Daniela Dröscher Pola

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Inhaltsangabe zu „Pola“ von Daniela Dröscher

Eine fabelhafte Lügnerin, eine Frau, die alles hatte: Männer, Juwelen, Häuser, Ruhm - und für Letzteres bereit war, alles andere zu opfern. Es ist die Geschichte von Pola Negri, einem der ersten Stars des jungen Kinos, deren Leben aus mehr Trug und Schein bestand, als dass eine klassische Biografie darin die Wahrheit finden könnte. Pola fährt kurz vor Weihnachten 1934 in einem Viehwagen Richtung New York. Dort wartet das Schiff, das sie zurück nach Deutschland bringen wird. Sie hofft auf ihr Comeback, doch ihre meisterhaft erschwindelte Lebensgeschichte beginnt sich unter den neuen Machthabern zu rächen und bald wird sie von dem Gerücht erdrückt, wer sich nachts einsam ihre Filme anschaut ...
Der Aufbruch in die Moderne ist auch eine weibliche Geschichte, strahlende Stars wie Pola werden zu Idolen, verehrt wie einst Madonnenbilder, und ihre Freizügigkeit setzte die überkommene Ordnung außer Kraft. Dass Pola Negri am Ende selbst nicht mehr wusste, was Wahrheit, was Lüge, was Gerücht war, nutzt Daniela Dröscher mit viel Witz, Fantasie und Eigensinn. Pola ist mehr als der Roman über eine der schillerndsten Figuren des Stummfilms, über die Geliebte Charlie Chaplins und Rudolph Valentinos, es ist die Geschichte einer modernen Frau, die für
ihre Karriere zu weit ging und an ihrem Glück immer zielsicher vorbei.

Ein sehr unterhaltsame und unberechenbare Frau.

— sar89

Absolut lesenswert. Ein Stummfilmstar und eine empfindsame Frau im Getriebe der Filmindustrie

— Tulpentopf

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  • Ende einer Filmkarriere

    Pola

    CorinnaSmiles

    09. August 2013 um 17:47

    Pola Negri war einer DER Stars der Stummfilm-Ära; Dröschers Roman erzählt von einer Episode im bewegten Leben der Diva, in der ihr Erfolg als Schauspielerin verblasst. Im Mittelpunkt stehen dabei die Dreharbeiten zum Film „Mazurka“ und Polas kurze Beziehung zu dem deutschen Jungschauspieler Hermann Braun. Mitte der 30er-Jahre verlässt Pola – nicht ganz freiwillig – Hollywood, um in Berlin zu drehen. Hitler ist deutscher Kanzler, die politische Stimmung brenzlig. In ihrem Versuch, ihrer Karriere neuen Schwung zu verleihen, gerät Pola unter den Einfluss des Nazi-Regimes und wird in dessen Sinne instrumentalisiert. Zunehmend von Zweifeln an ihrem Leben als Schauspielerin geplagt, mit den Mächtigen der Filmbranche ringend und auch im Privatleben nach Aufmerksamkeit heischend, schafft es Pola schließlich, einige Brücken hinter sich abzubrechen. Das Spannende am Buch: die vielen Stars des frühen Hollywoods, die hier Erwähnung finden (Marlene Dietrich, Charlie Chaplin, Rudolph Valentino, Greta Garbo, …) und die zahlreichen Anekdoten, Klatsch- und Tratschgeschichten rund ums faszinierende Filmgeschäft. Wie eine unruhige Kamera fängt Dröscher dabei unterschiedliche Szenen ein, die mit der eigentlichen Handlung nur mehr oder weniger lose verbunden sind, beispielsweise Polas Trennung von Chaplin oder ihr dramatisches Versprechen an Valentino. Das wirkt etwas zusammengestückelt (und leider auch oberflächlich, denn die Geschichten bleiben ohne Tiefgang), während die eigentliche Darstellung von Polas Zeit in Europa nicht so recht in Schwung kommt. Immer neue Informationsfetzen zu Polas Vergangenheit - ihre ärmlichen Kindheit in Polen, ihre früheren Liebhabern, die Erfolgen aus Stummfilmtagen, ... - verwirren eher als dass sie den Lesern den Mensch Pola Negri näher bringen. Kurzum: ein Kaleidoskop an Eindrücken statt einer tiefgehenden Betrachtung. Stilistisch ist das Buch leider kaum zu ertragen und wirkt bestenfalls unbeholfen – insbesondere die Dialoge, wie z. B. Polas kurzer und donnernder Auftritt vor Eva Braun, der Fremdschäm-Momente auslöst.

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