Daniel Woodrell

 4 Sterne bei 159 Bewertungen
Autor von Winters Knochen, Der Tod von Sweet Mister und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Daniel Woodrell

Daniel Woodrell wurde 1953 in Springfield/Missouri geboren und wuchs in St. Louis und Kansas City auf. Als 17jähriger verließ er die Highschool um sich den Marines anzuschließen, wurde aber kurz darauf wegen Drogenkonsum wieder entlassen. Nach seiner Militärzeit besuchte er die University of Kansas und bekam ein Stipendium an der Iowa Writers School. Sein Romandebüt »Cajun Blues« erschien 1986. Für seinen Roman „Tomato Red“ erhielt er 1999 den Preis des amerikanischen P.E.N., im gleichen Jahr wurde sein Werk „Wer mit dem Teufel reitet“ verfilmt. Daniel Woodrell lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Katie Estill, in Missouri.

Neue Bücher

Zum Leben verdammt: Roman
Neu erschienen am 20.08.2018 als E-Book bei Verlagsbuchhandlung Liebeskind.

Alle Bücher von Daniel Woodrell

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Daniel WoodrellWinters Knochen
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Winters Knochen
Winters Knochen
 (82)
Erschienen am 10.09.2012
Daniel WoodrellDer Tod von Sweet Mister
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Der Tod von Sweet Mister
Der Tod von Sweet Mister
 (30)
Erschienen am 11.11.2013
Daniel WoodrellIn Almas Augen
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In Almas Augen
In Almas Augen
 (23)
Erschienen am 13.07.2015
Daniel WoodrellTomatenrot
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Tomatenrot
Tomatenrot
 (7)
Erschienen am 25.01.2016
Daniel WoodrellIm Süden
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Im Süden
Im Süden
 (5)
Erschienen am 12.11.2012
Daniel WoodrellIm Süden: Die Bayou-Trilogie
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Im Süden: Die Bayou-Trilogie
Im Süden: Die Bayou-Trilogie
 (3)
Erschienen am 12.11.2012
Daniel WoodrellStoff ohne Ende
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Stoff ohne Ende
Daniel WoodrellZum Leben verdammt: Roman
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Zum Leben verdammt: Roman
Zum Leben verdammt: Roman
 (0)
Erschienen am 20.08.2018

Neue Rezensionen zu Daniel Woodrell

Neu
Janna_KeJasBlogs avatar

Rezension zu "Winters Knochen" von Daniel Woodrell

Ausgabe des Liebeskind-Verlags
Janna_KeJasBlogvor einem Monat

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Eine Odyssee ins Nirgendwo

Vorab muss ich direkt sagen, dass ich dieses Buch im Hochsommer gelesen habe – war nicht meine beste Idee! Es fiel mir zu Beginn wirklich schwer, mich auf den winterlichen Flair einzulassen, während die Sonne mit über 30°C auf mich schien …

… und auch die sehr detaillierten Beschreibungen ließen mich zuerst etwas distanziert lesen. Wer meine Rezensionen schon etwas länger liest weiß, dass ich davon kein großer Fan bin bzw. mich dies in den wenigsten Geschichten einnehmen kann. Nicht das ich es grundlegend als störend empfinde, es darf nur nicht sämtlichen Raum einnehmen. Davon jedoch lebt diese Geschichte und als ich mich darauf einließ, konnte sich mich auch einnehmen.
Denn so ist es leider mit unseren Erwartungen, hier am Beispiel Klappentext – manchmal sind diese Erwartungen gänzlich eine andere als was man zwischen den Seiten antrifft. Es geht weit über den androhenden Gerichtstermin und dem Finden des Vaters hinaus. Ich wurde mitten ins Nirgendwo geworfen, in ein gänzlich anderes Leben mit seinen ganz eigenen Regeln.

