Daniel Woodrell Im Süden

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Inhaltsangabe zu „Im Süden“ von Daniel Woodrell

Im Sumpf des Verbrechens – ein amerikanischer Albtraum Beinhaltet die drei Bände der Bayou-Trilogie: 1. Cajun-Blues 2. Der Boss 3. John X Die Bayou-Gemeinde St. Bruno, mitten in den schwülen Sümpfen Louisianas gelegen, ist der Hinterhof Amerikas: Hier florieren Verbrechen und Korruption. St. Bruno ist die Heimat der Underdogs, der Hinterwäldler und Zukurzgekommenen, für die der amerikanische Traum zum Albtraum geworden ist. Es regieren Kriminalität, Glücksspiel und geldgierige Politiker. In diesem Sumpf des Verbrechens versucht der Ex-Boxer und Cajun-Ermittler Detective Rene Shade, über die Runden zu kommen. Er ist hart – und er ist ehrlich. Kompromisslos kämpft Shade gegen Gewalt und Verbrechen, oft gegen den Willen seiner Vorgesetzten. In Cajun Blues ermittelt Shade im Fall eines ermordeten Lokalpolitikers und stößt dabei auf einen weitreichenden Korruptionsskandal. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten setzt er die Ermittlungen fort – und gerät immer tiefer in einen Strudel aus Intrigen, Rassismus und Gewalt. In Der Boss versucht eine Bande ehemaliger Häftlinge, die Kontrolle über St. Bruno zu übernehmen. Nur Detective Shade leistet Widerstand. Er spielt das Spiel wie die Verbrecher – ohne jede Regel. In John X begegnet Shade nach vielen Jahren seinem Vater wieder. John X, Ex-Spieler und Ex-Frauenheld, kehrt zurück nach St. Bruno, nachdem ihn seine junge Frau sitzengelassen hat. Ihm auf den Fersen ist ein Auftragskiller, dem John Geld schuldet. Für Rene Shade beginnt sein schwerster Fall. Nur wenigen Autoren gelingt es, einen Thrillerplot mit poetischer Eindringlichkeit zu verbinden. Daniel Woodrell ist mit seiner Bayou-Trilogie ein solches Meisterwerk geglückt. Folgen Sie ihm in die schwülen Sümpfe Louisianas. Korruption, Gewalt, Rassismus, Armut und der unbedingte Wille zum Überleben zeichnen die Welt Woodrells aus. Was an Woodrells Anatomie des amerikanischen Albtraums fasziniert, ist nicht nur die packende, sprachlich virtuose Schilderung von Kriminalität und Milieu, sondern seine Kunst, in den getriebenen Figuren, den Außenseitern und Verlierertypen, immer wieder Menschlichkeit aufblitzen zu lassen. Erstmals in deutscher Sprache versammelt Im Süden Daniel Woodrells große Bayou Trilogie in einem Band.

Steigert sich mit jedem Band bis großartiges Kopfkino entsteht. Woodrell zähle ich jetzt zu den großen amerik. Erzählern.

— thursdaynext
thursdaynext

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  • Rene Shade mal drei

    Im Süden
    walli007

    walli007

    07. June 2013 um 14:49

    In diesem Buch sind sie vereint, die drei Romane der Bayou-Trilogie. John X Shade ist vor langen Jahren abgehauen und hat seine Frau allein mit den drei Söhnen zurückgelassen. Doch Monique hat aus allen Dreien was gemacht. François ist Jurist, Rene wurde Cop und Tip hat die Bar, aber er verdient nicht schlecht. Rene hat es manchmal nicht leicht mit seiner Herkunft aus Frogtown. Ist er nun ein Cop oder eher ein Gangster? Von Berufs wegen steht er natürlich eher auf der Seite des Gesetzes. Doch manchmal werden die Dinge in den Bayous auf eigenartige Art geregelt - auch von Corps. Da sind sie wieder die Bayous mit ihrem white Trash, die sich dennoch für was Besseres halten, die ihren eigenartigen Ehrencodex haben. Und manchmal werden Leute so nebenbei umgebracht, dass der Leser aufpassen muss nichts zu versäumen. Da mag ein schwarzer Politiker auf einmal sterben und ein Täter verschont werden. Oder ein Killerpärchen wird von einem Killer, der wie ein wahres Unschuldslämmlein aussieht, ums Leben gebracht und dann noch ausgeraubt. Da nehmen alte Männer für die Prügelei das Gebiss aus dem Mund. Oder die Cops nehmen die Rache für den Mord an einem Cop selbst in die Hand. Mehr und mehr staunt der Leser über diese seltsame fremde Welt, in der die 80er auferstehen, aber ganz anders als in der eigenen Erinnerung. Man hört das Gluckern des Wassers in den Sümpfen, man sieht die heruntergekommen Gegenden, man ist belustigt ob der aberwitzigen Schilderungen der grotesken Taten und man amüsiert sich. Der trockene Humor, der eigene Stil des Autors machen Lust auf Mehr. Da sei gleich Winter´s Bone empfohlen, das vielleicht schon dem ein oder anderen bekannt ist.

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  • Daniel Woodrell - Die Bayou Trilogie - Der sumpfige Süden

    Im Süden
    thursdaynext

    thursdaynext

    03. June 2013 um 18:02

    Die Bayou Trilogie, eine dreibändige Familiensaga um den Polizisten Rene Shade, sprachlich authentisch, hart und mit großer Suggestivkraft steigert sich und wächst mit ihren Charakteren von Band zu Band. Eine depressive Poesie schwingt in den Sätzen mit und vermittelt ein Gefühl für diesen harten Menschenschlag der das Mississippi Delta und die umliegenden Sümpfe bevölkert. Das Land prägt seine Bewohner. Frogtown, die Sümpfe, der Fluss. Schwierig für Rene, der wenn er einen Drink in der Bar seines Buders nimmt, aufgrund seines Jobs vom Kneipenvolk misstrauisch beäugt wird: "Allein auf dem Weg zum Klo könnte ich sechs Festnahmen machen" Doch der gescheiterte Exboxer zieht seinen Stil durch.  Ebenso wie der jüngste Bruder der im besseren Teil der Stadt auf dem Weg nach oben ist, Staatsanwalt auf straighten Karriereweg in die Politik. In St. Bruno der gehobene Weg des Verbrechens. Woodrell erzählt aus dem Morast, teils mit ebensolcher Ausdrucksweise. Er erinnert stilistisch leicht an Jean Genet. Die Geschichte der Familie, besonders die Vater / Söhne Beziehung fasziniert. Ganz anders als die üblichen Südstaatenschmonzetten und deshalb so fesselnd und besonders.

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