Der Tod von Sweet Mister

von Daniel Woodrell 
3,7 Sterne bei30 Bewertungen
Der Tod von Sweet Mister
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Wieder ein Country noir aus den Ozarks, aber irgendwie sind Woodrells Figuren hier weniger mitreißend als sonst.

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Ein schneller Schmöker - leider ohne den großen Tiefgang

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Inhaltsangabe zu "Der Tod von Sweet Mister"

Der dreizehnjährige Shug Akins wächst im Süden Missouris heran, ein Außenseiter inmitten der Sehnsüchte des amerikanischen Hinterlands. Seine Mutter Glenda hängt an der Flasche, während sein Vater Red die Familie mit unberechenbarer Gewalt tyrannisiert. Eines Tages taucht Jimmy Vin Pearce auf, mit seinem grünen Ford Thunderbird und der Verheißung auf eine andere, bessere Welt. Doch als Glenda sich mit ihm einlässt, entlädt sich ein lange unterdrücktes Gemisch aus Eifersucht und Hass zu einer Eskalation der Gewalt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453410602
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:11.11.2013
Teil 3 der Reihe "Ozark"

Rezensionen und Bewertungen

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    Callsos avatar
    Callsovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein schneller Schmöker - leider ohne den großen Tiefgang
    Ein düsteres Werk über Gewalt und Ausweglosigkeit


    "Ein Drama von antiker Wucht", so lautet die Kritik vom Focus. Dem schließe ich mich gerne an.

    Ein etwas trostloser, düsterer und dreckiger Roman über Menschen, die in den USA ohne große Hoffnungen den täglichen Überlenbenskampf meistern.

    Hauptperson Shug muss als 13-Jähriger immer wieder kriminell agieren. Sein fieser und schlagender Vater zwingt ihn dazu. Seine Mutter trinkt Alkohol wie andere Menschen Kaffee und versucht glücklos zwischen den beiden zu vermitteln. Ansonten bestimmen Schläge, Geldknappheit und ein roher Ton das Geschehen. Insofern ist die Familie von Idylle und Ruhe meilenweit entfernt.

    Schlussendlich las ich das Buch mit einer gewissen Distanz. Die letzte Bindung kamen in dem eher gefühlskalten Buch nicht auf.

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    Banons avatar
    Banonvor 5 Jahren
    Sweet Mister

    Bücher, die ich an einem Tag lese, bleiben mir meistens nicht so gut in Erinnerung. Zu schnell ist man beim nächsten Buch und der Vorgänger gerät schnell ins Vergessen.
    "Der Tod von Sweet Mister" wird da hoffentlich eine Ausnahme machen. Der kurze Roman hat es eindeutig verdient, länger haften zu bleiben.

    Daniel Woodrell gelingt es, mit seinem geradlinig komponierten Buch, Eindruck zu hinterlassen. Die ausweglose Lage von Sweet Mister, abhängig von einer alkoholsüchtigen Mutter, die mit einem gewalttätigen Kleinverbrecher zusammenlebt, der durch seine Unberechenbarkeit beiden verhasst ist, endet mit einer Neuauflage des Lebensschemas, unter dem der dreizehnjährige Aussenseiter aufwächst und leidet. Die bittere Erkenntnis: Der Weg aus dem eigenen sozialen Gefilde ist zumeist unmöglich, mag es auch noch so grausam mit einem umgegangen sein.

    "Der Tod von Sweet Mister" ist ein Neuanfang des Alten und hinterlässt beim Leser ein bestürzendes Gefühl, hatte er doch Hoffnung auf Rettung für Sweet Mister.

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    woschwens avatar
    woschwenvor 5 Jahren
    Packende Story ohne Happy-End

    Ein Buch, das wahrlich unter die Haut geht. Der Roman erzählt aus der Perspektive des jungen Shug, der seinen Vater zwar hasst, zugleich sich aber auch (noch) nicht gegen ihn wehren kann. Woodrell zeichnet ein sehr knappes, aber dafür sehr schmerzvolles Bild über Shug, seine Eltern und diese herunter gekommene Gegend ohne Zukunftsperspektiven und Fluchtmöglichkeit. Nicht nur für Shug, sondern auch die Mutter, die sich zunächst mit ihrer Situation abgefunden hatte, ist Jimmy Vin Pearce ein Licht am Horizont. Doch schätzt diese beispielweise den Einfluss des Vaters auf Shug komplett falsch ein. So schlägt die Hoffnung in bittere Enttäuschung um. Diese Sprache ist eindeutig und ebenso schonungslos. Wenn die Situation ist der Ozark-Region wirklich so ist, versteht man warum es kein Happy-End gibt und geben kann.