Die Suche nach Jessup Dolly, ist nur der Ausgangspunkt, ein Teil der Geschichte. Vielmehr geht es um seine 16jährige Tochter Ree Dolly, die sich hingebungsvoll um ihre zwei kleinen Brüder und ihre psychisch erkrankte Mutter kümmert. Eine junge Heranwachsende die viel älter ist, als man aufgrund ihres Alters vermuten mag.
Ein Leben das von Gewalt bestimmt ist, bei dem der Name über die Zukunft entscheidet. Eine Geschichte über das Überleben.

Ree trägt die Verantwortung. Sie bringt ihren Brüdern bei, was sie über das Leben und zum Überleben wissen müssen. Auf sich allein gestellt, während ihre Mutter im Schleier verschiedener Pillen den Tag verbringt und ihr Vater in den Meth-Küchen der Umgebung verschwindet. Doch dann steht das Gesetz vor der Tür und Ree läuft Gefahr alles zu verlieren. Während Ree sich auf die Suche nach ihrem Vater begibt, damit er rechtzeitig – lebendig oder tot – rechtzeitig vor Gericht erscheint, lässt sie mich für einen kurzen Zeitraum an ihrem Leben teil haben.

Das Leben auf der Farm, der Familien-Clan, die Angst. Und mittendrin Ree, ein junges Mädchen, welches zu früh eine Frau werden musste. Eine Heranwachsende die sich entgegen der unausgesprochenen Regeln verhält. Eine Frau die den Weg geht, denn sie gehen muss. Eine Geschichte die durch die Beschreibungen von Ree, ihren Gedanken und Gefühlen, besticht. Eingebettet im Nirgendwo. Ein Buch mit einem ganz eigenen Sog durch das Leben darin.

Ich denke zu einer anderen Jahreszeit hätte mich Rees Leben zu Beginn direkt gefesselt! Sollte ich es geschafft haben Euch neugierig zu machen, dann schnappt Euch das Buch an einem herbstlichen Nachmittag oder an einem klirrend kalten Abend im Winter. Mukkelt Euch in eine Patchwork-Decke und lasst Euch in Rees Leben entführen. Und ganz wichtig, blendet den leicht reißerischen Klappentext aus. Auch wenn Ree sich auf die Suche begibt, so ist das was wir als Leser*innen mit ihr finden etwas ganz anderes. Es ist die Geschichte einer jungen Frau die sich gegen Jahrzehnte alter Gegebenheit auflehnt, um das (gewohnte) Leben ihrer Familie zu sichern.

Meine Eindrücke zur filmischen Umsetzung könnt Ihr *hier* nachlesen.


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Viv29s avatar

Rezension zu "In Almas Augen" von Daniel Woodrell

Eine Stadt wird lebendig
Viv29vor 2 Monaten

Das Buch sollte nicht als Krimi vermarktet werden, denn das weckt falsche Erwartungen, wie man auch manchen Rezensionen entnehmen kann. Der Brand mit den vielen Todesopfern ist Aufhänger, ist der Punkt, am dem letztlich alles zusammenläuft, aber letztlich ist er Hintergrund. Es geht nicht darum, wer nun für diesen Brand verantwortlich ist. "In Almas Augen" schildert eine kleine trostlose Stadt aus den Augen verschiedener Bewohner, begleitet diese episodenhaft durch ihr Leben. Und dies geschieht auf elegante, mitreißende Weise. Die verschiedenen Blickwinkel erlauben es dem Leser, sich nach und nach ein umfassendes Bild zu machen, Lücken werden gefüllt, Fragen werden beantwortet, Zusammenhänge erschließen sich. In schöner, nie übertreibender, nie plakativer Sprache wird die Stadt mit ihren Leuten zum Leben erweckt, man spürt die Atmosphäre, oft auch die Hoffnungslosigkeit. Die bittere Armut von Alma, ihre Hingabe für ihre Familie, ihre Schicksalsschläge...man spürt es beim Lesen, man fühlt mit. Weniger Schriftsteller können mit so wenigen Worten so überzeugend eine literarische Welt erschaffen. Die Charaktere haben alle echte Persönlichkeit, sind nicht austauschbar, sind nicht einfach nur "gut" oder "böse", sondern wie im wirklichen Leben eine Mischung von beidem. Sie sind echt.

