert wurde er beschrieben. Aber auch alle Nebencharaktere gefielen mir richtig gut.  Das Cover des Buches ist nichts Besonderes, jedoch sieht man, dass es sich hier um einen historischen Roman handeln muss. Es wurde also sehr gut gewählt.   Fazit: Ein MUST READ für alle Liebhaber von historischen Büchern. Mit tollen ausgearbeiteten Charakteren und einer wirklich interessanten Story, konnte mich der Autor voll und ganz von seinem Werk überzeugen und so die Längen, die beim Lesen entstanden sind, wieder übertünchen. - Cover: 3/5 - Story: 4/5 - Schreibstil: 5/5 - Charaktere: 5/5 - Emotionen: 4/5 Gesamt: 4/5 Palmen © Sharons Bücherparadies

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  • Hier kommt trotz der Länge keine Langeweile auf

    Das Salz der Erde
    Aleshanee

    Aleshanee

    28. February 2015 um 10:00

    Zum Inhalt (Verlagseite) Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ... Meine Meinung Der lange Prolog gibt einen guten Einstieg in die Geschichte - bei der Dicke des Buches durfte der auch gerne so lang sein ;) Der Protagonist Michel wächst mit seinen Geschwistern als Leibeigener des herrischen und brutalen Guiscard de Thessy auf, doch ihrem Vater gelingt es, mit ihnen in die nahe Stadt Varennes zu fliehen. Dort bekommen sie Hilfe von Herrn Caron, einem dort ansässigen Kaufmann und Michel entwickelt eine sehr gute Freundschaft zu dessen Sohn Gaspard. Die eigentliche Geschichte beginnt, als Michel mit gerade 22 Jahren erste Erfolge in seiner kaufmännischen Lehre erzielt. Es gibt viele überraschende Wendungen und ich hab das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen! Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und sehr flüssig. Trotz der vielen, hauchdünnen Seiten kam ich superschnell voran und es wurde bis auf ein paar kleine Stellen nie langweilig! Aber die sind wirklich kaum erwähnenswert, denn Daniel Wolf hat es tatsächlich geschafft, trotz der Dicke immer wieder abwechslungsreich und unterhaltsam zu erzählen. Michel de Fleury ist ein sehr sympathischer Protagonist. In Armut aufgewachsen hat er es zu einem angesehenen Kaufmann gebracht und weiß somit sehr gut, die Schwierigkeiten des Alltags zu verstehen und zu meistern. Doch natürlich werden ihm viele Steine in den Weg gelegt, sei es durch die Habgier und Willkür der Obrigkeit, durch den machtgierigen Aristide de Guillory oder den unsäglichen Streit der Kaufmannsgilde, der seine gute Freundschaft zu Gaspard in Frage stellt. Durch seine Ausstrahlung als Worführer wird Michel oft in eine Rolle gedrängt, die er gar nicht anstrebt, doch die Herausforderung fördert sein ganzes Geschick zutage, auch wenn ihm nicht immer eine friedliche Lösung gelingt. Gewalt und Krieg sind ihm ein Gräuel, aber er ist auch nicht so naiv, um davor die Augen zu verschließen. Aber er hat auch seine Ecken und Kanten, was ihn noch authentischer macht! Einige Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen, andere hätte ich gerne zum Teufel gejagt :D Große Überraschungen gab es hier nicht, von ihrem Wesen her waren alle schnell durchschaubar, dafür war die Handlung aber sehr verschlungen und hat mich von Anfang an begeistern können! Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Michel erzählt und spielt in der fiktiven Stadt Varennes in der Zeit von 1173 bis 1206. Aber es kommen auch ein paar andere Figuren zu Wort, wodurch man einen guten Einblick alle Handlungsabläufe bekommen hat. Es wirkte auf mich sehr gut recherchiert, auch durch die anschaulichen Details und die einfache, stimmige Sprache. Im Anhang gibt es auch ein paar Infos zu den historischen Hintergründen und ein Glossar zu den gebräuchlichen Redewendungen aus der alten Zeit. Ich hab ja schon einige historische Romane gelesen, aber auch hier wieder neues erfahren. Es ist jedes Mal wieder total spannend, wie die Verhältnisse damals zwischen den Schichten geregelt und ausgespielt wurden - das kann man sich heutzutage kaum noch vorstellen. Gerade der Umgang zwischen den Mächtigen und dem Fußvolk war teilweise sehr entwürdigend, ohne eine Chance, sich jemals zu wehren. Braucht ein Bischof grade zufällig ein Schiff, ist für den "kleinen" Kaufmann halt der nächste Auftrag flöten gegangen - selbst wenn er Pleite geht muss er selber schauen, wie er damit zurecht kommt. Willkür und Machtgier spielen eine große Rolle, ich frag mich nur immer, ob sich da wirklich so viel geändert hat ;) Die Handelsware Salz hat keine so große Rolle gespielt, wie der Titel vermuten lässt. Im Vordergrund standen aber die Händler und die Kaufmannsgilde, die ein wichtiger Bestandteil in Michels Leben sind. Kriege, Kreuzritter, Aberglauben, Diebstahl, Mord, Entführung - die Geschichte ist wirklich voll bepackt mit allem, was das Herz begehrt. Fazit Ein historischer Roman mit allem, was man sich wünscht. Hier hat einfach alles gestimmt und die Handlung hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen. Für Fans dieses Genre auf jeden Fall empfehlenswert. Lasst euch nicht durch die Seitenzahl abschrecken ;) © Aleshanee Weltenwanderer Michel de Fleury 1 - Das Salz der Erde 2 - Das Licht der Welt

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