Die Gabe des Himmels

von Daniel Wolf 
4,8 Sterne bei29 Bewertungen
Die Gabe des Himmels
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Mel82s avatar

Ich habe die Fleury Familie von Anfang an begleitet und fand dieses Buch absolut gelungen. Es hat mich von Anfang gefesselt und begeistert.

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Sehr unterhaltsam und fesselnd.

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Inhaltsangabe zu "Die Gabe des Himmels"

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442483198
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:672 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:19.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 19.03.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

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    CosmoKramervor 3 Monaten
    Kaufmannsfamilie de Fleury zum vierten - Das Mittelalter lebt weiter!

    Varennes im Jahre 1346: Adrien de Fleury kehrt nach gescheitertem Studium der Medizin zurück in seine Heimatstadt. Hier möchte er ab jetzt leben. Er wird Wundarzt, aber kein Gelehrter, was ihn zu dieser Zeit nur zu einem kleinen Handwerker macht. Aber er sieht die ganze Medizin anders als seine Kollegen und macht sich bald einen Namen und Feinde. Besonders als die Pest in Varennes ausbricht kann, nein muss er zeigen was er kann. Doch die Liebe zu einer Frau, Lea, lässt ihn so manches bestehen. Da Lea aber eine Jüdin ist macht er sich auch hier erneut Feinde. Der immer stärker werdende Judenhass im ganzen Reich, sorgt dafür das Adrien sich zwischen seiner großen Liebe und seiner Familie entscheiden muss. Und welche entscheidende Rolle spielen auch noch sein Bruder und sein Vater? Und was hat es mit der Flagelantenbewegung auf sich? Wird Varennes und nicht zuletzt Adrien das alles überstehen?


    956 Seiten hat dieses monströse Buch. Schreckt diese Seitenzahl ab? Nicht wenn man weis was zu was Daniel Wolf, als Autor, imstande ist. Meisterwerke zu produzieren. Und das ist noch untertrieben. An dieser Stelle könnte ich jetzt eigentlich Seitenweise Lobeshymnen auf dieses Buch schreiben. Aber ich versuche mal sachlich zu bleiben und schwärme mal nicht ganz so abgehoben auch wenn es dieser Roman verdient hätte. 

    Also ich kann mich an kaum ein Buch erinnern welches in der Lage war echte Gefühle auszulösen. Lachen, zittern, erschrecken. zusammenzucken, hoffen und bangen und nicht zuletzt sogar weinen. Ja richtig ich saß während des lesens tatsächlich mit nassen Augen danieder und es floss sogar die ein oder andere Träne. Ich gebe es hier gerne zu. Ein größeres Kompliment kann ein Autor doch gar nicht bekommen. 

    Die Story ist von vorne bis hinten durchdacht. Die Erzählsprache ist nicht allzu kompliziert. Den roten Faden verliert man als Leser eigentlich nie. 

    Die Charaktere sind fantastisch gezeichnet. Sie wirken allesamt nicht abgehoben und auch im Verlaufe des Romans nicht deplatziert. Jeder Protagonist zeichnet sich durch unverkennbare Eigenschaften aus und lässt ihn einzigartig und interessant erscheinen. Man hegt Sympathie für die einen und Antipathie für die anderen. 

    Das ganze funktioniert aber nur durch gründliche Vorbereitung. Ein solches Mittelalterepos schreibt man nicht mal ebenso. Wieviel Zeit wird hier wohl alleine für die Recherche draufgegangen sein. Wahrscheinlich eine ganze Menge, denn es ist ganz erstaunlich wie es Daniel Wolf schafft die Wahrheit mit der Fiktion so in sich zu verflechten das dabei ein Buch dieses Ausmaßes entsteht. Es sollte verfilmt werden. Daniel Wolf gehört nicht erst seit diesem Teil der Reihe zu den großen Namen der deutschsprachigen Literatur. 

    Ich hoffe das dies nicht der letzte Teil dieser Reihe sein wird. Die Möglichkeit für eine Fortsetzung gibt sich der Autor am Ende des Buches ja schon selbst. 

    Für mich jedenfalls wird es schwer sein ein Buch zu finden, welches an dieses heranreicht. 

    Mein persönliches Buch des Jahres 2018! 