Wer das Buch als Krimi liest, oder wissen möchte, was nun bei dem Brand geschah, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Wer eine kleine Reise in diese trostlose Stadt unternehmen und das zwischenmenschliche Geflecht seiner Bewohner erforschen möchte, der wird das Buch genießen.

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Weltenwandlers avatar

Rezension zu "Tomatenrot" von Daniel Woodrell

Toller Schreibstil!
Weltenwandlervor 2 Jahren

Rezension zu


»Tomatenrot«
von Daniel Woodrell


Erscheinungsdatum: 25.01.2016
Verlag: liebeskind

Beschreibung:

Sammy Barlach ist ein Verlierer, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Eigentlich will er nur irgendwo dazugehören – und stolpert so zielsicher ins Verderben. Bei einem Einbruch in eine Villa trifft er auf zwei andere, ebenso planlose Wohlstandsplünderer: die neunzehnjährige Jamalee mit ihren kurzen, tomatenroten Haaren und ihren bildschönen jüngeren Bruder Jason. Endlich hat Sammy, was er immer gesucht hat: Familienanschluss – und ein bisschen mehr. Mit der Mutter der beiden, Bev, die sich ihren Unterhalt als Escortdame und gelegentlich als Polizeispitzel verdient, beginnt er eine Affäre, aber auch von Jamalee kann er die Augen nicht lassen. Doch die hat andere Pläne und will hoch hinaus, zumindest raus aus dem Sumpf von Venus Holler. Aus der Tatsache, dass die Hälfte aller Frauen der Stadt hinter Jason her ist, will sie Profit schlagen. Doch dann wird eines Morgens Jasons Leiche gefunden, und erst jetzt offenbart sich, wie tief dieser Sumpf wirklich ist.
Quelle: liebeskind Verlag

Wer jetzt einen klassischen Krimi erwartet hat, mit klaren Ermittler, Opfer und Täter, wird eine Überraschung erleben. Daniel Woodrell macht diesen Krimi zu einem Spiegel der heutigen Gesellschaftsschichten. In der Geschichte sah ich alles das, was ich sonst auch im wahren Leben wahrnehme, wie es um uns steht. Er schreibt, wie es ist, dass man schnell abrutschen kann, schwer aufsteigen, aber wir alle immer unsere Träume und Hoffnungen nie verlieren, ob wir es zugeben oder nicht. Der Autor übertreibt an keiner Stelle, alles wirkt realistisch und könnte so jeden Tag passieren.

Woodrell’s Umgang mit der Sprache und seine Erzählweise haben mich sehr beeindruckt und ich habe es sehr genossen. Er ist sehr kreativ in der Wort-und Satzfindung für Szenen. Hier schreibt er Vergleiche, um Ereignisse zu beschreiben, die an Originalität seines Gleichen suchen, die mir so bei anderen Autoren sonst nie aufgefallen sind (Was nicht bedeutet, dass es diese nicht gab!). Da rast ein Zug mit einer solchen Geschwindigkeit, wie ein Erdrutsch auf dem Weg zum Rendezvous mit der Flut, klasse!

Auch sonst war das Buch sehr gut zu lesen, da Daniel Woodrell auf komplizierte Satzstellung oder Fremdwörter verzichtet, er fesselt uns Leser mit seinem Stil.

Doch eines hat mir nicht gefallen, und das ist die Geschichte selbst, da muss ich dem Autor leider Punkte abziehen, denn diese wirkte auf mich nicht wirklich sehr spannend, was ich auch bei einem Roman erwarte, gerade von einem Meister des »Crime-Noir«.

Also wenn ihr in toller Sprache erzählte Geschichten mögt, dann kauft es euch, erwartet ihr aber Spannung hoch drei, dann lasst die Finger davon.

Ich gebe hier gerne 4 Sterne

Euer Weltenwandler

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