Daniela Dröscher Die Lichter des George Psalmanazar

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Inhaltsangabe zu „Die Lichter des George Psalmanazar“ von Daniela Dröscher

Fischmann!, verspotten die Kinder den seltsamen Jungen, der im Jahr 1749 in einem schottischen Küstendorf erscheint. Mit bloßen Händen fängt er Doraden, und während er sie verkauft, singt er immer neue fremdländisch klingende Schicksalsweisen. Der alte Bischof von Innes wird Zeuge des Schauspiels. Er lockt den Jungen fort vom Meer und nimmt ihn mit sich. Die Folianten in der bischöflichen Bibliothek ziehen George magisch an. In einer Nacht blättert er in einem Buch über die Insel Formosa, die er am nächsten Tag als Ort seiner Herkunft besingt. Der geschäftstüchtige Innes gibt dem Jungen den Namen George Psalmanazar und bringt ihn in die Hauptstadt. In aller Öffentlichkeit erzählt er von Formosa, und er präsentiert das formosische Alphabet. Auch Mr Johnson, der Löwenmann, ist gekommen. Er kauft dem Bischof den wundersamen Jungen ab und nimmt ihn zu sich in die Fleet Street, wo er mit seiner üppigen Frau Elizabeth und Stieftochter Lucy lebt. George und Lucy sind klein, unschuldig, nicht von dieser Welt. Ihre Begegnung ist der Beginn einer zarten Liebesgeschichte im London des 18. Jahrhunderts. Unvereinbare Passionen gehen wie ein Riss durch die Figuren: Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und die Liebe zu den kleinen Dingen; Erfolg und Genügsamkeit. Der Versuch, das Kleine und das Große zusammenzuführen, scheitert. Am Ende bleibt nicht mehr als das Eingehen dahin, wo Paradoxien überleben können: ins Kunstwerk. Die Lichter des George Psalmanazar ist ein grandioses Erzähldebüt und eine Liebesgeschichte, die schöner, sonderbarer - und zeitloser nicht sein könnte.

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  • Höchst phantasievoll

    Die Lichter des George Psalmanazar

    Skrutten

    22. August 2013 um 07:18

    Hier zeigt sich ein höchst phantasievoller Roman, auf den sich der Leser tief einlassen muß, um den Handlungsfaden nicht zu verlieren. Der Spannungsbogen bricht dann auch nicht ab. Mit einigen Figuren hatte ich es richtig schwer, weil die sich so durchgehend mies benehmen (Mr. Johnson z.B.). Dieses Buch brauche ich jedoch nicht aufzubewahren, da ich es sicher nicht nocheinmal lesen werde.

  • Wohin geht die Reise??

    Die Lichter des George Psalmanazar

    Skrutten

    05. May 2013 um 18:01

    Ich bin zwar schon gut halb durch mit dem Schinken - aber durchblicken, wohin die Story geht - nein, das tue ich nicht. Dabei ist die (historische) Geschichte um den fremdländischen ("formosischen") Jüngling in London durchaus spannend und gut geschildert. Vielleicht muß ich das also auch garnicht wissen ... Mich persönlich nervt an aber immer wieder die Figur "Mr.  Johnson" - die kriegt ihr Leben so garnicht auf die Reihe.

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  • Rezension zu "Die Lichter des George Psalmanazar" von Daniela Dröscher

    Die Lichter des George Psalmanazar

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. February 2011 um 08:48

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine Rezension verfassen kann, die diesem Roman gerecht wird. Ich schaffe es ja nicht mal, den Nachnamen von George fehlerfrei auszusprechen. Denn dieser Roman ist etwas Besonderes, ein Kleinod. In einem sehr eigenen, zugleich störrischen und wunderbaren Stil erzählt Daniela Dröscher die Geschichte von Lucy und George, von Dichtung und Wahrheit, von Erfolgreichen und Gescheiterten. Sie malt mit ihren Worten Bilder, die mir zuerst etwas unscharf erschienen, aber immer klarer wurden, ja länger ich hinsah. Je weiter sich die Figuren sich entwickelten, die sie mit wenigen Strichen so ausdrucksstark zeichnete, desto mehr fühlte ich mich mit ihnen verbunden. Geschickt flicht sie historische Details ein, ein wahres Fest für Freunde des 18. Jahrhunderts in Großbritannien. Sie erweckt historisch verbürgte Personen zum Leben und setzt ihnen ein Denkmal, wie es besser nicht sein könnte. Mein Fazit: Ein außergewöhnliches Debüt. Der Roman wurde zu Recht mit dem silbernen Lorbeer bei der Verleihung des Sir-Walter-Scott-Preises 2010 ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Die Lichter des George Psalmanazar" von Daniela Dröscher

    Die Lichter des George Psalmanazar

    beowulf

    24. January 2011 um 19:26

    Ein Buch, das erarbeitet werden muss, ein Buch, dass Zeit von seinem Leser fordert, Zeit sich mit der Sprache auseiinanderzusetzen, Zeit sich mit den Protagonisten auseinanderzusetzen und Zeit das gelesene zu verdauen. Die "Arbeit" lohnt sich, zahlt sich aus- das Buch wird mich sicherlich noch einige Zeit im Geiste begleiten.

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