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    Jen_loves_reading_bookss avatar
    Jen_loves_reading_booksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr unterhaltsam und fesselnd.
    Sehr unterhaltsam und fesselnd

    Die Gabe des Himmels

    von

    Daniel Wolf



    Inhalt:

    Anno Domini 1346.
    Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt.
    Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos.
    Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne.
    Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung.
    Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr.
    Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...



    Cover:

    Ein typisches Cover für einen historischen Roman.
    Momentan sehen die irgendwie alle gleich aus.



    Meinung:

    Da der Schreibstil recht locker gehalten wurde, war der Einstieg in diesen Wälzer überhaupt kein Problem.
    Die Sätze fliessen nur so dahin, so dass es wirklich Spaß macht dem Leben dund Treiben der Familie Fleury, speziell Adrien ( Adrianus ) zu folgen.
    Da ich die vorherigen Teile nicht gelesen hatte ( habe mir aber nun alle vorherigen Teile zugelegt ), hatte ich zunächst Bedenken, ob ich der Geschichte überhaupt ohne Weiters folgen könnte.
    Aber wie sich herausstellte, waren meine Bedenken überflüssig. Denn jedes Buch handelt von einer anderen Generation der Familie Fleury, mit ihren eigenen Problemen und den Widrigkeiten des jeweiligen Jahrhunderts.
    In diesem historischen Roman werden die typischen Probleme der unterschiedlichen Bevölkerungsschichten des 14. Jahrhunderts, fantastisch aufgezeigt und genauestens beschrieben.
    Der Roman ist sehr gut recherchiert und unterhaltsam umgesetzt.
    Die Probleme der damaligen Städte werden dargelegt.
    Leere Stadtkassen trotz hoher Steuern, wegen der Verschwendungs- und Geltungssucht der Patrizier, der ständige Kampf des Proletariats gegen die Obrigkeiten und die Ungerechtigkeiten im Allgemeinen, die Pest hält Einzug und dezimiert die Bevölkerung in Europa um ein Vielfaches und die Probleme der Juden in Varennes ( und auch anderswo), ihre Ausgrenzung durch die Christen und die ständigen Schuldigen für alles Schlechte dieser Welt.
    Überhaupt wird hier der religiöse Wahn und seine desaströsen Auswirkungen derart glaubhaft dargestellt, dass sich mir so manches Mal die Nackenhaare, über die Verblendung und die Borniertheit dieser Menschen, aufstellten.
    Alle diese Themen in einem Buch vereint und darin eingebettet eine kleine, aber unmögliche Liebesgeschichte zwischen einem Christen und einer Jüdin.

    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
    Hier gibt es schon eine klischeehafte Einteilung von Gut und Böse, aber einige Charaktere dürfen sich auch weiterentwickeln oder als geläutert betrachtetet werden, um dann eine Persönlichkeitsentwicklung durchzumachen und gerade die gesunde Mischung empfinde ich als sehr gelungen.
    Der Schreibstil ist, wie schon angedeutet, eine wahre Freude.
    Sehr flüssig zu lesen, unglaublich unterhaltsam geschrieben.
    Ich habe überhaupt keine Längen bemerkt und das soll bei einem historischen Roman von fast 1000 Seiten, schon etwas heißen.
    Tatsächlich hatte ich den dicken Schinken schneller durchgelesen, als ich dachte.




    Fazit:

    Historische Romanelese ich eher selten, da mir die meisten zu öde sind, aber dieser hier hat mir richtig gut gefallen.
    Die Geschichte um die Familie Fleury ist sehr einnehmend und hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.



    Empfehlung:

    Kann ich uneingeschränkt Fans von Historischen Romanen empfehlen und Lesern, die vielleicht mal dieses Genre ausprobieren möchte.



    Von mir gibt's:

    5 von 5 Sternen

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch zeigt deutlich wie es im Mittelalter zuging, die Pest, die einzelnen Stände ... die Arbeit eines Medikus, Macht und Intrigen ...
    Genialer Vierter Band der Fleury-Reihe

    Wir steigen in dieser Fortsetzung - die man aber gut und gern auch separat und losgelöst von den Vorgängern lesen kann - im Jahr 1346 in die Handlung ein. Adrien de Fleury will Medicus werden, allerdings ist er nicht damit einverstanden, wie man ihm an der Universität Wissen vermittelt, es ist ihm zu einseitig - so ist er auch nicht allzu traurig, als er wegen eines Vorfalls vorzeitig, die Prüfungen waren nicht mehr weit, in Unehren entlassen wird.

