Daniela Grach

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Schwarzbuch Superfood

Schwarzbuch Superfood

 (2)
Erschienen am 30.06.2016

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Rezension zu "Schwarzbuch Superfood" von Daniela Grach

Wissenschaftlich informativ
Hortensia13vor 6 Tagen

Superfoods sind in aller Munde. Chiasamen, Açaibeeren, Grüner Tee oder Quinoa - allem wird eine heilsame Wirkung nachgesagt, die uns in dieser stressigen Gesellschaft gesünder und fitter machen. Doch was hat es damit auf sich? Stimmen die hochgepriesenen Lobeshymnen oder ist es bloss Geldmacherei? Sind sie wirklich Kraftpakete, die uns vitaler machen, oder ökologisch bedenkliche Gesundsheitsversprechen? Vier Autorinnen, zusammengefasst zu diesem kurzen Buch, haben sich den Fragen angenommen und mit diesen Themen befasst: "Nachhaltigkeit", "Inhaltstoffe und Wirkung", "Exotische Superfoods" und "Heimische Superfoods".

Meine Erwartungen wurden teilweise erfüllt. Besonders die einzelnen Steckbriefe der Lebensmittel gefielen mir gut und waren sehr informativ. Darin werden Beschreibung, gesundheitliche Wirkung, Anbau, Form der Verabreichung und Dosierung kurz beleuchtet.

Generell ist es eine Zusammenlegen vier wissenschaftlich gehaltenen Artikel, kurz und prägnant. Interessierte sollten ein bisschen Vorkenntnisse in der Ernährungslehre haben, da viele Fachwörter geballt auftreten. Es ist ein guter Gedankenanstoss, sich mit seiner Ernährung und deren Trends auseinanderzusetzen.

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K

Rezension zu "Schwarzbuch Superfood" von Daniela Grach

chic oder altbewährt und heimisch – das ist hier die Frage
katze102vor 2 Jahren

Im „Schwarzbuch Superfood“ werden einige trendige Superfrüchte durchleuchtet; gemeinsam haben sie den weiten Transport und andere bedenkliche Zusatzeigenschaften zu den versprochenen werbewirksamen. So werden bei erhöhter Nachfrage z.B. Teile des Regenwaldes gerodet oder Pestizide in höherem Maße eingesetzt um eine intensivere Ernte zu ermöglichen. Viele der Superfoods lassen sich nicht lange langern und schon gar nicht in frischem Zustand weit transportieren, müssen dafür getrocknet und zu Pulver, Pellets, Kapseln, Sirup verarbeitet werden, wobei einige der angepriesenen Wirkstoffe leiden.
Mich haben besonders die empfohlenen Höchstmengen dieser Superfoods verwundert, ebenso auch einige mir vorher nicht bekannte Details, z.B. dass die Afa-Alge nicht separat, sondern immer zusammen mit nicht essbaren, giftigen Algen verarbeiten werden, weil eine getrennte Abfischung nicht möglich ist. Bei vielen der hier vorgestellten Superfoods wird klar, dass die angepreisenen gesundheitsfördernden Wirkungen oft gar nicht oder nur in vitro oder Versuchstier belegt wurden; bei manchen werden sogar Warnungen, auch bzgl. der Dosierung ausgesprochen. Es werden sogar Superfoods vorgestellt, die mir bislang noch nicht bekannt waren, aber sehr wohl schon im Vormarsch sind, z.B. Macawurzel und Noni, beide wohl mit umstrittener Wirkung; wobei von der Nori wohl „kostbare“ Produkte aus der Frucht hergestellt werden, der Wirkstoff sich jedoch in der Wurzel befinden soll.
Man muß sich schon fragen, ob diese Superfood-Mode sinnvoll und vertretbar ist, zumal durch die erhöhte Nachfrage Nutzfläche verloren geht, die für eigenen Nahrungsanbau benötigt wird. Will man überhaupt etwas essen, was möglicherweise durch Pestizide stärker belastet ist, als regionale Produkte und benötigen wir überhaupt diese Nahrungsergänzungen, die einen weiten, nicht energieneutralen Weg hinter sich haben?
Die Autorinnen stellen ganz richtig fest: Warum in die Fene schweifen, wenn das Gute liegt so nahe? - und portraitieren heimische Superfoods wie Aronia, Brennessel, Giersch, Heidelbeeren u.a.,
stellen auch hier Wirkung, Verabreichung vor. Sie sind nicht so modern oder kostspielig, man kann mit ihrem Verzehr auch nicht unbedingt angeben; dafür aber lange erprobt, mindestens genauso wirksam, viel frischer, klimaneutraler und man kann sie selber anbauen oder sammeln.

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