    “Sweet Mister” ist übrigens der Kosename, den sich Glenda bezeichnenderweise für ihren Sohn  ausgedacht hat. Er passt haargenau, betrachtet man den Verlauf und den Ausgang der Geschichte.

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    Kreisrundes_Quadrats avatar
    Kreisrundes_Quadratvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Tod von Sweet Mister" von Daniel Woodrell

    Shug ist 13 Jahre alt und wächst in mehr als schwierigen Verhältnissen auf. Die Mutter trinkt, der angebliche Vater ist ein Schläger. Regelmäßig wird er gezwungen sich an den Einbruchsaktionen des Vaters zu beteiligen. Im Verlauf der Handlung verroht der Junge immer mehr und sowohl seine ambivalente Beziehung zur Mutter als auch die zum Vater drohen aus dem Ruder zu laufen.

    Ein Roman über einen Jungen, der viel zu schnell erwachsen werden muss und dem extrem problematischen Umfeld in seinem Elternhaus nichts entgegesetzen kann.

    Die Geschichte ist nett geschrieben, aber ingesamt doch relativ vorhersehbar. Mir sind die Charaktere etwas zu schablonenhaft angelegt. Überrascht wird man kaum.

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    Boriss avatar
    Borisvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Tod von Sweet Mister: Roman" von Daniel Woodrell

    WIeder eine Geschichte aus dem "White trash", wieder eine Geschichte aus dem hintersten Missouri, wieder eine "coming of age" Geschichte, wieder geht es um Alkohol und Drogen. Also alles wie bei "Winters Knochen?
    Es gibt doch Unterschiede. Dies ist eine Ich-Erzählung, die Erzählung eines 13 jährigen, der anscheinend in keine Schule geht, mit seiner trinkenden Mutter und seinem ständig bedröhnten, kriminellen Stiefvater auf einem Friedhof lebt. Die Zeit in der die Geschichte spielt bleibt undeutlich, ich schätze mal Ende der 60iger, Anfang der 70iger. Der Ich-Erzähler wird zu Einbrüchen gezwungen, der Stiefvater schlägt Mutter und Stiefsohn, die Mutter verliebt sich ein einen anderen, es kommt zum Mord.
    Die Geschichte ist vorhersehbar, überrascht wird hier niemand, das hatte "Winters Knochen" dieser Geschichte voraus. Dem Autor schwebte vielleicht eine Art Ballade vor, archaisch, ein "Talking Blues", er findet aber keine Sprache dafür. Der Text wimmelt von schiefen Bildern, die aus dem Mund des 13jährigen Erzählers noch schiefer klingen. Auf Seite 112 blickt man auf "misstrauische Felswände". Auf Seite 117 klingt das Wasser wie "eine Gruppe von Frauen, die mir nicht wehtun würden." Auf Seite 139 steht: "Wir tropften den Pfad entlang, so wie Pisse das Bein hinuntertropft, wenn man einen Schlag in den Magen gekriegt hat."
    Wenn das, laut NY Times, der Perfektion nahe kommt, verstehe ich nichts von Prosa.
    Der Verlag will aus dem Erfolg von "Winters Knochen" Profit schlagen und veröffentlicht frühere Bücher. Das ist legitim, aber für mich nicht erfüllend....

    Kommentare: 1
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    Gulans avatar
    Gulanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wieder ein Country noir aus den Ozarks, aber irgendwie sind Woodrells Figuren hier weniger mitreißend als sonst.
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    guybrushs avatar
    guybrushvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach genial!
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ziemlich brilliant aber auch ziemlich bedrückend
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    Buecherwurm1973s avatar
    Buecherwurm1973vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht überzeugen. War nicht so kraftvoll, stimmungsvoll und intensiv geschrieben wie "Winters Knochen".
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    AndreGeorgis avatar
    AndreGeorgivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: 191 Seiten, aber man hat das Gefühl, man versinkt in einem Epos. Eine dunkle Welt, eine faszinierende Mutter-Sohn-Beziehung. Großartig!
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