    Er kehrt nach Hause zurück, der Vater geht in einen Orden, es ist nichts mehr wie es war, es passiert viel, wir lernen den Bruder und seine Familie kennen, lernen die Frau kennen, die Adrien in sein Herz schließt .... Allerdings kann erst einmal aus dieser Liebe nichts werden ... warum ? Das verrate ich nicht, lest selbst ...

    Im Verlauf des Buches gibt es Auf und Ab - Liebe, Machtspielchen, Intrigen und Krankheiten, die schlimmste Krankheit damals überhaupt hällt Einzug und Adrien versucht, sie zu bekämpfen ... Schafft er es ???

    Das Mittelalter lebt auf, Wolf schafft es auch mit diesem historischen Roman um die Familie in Varennes wieder einmal, diese Zeit lebendig werden zu lassen. Ich fühlte mich wohl in die Handlung - wurde kurzweilig und spannend unterhalten und konnte das Buch kaum zur Seite legen.

    Schicksalhaft möchte man sagen, spinnt sich alles durch diese Handlung - die Charaktere werden in ihren Handlungen sehr gut beschrieben und die Schreibweise des Autors passt perfekt zum Mittelalter und zum Genre historischer Roman, man fühlt sich bildhaft unterhalten, ich könnte mir sehr gut eine Verfilmung vorstellen, wobei schon das Buch wie ein Film vor meinem geistigen Auge vorbeizog.

    Super genial - gern mehr !!!

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    AUSGEbuchT-PetraMolitors avatar
    AUSGEbuchT-PetraMolitorvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Besser geht es nicht.
    Großartig, großartig, großartig: Historischer Roman der Superlative

    Großartig, großartig, großartig: Historischer Roman der Superlative

    Die Fakten:

    Am 19. März 2018 ist im Goldmann-Verlag mit „Die Gabe des Himmels“ der vierte Band der Fleury-Saga von Autor Daniel Wolf erschienen. Die Taschenbuchausgabe umfasst 960 Seiten und ist für 9,99 Euro im örtlichen Buchhandel und auf allen gängigen Verkaufsplattformen erhältlich. Weiterhin verfügbar sind das E-Book, eine Audio-Fassung und ein Hörbuchdownload.

    Hinter dem Pseudonym Daniel Wolf verbirgt sich Christoph Lode.  1977 geborene Schriftsteller war  u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik tätig, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen „Das Salz der Erde“, „Das Licht der Welt“ und „Das Gold des Meere“ stürmte er die Bestsellerlisten und schuf sich eine große Fangemeinde. Der Autor lebt mit seiner Frau und den Katzen in Speyer, einer der ältesten Städte Deutschlands.

    Wie es aussieht:

    „Die Gabe des Himmels“ reiht sich ansatzlos in die Gestaltung der Vorgängerbände ein. Ich finde die Titelbilder, die Bezug nehmen auf die Buchmalerkunst, die in der Handlung eine bedeutende Rolle spielt, sehr gelungen. Hoher Wiedererkennungswert. Auch die im Umschlag enthaltenen Karten sind wertvoll, sie helfen, sich Varennes-Saint-Jacques bildlich besser vor Augen führen zu können.

    Um was es geht (Klappentext des Verlages):

    Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...

    Wie es mir gefallen hat:

    Kurz und knapp: Hervorragend.

    Ich durfte Christoph Lode in diesem Jahr bei einer Lesung zu „Die Gabe des Himmels“ live erleben. Das war mein erster Kontakt mit dem Schriftsteller. Ich fand ihn sehr sympathisch und war sofort von der Story angefixt. Also startete ich von Anfang an in die Saga, die insgesamt bis jetzt fast 4.000 Seiten umfasst. Von Beginn an war ich komplett gefesselt von den Ereignissen um die Familie Fleury. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint, gehandelt, gute und schwere Zeiten durchgemacht. Lodes Schreibstil ist flüssig zu lesen, mitreißend, bildgewaltig und historisch  perfekt recherchiert. Seine Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und vielschichtig. Man merkt, wie viel Wert darauf gelegt wird, die handelnden Personen zu skizzieren. Der Leser wird mitgenommen auf eine unterhaltsame, aber auch lehrreiche Reise ins Mittelalter.

    Daniel Wolf/Christoph Lode schreibt auf einem Niveau, das ich bisher nur von Rebecca Gablé kannte. Ihre Waringham-Reihe war für mich stets das absolute Maß der Dinge, Christoph Lode macht ihr den Platz an der Spitze des Genres allerdings streitig und braucht den Vergleich mit der „Grande Dame des historischen Romans“ nicht ansatzweise zu scheuen.

    Die Bände sollten in der Reihenfolge ihres Erscheinens gelesen werden, sonst gehen dem Leser viele bedeutsame  Handlungsstränge und Beziehungen  verloren. Zu „Das Gold des Meeres“ ist eine E-Book-Only-Kurzgeschichte mit dem Titel „Der Vasall des Königs“ erschienen. Diese ist allerdings nicht notwendig, um die weiteren Bände zu verstehen.

    Zu meinem größten Bedauern hat Christoph Lode im Juni 2018 in seinem Newsletter mitgeteilt, dass er momentan nicht weiß, ob, wie und wann die Reihe weitergeführt wird. Er bräuchte erst einmal eine Pause von den Fleurys und arbeite an einem neuen Stoff. Auch wenn das für Fans wie mich eine traurige Nachricht ist, kann ich die Beweggründe sehr gut nachvollziehen und freue mich schon auf Neues vom Autor. Ich bin mir sicher, dass ich auch davon begeistert sein werde.

    Leider kann ich nur 5 von 5 Sternen vergeben. Die Fleury-Saga ist ein Muss für jeden Fan historischer Romane.






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    leaslesezaubers avatar
    leaslesezaubervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: 1000 Seiten geballte Unterhaltung und Spannung, so wünsche ich mir historische Romane!!!
    Ich konnte nicht aufhören zu lesen

    Das Cover ist passend für einen historischen Roman und hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe vorher immer mal wieder von dem Autor gehört und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wollte ich dann auch endlich mal ein Buch von ihm lesen! Leider hätte ich mich genauer erkundigen sollen da es sich hier um den 4. Band einer Reihe handelt, rund um die Familie Fleury. Das war jetzt nicht besonders schlimm, da es sich ja trotzdem um eine eigene Geschichte handelt aber es ist doch nicht schlecht wenn man vorher die anderen Teile auch schon Gelsen hat. Ich werde das eventuell noch nachholen, da der Autor einfach einen tollen Schreibstil hat.

    Dann kommen wir mal zu dem Schreibstil, der erstmal sehr bildhaft ist, was ich besonders mag und vor allem bei der Seitenanzahl eine wahnsinnige Leistung ist. Der Leser wird entführt und durch die Geschichte getragen, die Seiten verfliegen und die Spannung ist die ganze Zeit greifbar.

    Die Charakter sind alle mit tollen Charakterzügen gezeichnet, jeder hat eine richtige Persönlichkeit nicht einer wirkt aufgesetzt oder unrealistisch. Natürlich habe ich besonders Lèa in mein Herz geschlossen, was aber nicht nur am Namen liegt sondern auch an ihrer Ausstrahlung. Daniel Wolf hat wirklich ganze Arbeit geleistet!!!

    Einziger Minuspunkt war, dass manche Stellen relativ schnell abgehandelt wurden, für meinen Geschmack etwas zu schnell. Dadurch kamen mehrere Dinge zum Ende wohingegen andere Stellen relativ lang gezogen waren. Da hätte ich mir etwas mehr Ausführung gewünscht. Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau schließlich sprechen wir sowieso schon von 1000 Seiten, der Autor hätte also anbauen müssen um manche dinge noch weiter führen zu können. Außerdem wäre das Buch dann wohl recht unhandlich!


    Fazit:


    Ein Buch, dass einen mitreißt und man fliegt nur so durch die 1000 Seiten am Ende habe ich mir gewünscht nicht mehr aufzuhören mit der Geschichte denn auch die Thematik war spannend und die Protagonisten und Charaktere einfach toll beschrieben. Ein wirklich interessanter historischer Roman und ich bin richtig traurig die ersten drei Bände nicht zu kennen, ich hoffe das kann ich zeitlich mal nachholen!

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    Jessica_Dianas avatar
    Jessica_Dianavor 5 Monaten
    guter Historischer Roman

    Ich bin ehrlich, aber ich hab schon lange kein Buch mehr gelesen, welches derart viele Seiten hat. Zu Beginn hat es mich etwas geschockt, dass die Seitenanzahl so "hoch" war: hier kommt meine Rezi:

    Der 4. Teil der Fleury-Saga:Im Jahr 1346 treffen wir die Familie Fleury in Varennes-Sint-Jacques wieder. Ungefähr zwei Generationen liegen zwischen den Geschehnissen in „Das Gold des Meeres“ und diesem Teil.
    Varennes hat sich verändert..., eine Handvoll reicher Patrizier hat das alleinige Sagen. Die Handwerker und einfachen Leuten werden ausgebeutet und die Juden sehen sich zunehmender Feindlichkeiten ausgesetzt. César Fleury hat es als Kaufmann zu Reichtum gebracht. Doch sein Vater Josselin verschenkt den Großteil des Besitzes an das Kloster und nun steht er praktisch mittellos da. Sein Bruder Adrianus kehrt nach einem Medizinstudium in Montpellier nach Hause zurück, um als Wundarzt zu praktizieren. Bald lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen.
    Als die Pest über Varennes herfällt und erbarmungslos wütet, ändert sich alles.

    Vorab möchte ich erwähnen, dass ich die anderen Teile nicht kenne und deswegen nicht wusse, was ich von dem Buch erwarte. Ich lese nicht oft historische Romane, doch dieses Buch hat mir zugesagt. Man kann sich regelrecht in die Zeit hineinversetzen und die unterschiedlichen Perspektive der Menschen (Juden, Christen, Kaufmänner usw.) zeigen deutlich, wie die Denkweisen zu der damaligen Zeit gewesen sein mussten.

    Neben den Hauptcharaktetren César und Adrianus ist Daniel Wolf auch dieses Mal mit der Jüdin Léa eine starke weibliche Hauptfigur gelungen.

    Ich bin sehr gespannt,ob der Autor uns auch eines Tages wieder in die Welt des Mittelalters entführen wird

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    Eliza08s avatar
    Eliza08vor 6 Monaten
    Die Pest in Varennes

    Daniel Wolf alias Christoph Lode hat wieder mal einen historischen Roman geschrieben, der mich für ein paar Stunden in eine mittelalterliche Stadt entführt und wo man das hier und jetzt komplett vergisst.

    Das Cover passt sehr gut zu den vorherigen drei Büchern und macht somit auch optisch etwas her. Sehr schön gestaltet ist der Klappumschlag, vorne findet sich die Karte der Stadt Varennes, hinten ist Europa zur damaligen Zeit mit seinen wichtigen Städten abgebildet. Zu Beginn bekommen wir Leser durch ein Personenverzeichnis einen guten Überblick über die handelnden Personen. Insgesamt gliedert sich der Roman in drei Bücher, wobei man ganz klar sagen muss, dass das dritte Buch das Kürzeste ist.

    Sehr gut gefallen hat mir, dass wir wieder die Familie Fleury begleiten dürfen und mit ihr einen Einblick in das Leben der Kaufleute, Handwerker und Bürger in einer mittelalterlichen Stadt bekommen. Es sind nicht so sehr die Mächtigen und Reichen, die im Mittelpunkt stehen, sondern die einfachen Menschen. Es geht somit weniger um historische Persönlichkeiten, sondern mehr um den einfachen Mann und die einfache Frau.

    Herausragend finde ich in diesem Buch die Zeichnung der Figuren und ihre Entwicklung. Gerade Adrianus und Cesar Fleury, die ungleichen Brüder, sind für mich absolute Protagonisten, die ich ins Herz geschlossen habe. Besonders herausheben möchte ich Cesar, der in diesem Roman eine sehr glaubwürdige Wandlung durchlebt und damit zu einem ungemeinen Sympathieträger des Romans wird.

    Ein großes Thema des Romans sind die Arbeiten des Medicus, des Wundarztes und der Kräuterkundigen. Der Leser erfährt sehr viel Informatives und Interessantes, auch was die Rangordnung in der Gesellschaft, die Ausbildung, das Herstellen von Arzneien angeht. Die Behandlung der Pest stellt allerdings alle Berufsgruppen vor ein Problem und bringt selbst den besten Arzt an seine Grenzen.

    Ein weiteres Thema des Romans sind die fanatischen Glaubensbruderschaften, in diesem Roman die Flagellanten. Die Gruppen verschafften sich aufgrund von Missständen Gehör und gewannen so immer mehr an Einfluss. Ein Thema welches sich leider öfters durch die Geschichte und damit auch durch Romane zieht ist der Hass auf die Juden. Sie wurden nicht nur wie allgemein bekannt für die Pest verantwortlich gemacht, sondern auch für Armut, Misswirtschaft und viele andere Dinge. Ein Volk was wahrlich genug Hass, Angst und Zorn ertragen muss. Tragen wir heute Verantwortung dafür, dass dies nie mehr geschieht!

    Der Schreibstil des Autors ist wie immer sehr angenehm und gut zu lesen. Die knapp 1000 Seiten vergehen wie im Fluge und sind ruck-zuck gelesen. Erstaunlich ist auch, dass der Autor es zum Ende seines Romans schafft, alle losen Fäden zusammen zu führen, ohne dass es zu sehr konstruiert wirkt. Der Leser hat zu keiner Zeit das Gefühl dem Autor nicht folgen zu können oder zu sehr im Unklaren gelassen zu werden. Ein durch und durch spannender Roman, der vor allen Dingen von der Empathie des Lesers mit den Protagonisten lebt und der herausragenden Zeichnung der Figuren.

    Ein wirklich sehr, sehr guter historischer Roman der mich wieder restlos begeistert hat. Ich kann diesen Roman nur empfehlen und wünsche mir, dass die Fleurys noch viele, viele Fans bekommen. Mein Dank geht auch an meine Mitleserinnen der Leserunde bei Büchereule.de und Daniel Wolf, der bereitwillig sich unseren Fragen gestellt hat.

    Auch bedanke ich mich herzlich bei der Verlagsgruppe Random House, dem Goldmann Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

     

     

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 6 Monaten
    Das Buch kann locker mit den großen Namen mithalten

    Eines Mal Vorweg, wenn man das Buch gelesen hat muss man wirklich Teil 1 – 3 auch noch lesen, denn es macht große Lust auf mehr. Was ich nicht wusste, dass es schon der vierte Teil der Kaufmannsfamilie Fleury ist.

    Wir schreiben das 14. Jahrhundert, Adrien Fleury hat einen großen Wunsch er möchte gerne Arzt werden. Der junge Mann springt aus einer guten situierten Kaufmannsfamilie und kann sich aufgrund dessen auch die Universität von Montpellier leisten. Die Stadt blüht auf, Handwerker und das Bürgertum wächst. Eigentlich könnte jeder zufrieden sein, eigentlich aber die ärmeren Bürger der Stadt fühlen sich durch den Rat immer weiterbenachteiligt. Aber die Eifersucht und der Neid gehen noch weiter und man prangert die Juden an, dadurch resultiert sogar der aufsteigende Hass gegen diese Religionsgemeinschaft. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommen erste Gerüchte auf das aus Italien eine große Seuche in die Stadt vordringt. Durch sein Studium der Medizin kann Adrien Fleury seine bisher erworbene Kenntnisse als Wundarzt während der Ausbreitung anwenden. Aber wird sich die Stadt von den Konflikten und der Seuche nochmal erholen können?

    In der Geschichte von Daniel Wolf geht es in erster Linie um das Thema der Medizin, natürlich hat der Autor die schlimmste Zeit von Europa dazu genutzt um seine Handlung dort spielen zulassen. Wenn man ehrlich ist, interessiert uns doch sehr die Zeit um die Pest um ihrer Ausbreitung, damit hat der Autor schon mal viele Leser in den Bann gezogen.

    Was ich auch sehr interessant fand ist das hier auch das Thema der Judenverfolgung aufkam, Sie wurden für alles Schlechte der Menschheit verantwortlich gemacht. Das dadurch die Bevölkerung gespalten wurde kann ich mir gut vorstellen, denn der Hass gegen diese Menschen wurde durch den aufkeimenden Wohlstand immer größer. Da man grundsätzlich die Schuld immer bei einem anderen zu dieser Zeit gesucht hat, kamen die Juden der besseren Hälfte der Bevölkerung gerade recht.

    Ich mochte diese Mischung sehr, der Schriftsteller hat ein Bildgewaltigen Roman geschrieben in dem man sich als Leser schon verlieren kann. Was mir immer besonders wichtig ist, dass ich als Leser mir ein Bild vor Augen zeichnen kann wie es damals ausgesehen hat und das hat Daniel Wolf bei mir geschafft. Deswegen bekommt er von mir 5 von 5 Sternen dafür!

     

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Großartig! Hier hat alles gepasst und ich konnte es gar nicht aus der Hand legen!
    Hier fliegen die Seiten nur so dahin: rundum wunderbar gelungen!

    Die ersten beiden Bände der Reihe waren großartig, der dritte hat dann meiner Meinung nach etwas nachgelassen und deshalb war ich gespannt, wie wohl der vierte Teil auf mich wirken wird. Mit 960 Seiten ist es schon ein ganz schön dicker Schinken und was soll ich sagen: ich bin nur so durch die Seiten geflogen!

    Daniel Wolf hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut zu fesseln und ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen!

    Mittlerweile sind wir im 14. Jahrhundert angelangt und ich war sehr fasziniert von den vielen Details zur Medizin, dem Handwerk und dem Leben aus dieser Zeit, die der Autor detailliert eingeflochten hat, ohne jedoch mit all dem Wissen zu langweilen. Vielmehr wurde die Geschichte dadurch lebendig und konnte in all ihrer Authenzität beeindrucken.

    Im Mittelpunkt steht Adrien Fleury, Adrianus genannt, da er als Medizinstudent den lateinischen Namen angenommen hat. Die Ärzte zur damaligen Zeit, also da kann man froh sein dass sich da einiges getan hat, denn die Methoden waren schon ziemlich brachial, um es mal einfach auszudrücken. Der Unterschied des "gelehrten Physicus", der nur sein Fachwissen vom Stapel lässt, entgegen dem Handwerker und "Knochenbrecher", der sich tatsächlich um die Kranken und ihre Symptome kümmert, war sehr eindrucksvoll! Adrianus hat es nicht leicht, aber er geht seinen Weg und macht eine große Entwicklung durch.
    Wie übrigens alle Figuren, sei es sein geldgieriger Bruder César oder auch die Jüdin Léa, die mit ihrer Familie im Judenviertel der Stadt Varennes lebt. Die Problematik der Juden wurde hier sehr gekonnt aufgegriffen; sei es der Hass und das Unverständnis von den Christen, aber auch die vielen Versuche, die Völker dieser beiden Religionen friedlich zusammenleben zu lassen.
    Natürlich gibt es auch einen Bösewicht, der ständig für Unruhe sorgt und auch wenn hier manches vorhersehbar war, war ich nie gelangweilt und fühlte mich durchweg gut unterhalten!

    Dazu trägt auch der flüssige Schreibstil bei, der sich, trotzdem er der damaligen Zeit angepasst ist, super lesen lässt und eine einnehmende Atmosphäre schafft. Die Perspektiven wechseln dabei immer zwischen den Hauptfiguren, was ein übersichtliches Bild aller Ereignisse geschaffen und meine Neugier wie es weitergeht hochgehalten hat.

    Ich habe absolut nichts auszusetzen und fand es rundum gelungen!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    Erdhaftigs avatar
    Erdhaftigvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Fiese Bösewichte und liebenswerte Haudegen - dazu gut recherchierte Hintergründe - ergeben verquickt einen herrlichen Schmöker
    Abenteuerlich: Die Gabe des Himmels

    Auch der vierte Roman rund um St. Jacques-des-Varennes und die Familie Fleury ist eine Wucht. Anschaulich und spannend geht es jetzt im 13. Jahrhundert weiter, man erlebt die Auswirkungen der Pest samt Flagellanten und Antisemitismus ebenso lebendig mit wie den oft haarsträubenden Aberglauben. Fiese Bösewichte und liebenswerte Haudegen sind ebenso mit von der Partie als auch gut eingeflochtene historische Zusammenhänge. Dazu eine gute Geschichte, ein Sofa oder Liegestuhl in der Sonne, und dem Schmökern steht nichts im Weg.

    Wolf hat gut recherchiert und beschreibt das öffentliche Leben um 1346 in einer mittelalterlichen Stadt hervorragend: wie die Zünfte sich organisierten, wie das Rechtswesen funktionierte, den Unterschied zwischen akademischen Doktor und handwerklichem Chirurg ebenso wie das jüdische Leben im Getto. Hochspannend und kein bisschen langweilig vermengt Wolf seine Zutaten und lässt über 900 Seiten Schmöker entstehen.

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